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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

Zwischen Fiktion und Realität

Woman Down
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Selten habe ich einem neuen Roman von Colleen Hoover so sehr entgegengefiebert - und bin so bitter enttäuscht worden.

Wie im Vorwort erwähnt, basiert die Handlung auf der Kurzgeschichte "Saint", erschienen ...

Selten habe ich einem neuen Roman von Colleen Hoover so sehr entgegengefiebert - und bin so bitter enttäuscht worden.

Wie im Vorwort erwähnt, basiert die Handlung auf der Kurzgeschichte "Saint", erschienen in dem Buch "Nur noch wenige Tage". Wer sie kennt, sollte sich die Lektüre sparen. Denn man wird zu viele Gemeinsamkeiten zwischen diesen literarischen Werken entdecken.

Leider hat mich die Geschichte nicht packen können. Mit der Protagonistin bin ich nicht richtig warmgeworden. Für mein persönliches Empfinden verhält sie sich moralisch fragwürdig - und für eine erfolgreiche Autorin ist sie erschreckend naiv. Hin und wieder trifft sie Entscheidungen, die schlichtweg nicht nachvollziehbar sind. Die Handlung bleibt an der Oberfläche, sie dümpelt etwas dahin, es passiert nicht viel, auch wenn Colleen Hoover mit einer Überraschung aufwartet. Begeistern konnte sie mich nicht. Dabei haben mich ihre früheren Bücher begeistert. Schade!

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Der böse Wolf und die literarische Welt

Böser, böser Wolf
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Wer denkt nicht mit einem leisen Schaudern an Grimms Märchen zurück, die uns in unserer Kindheit erzählt worden sind? In ihrem Roman "Böser, böser Wolf" greift Alexandra Benedict eine zentrale Figur auf, ...

Wer denkt nicht mit einem leisen Schaudern an Grimms Märchen zurück, die uns in unserer Kindheit erzählt worden sind? In ihrem Roman "Böser, böser Wolf" greift Alexandra Benedict eine zentrale Figur auf, die als Verkörperung des Bösen gilt. Hier entführt ein Mann mit einer Wolfsmaske eine Schriftstellerin, die für ihn Märchen (um-) schreiben soll, die er in die Tat umsetzen will.


Das in Schwarz und Rot gehaltene Cover versinnbildlicht die märchenhafte , gespenstische Atmosphäre. Umgeben von dichten Ranken aus roten Rosen, steht Rotkäppchen im Fokus, deren Geschichte untrennbar mit dem Bösen Wolf verbunden ist. Wird sie den Wolf das Fürchten lernen?

Die moderne Adaptation ist eigenwillig. Hin und wieder verschmelzen die Grenzen zwischen Thriller und Fantasy. Nicht alles ist logisch nachvollziehbar, manches bleibt offen. Alles in allem bin ich etwas zwiegespalten. Die zugrunde liegende Idee gefällt mir sehr, die literarische Umsetzung halte ich für ausbaufähig.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

#metoo

Hazel sagt Nein
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Auf Social Media ist geradezu ein Hype um den Roman "Hazel sagt Nein" von Jessica Berger Gross entbrannt, der mich aufhorchen und neugierig werden ließ. Im Fokus steht der in jährlichen Intervallen erfolgende ...

Auf Social Media ist geradezu ein Hype um den Roman "Hazel sagt Nein" von Jessica Berger Gross entbrannt, der mich aufhorchen und neugierig werden ließ. Im Fokus steht der in jährlichen Intervallen erfolgende sexuelle Missbrauch von Schülerinnen durch den Direktor einer typischen Schule in den USA, der von allen Beteiligten stillschweigend geduldet wird - bis Hazel sich seinen Wünschen verweigert, indem sie "Nein" sagt.

Das Geschehen wird aus mehreren Perspektiven geschildert, zu Wort kommen Hazel, ihr Bruder Wolf und ihre Eltern. Leider hat mich der Roman trotz des wichtigen Themas kalt gelassen, denn er ist viel zu nüchtern erzählt. Die literarischen Figuren bleiben blass, sie wirken konstruiert und unterkühlt und agieren nicht authentisch, echte Emotionen sind absolute Mangelware. Auch die weitere Entwicklung der Handlung scheint wenig glaubhaft.

Alles in allem hat mich dieses Buch etwas enttäuscht. Bei einem so wichtigen Thema hätte ich weitaus mehr erwartet

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Meerweh...

Sandmuscheln und Salzwasserküsse
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Hej!

Mit ihrer erfolgreichen Reihe "Fördeliebe" hat Jane Hell sich in das Herz vieler Leser*innen geschrieben. Nun präsentiert sie ihren neuen Roman "Sandmuscheln und Salzwasserküsse", der den Auftakt ...

Hej!

Mit ihrer erfolgreichen Reihe "Fördeliebe" hat Jane Hell sich in das Herz vieler Leser*innen geschrieben. Nun präsentiert sie ihren neuen Roman "Sandmuscheln und Salzwasserküsse", der den Auftakt zur Reihe "Herzklopfen in Dänemark" bildet:

Das hübsche Cover hilft gegen akute Meeressehnsucht. Ein rotgestrichenes Holzhäuschen am Strand, versehen mit der Flagge Dänemarks, im Hintergrund das glitzernde Meer- und schon kann man sich an den Schauplatz des neuen Romans träumen. Auch der gefällige Titel versprüht nordischen, herben Charme.

Die Romane von Jane Hell spielen meistens an der Ostsee, und sie bleibt ihrem Setting treu. Entschieden hat sie sich für Dänemark, der Schauplatz der Handlung ist in der Hauptstadt Kopenhagen und dem (fiktiven) Ort Hareby, genauer gesagt: einem idyllisch gelegenen, familiengeführten Campingplatz in Jütland, direkt am Meer. Ihre Protagonisten Alma und Magnus sind dort aufgewachsen; während Alma ihre Heimat verlassen hat, ist Magnus ihr treu geblieben. Er spielt die Rolle eines "Wikingers" in einem (von ihm entwickelten) Wikinger-Dorf, Alma hingegen hat sich auf ihre Karriere in der Wirtschaft konzentriert.

Der leicht und locker geschriebene Roman von Jane Hell fokussiert sich auf die Entwicklung einer Freundschaft zur großen Liebe. Leider hat er mich nicht ganz überzeugen können. Magnus und Alma sind mir etwas fremd geblieben. Ihre Geschichte ist zu weich gespült, alles läuft nach einem (aus gängigen Liebesromanen vertrauten) Schema, ohne große Überraschungen. Für mich ist noch Luft nach oben...

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Veröffentlicht am 16.08.2023

Auf dem Campingplatz...

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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Wer kann sich dem Hype um Arno Strobel entziehen? Nachdem ich ihn auf Social Media entdeckt und seine Fährte aufgenommen habe, mochte ich ihn nicht mehr loslassen. Nach und nach habe ich seine Bücher verschlungen ...

Wer kann sich dem Hype um Arno Strobel entziehen? Nachdem ich ihn auf Social Media entdeckt und seine Fährte aufgenommen habe, mochte ich ihn nicht mehr loslassen. Nach und nach habe ich seine Bücher verschlungen - und auf neues Futter gewartet. Hat es sich gelohnt?

Das dunkle Cover ist ein Hingucker, das aus dem Rahmen des Üblichen fällt. Der kleine Ausschnitt auf dem Buchdeckel gewährt einen kurzen Blick auf ein Wohnmobil auf einer Tour durch einen dichten Wald. Niemand weiß, wer an Bord ist, woher das Wohnmobil kommt und wohin die Reise geht. Auf diese Weise wird die Neugierde der potenziellen Käuferinnen zusätzlich angeheizt. Auch der vielsagende Titel soll einen Schauder über den Rücken jagen. Kann das Buch diese hohen Erwartungen erfüllen?

Grundsätzlich ist der Plot sehr interessant. Auf einem Campingplatz erwartet man naturverbundene Urlauber aus allen Ländern, keinen brutalen Serienmörder. Nach der fesselnden Leseprobe habe ich mich auf das Buch gefreut, aber es hat mich leider nicht vom Hocker gerissen. Es ist ein handwerklich solides gemachter Thriller, mit einer nervtötenden, unsympathischen Protagonistin, der man ihren Beruf als forensische Psychologin nicht abnimmt, Für mein persönliches Empfinden gehörte sie selbst auf die Couch, wenn nicht sogar in eine psychiatrische Klinik. Dank der kurzen Kapitel ist das unterhaltsame Buch leicht zu lesen, die Spannung wird durch Cliffhanger und falsche Hinweise angeheizt, die alle Leser
innen aufs Glatteis führen sollen, aber der erhoffte große Knall-Effekt bleibt aus. Kann man lesen, muss man nicht.

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