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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2023

Meerweh...

Sandmuscheln und Salzwasserküsse
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Hej!

Mit ihrer erfolgreichen Reihe "Fördeliebe" hat Jane Hell sich in das Herz vieler Leser*innen geschrieben. Nun präsentiert sie ihren neuen Roman "Sandmuscheln und Salzwasserküsse", der den Auftakt ...

Hej!

Mit ihrer erfolgreichen Reihe "Fördeliebe" hat Jane Hell sich in das Herz vieler Leser*innen geschrieben. Nun präsentiert sie ihren neuen Roman "Sandmuscheln und Salzwasserküsse", der den Auftakt zur Reihe "Herzklopfen in Dänemark" bildet:

Das hübsche Cover hilft gegen akute Meeressehnsucht. Ein rotgestrichenes Holzhäuschen am Strand, versehen mit der Flagge Dänemarks, im Hintergrund das glitzernde Meer- und schon kann man sich an den Schauplatz des neuen Romans träumen. Auch der gefällige Titel versprüht nordischen, herben Charme.

Die Romane von Jane Hell spielen meistens an der Ostsee, und sie bleibt ihrem Setting treu. Entschieden hat sie sich für Dänemark, der Schauplatz der Handlung ist in der Hauptstadt Kopenhagen und dem (fiktiven) Ort Hareby, genauer gesagt: einem idyllisch gelegenen, familiengeführten Campingplatz in Jütland, direkt am Meer. Ihre Protagonisten Alma und Magnus sind dort aufgewachsen; während Alma ihre Heimat verlassen hat, ist Magnus ihr treu geblieben. Er spielt die Rolle eines "Wikingers" in einem (von ihm entwickelten) Wikinger-Dorf, Alma hingegen hat sich auf ihre Karriere in der Wirtschaft konzentriert.

Der leicht und locker geschriebene Roman von Jane Hell fokussiert sich auf die Entwicklung einer Freundschaft zur großen Liebe. Leider hat er mich nicht ganz überzeugen können. Magnus und Alma sind mir etwas fremd geblieben. Ihre Geschichte ist zu weich gespült, alles läuft nach einem (aus gängigen Liebesromanen vertrauten) Schema, ohne große Überraschungen. Für mich ist noch Luft nach oben...

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Veröffentlicht am 16.08.2023

Auf dem Campingplatz...

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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Wer kann sich dem Hype um Arno Strobel entziehen? Nachdem ich ihn auf Social Media entdeckt und seine Fährte aufgenommen habe, mochte ich ihn nicht mehr loslassen. Nach und nach habe ich seine Bücher verschlungen ...

Wer kann sich dem Hype um Arno Strobel entziehen? Nachdem ich ihn auf Social Media entdeckt und seine Fährte aufgenommen habe, mochte ich ihn nicht mehr loslassen. Nach und nach habe ich seine Bücher verschlungen - und auf neues Futter gewartet. Hat es sich gelohnt?

Das dunkle Cover ist ein Hingucker, das aus dem Rahmen des Üblichen fällt. Der kleine Ausschnitt auf dem Buchdeckel gewährt einen kurzen Blick auf ein Wohnmobil auf einer Tour durch einen dichten Wald. Niemand weiß, wer an Bord ist, woher das Wohnmobil kommt und wohin die Reise geht. Auf diese Weise wird die Neugierde der potenziellen Käuferinnen zusätzlich angeheizt. Auch der vielsagende Titel soll einen Schauder über den Rücken jagen. Kann das Buch diese hohen Erwartungen erfüllen?

Grundsätzlich ist der Plot sehr interessant. Auf einem Campingplatz erwartet man naturverbundene Urlauber aus allen Ländern, keinen brutalen Serienmörder. Nach der fesselnden Leseprobe habe ich mich auf das Buch gefreut, aber es hat mich leider nicht vom Hocker gerissen. Es ist ein handwerklich solides gemachter Thriller, mit einer nervtötenden, unsympathischen Protagonistin, der man ihren Beruf als forensische Psychologin nicht abnimmt, Für mein persönliches Empfinden gehörte sie selbst auf die Couch, wenn nicht sogar in eine psychiatrische Klinik. Dank der kurzen Kapitel ist das unterhaltsame Buch leicht zu lesen, die Spannung wird durch Cliffhanger und falsche Hinweise angeheizt, die alle Leser
innen aufs Glatteis führen sollen, aber der erhoffte große Knall-Effekt bleibt aus. Kann man lesen, muss man nicht.

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Träume sind Schäume..

Wo du mich findest
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An und für sich mag ich die Bücher von Anne Barns, aber mit diesem Exemplar habe ich mich nicht anfreunden können. Wenn man so will, fing es gleich mit dem Cover an. Ich will nicht lange um den heißen ...

An und für sich mag ich die Bücher von Anne Barns, aber mit diesem Exemplar habe ich mich nicht anfreunden können. Wenn man so will, fing es gleich mit dem Cover an. Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden. Das Cover haut mich nicht vom Hocker. Eine Frau mittleren Alters lässt sich im Wasser treiben. Ihre Augen sind geschlossen, sie scheint vor sich hin zu träumen.

Um verpasste Chancen und romantische Träume dreht sich die Handlung, in der eine Frau mittleren Alters (in den Wechseljahren) im Fokus steht. Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive geschildert. Für mein Empfinden steckt die Heldin mitten in einer tiefen Sinnkrise. Ob eine (erträumte) Beziehung zu einem anderen Mann sie zu neuem Leben erwecken kann?

Nein, das neue Buch von Anne Barns hat mich nicht überzeugt. Für mein persönliches Empfinden ist ihre Geschichte viel zu verkitscht und rosarot eingefärbt; sie ist und bleibt absolut unrealistisch. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, dass eine erwachsene Frau in die Gedanken- und Gefühlswelt eines pubertierenden naiven Mädchens abgleitet, wenn sie einen (ihr völlig unbekannten) Mann erblickt. Die naiven Idealisierungen und Projektionen der Protagonistin sind schwer zu ertragen. Schade!

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Opa werden ist nicht schwer...

Lass das mal den Opa machen! (Der Offline-Opa 2)
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Die humorvollen Bücher um die "Online-Omi" Renate Bergmann gehören zu meiner Lieblingslektüre. Was liegt näher als ihrem männlichen Pedant, dem "Offline-Opa" Gunter Habicht, eine faire Chance zu geben? ...

Die humorvollen Bücher um die "Online-Omi" Renate Bergmann gehören zu meiner Lieblingslektüre. Was liegt näher als ihrem männlichen Pedant, dem "Offline-Opa" Gunter Habicht, eine faire Chance zu geben? Immerhin stammen diese litarischen Protagonisten aus der erfolgreichen Schreibwerkstatt von Torsten Rohde in Berlin...

Das humorvolle Cover hat mir gut gefallen. Der ewig grantelnde Opa schiebt einen schnittigen Designer-Sportwagen durch den Park, und die mit allen Wassern gewaschene Omi freut sich sichtlich über das zufrieden glucksende Kindchen. Somit sind die zentralen Figuren im Fokus des Betrachters. Schön umgesetzt!

Der witzige Titel nimmt den von sich selbst überzeugten Gunter Habicht auf die Schippe. Wird er es schaffen, seinem Enkelchen die müffelnden Windeln zu wechseln, ohne in Ohnmacht zu fallen?

Inhaltlich hat mich der locker-flockig geschriebene humorvolle Roman etwas enttäuscht. Denn es geht in erster Linie um die erste Schwangerschaft von Mareike, der einzigen Tochter von Gunter und Brigitte Habicht. Der "Offline-Opa" gibt zu allen wichtigen und unwichtigen Themen seinen mehr oder weniger sachkundigen Kommentar ab. Die sarkastischen Bemerkungen über schwangere Frauen zielen manchmal unter die Gürtellinie, aber sie sind amüsant zu lesen, wenn man nicht selbst davon betroffen ist. Leider bleibt die erhoffte Interaktion mit dem ersten Enkelchen auf der Strecke. Was nicht ist, kann noch werden. Hoffen wir mal auf die Phantasie von Torsten Rohde.

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Veröffentlicht am 06.07.2022

Fischbrötchen und Schokoküsse

Fischbrötchen und Schokoküsse
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Moin!

Mit ihrem neuen Buch "Fischbrötchen und Schokoküsse" präsentiert die erfolgreiche Selfpublisherin Jane Hell bereits den vierten Band aus ihrer "Förderliebe"-Reihe, die rund um Eckernförde, eine ...

Moin!

Mit ihrem neuen Buch "Fischbrötchen und Schokoküsse" präsentiert die erfolgreiche Selfpublisherin Jane Hell bereits den vierten Band aus ihrer "Förderliebe"-Reihe, die rund um Eckernförde, eine kleine Hafenstadt an der Ostsee, angesiedelt sind:



»Er fährt wie der letzte Henker und schimpft die ganze Zeit nur, weil er sich gestern für mich eine Hose anziehen musste.«

Marina lebt mit Mitte zwanzig behütet bei ihren Eltern in München.
Als die sie bitten, endlich auszuziehen, und sie unerwartet ihren Job verliert, gerät ihr geregeltes Leben aus den Fugen. Um irgendein Einkommen zu haben, muss sie ein Stellenangebot auf einem Gutshof an der Ostsee annehmen, obwohl sie normalerweise strikt allen lebensverändernden Entscheidungen aus dem Weg geht. Marinas neuer Arbeitsplatz, der malerische Hof von Frau Larssen, liegt weit abseits direkt am Strand der Eckernförder Bucht. Ein traumhafter Ort, wäre die Verwaltungsarbeit nicht so ein Chaos. Zusätzlich ist Marina ohne Führerschein auf Tim-Ove angewiesen, den Großneffen ihrer neuen Chefin. Und der verhält sich Marina gegenüber unerklärlich sprunghaft. Zu gern würde sie wissen, was dahintersteckt. Erzählt er ihr immer die ganze Wahrheit über das Anwesen? Und was bedeutet dieses Flattern in Marinas Bauch, wenn er ihr mal wieder auf den Geist geht?


Wer nicht über das bunte Cover und den witzigen Titel grinsen muss, sollte zum Lachen in den Keller gehen. Jane Hell setzt ihre locker-leicht geschriebene "Förde-Liebe"-Reihe mit einem neuen abgeschlossenen Ostsee-Roman fort, der um Mut, Liebe und das Leben am Meer kreist.

Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Marina, genannt: Mari, vermittelt, einer 25jährigen Immobilienkauffrau, die nach einer beruflichen Bruchlandung das kuschelige heimische Nest in München verlässt und einen Job auf einem mitten im Nirgendwo gelegenen herabgewirtschafteten Gutshof an der Ostsee annimmt.

Auch wenn mir die (vorhersehbare) humorvolle Liebesgeschichte gefallen hat, muss ich einige Punkte bemängeln, die mir die Lektüre etwas verleidet haben. Für mein Empfinden eignet sich die etwas chaotische, tollpatschige und überängstliche Protagonistin nicht als Identifikationsfigur; es ist mir sehr schwergefallen, mit ihr warm zu werden. Sie wirkt wie ein überbehütetes Kind, das an Mamas Rockzipfel hängt und vor seinem eigenen Schatten Angst hat, nicht wie eine erwachsene Frau, die einen Studienabschluss (B. A.) und praktische Berufserfahrungen vorweisen kann. Der erzwungene Ortswechsel tut ihr gut, aber an der Ostsee gerät sie laufend in haarsträubende Situationen; die Situationskomik wirkt manchmal etwas überstrapaziert. Auch mit ihrem "Love-Interest" Tim-Ove, dem gutaussehenden Großneffen der alten Gutsherrin, der sich als Entwickler von Apps durchs Leben schlägt und (Spoiler) aus edlen Motiven das Vermögen seiner Großtante verzockt, hatte ich meine Schwierigkeiten, sein großkotziges Auftreten und die markigen Sprüche, die seine tiefen, wahren Gefühle für Mari verschleiern sollte, gingen mir auf die Nerven. Schade!

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