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Veröffentlicht am 03.02.2025

Meine Asia-Küche von Jennifer Joyce

Meine Asia-Küche
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Es ist schon eine Weile her, dass ich ein Kochbuch rezensiert habe aber dieses hier hat wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich persönlich liebe die asiatische Küche und könnte eigentlich täglich asiatisch ...

Es ist schon eine Weile her, dass ich ein Kochbuch rezensiert habe aber dieses hier hat wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich persönlich liebe die asiatische Küche und könnte eigentlich täglich asiatisch essen. Dieses Kochbuch vereint thailändische, chinesische, japanische und malaysische Gerichte und die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, haben mich wirklich überzeugt. Die einzelnen Rezepte sind von der Art und Weise sehr vielfältig und schon beim ersten Durchblättern habe ich wirklich Lust bekommen viele der Gerichte zu kochen.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Die Seiten sind robust, sehr wertig und die Bilder zu den einzelnen Gerichten sehen großartig aus. Zu jedem Rezept gibt es eine kleine Einführung zur Herkunft. Was mir ausgesprochen gut gefällt sind die detaillierten Beschreibungen zum Formen von Teigtaschen, was bisher ein Mysterium für mich war. Im Buch finden sich wirklich die verschiedensten Gerichte und von Vorspeisen, über Suppen & Nudeln, Teigtaschen und Brötchen, Spießen und Grill-Rezepten, bis hin zu Eintöpfen und Currys, Wok-Gerichten und Desserts ist alles dabei. Im Glossar am Ende des Buches werden die wichtigsten Begriffe noch einmal ausführlich beleuchtet.

Das Nachkochen hat problemlos funktioniert, auch wenn ich mit den Zeitangaben nicht ganz hingekommen bin. Das ist bei mir aber tatsächlich immer der Fall. Vielleicht bin ich einfach ein wenig zu langsam beim Schälen und Schnippeln. Was ich ein wenig schade finde, ist das nicht alle Rezepte mit einem Bild versehen sind. Grade bei Gerichten, die nicht heimisch sind, kann ich mir unter den Namen oft nichts vorstellen, was es für mich persönlich etwas schwierig macht. Auch sollte man sich bewusst sein, dass die Gerichte in diesem Kochbuch sehr Fleisch- und Fischlastig sind. Es gibt verhältnismäßig wenig vegetarische Gerichte, was ich persönlich etwas schade finde.

Alles in allem ist dieses Kochbuch aufgrund der Menge und Vielfalt der Gerichte aber großartig und konnte mich wirklich überzeugen.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Krähentochter von Maria Grund

Krähentochter
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Mit dem Buch „Krähentochter“ veröffentlicht Maria Grund bereits den dritten Band der „Berling und Pedersen“ Reihe. Band eins und zwei haben mich bereits sehr begeistert und ich habe mich gefreut einen ...

Mit dem Buch „Krähentochter“ veröffentlicht Maria Grund bereits den dritten Band der „Berling und Pedersen“ Reihe. Band eins und zwei haben mich bereits sehr begeistert und ich habe mich gefreut einen neuen Fall der zwei Ermittlerinnen lesen zu dürfen. Umso überraschter war ich, dass dieser Teil im Jahr 1986 spielt, als Sanna noch ganz am Anfang ihrer Karriere stand. Bevor ich das Buch begonnen habe, hatte ich noch den Gedanken, die Handlung könnte zwischen 1986 und Heute hin und her wechseln. Dem ist jedoch nicht so und dieser Teil beschäftigt sich allein mit der Polizistin Sanna.

Es war interessant zu erfahren, wie Sanna ihre Karriere bei der Polizei begonnen hat. Schon damals war sie sehr smart, klug und ließ sich nicht von anderen beeinflussen. Ihre größte Stärke ist ihr Bauchgefühl, dem sie immer traut, welches sie jedoch auch häufig in gefährliche Situationen bringt. Die anderen Charaktere waren interessant, jedoch dauerte es zum Teil bis zum Ende, bis man hinter die jeweiligen Geheimnisse gekommen ist. Was ich ein wenig vermisst habe, sind die Charaktere aus den anderen zwei Bänden.

Die Atmosphäre im Buch war erneut großartig. Ich liebe diese düstere und triste Stimmung, die mich auf jeder einzelnen Seite des Buches empfängt. Beim Lesen verfalle ich direkt in eben jene Stimmung, die eine unweigerliche Sogwirkung auf mich hat. Der Spannungsbogen hat sich das gesamte Buch über gehalten. Leider war die Auflösung für mich in diesem Fall nicht mehr ganz so überraschend, da ich von Beginn an genau dies geahnt habe. Nichtsdestotrotz ein wirklich spannender Thriller und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Between My Worlds von Basma Hallak

Between My Worlds
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Diese Rezension zu schreiben, fällt mir nicht leicht, da ich mich ein wenig zwischen meiner Liebe zu Island und einer großartigen Geschichte hin und her gerissen fühle. Um meine Rezension zu verstehen ...

Diese Rezension zu schreiben, fällt mir nicht leicht, da ich mich ein wenig zwischen meiner Liebe zu Island und einer großartigen Geschichte hin und her gerissen fühle. Um meine Rezension zu verstehen vornweg folgende Info: Ich habe ein Semester in Island studiert, meine Bachelor- und Masterarbeit über das Land geschrieben und war mittlerweile mehr als 10-mal in Island.

Fangen wir zunächst einmal mit dem Buch selbst an. Das Cover und der Farbschnitt sind ein absoluter Traum und schon vor dem Lesen des Klappentextes habe ich mich in das Buch verliebt. Ich habe das Buch nun schon vor einer Weile beendet und muss euch sagen, dass mich die Geschichte und die Botschaft noch immer tief berühren und in meinem Kopf nachhallen.

„Between My Worlds” ist auf den ersten Blick eine Liebesgeschichte und auf den zweiten Blick ist es so viel mehr als das. Das Buch hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, hat mich in den siebten Himmel steigen lassen, nur um mich immer wieder brutal auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und schockiert zurückzulassen. Dabei geht es um so viel mehr als ein gebrochenes Herz. Es geht um Rassismus und Diskriminierung aus Gründen, die ich niemals im Leben nachvollziehen werden kann. Es geht um Menschen, die es nicht schaffen ihre Vorurteile abzulegen und die Person selbst zu sehen. Und es geht um Menschen, die leider noch viel weiter gehen, als irgendjemand es jemals am eigenen Leib erfahren sollte.

Die Hauptrolle spielt hierbei Lima. Sie ist auf der einen Seite so unfassbar stark, doch auf der anderen Seite so zerbrochen durch alles, was sie im Leben erfahren musste. Mein Herz schmerzt, während ich diese mutige Frau auf der Suche nach ihrem eigenen Ich begleiten darf. Und dann ist da Nói. Nói der sie wirklich sieht. Beide sind der Rettungsanker für den jeweils anderen und ich habe mein Herz an sie und ihre Geschichten verloren.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, was meine Kritik an einem solch wunderbaren Buch ist. Leider sind, in meinen Augen, einige Dinge über Island falsch dargestellt, die mir als eingefleischter Island Fan wirklich ein wenig im Herzen weh tun. Dadurch kam bei mir das Island-Feeling nicht ganz so rüber wie vielleicht bei anderen. Ich finde es immer ein wenig schade, wenn das passiert, vor allem wenn man sich selbst so gut an dem Land auskennt. Ich denke jedoch, dass die meisten das Problem beim Lesen nicht haben werden und ich möchte das Buch damit auch nicht zu sehr abwerten, da ich finde, dass die Geschichte es verdient hat, gelesen und gehört zu werden. Es ist ein großartiges Buch mit viel Humor und Herz geschrieben und ich kann es nur jedem wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Die andere Schwester von Peter Mohlin & Peter Nyström

Die andere Schwester
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„Die andere Schwester“ ist Band zwei der “Karlstad” Reihe. Es ist tatsächlich bereits 2,5 Jahre her, dass ich Band eins gelesen habe. Trotz allem war mir vor allem das Ende des Buches sehr präsent im Kopf ...

„Die andere Schwester“ ist Band zwei der “Karlstad” Reihe. Es ist tatsächlich bereits 2,5 Jahre her, dass ich Band eins gelesen habe. Trotz allem war mir vor allem das Ende des Buches sehr präsent im Kopf geblieben und so habe ich mich sehr gefreut Band zwei weiterlesen zu können. Glücklicherweise bin ich auch schnell wieder in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil hat mir, wie bereits in Band eins, sehr gut gefallen, da sich die Geschichte sehr flüssig und angenehm lesen lässt.

John ist auch in diesem Teil wieder der Hauptprotagonist und er war mir sympathischer als in Band eins. Ich fand es sehr spannend seine Entwicklung weiterhin mitzuverfolgen. Trotz allem bleibt er ein Charakter mit Ecken und Kanten, was das Ganze für mich jedoch besonders interessant macht. Alicia spielt neben John eine weitere wichtige Rolle. An sich ist sie ein wirklich interessanter Charakter mit enorm viel Tiefe und ihre Geschichte ist gut mit der Handlung verknüpft. Trotz allem haben mich vor allem ihre Exzesse abgestoßen und so habe ich es bis zum Ende des Buches nicht geschafft mit ihr warm zu werden. Generell sind die Charaktere in diesem Buch aber erneut sehr gut ausgearbeitet und verleihen der Geschichte die gewisse Würze.

Die Handlung hat mir gut gefallen. Sie ist etwas verstrickt und zu Beginn hatte ich noch viele Fragezeichen im Kopf. Nach etwa der Hälfte des Buches hatte ich aber schon einen sehr viel größeren Einblick und von dem Moment an waren auch einige Dinge vorhersehbar, was mich aber nicht gestört hat. Nach und nach wurden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt. Trotz allem bleibt die Geschichte interessant da immer wieder neue Ebenen hinzugekommen sind. Eine gute Fortsetzung die für mich etwas schwächer als Band eins ist. Der Cliffhanger am Ende hat mich erneut sehr neugierig gemacht und ich freue mich schon Band 3 lesen zu können.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Der Mann, der den Regen träumt von Ali Shaw

Der Mann, der den Regen träumt
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Elsas Leben liegt in Trümmern! Nach dem ihr Vater durch einen Hurrikan ums Leben gekommen ist, versucht Elsa ihren Alltag krampfhaft wieder in den Griff zu bekommen. Als ihr Freund ihr einen Heiratsantrag ...

Elsas Leben liegt in Trümmern! Nach dem ihr Vater durch einen Hurrikan ums Leben gekommen ist, versucht Elsa ihren Alltag krampfhaft wieder in den Griff zu bekommen. Als ihr Freund ihr einen Heiratsantrag macht, zerbricht ihr Leben vollkommen, denn Elsa glaubt nicht an die Liebe! Sie bricht alle Kontakte ab und flieht aus ihrem Leben in New York. Es gibt nur einen Ort, der für sie in Frage kommt: Thunderstown, ein Ort der stark durch das Wetter geprägt ist. Dort angekommen versucht sie mit sich und ihrem Leben wieder ins Reine zu kommen. Oft denk sie an ihren ehemals so naturverbundenen Vater, welcher Elsa die Liebe zur freien Natur mitgegeben hat. Sie merk, wie sehr ihr die Natur und die Freiheit gefehlt haben! Bei einer Wanderung auf einen der umliegenden Berge, trifft sie Finn, welcher gerade dabei ist sich in eine Wolke zu verwandeln. Elsa versucht mehr über Finn zu erfahren, wird jedoch von den Dorfbewohnern gewarnt und von Finn selbst abgeblockt. Als ich das Buch "Der Mann der den Regen träumt" von Ali Shaw das erste Mal in den Händen hielt, war ich begeistert! Das Cover des Buches ist wirklich wunderschön gestaltet und entspricht vollkommen meinem Geschmack. Durch die Ähnlichkeit zu Ali Shaw's erstem Buch, "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen", haben seine Bücher einen schönen Wiedererkennungswert! Entfernt man jedoch den Schutzumschlag, hält der Leser ein schneeweißes Buch in der Hand. Ich persönlich schleppe immer mein aktuelles Buch mit mir rum und hatte diesmal immer Angst das weiße Buch zu beschmutzen. Die einzelnen Kapitel beginnen wiederum mit einer hübschen, kleinen Blumenillustration, was mir sehr gut gefällt! Schon zu Beginn fiel mir auf, dass es Ali Shaw gelingt, die Umgebung sehr anschaulich und bildlich zu beschreiben! In diesem Buch geht es zu einem großen Teil um Wetterphänomene, welche nach meiner Einschätzung sehr schwer zu beschreiben sind. Ali Shaw gelingt es jedoch auch hier, jegliches Wettergeschehen so detailgetreu zu beschreiben, dass ich mich fühlte, als stünde ich mitten im Geschehen. Auch wenn mir die Idee, das Wetter in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, anfangs eher fremd vorkam, konnte ich mich schnell in die Geschichte einfinden und mit Finns Schicksal mitfühlen. Auch Elsa, welche an dem Verlust ihres Vaters so schwer zu tragen hat, konnte ich wirklich verstehen und ich beneide sie um den Mut, ihr Leben einfach aufzugeben und noch einmal von vorne anzufangen. Auch wenn mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat und ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte, gibt es einige Punkt, welche ich zu kritisieren habe. Einige Details, welche in der ersten Hälfte angesprochen werden, verlangen meiner Meinung nach einer Aufklärung. So habe ich bis zur letzten Seite gehofft, doch noch einige Informationen zu bekommen, wobei ich leider enttäuscht wurde. Auch das Ende des Buches hat mich mächtig verwirrt. Leider erhält der Leser zu Ende keinen Einblick in die Gedanken der Protagonisten, was das Verstehen des Endes unnötig erschwert. Was ich wirklich schade finde ist die Übersetzung des Titels aus dem Englischen ins Deutsche! Der englische Buchtitel "The Man who Rained" passt meiner Meinung nach wesentlich besser, da Finn ja tatsächlich regnet und nicht wirklich vom Regen träumt. Auch wenn ich zum Ende hin einige Kritikpunkte genannt habe, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Das Wetter als Hauptgegenstand eines Buches zu machen ist eine neue Idee, die mir durch die tolle Beschreibung sehr zugesagt hat!