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Veröffentlicht am 16.04.2022

Sich die Welt erobern

Lubotschka
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Das will Luba, die Abiturientin. Leicht gehabt hat sie es nicht, sie gehörte nie zu den reichen, sorglosen in ihrer Schulklasse. Mit komplizierter Mutter und einem Alkoholiker von Vater, der schon längst ...

Das will Luba, die Abiturientin. Leicht gehabt hat sie es nicht, sie gehörte nie zu den reichen, sorglosen in ihrer Schulklasse. Mit komplizierter Mutter und einem Alkoholiker von Vater, der schon längst nicht mehr bei ihnen lebt und nur sporadisch in ihrem Leben auftaucht, hat sie es nicht leicht, zudem sie mehrmals in der Woche im Schlafsaal des schuleigenen Internats übernachten musste.

Beim Abschlussball will sie strahlen, auch wenn es ihr eigentlich nicht weh tut, Abschied zu nehmen von den Mitschülerinnen, will sie es mit Prunk tun. Mit Prunk und Pomp, wie überhaupt das Materielle eine signifikante Rolle spielt in ihrem Leben - ein Wunder, dass sie nicht "Material Girl" von Madonna zu ihrer Hymne gemacht hat.

Es zieht sich schon sehr, die Darstellung von Lubas Weltbild und hat mich, die ein atmosphärisches, vielleicht auch analytisches Portrait der russischen Welt der Nullerjahre tief in deren Westen, nämlich in "Piter" wie Sankt Petersburg von seinen Bewohnern nahezu zärtlich genannt wird, erwartete.

Nichts davon ist aus meiner Sicht der Fall und so verabschiede ich mich eilig von dieser für mich ausgesprochen unbefriedigenden Lektüre, um hoffentlich größeren Lesegenüssen entgegenzusehen!

Veröffentlicht am 16.04.2022

Anstrengend und spießig

OMG, diese Aisling!
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ist diese Aisling, ein irisches Mädchen, das in jeden Fettnapf tritt - also in jeden, der sich in ihrem spießigen, alkoholgeschwängerten Umfeld eben so auftut. Ich hatte keine Freude an dieser wenig originellen ...

ist diese Aisling, ein irisches Mädchen, das in jeden Fettnapf tritt - also in jeden, der sich in ihrem spießigen, alkoholgeschwängerten Umfeld eben so auftut. Ich hatte keine Freude an dieser wenig originellen Lektüre, die von den Geschicken einer jungen Frau erzählt, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt, nachdem es sie einmal mehr enttäuscht hat.

Sie meinen, das gab es schon? Ja, durchaus, immer wieder und zwar auch in wesentlich ansprechenden Varianten. Aus meiner Sicht kein Buch, das ich unbedingt lesen muss!

Veröffentlicht am 16.04.2022

Die Scherben einer Ehe

Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst
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breitet Autor Nick Hornby hier vor seinen Lesern aus. Aber vielleicht sind es welche, die man noch kitten kann, denn hier werden Szenen einer Ehe unmittelbar vor der wöchentlichen Paartherapie beschrieben. ...

breitet Autor Nick Hornby hier vor seinen Lesern aus. Aber vielleicht sind es welche, die man noch kitten kann, denn hier werden Szenen einer Ehe unmittelbar vor der wöchentlichen Paartherapie beschrieben. Sie finden - wie könnte es in England anders sein - in einem Pub bei Bier und Wein statt. Und sie sollen - ach, um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so recht, was dieses Buch soll!

Ich habe schon viel von Hornby gelesen und fand weniges richtig toll, manches mittelprächtig und das meiste ganz amüsant. Und dieses hier? Das war das Erste, das ich einfach stinklangweilig fand. Es war gottseidank so kurz, dass ich es schnell überstanden hatte, aber das war für mich ein Paradeexemplar für ein Thema, ein Werk, für das dem Autor so wirklich gar nichts eingefallen ist. Natürlich merkt man auch hier, dass Hornby mit Worten umgehen kann, aber ein Gewinn war dieses Büchlein wirklich in keinster Weise und an keiner Stelle für mich.

Also an dieser Stelle von mir keine Empfehlung, sondern eine Warnung: wenn Sie es sich mit Hornby nicht verscherzen wollen, machen Sie um dieses Buch besser einen Bogen. Und zwar einen gewaltigen.

Veröffentlicht am 16.04.2022

Zusammentreffen auf Beaumont

Ein Wort, um dich zu retten
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Die kleine Mittelmeerinsel Beaumont gilt als Insel des Rückzugs - zumindest für den ehemaligen Bestsellerautor Nathan Fowles, der dort sehr zurückgezogen lebt. Bis er - sicher nicht das erste Mal - Besuch ...

Die kleine Mittelmeerinsel Beaumont gilt als Insel des Rückzugs - zumindest für den ehemaligen Bestsellerautor Nathan Fowles, der dort sehr zurückgezogen lebt. Bis er - sicher nicht das erste Mal - Besuch bekommt und zwar gleich zweimal: einmal vom jungen hoffnungsvollen Autor Raphael Bataille, der bemüht ist, den Erfolgsautor zur Lektüre seines neuesten Manuskripts zu bewegen und dann von der Journalistin Mathilde Monney, die seinen Hund zurückbringt, was aber nicht der eigentliche Grund ihres Besuches ist.

Klar, dass Fowles (fast) alles tut, um die beiden abzuwimmeln, aber das ist gar nicht so einfach. Zumal alsbald auf der Insel eine Leiche aufgefunden wird. Kann es sein, dass einer der drei etwas damit zu tun hat und wenn ja, was?

Es beginnt eine lange Reihe weitschweifiger - und leider auch noch abschweifender - Rückblicke, die ein ganzes Heer an Nebenfiguren in Szene setzt und mich zumindest zeitweilig den Faden in diesem eigentlich recht vielversprechenden Spannungsroman verlieren ließ. Aber irgendwann hatte ich wirklich keine Lust mehr, war mir bei Spannungsromanen eigentlich selten passiert. Aber hier wurden die Enden derart umständlich zusammengefügt, dass ich irgendwann einfach keine Lust mehr hatte. Obwohl ich Mussos Werke eigentlich schätze, kann ich dieses leider nicht so recht weiterempfehlen!