Cover-Bild Drei Sommer
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  • Verlag: Arche Literatur Verlag AG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 388
  • Ersterscheinung: 18.03.2021
  • ISBN: 9783716027981
Margarita Liberaki

Drei Sommer

Roman
Michaela Prinzinger (Übersetzer)

Maria (20), Infanta (18) und Katerina (16) leben in den 1930ern auf einem Landgut in der Nähe von Athen und teilen alle Geheimnisse miteinander. Dabei könnten die Schwestern unterschiedlicher nicht sein: Maria ist ständig in einen anderen Jungen verliebt, Infanta widmet sich lieber ihren Stickereien, und Katerina will als Schriftstellerin die Welt bereisen. Jeder Sommer, der vergeht, führt die Lebenswege der drei in unterschiedlichere Richtungen. Besonders Katerina löst sich immer mehr aus dem Familienverbund und blickt hinter die Fassaden der ländlichen Idylle. Dabei gibt ihr vor allem das einsame Leben ihrer geschiedenen Mutter Anna große Rätsel auf. Der Versuch, diese zu lösen und sich dabei nicht von der ersten ohnmächtigen Liebe vereinnahmen zu lassen, stellt Katerina schließlich vor eine brennende wie zeitlose Frage: Muss ich als Frau auf Liebe und Familie verzichten, um selbstbestimmt und freiheitlich zu leben?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2021

Ein zeitloser, unaufgeregter Roman über elementare Themen

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„Drei Sommer“ ist der zweite Roman der Autorin Margarita Liberaki, erstmals 1946 (d.h. unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs) im Original veröffentlicht, und mittlerweile ein moderner Klassiker ...

„Drei Sommer“ ist der zweite Roman der Autorin Margarita Liberaki, erstmals 1946 (d.h. unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs) im Original veröffentlicht, und mittlerweile ein moderner Klassiker in Griechenland. Interessanterweise werden die Kriegsjahre, die Entbehrungen, unter denen die Menschen litten, mit keinem Wort erwähnt. Nein, es ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden in einer vordergründigen Idylle, in der es an nichts fehlt.

Drei Sommer, drei Schwestern. Maria, die Älteste, ist pragmatisch, verkörpert die Traditionen, die nicht hinterfragt werden. Ihr Lebensweg gleicht dem klassischen Frauenleben, ist mit Heirat und Mutterschaft vorgezeichnet. In Frage stellt sie das nicht, Selbstverwirklichung und die große Liebe haben darin wenig Platz.

Infanta, die Mittlere, ist die Widersprüchige. Weiß noch nicht, was sie vom Leben will und erwartet. Auf der einen Seite sucht sie die Freiheit bei ihren täglichen Ausritten, andererseits widmet sie sich ausdauernd ihren Handarbeiten. Sie orientiert sich an ihrer Tante Teresa, die nach einer traumatischen Erfahrung die Gesellschaft von Männern meidet und nie geheiratet hat, ein erfülltes Leben ohne Männder führt.

Katerina hingegen, die jüngste der drei Schwestern, hat klare Vorstellungen davon, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte. Sie nimmt sich die abwesende und geschmähte Großmutter zum Vorbild, für sie das Ideal einer Frau, die ihren eigenen Weg gegangen ist, Mann und Kinder verlassen hat, um ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Drei Jahre, drei griechische Sommer, in denen die Wege der Schwestern sich verändern, in verschiedene Richtungen auseinanderdriften.

Ein zeitloser, unaufgeregter Roman über elementare Themen. Über die Liebe und das Leben, über Identitätsfindung und Erwartungshaltungen, über familiäre Prägungen und individuelle Träume. Mit wunderschönen Naturbeschreibungen und intensiven Charakterstudien äußerst stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Veröffentlicht am 10.04.2021

Ein moderner Klassiker - zeitlos

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Bereits im Jahre 1946 erschien „Drei Sommer“ von Margarita Liberaki im Original und noch heute hat dieser Klassiker der modernen griechischen Literatur nichts an seiner Kraft, seiner Aktualität eingebüßt. ...

Bereits im Jahre 1946 erschien „Drei Sommer“ von Margarita Liberaki im Original und noch heute hat dieser Klassiker der modernen griechischen Literatur nichts an seiner Kraft, seiner Aktualität eingebüßt.

Drei Schwestern leben mit ihrer Mutter Anna, ihrer Tante Tereza und ihrem Großvater auf einem Landgut nahe Athen. Drei Sommer lang begleite ich sie. Katerina, mit ihren 16 Jahren die jüngste, bringt die Familiengeschichte näher. Sie träumt von Reisen in fremde Welten, verliebt sich in David. Ihre 18jährige Schwester Infanta liebt Pferde, findet in Nikitas viel Verständnis und mehr. Dann ist da noch Maria, mit 20 Jahren die älteste, erfahrenste.

Es ist eine Reise in den Sommer, in die griechische Landschaft, all die Gerüche, die Früchte nehme ich intensiv wahr, bin so richtig abgetaucht. Mit den Menschen gehe ich zurück in eine Zeit, deren Gesellschaft sehr genau hinschaut, die toleriert aber auch verurteilt und verzeiht. Ein Blick auf das Damals, auf die Grenzen und Entfaltungsmöglichkeiten. Lässt das traditionelle Frauenbild ein selbstbestimmtes Leben zu? „Manchmal fühlt man den Drang, über ein einziges Leben hinauszugehen.“ Was für ein lebendiger Satz, voller Poesie. Es gibt immer wieder Zeiten in jeder Lebensphase, da möchte man genau das – darüber hinausgehen. Das Leben spüren in all seinen Facetten, dem altgedienten entfliehen, Neues zulassen, seinen Platz finden. Und genau diese Momente fängt Margarita Liberaki wunderbar ein, sehr dezent, zart, ja filigran. Das Leben in seiner ganzen Fülle – bittersüß zuweilen.

Ein leises Buch, wie ein Zaungast komme ich mir manchmal vor. Es sind diese alltäglichen Geschichten, die ein jeder von uns kennt, so oder so ähnlich erlebt hat. Die erste Liebe – was gibt es schöneres.

Mit der polnischen Großmutter fängt unsere Geschichte an und mit ihr schließt sich der Kreis. Ein sehr moderner Klassiker, der weibliche Entfaltungsmöglichkeiten, eigene Lebensentwürfe sehr wohl zulässt, ein selbstbestimmtes Frauenbild vermittelt. Vor 75 Jahren genauso wie heute. „Drei Sommer“ zeichnet ein gesellschaftskritisches Bild von immerwährender Gültigkeit. Alles fließt…

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Veröffentlicht am 05.04.2021

Ein genussvoller Klassiker

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Klappentext:
„Maria (20), Infanta (18) und Katerina (16) leben in den 1930ern auf einem Landgut in der Nähe von Athen und teilen alle Geheimnisse miteinander. Dabei könnten die Schwestern unterschiedlicher ...

Klappentext:
„Maria (20), Infanta (18) und Katerina (16) leben in den 1930ern auf einem Landgut in der Nähe von Athen und teilen alle Geheimnisse miteinander. Dabei könnten die Schwestern unterschiedlicher nicht sein: Maria ist ständig in einen anderen Jungen verliebt, Infanta widmet sich lieber ihren Stickereien, und Katerina will als Schriftstellerin die Welt bereisen. Jeder Sommer, der vergeht, führt die Lebenswege der drei in unterschiedlichere Richtungen. Besonders Katerina löst sich immer mehr aus dem Familienverbund und blickt hinter die Fassaden der ländlichen Idylle. Dabei gibt ihr vor allem das einsame Leben ihrer geschiedenen Mutter Anna große Rätsel auf. Der Versuch, diese zu lösen und sich dabei nicht von der ersten ohnmächtigen Liebe vereinnahmen zu lassen, stellt Katerina schließlich vor eine brennende wie zeitlose Frage: Muss ich als Frau auf Liebe und Familie verzichten, um selbstbestimmt und freiheitlich zu leben?“

Dieses Buch von Margarita Liberaki ist ein echter Klassiker aus dem Jahr 1946. In ihrem Schreibstil hält sie nicht nur die Sonne und die Luft Griechenlands gefangen, nein, auch das Zeitgefühl und die Ansicht auf das Bild der Frauen. Man hinterfragt als Leser viele Dinge, sucht und findet Antworten, wenn auch nicht immer direkt, aber man hat ein Buch in den Händen welches nachhallt und einen beschäftigt.
Ihre drei Darsteller könnten wahrlich unterschiedlicher nicht sein, aber genau so macht jede für sich ihre Erfahrungen für‘s Leben. Liberaki ist dabei sehr unaufgeregt und beschreibt ohne Hektik und Sturm die griechische Lebensphilosophie der Damen sowie auch den Punkt der Zeit. Ihr Ausdruck ist dabei moderner denn je, was aber auch natürlich der perfekten Übersetzung geschuldet ist, aber genau darauf kommt es eben bei einem Klassiker an. Die Drei (egal ob die Damen oder die Sommer) strahlen eine ungeheure Anziehung aus und man liest sich wunderbar in die Gedankenwelt, genießt die Sonne die beschrieben wird, atmet den Duft der Bäume und hört das zwitschern der Vögel und das Wellenrauschen am Meer. Es sei aber ganz eindrücklich darauf hingewiesen, das hier wirklich keine großen Überraschungen zu erwarten sind, man muss als Leser sich die Figuren „erarbeiten“, sich ihre Gedanken aneignen und verstehen können, aber man muss die Figuren handeln lassen, denn genau das ist der Tenor der Geschichte: nur so findet man Erfahrungen, die einem etwas mitgeben auf dem Weg des Lebens. Egal ob positiv oder negativ, alles gehört dazu, auch der Umgang mit den zeitgenössischen Sichtweisen.
Dieses Buch erhält eine klare Leseempfehlung von mir und berechtigte 5 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 23.04.2021

Drei Sommer in gewaltigen Farben

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Inhalt:

Drei Schwestern, drei Geschichten. Vereint im Roman „Drei Sommer“ von Margarita Liberaki. Diese Geschichte ist ein griechischer Klassiker, erstmals erschienen im Jahr 1945. Die besagten drei Sommer ...

Inhalt:

Drei Schwestern, drei Geschichten. Vereint im Roman „Drei Sommer“ von Margarita Liberaki. Diese Geschichte ist ein griechischer Klassiker, erstmals erschienen im Jahr 1945. Die besagten drei Sommer ereignen sich in den 1930er Jahren. Maria, Infanta und Katerina leben auf einem kleinen Landgut gemeinsam mit ihrer geschiedenen Mutter, der ledigen Tante und dem Großvater, dessen Frau vor Jahren davongelaufen ist. Alle drei Schwestern werden im Laufe dieser drei Sommer erwachsen. Sie erleben ähnliche Dinge und schlagen unterschiedliche Wege ein. Es geht um Familie, um Liebe, um Entscheidungen und die Zukunft. „Drei Sommer“ ist ein Coming-Off-Age-Roman aus einer längst vergangenen Zeit, der von Dingen erzählt, die zu jeder Zeit im Leben von Frauen eine Rolle gespielt haben.

Meine Meinung:

„Drei Sommer“ ist ein gegensätzliches Buch. Die Handlung ist sehr leise, fließt einfach so vor sich hin. Aber die Sprache ist so so so laut. Ich bin verliebt in diese Sprache. Phasenweise war mir beim Lesen völlig egal, was passiert, weil die Sprache der Autorin so schön ist, sie so farbenfrohe und üppige Bilder vom griechischen Sommer zeichnet. Das ist genau das, was man in Zeiten von Covid als Buchliebhaber braucht! Ich konnte diese Sommer wirklich mit allen Sinnen spüren! Der Text hat mich an Pinterest-Pinnwände erinnert mit lichtdurchfluteten Naturaufnahmen von Mädchen in wallenden Kleidern.

Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Katerina, der jüngsten und wildesten Schwester, erzählt. Allerdings verschwimmt die Erzählperspektive zwischenzeitlich immer wieder und Katerinas Sicht wird von einem allwissenden Erzähler abgelöst. Daran musste ich mich anfangs gewöhnen, aber später fand ich es sehr spannend und speziell.

Im Vorfeld dachte ich, jeder Sommer wäre einer anderen Schwester gewidmet. Das ist aber nicht so. Katerina bleibt die ganze Zeit über Hauptfigur, dicht gefolgt von Maria. Von der mittleren Schwester Infanta, erfährt man leider nicht so viel, obwohl sie eine sehr spannende Figur ist. Alle drei Schwestern sind individuell und gut ausgearbeitet. Ihre Schicksale haben mich berührt. Es fällt mir schwer an dieser Stelle auf die Handlung einzugehen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Aber die Schicksale der drei habe ich wiedererkannt. Heute sind die Dinge natürlich anders, aber eben auch überraschend ähnlich. Überhaupt ist es interessant, wie viele moderne Motive in dieser Geschichte eine Rolle spielen. Patch-Work-Familien, (sexuelle) Selbstbestimmung, erste Liebe, das Ringen mit dem Rollenverständnis der Frau.

Fazit:

„Drei Sommer“ ist ein zeitloser, hinreißend schön geschriebener, poetischer Roman über’s Erwachsenwerden und Frausein. Ich bin so froh darüber, dieses Buch gelesen zu haben. Die wundervollen Bilder, die beim Lesen in meinem Kopf entstanden sind, waren wirklich eine Bereicherung.

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Veröffentlicht am 24.04.2021

Ein Roman wie ein heißer Sommertag

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Ein zauberhafter Roman vor griechischer Kulisse. Es geht um das Erwachsenwerden, Schwesternbeziehungen, die erste Liebe, Freiheitsdrang und Emanzipation. Drei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht ...

Ein zauberhafter Roman vor griechischer Kulisse. Es geht um das Erwachsenwerden, Schwesternbeziehungen, die erste Liebe, Freiheitsdrang und Emanzipation. Drei Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, die eine ganz Ehefrau und Mutter, die zweite wunderschön doch in sich gekehrt und etwas spröde und die Jüngste, voller Freiheitsdrang und Liebe. Der erste Sommer, wie der erste Teil überschrieben ist, verzaubert mich und zieht mich völlig in die Geschichte. Beinahe glaubt man sich im heißen griechischen Sommer auf der Terrasse zu sitzen, mit den Schwestern durch die wilde und raue Landschaft zu streifen. Übervoll von Gefühlen. Der zweite und dritte Sommer kann meiner Meinung nach nicht ganz mithalten. Die Geschichte plätschert etwas dahin, zu viele Figuren treten auf, die für mich eher stören. Schade. Das Ende überrascht mich nicht. Dennoch hätte ich mir für eine der Schwestern einen anderen Ausgang gewünscht. Ein zeitloses Buch, das mich einfängt, aber doch irgendwie etwas leer zurücklässt. Einen Pluspunkt gibt es aber für das wunderschöne Cover.

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