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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2017

Ganz anders als erwartet, aber auf ganzer Linie überzeugend

Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
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Auf „Beautiful Liars“ von der Autorin Katharine McGee war ich durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden, das eine lockere Geschichte voller Glamour und Geheimnisse versprach. Überraschenderweise ...

Auf „Beautiful Liars“ von der Autorin Katharine McGee war ich durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden, das eine lockere Geschichte voller Glamour und Geheimnisse versprach. Überraschenderweise versteckt sich hinter der schönen Aufmachung eine teilweise recht düstere Geschichte, die mit berührenden Szenen und unerwarteter Charaktertiefe aufwartet. Obwohl ich etwas völlig anderes erwartet hatte, konnte das Buch mich auf ganzer Linie überzeugen.

New York im Jahr 2118: Eine unglaubliche Anzahl an Menschen leben in einem gigantischen Tower, der 1.000 Stockwerke umfasst. Die Gesellschaft splittet sich in Arm und Reich auf. Während die Oberschicht in den oberen Stockwerken ein Leben voller Glamour und Glitzer führt, können sich die ärmeren Familien die Wohnungen der unteren Ebenen gerade so leisten. Der Leser begleitet fünf Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis und am Ende bezahlt einer der Protagonisten mit seinem Leben.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren und flüssigen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Ich hatte vor dem Lesen schon in die Leseprobe hineingeschnuppert und konnte es kaum erwarten weiterzulesen. Bereits zu Beginn der Geschichte ist erkennbar, dass jeder Protagonist ein Problem hat, das er vor den anderen verheimlicht. Die Autorin setzt sehr geschickt Andeutungen ein, die den Leser neugierig machen. Erst nach und nach deckt sie weitere Puzzleteile auf, die später ein großes Ganzes ergeben. Dadurch wird unterschwellig Spannung gehalten. Auch der Einstieg in das Buch wurde von der Autorin sehr clever gewählt. Die Geschichte beginnt quasi direkt mit dem Ende des Buches, ohne dabei zu viel preiszugeben. Ein Protagonist springt oder stürzt in den Tod und natürlich fragt man sich unweigerlich die ganze Zeit, wer das wohl war. Im Laufe der Geschichte beginnt man dann mitzurätseln und eigene Theorien aufzustellen. Das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und hat mich auch danach nicht so schnell losgelassen. Auch die Welt im Jahr 2118 ist der Autorin sehr gut gelungen. Es hat Spaß gemacht, die vielen technischen Errungenschaften der Zukunft zu entdecken. Die Geschichte wird aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt. Durch die wechselnden Perspektiven kann man sich gut in die Jugendlichen hineinversetzen. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und verfügen über wesentlich mehr Tiefe, als ich erwartet hatte. Ausgehend vom Cover hatte ich mit einer lockeren Teeniegeschichte gerechnet, deren Charaktere mehr oder weniger oberflächlich gestaltet sind. An diesem Punkt konnte die Autorin mich positiv überraschen. Auf der einen Seite entsteht durch die Schicksalsschläge und Probleme der Charaktere eine gewisse Schwere, die für eine bedrückende und düstere Atmosphäre sorgt. Auf der anderen Seit hat mir genau dieser Umstand wirklich gut gefallen, denn das Buch bleibt dadurch im Kopf. Das Ende konnte mich wirklich überraschen und ich bin wahnsinnig gespannt auf den zweiten Band.

Fazit: „Beautiful Liars - Verbotene Gefühle“ von Katharine McGee ist ein überraschend anderes Jugendbuch, das mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Den Leser erwartet hier eine unerwartet düstere Geschichte über Liebe, Freundschaft und Verrat. Die Autorin setzt sehr geschickt verschiedene Elemente ein, um Spannung zu erzeugen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 09.07.2017

Spannender Reihen-Auftakt mit starken Charakteren und knisternder Erotik

Secrets
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Ein Blick auf das Cover von "Secrets - Das Geheimnis der Feentochter" und ich wusste, dass ich dieses Buch von Maria M. Lacroix unbedingt lesen muss. Marie Graßhoff hat sich bei der Gestaltung wirklich ...

Ein Blick auf das Cover von "Secrets - Das Geheimnis der Feentochter" und ich wusste, dass ich dieses Buch von Maria M. Lacroix unbedingt lesen muss. Marie Graßhoff hat sich bei der Gestaltung wirklich selbst übertroffen! Auch der Klappentext hörte sich fantastisch an. Ich liebe düstere Fantasygeschichten und war daher wahnsinnig gespannt auf das Buch. Die Geschichte konnte mich von Anfand an fesseln. Ich bin regelrecht darin versunken und habe es an einem Tag gelesen.

Nessya wurde als Magielose in den Feenhügeln des Sid geboren und sollte auf Wunsch ihrer Mutter ermordet werden. Nessya blieb nichts anderes übrig, als in die Menschenwelt zu flüchten und sich in Dublin ein neues Leben aufzubauen. Jahre später wird ihre beste Freundin von einem grausamen Feenprinz entführt und nur der Heeresführer der Seelenfresser ist mächtig genug, um Nessya zu helfen. Doch dieser ist nicht nur gefährlich, sondern verlangt auch einen hohen Preis für seine Hilfe. Er fordert nichts anders als Nessya selbst als Bezahlung.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des modernen und einfachen Schreibstils von Maria M. Lacroix sehr leicht gefallen. Zu Beginn musste ich mich ein wenig daran gewöhnen, weil ich einen umgangssprachlichen Ton in Büchern eigentlich nicht mag. Hier passt es aber einfach super zu den Charakteren und transportiert perfekt Nessyas toughe und Cathal raue Art. Die Charaktere wurden insgesamt sehr gut ausgearbeitet und auch ihre Entwicklung wirkt authentisch und nachvollziehbar. Nessya habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. Sie ist unglaublich mutig und willensstark. Beide Hauptprotagonisten sind sehr starke und polarisierende Charaktere. Cathal ist der Heeresführer der Seelenfresser und ein richtiger Bad Boy. Und zwar nicht die Art raue Schale, weicher Kern. Cathal ist ein mächtiger Fay, der im Sid berüchtigt ist für seine Härte und sein tödliches Heer. Sobald er den Befehl zur Jagt ausspricht, gibt es für das Opfer kein Versteck und keine Rettung mehr. Hin und wieder blitzt eine gute Seite an ihm hervor, wie sein Beschützerinstinkt für Nessya. Nicht zu vergessen seine erotische Ausstrahlung, der man sich nicht entziehen kann. Zwischen Nessya und Cathal knistert es gewaltig. Dadurch zieht sich die erotische Spannung durch das gesamte Buch. Auch in der Welt der Feen dreht sich vieles immer nur um das eine. Was man schon daran erkennt, dass die Feen immer nur einen Hauch von Nichts tragen. Neben ihren erotischen Vorlieben zeichnen sich die Fay für Ihre Hinterlistigkeit und teilweise Grausamkeit aus. Dadurch konnte ich nicht nachvollziehen, warum Nessya sich so sehr nach ihrer Heimat und ihrem Volk sehnt. Für mich klang das Leben dort nicht sonderlich erstrebenswert. Trotzdem hat mir die Darstellung der Feenwelt sehr gut gefallen. Ich liebe die düstere Atmosphäre, die dadurch entsteht. Hier gibt es kein Glitzer und keine Einhörner, die anmutig über den Boden schweben. Nur eine harte Welt, in der es oft grausam und blutig zugeht. Die Handlung ist durchweg spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Starke Charaktere, ein düsterer Weltenentwurf und knisternde Erotik lassen das Leserherz höherschlagen.

Fazit: "Secrets - Das Geheimnis der Feentochter" von Maria M. Lacroix ist eine düstere Fantasygeschichte, die mit starken Charakteren, Spannung und knisternder Erotik überzeugt. Von mir gibt es für diesen gelungenen Reihen-Auftakt 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.06.2017

Fantasievolle Liebesgeschichte mit magischen Elementen

Amour Fantastique. Hüterin der Zeilen
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Die Bücher von Sarah Nisse sind für mich immer etwas ganz Besonderes, da die Autorin es immer wieder schafft, mich in den Bann ihrer Geschichten zu ziehen. Die Dilogie "Dunkelherz" gehört zu meinen Lieblingsreihen ...

Die Bücher von Sarah Nisse sind für mich immer etwas ganz Besonderes, da die Autorin es immer wieder schafft, mich in den Bann ihrer Geschichten zu ziehen. Die Dilogie "Dunkelherz" gehört zu meinen Lieblingsreihen und auch mit "Schmetterlingsblau" konnte Sarah Nisse mich begeistern. Daher war ich wahnsinnig gespannt auf ihre neue Romance Fantasy Geschichte "Amour Fantastique". Den Leser erwartet hier eine fantasievolle und zarte Liebesgeschichte, in der man auf so manche bekannte Figuren aus verschiedenen Filmen und Büchern trifft.

Am liebsten würde Lily jede Geschichte entdecken, die sich zwischen den unzähligen Buchdeckeln der Welt verbirgt, denn Bücher und Geschichten sind eng mit Lilys Familienerbe verknüpft. Im zarten Alter von sechs Jahren erhielt Lily ihr Erbe: Eine magische Schreibfeder, mit deren Hilfe sie im Laufe der Zeit zu einer begabten Schreibmagierin wurde. Die Schreibfeder vollbringt unter Lilys Anweisung wahre Wunder und erschafft unglaubliche Geschichten. Mit Hilfe der Schreibfeder arbeitet Lily ab und an als Ghostwriterin um der Familie etwas Geld einzubringen. Ihr neues Projekt ist ein misslungener Liebesroman des Millionärssohns Frédéric Leblanc. Doch Lily ist unaufmerksam und so erwischt Frédéric sie mit der magischen Schreibfeder. Der Millionärssohn verspricht Lilys Geheimnis für sich zu behalten, vorausgesetzt sie entschlüsseln gemeinsam das Geheimnis der Feder und Lilys Erbe. Während sie immer mehr Lügen und Geheimnissen auf die Spur kommen, beginnt es zwischen Lily und Frédéric zu knistern.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils von Sarah Nisse sehr leicht gefallen. Im Gegensatz zu den bisherigen Büchern der Autorin trifft man hier nicht auf einen poetischen, verschnörkelten Schreibstil, sondern auf ein lockeres und modernes Sprachbild, das zur Zielgruppe des Dark Diamonds Labels von Carlsen passt. Zu Beginn erfährt man viel über Lily und ihr Leben mit der magischen Schreibfeder. Obwohl mir dieser Einstieg gut gefallen hat, war ich doch recht ungeduldig zu erfahren, was es mit der Magie der Schreibfeder wirklich auf sich hat. Das Erzähltempo ist eher ruhig, doch durch die bildhafte Schreibweise konnte die Autorin mich gut abholen. Man findet sich von Beginn an sehr gut in der Geschichte zurecht und bekommt einen guten Rundumblick. Das Buch ist in zwei Teile geliedert: Die normale Welt, in der Lily lebt, und die magische Welt der Schreibfeder. Die zweite Hälfte des Buches hat mein Fantasy-Herz höherschlagen lassen. Die magische Welt ist sehr interessant, besonders da man auf einige bekannte Figuren aus verschiedenen Büchern und Filmen trifft. Die Idee des Buches hat mir wirklich gut gefallen und ich wäre gerne länger in die magische Welt der Schreibfeder eingetaucht. Da ich schnulzige und kitschige Liebesgeschichten nicht mag, hat mir das zarte Entstehen der gegenseitigen Zuneigung zwischen Lily und Frédéric sehr gut gefallen. Auf den ersten Blick wirkt Frédéric wie der typische verwöhnte, reiche Jüngling, doch im Laufe der Zeit entdeckt Lily, dass hinter dem aufgesetzten Bild für die Öffentlichkeit ein netter junger Mann steht, der sich nach Zugehörigkeit und Liebe sehnt. Dieses Buch ist zwar ganz anders als "Dunkelherz" oder "Schmetterlingsblau", hat aber durch die jugendliche Art seinen ganz eigenen Reiz.

Fazit: "Amour Fantastique - Hüterin der Zeilen" von Sarah Nisse ist eine interessante Geschichte über Magie und das Finden von wahrer Liebe. Den Leser erwartet hier eine fantasievolle und zarte Liebesgeschichte, in der man auf so manche bekannte Figuren aus verschiedenen Filmen und Büchern trifft.

Veröffentlicht am 16.03.2026

Charmante Cozy-Fantasy

The House Witch 1
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The House Witch von Emilie Nikota ist eine bezaubernde Cozy-Fantasy, die statt actionreicher Szenen auf die kleinen Wunder des Alltags setzt. Im Herzen der Geschichte steht ein Koch, dessen Alltag, Gewürze ...

The House Witch von Emilie Nikota ist eine bezaubernde Cozy-Fantasy, die statt actionreicher Szenen auf die kleinen Wunder des Alltags setzt. Im Herzen der Geschichte steht ein Koch, dessen Alltag, Gewürze und Rezepte den Leser sofort in eine warme, heimelige Welt ziehen. Jede Seite strahlt Gemütlichkeit und Zauber zugleich aus – eine Geschichte, die man am liebsten bei einer Tasse Tee genießen möchte.

Finlay Ashowan arbeitet als neuer königlicher Koch im Palast von Daxaria. Neben seinem Talent für gutes Essen besitzt er jedoch noch eine besondere Gabe: Er ist eine Haushexe. Finlays Magie schützt sein Zuhause und alle dort lebenden Bewohner. Dieses Geheimnis hütet er allerdings sorgfältig. Für alle anderen am Hof ist Finlay lediglich der neue Koch. Ein eher grimmiger, wenig geselliger Mann mit bemerkenswertem Talent am Herd. Kaum jemand macht sich die Mühe, hinter diese raue und verschlossene Art zu blicken. Doch hinter der mürrischen Fassade steckt weit mehr, als der junge Koch nach außen zeigt. An seiner Seite steht das schwarze Kätzchen Kraken, das einfach unglaublich süß und charmant ist.

Der Weltenaufbau wird nur in groben Zügen skizziert. Man erfährt einige grundlegende Informationen über unterschiedliche Arten von Hexen sowie über die politischen Spannungen mit einem benachbarten Königreich. Stattdessen richtet sich der Fokus klar auf das Leben am Hof und die Ereignisse im Palastalltag. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte fließt ruhig dahin und nimmt sich Zeit für ihre Figuren, ihre Beziehungen und das alltägliche Leben am Hof. Große Action oder dramatische Wendungen stehen nicht im Mittelpunkt. Stattdessen lebt die Geschichte von Atmosphäre, Humor und vielen kleinen, liebevollen Details.

Ein kleiner Kritikpunkt waren für mich allerdings die Trinkgelage und die daraus entstehenden Situationen. Diese Passagen wirkten etwas übertrieben und haben für mich nicht wirklich zur Handlung beigetragen. Sie fühlten sich eher wie unnötige Einschübe an und passten nicht ganz zu der ansonsten sehr charmanten und warmen Stimmung des Buches. Ein weiterer Punkt: Wer auf durchgehende Spannung hofft, wird hier eher nicht fündig. Das Tempo ist ruhig, oft sogar sehr gemächlich. Dafür lädt das Buch umso mehr dazu ein, einfach abzuschalten und in eine gemütliche Fantasywelt einzutauchen. Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte auf jeden Fall ein paar Snacks griffbereit haben. Die vielen Szenen in der Schlossküche und die köstlich beschriebenen Gerichte wecken garantiert Appetit.

Fazit: The House Witch bildet den Beginn einer warmherzigen Cozy-Fantasy-Reihe. Der erste Band entwickelt sich ruhig, strahlt viel Atmosphäre aus und steckt voller charmanten Szenen. Wer Spannung und Action erwartet, wird hier eher weniger fündig. Wer jedoch eine warmherzige Fantasygeschichte mit ungewöhnlichem Protagonisten, Humor und einer gemütlichen Stimmung mag, dürfte viel Freude daran haben. Perfekt für entspannte Leseabende.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Düstere Romantasy voller Intrigen und verbotener Magie

Verrat der Schwäne
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Nachdem mich die Autorin mit Wo die Nacht verweilt begeistern konnte, musste ich ihr neues Buch Verrat der Schwäne unbedingt lesen. Dieses Mal entführt A. B. Poranek die Leser in das fiktive Königreich ...

Nachdem mich die Autorin mit Wo die Nacht verweilt begeistern konnte, musste ich ihr neues Buch Verrat der Schwäne unbedingt lesen. Dieses Mal entführt A. B. Poranek die Leser in das fiktive Königreich Auréal, das an ein altertümliches Frankreich erinnert.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die junge Odile und Marie d’Odette, die von Odile verflucht wurde. Als Kinder waren sie beste Freundinnen, doch Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut am Hof. Inzwischen stehen sie auf unterschiedlichen Seiten und schon bald geraten sie mitten in ein Geflecht aus Intrigen, Verrat und gefährlichen Geheimnissen. Die Autorin entwirft ein Szenario voller höfischer Machtspiele und erzählt zugleich eine Geschichte über Schuld, Liebe und Abhängigkeit.

Wie bereits aus ihrem vorherigen Werk gewohnt, ist auch diese Geschichte sehr atmosphärisch und düster, mit einem leichten Hang zur Tragik. Besonders Odile habe ich gespannt auf ihrem Weg begleitet. Sie ist impulsiv, frech, rebellisch und zugleich stark von ihrem Vater abhängig, zu dem sie ein toxisches Verhältnis hat. Ihr gegenüber steht die ruhige und kluge Marie d’Odette, die Rätsel liebt und sich scheinbar in ihr Schicksal am Hof gefügt hat - bis ihr Leben durch das erneute Aufeinandertreffen mit Odile völlig aus den Fugen gerät.

Der Weltenaufbau ist zwar nicht sehr detailliert, doch durch den bildhaften Schreibstil hatte ich direkt Bilder im Kopf. Besonders die düstere Atmosphäre rund um verbotene Magie und höfische Intrigen hat mir sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte zwischen Odile und Marie entwickelt sich eher dezent im Hintergrund und wirkt dadurch angenehm authentisch.

Ein großes Lob geht auch an den Verlag für die Gestaltung. Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte. Zusammen mit dem zauberhaften Farbschnitt wird das Buch zu einem echten Blickfang im Regal.

Die Geschichte lebt von ihrer düsteren, märchenhaften Atmosphäre. Das Finale wirkte auf mich jedoch etwas überstürzt. Hier hätte ich mir mehr Raum gewünscht, damit sich die Ereignisse etwas ruhiger entfalten können. Trotzdem konnte mich auch dieses Buch wieder sehr gut unterhalten.

FAZIT: Verrat der Schwäne überzeugt mit einer atmosphärischen, märchenhaft-düsteren Geschichte, spannenden Figuren und einem Hofsetting voller Intrigen und Verrat. Besonders die Dynamik zwischen Odile und Marie d’Odette sowie die geheimnisvolle Stimmung rund um verbotene Magie machen den Reiz des Buches aus. Auch optisch ist die Ausgabe ein echtes Highlight. Wie bereits das erste Werk der Autorin hebt sich auch Verrat der Schwäne angenehm von der Masse ab und fühlt sich besonders an. Ich werde auf jeden Fall nach weiteren Werken von A. B. Poranek Ausschau halten. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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