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Veröffentlicht am 30.07.2021

Lauf, Jane, lauf!

Lauf, Jane, lauf!
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Lauf, Jane, lauf! Von Joy Fielding ist ein zwar ein älterer Psychothriller der sich heute aber noch genauso gut lesen lässt. Meine Ausgabe ist von 1992 und man merkt es dem Buch und dem Schreibstil nicht ...

Lauf, Jane, lauf! Von Joy Fielding ist ein zwar ein älterer Psychothriller der sich heute aber noch genauso gut lesen lässt. Meine Ausgabe ist von 1992 und man merkt es dem Buch und dem Schreibstil nicht an. Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und bin eigentlich immer begeistert von ihren Werken. So auch diesmal, auch wenn es in der Mitte eher langsam und eintönig vor sich ging.
Der Anfang ist schon etwas skurril und beklemmend. Der Leser irrt mit der Protagonistin durch die Straßen Bostons. Die Frau weiß nicht wer sie ist und was passiert ist. In ihren Taschen findet sie 10.000 Dollar und ihr Kleid ist blutbefleckt. Der Alptraum beginnt aber erst so richtig als sie in der Klinik einem Mann begegnet der behauptet ihr Mann zu sein. Alles scheint schlüssig er zeigt ihr Fotos Papiere und die Nachbarn erkennen sie auch. Ihr Mann gibt ihr Medikamente und Spritzen angeblich sollen diese bei ihrer Amnesie helfen. Doch Jane fühlt sich eher wie eine Gefangene und wird immer schwächer und depressiver, bis sie fast nur noch schläft. Was ist in ihrer Vergangenheit passiert was sie vergessen wollte und warum setzte ihr Mann scheinbar alles daran das es auch so bleibt?
Der Anfang ist spannend und sehr ereignisreich. Allerdings hört dies mittendrin auf und die Geschichte plätschert vor sich hin. Man erlebt die Geschichte aus Janes Sicht. Was es sehr authentisch wirken lässt und den Leser mit einbezieht. So bekommt der Leser auch manchmal selbst ein beklemmendes Gefühl.
In der meisten Zeit erlebt man Janes neuen Alltag, der aber meist ziemlich gleich ist. Ab und zu gibt es wieder spannende Ausreißer und man hat das Gefühl dass die Story wieder Fahrt aufnimmt. Allerdings verfällt Jane dann oft wieder in ihre Lethargie. Das Ende wird wieder sehr spannend aber hier hat der Leser das Gefühl dass das Buch schnell zu Ende gebracht werden musste. Es wird schnell abgehandelt und alles ist wird gut.
Die Autorin schafft es den Leser, trotz des eher mittelmäßigen Mittelteils zu fesseln. Sie baut gekonnt einen Spannungsbogen auf und hält ihn größtenteils auch bei.
Das ist ein wirklich guter Psycho-Krimi.

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Die Studentin

Die Studentin
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Die Studentin von Tess Gerritsen und Gary Braver ist ein Stand - alone Krimi der sich mit menschlichen Abgründen befasst. Das Buch lässt sich schnell und sehr flüssig lesen. Es ist in ein Davor und Danach ...

Die Studentin von Tess Gerritsen und Gary Braver ist ein Stand - alone Krimi der sich mit menschlichen Abgründen befasst. Das Buch lässt sich schnell und sehr flüssig lesen. Es ist in ein Davor und Danach aufgegliedert und macht es so noch spannender.

Taryn Moore wird tot vor ihrem Haus aufgefunden. Alles schließt auf Selbstmord. Aber warum sollte sich die talentierte, gutaussehende junge Frau umbringen wollen. Vor allem da sie gerade ins Graduierten Programm der Uni aufgenommen wurde. Doch Detective Frankie Loomis hat ihre Zweifel am Tathergang und beginnt zu ermitteln.  

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Mir persönlich hat es gut gefallen das es quasi auf zwei Zeitebenen spielt. So weiß man was im jetzt passiert und wie die Polizei anfängt zu ermitteln. Auf der anderen Seite lernt man das Geschehen der Vergangenheit kennen und erlebt mit wie sich der Fall langsam entwickelt und aufbaut um dann mit dem Tot von Taryn endet.

Das Buch ist spannend geschrieben und diese baut sich immer weiter auf umso mehr man aus der Vergangenheit erfährt. Die Autoren bauen auch ein paar Verwicklungen und falsche Fährten ein, so hat man immer mal eine andere Vermutung oder einen Verdacht. Allerdings wurde es zum Ende hin sehr offensichtlich wer und was hinter allem steckt.

Die Protagonisten waren mir nicht sonderlich sympathisch. Taryn war mir zu eigensinnig und zu oberflächlich. Gleichzeitig hat sie eine für mich schon zwanghafte Vorstellung von Liebe und das miteinander von Männern und Frauen. Jack war mir etwas zu blass dargestellt und auch zu unentschlossen bzw er war zu leicht beeinflussbar.

Ein spannender Krimi, etwas vorhersehbar aber trotzdem lesenswert.

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Wo dich das Leben anlächelt

Happy Ever After – Wo dich das Leben anlächelt
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Wo dich das Leben anlächelt ist der zweite Teil der Happy Ever after Reihe von Jenny Colgan. Ihre Bücher sind immer wahre Wohlfühlbücher. Man nimmt das Buch in die Hand und wird gleich in die Geschichte ...

Wo dich das Leben anlächelt ist der zweite Teil der Happy Ever after Reihe von Jenny Colgan. Ihre Bücher sind immer wahre Wohlfühlbücher. Man nimmt das Buch in die Hand und wird gleich in die Geschichte gezogen. Die Bücher der Reihe kann man gut separat lesen, da es sich immer um eine eigene Geschichte handelt und auch neue Protagonisten im Mittelpunkt stehen.

Das Buch ist kurzweilig und sehr gut geschrieben. Es entführt einen ins schöne und etwas derbe Schottland, es sprüht aber über vor Liebe. Die Autorin schafft es mit ihrer leichten, detaillierten und bildlichen Sprachen den Leser zu fesseln und mitten in die Geschichte zu ziehen. Man kann sich die Ortschaften und Personen vorstellen. Es transportiert aber auch eine etwas düstere Stimmung die aber im Verlauf des Buches nachlässt. Im Gegensatz zum ersten Teil ist dieser etwas ernster und einem tun die Kinder nur schrecklich leid.

Die Protagonisten sind alle sehr authentisch und lebendig beschrieben. Zoe ist eine sympathische junge Frau auch wenn sie mich manchmal nervte habe ich doch mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert. Sie ist etwas überfordert und hängt zu sehr an Haris Vater und kann die Trennung nicht ganz verarbeiten. Es war auch sehr schön Personen aus dem ersten Teil wieder zu treffen. Allerdings war mir Nina in diesem Teil nicht so sympathisch und liebevoll wie im ersten Teil.

Die Geschichte ist zwar teilweise vorhersehbar, hat aber auch ihre Überraschungen parat. Was mir gut gefallen hat ist dass die Protagonisten sich alle im Laufe der Geschichte weiter entwickelt haben. Zudem schafft es die Autorin einige wichtige Themen wie psychische Erkrankungen, Familien, die Natur und Bücher geschickt zu einem ganzen zu verweben. Sie zeigt das Geld und ein großes Anwesen nicht alles im Leben sind, sondern Liebe und Freundschaft.

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Veröffentlicht am 18.06.2021

Wisting und der fensterlose Raum

Wisting und der fensterlose Raum
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Wisting und der fensterlose Raum von Jørn Lier Horst ist wieder ein beschaulicher und spannender Krimi. Dies ist der zweite Teil der Wisting – Reihe, man kann die Bücher gut separat lesen. Alle Teile sind ...

Wisting und der fensterlose Raum von Jørn Lier Horst ist wieder ein beschaulicher und spannender Krimi. Dies ist der zweite Teil der Wisting – Reihe, man kann die Bücher gut separat lesen. Alle Teile sind in sich abgeschlossen. Da hier Cold Case Fälle neu aufgerollt werden sollte man nicht zu viel Action erwarten.  Die Bücher bestechen eher durch akribische Ermittlerarbeit und vielen Kleinigkeiten die am Ende ein großes ganzes ergeben.

Wisting bekommt, nach dem natürlichen Tod des Spitzenpolitikers Bernhard Clausen, den Auftrag vom Generalstaatsanwalt eine geheime Ermittlung zu führen. Im Haus des Toten wurde in einem fensterlosen Raum Kartons mit 80 Millionen Kronen gefunden. Stammt das Geld aus einem Raubüberfall der vor 20 Jahren stattfand? Wie kam Clausen an das Geld?

Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Ich bin gut in das Buch rein gekommen und konnte es auch recht zügig lesen. Es ist zudem spannend und zeigt die Ermittlungen auf verschiedenen Ebenen. So weiß der Leser nicht nur was Wisting macht sondern bekommt auch Einblicke in die Handlungen seines Teams. Der Autor nimmt den Leser quasi mit auf eine Schnitzeljagd. So kann man gut mitspekulieren und raten. Es gibt so manche Überraschung und Wendung mit der man so nicht gerechnet hat.

Die Protagonisten sind alle sympathisch und lebendig beschrieben. Zudem sind sie nicht so schrullig wie die meisten nordischen Ermittler. So ist Wisting ein normaler Mann ohne Probleme. Dies finde ich sehr angenehm.

Am Ende ging es dann doch alles ziemlich schnell und wurde nochmal etwas spannender. Dieses Tempo passte nicht ganz so gut zum Rest des Buches, störte mich aber nicht zu sehr.

Dies war wieder ein tolles Buch mit zwei Cold Case Fällen die spannend und rätselhaft zugleich waren.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Der erste letzte Tag

Der erste letzte Tag
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Der erste letzte Tag von Sebastian Fitzek ist mal kein Thriller. Der  Autor entführt uns diesmal in das Reich des Dramas und der Komödie. Mit diesem Buch hat Fitzek bewiesen, dass er nicht nur gute Thriller ...

Der erste letzte Tag von Sebastian Fitzek ist mal kein Thriller. Der  Autor entführt uns diesmal in das Reich des Dramas und der Komödie. Mit diesem Buch hat Fitzek bewiesen, dass er nicht nur gute Thriller schreiben kann. Auch in anderen Genres schafft er es seine Leser, oder in meinem Fall den Hörer, am Laufen zu halten und ihn gut zu unterhalten.

Gut die Grundstory für dieses Buch ist nicht neu und kennt man aus Film und Fernsehen oder von anderen Büchern. Aber Fitzek spielt mit Worten und Szenen und hat so eine tolle neue Geschichte geschrieben. Sie ist humorvoll, kurios und teilweise auch etwas surreal.

Zwei Menschen die nicht ungleicher sein könnten, sind dazu verdammt sich von München nach Berlin einen Mietwagen zu teilen. Nun müssen Livius und Lea also die nächsten Stunden zusammen verbringen. Da überredet Lea den Konservativen Lehrer Livius dazu so zu tun als wäre dies ihr letzter Tag. Was würde der Lehrer dann tun? Angestachelt von der etwas skurrilen Lea lässt Livius sich so auf einige Abenteuer ein und verlebt so seinen ersten letzten Tag mit viel Abenteuer.

Der Sprecher Simon Jäger hat wieder einen tollen Job gemacht. Er transportiert die Geschichte authentisch, lebendig und humorvoll. Die Geschichte hat aber auch Drama und bringt einem zum Nachdenken. Sebastian Fitzek vereint hier einige Themen die den Leser/Hörer nicht unberührt lassen.

Es gibt einige übertriebene Szenen und im Grunde kann man vorhersehen was noch kommen wird. Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und für zwischendurch ist es auch gut geeignet.

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