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Veröffentlicht am 25.04.2021

Keine allzu leichte Kost, aber es zeigt auch: Anderen geht es auch so

Als die Welt stehen blieb
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Dieses Buch - oder sollte ich Büchlein sagen, denn erstens hat es nur 223 Seiten und zweitens sind viele Seiten leider nur zur Hälfte bedruckt, ist eine Art Tagebuch über die ersten zweieinhalb Wochen ...

Dieses Buch - oder sollte ich Büchlein sagen, denn erstens hat es nur 223 Seiten und zweitens sind viele Seiten leider nur zur Hälfte bedruckt, ist eine Art Tagebuch über die ersten zweieinhalb Wochen Corona, seit dem der Pandemiefall festgestellt wurde (zumindest in Deutschland, aber ich denke in Norwegen wird das nicht anders gewesen sein). Die Autorin schreibt hier über den Zeitraum vom 11. – 29. März 2020. Sie wünschte, es wäre ein Buch. So wie die anderen wo sie über schlimme Themen schreibt und ihr Mann meint: „Es muss nicht so schlimm ausgehen, wie in deinen Büchern.“

Wir könnten uns in der einen oder anderen Situationen alle ähnlich gefühlt haben. Es wird über das Homeschooling geschrieben (drei A4-Seiten als Aufgabe für heute!) oder über das Händewaschen, das 20 Sekunden dauern soll. Dazu singen die Kinder am besten „Hurra for deg“ oder zweimal Happy Birthday. „Happy Birthday, dear Corona?“ Mir als Erwachsenen gefällt das nicht, aber wenn es den Kindern hilft solange auf Hygiene zu achten, warum nicht?

Es wird über die Abstandsregeln geschrieben, dass es viele an den See zieht und ob es für das Spazieren gehen nicht leerer im Wohnblock wäre? Das im Supermarkt in manchem der Jäger und Sammler erwacht, man braucht ja Paracetamol für einen Monat und Klopapier für ein halbes Jahr, obwohl das Virus ja die Lunge und nicht den Darm befällt.

Es ist von einer Maßnahmendauer von 18 Monaten zu lesen. Ich weiß nicht, wann dieses Buch fertig war und in den Druck ging, aber 18 Monate – das wäre August/September 2021. Vielleicht eine realistische Einschätzung. Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe auf entsprechende Lockerungen, wenn das Impfen wirklich etwas bringt. Vielleicht ändert sich ja bei manchen was – mal sehen, ob Nachbarschaftshilfe bei manchen später immer noch so groß geschrieben wird wie zu Anfang der Pandemie.

Es ist kein lustiges Buch. Dazu ist gerade wenn es um die Situation in Italien geht, die Lage zu ernst. Es ist streckenweise schon starke Kost, aber auf der anderen Seite: Ja, auch wir selbst haben dies so oder ähnlich in den Nachrichten gehört. Auch wir müssen Abstand halten. Auch wir verzweifeln vielleicht am Homeschooling. Wir sind nicht allein, den anderen geht es auch so.

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Veröffentlicht am 24.04.2021

Nicht ganz so lustig wie erhofft, aber trotzdem gut

Ein Sonnenstrahl im Regen
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Das Buch ist in Wechselsicht aus der Perspektive von Poppy (29) und Cole (31) geschrieben. Poppy hat gerade ein Restaurant eröffnet und arbeitet die Geburtstags-To-Do-Liste von Jamie ab. Ihrem Mann, der ...

Das Buch ist in Wechselsicht aus der Perspektive von Poppy (29) und Cole (31) geschrieben. Poppy hat gerade ein Restaurant eröffnet und arbeitet die Geburtstags-To-Do-Liste von Jamie ab. Ihrem Mann, der vor 5 Jahren in einem Getränkemarkt erschossen wurde. Beim ersten Punkt trifft sie auf Cole – jenem Polizisten, der ihr vor 5 Jahren die schreckliche Nachricht überbracht hat und an diesem Abend bei ihr blieb. Er ist nämlich neben zu auch Karate-Lehrer. Ihr Karate-Lehrer, bei dem sie nun eine Probestunde hat.

Bei beiden ist nach dem ersten Schreck auch Sympathie im Spiel und vor allem Cole ist in ihrer Nähe sexuell erregt. Aber im weiteren Verlauf fühlt sich auch Poppy zu ihm hingezogen. Nebenhandlung des Buches ist Coles Polizeiarbeit, weswegen das Buch nicht ganz so lustig wie erhofft ist. Ich hätte mir gewünscht, dass Jamies Tod nur anfangs eine Rolle spielt und sich Poppy dann mehr und mehr öffnet und wieder mehr Freude am Leben entwickelt. Leider taucht der Mordfall und seine Aufarbeitung daran immer wieder auf. Dadurch war das Buch für mich nicht ganz so leicht zum Abschalten und in eine andere Welt eintauchen geeignet. Dennoch war es ein gutes Buch, das ich in ein paar Jahren gerne wieder zur Hand nehmen werde.

Anfangs hatte ich bei dem Buch sogar die Angst, dass es auch Zeitsprünge gibt, denn die Kapitelüberschriften mit „xx. Geburtstag“ ließen mich das zunächst denken. Doch dem war nicht so, das Buch ist schon chronologisch, bei den Zahlen handelt es sich nur um die Punkte, die Jamie bis zu diesem Geburtstag erledigt haben wollte. Einen Feueralarm auslösen zum Beispiel. Oder einen Tag auf Technologie verzichten. Oder in ein Taxi steigen und „Folgen sie diesem Wagen“ sagen.

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Veröffentlicht am 01.03.2021

Der Streuner kommt erst spät

Ein Streuner kommt selten allein
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Vom Autor hatte ich schon "Lass und an Wunder glauben" gelesen und wurde dabei auf dieses aufmerksam. Es war nett zum lesen, allerdings hat mir das andere Buch besser gefallen.

Die Geschichte handelt ...

Vom Autor hatte ich schon "Lass und an Wunder glauben" gelesen und wurde dabei auf dieses aufmerksam. Es war nett zum lesen, allerdings hat mir das andere Buch besser gefallen.

Die Geschichte handelt von Dr. Cyrus Mills, der die Landtierarztpraxis seines Vaters übernommen hat, die dem übermächtigen Konkurrenten Healthy Paws ein Dorn im Auge ist. Aber Cyrus will sich sein kleines Paradies nicht nehmen lassen.

Das Buch ist humorvoll geschrieben und hat mit Crispin einen besonderen Patienten zu bieten - einen von einem Präparator ausgestopften Labrador, der zu einer 83jährigen Kundin zählt.

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Veröffentlicht am 21.11.2020

Eine Wanderung mit Lamas von Bozen nach Rom

Mit drei Lamas nach Rom
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Der Autor ist nach einer Krebserkrankung in schlechter Verfassung und bricht mit zwei Freunden und drei Lamas zu Fuß von Bozen nach Rom auf. 50 Tage, 1075 km.

Das Buch beginnt mitten in der Reise, nämlich ...

Der Autor ist nach einer Krebserkrankung in schlechter Verfassung und bricht mit zwei Freunden und drei Lamas zu Fuß von Bozen nach Rom auf. 50 Tage, 1075 km.

Das Buch beginnt mitten in der Reise, nämlich am 18. Tag. Aber nur die ersten drei Seiten lang. Doch die hätte es meines Erachtens nicht gebraucht, die hätte ich gerne erst später gelesen. Die dann übrigens nicht mit genau den gleichen Worten, sondern nur ähnlich beschrieben wird.

Vor der eigentlichen Reise kommt dann noch die Vorgeschichte (auch nur drei Seiten) und eine Karte. Auf Seite 13 geht es dann an einem 20. Februar unweit von Bozen los. Anfangs ist mir der Autor ein wenig unsymphatisch – seine Krebserkrankung verschweigt er, nur einem Weggefährten der auch Arzt ist, macht er Andeutungen. Er raucht immer wieder und obwohl er Frau und Tochter extra eine Prepaid-Handynummer mitgeteilt hat und nur über diese zu erreichen ist (weil er es so will) ruft er dann doch in seiner eigenen Kanzlei an – und die ihn daraufhin auch. Doch der Weg ist das Ziel und mal sehen was er mit einem macht.

Wo die drei Freunde hinkommen mit ihren Lamas erwecken sie Aufmerksamkeit, da hilft manchmal nur „Bitte Abstand halten, die Tiere können spucken“. Polizisten die sich zu ihnen gesellen (weil sie die Lamas näher sehen wollen) bekommen schon mal scherzhafte Entschuldigungen wie die im Halteverbot geparkten Lamas oder die übertretene Geschwindigkeit zu hören. Auf dem Weg nach Rom gibt es Überlegungen, die Ballen der Lamas vor dem Asphalt zu schützen – da ist einiges Ausprobieren nötig. Man muss sich auch beim Überqueren einer vielbefahrenen Straße nur zu helfen wissen: Nachdem kein Auto anhält, einfach mal den Pilgerstab quer über die Straße ausstrecken.

Gegen Ende der Reise schaffen es die Freunde sogar, mit den Lamas in eine Therme (Terme del Baggnacio) zu kommen. Auch wenn die Kassiererin bei „Vier Erwachsene und drei Lamas“ abwinkt. In Rom angekommen, treffen sie Papst Franzkiskus. Das Buch ist durch mehrere Fotos von der Reise aufgelockert.

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Veröffentlicht am 03.10.2020

Mal lustig, mal etwas traurig das Leben drehen ;-)

Das Leben drehen
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Marlene, Ärztin in einem Krankenhaus, erhält Besuch von einer jungen Frau namens Amelie. „Ich bitte sie um ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben“. War Marlene nicht bis eben glücklich verheiratet? ...

Marlene, Ärztin in einem Krankenhaus, erhält Besuch von einer jungen Frau namens Amelie. „Ich bitte sie um ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben“. War Marlene nicht bis eben glücklich verheiratet? Es mag etwas überraschend sein, aber sie kommt Amelies Bitte nach. Und nicht nur das – sie wird auch um das Leben von Amelie kämpfen, denn so einfach sterben lassen kommt nicht in Frage. Die lebenslustige Amelie, die im Krankenhaus u. a. Kinder zum Lachen bringt (selbst das Mädchen, das nur bei Regen weint damit man ihre Tränen nicht sieht) hat Krebs und sich mit dem Sterben abgefunden – doch Marlene will sie behandeln.

Das Buch erzählt zwar auch vom Krankenhausalltag (vor allem auf einer onkologischen Station), aber auch von einem Leben, das man drehen kann und z. B. wieder Kontakt zum Vater aufnehmen, zu dem man jahrelang keinen Kontakt hatte. Manchmal ist das Buch lustig, so z. B. als ein Polizist Marlene verfolgt und endlich einholt. „Ja, ich weiß, ich bin zu schnell gefahren“. „Eigentlich wollte ich Ihnen nur sagen, dass ihr Kofferraum auf ist“. Manchmal aber auch etwas traurig. Immer wieder geht es auch um Krebs, ums Sterben. Vor dem man eigentlich keine Angst haben muss, denn es ist nur „das friedliche Aufhören der Körperfunktionen“. Obwohl ich nah am Wasser gebaut bin sind zumindest keine Tränen beim Lesen des Buches geflossen. Also sehr traurig ist das Buch nicht. Manchmal hätte ich sogar gerne etwas mehr Elan und Fröhlichkeit von Amelie in mir drin, allerdings nur einen Teil davon – denn manchmal war sie mir zu ausgeflippt.

Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, nachdem ich „Ein Blick in deine Augen“ von der Autorin gelesen habe, in dem es auch um Alpakas ging. „Das Leben drehen“ ist das erste Buch der Autorin und hat mir weniger gefallen, was mit Sicherheit auch daran lag dass hier keine Alpakas mitspielten und es immer wieder um Krebs ging

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