Ein Jugendbuch, das etwas über das Ziel hinausschießt
Was hast du nur getan?Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als ...
Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als sich dann jedoch die Hinweise häufen, dass es sich bei diesem Todesfall nicht wie zunächst angenommen um einen Suizid handelt, wird Cassidy hellhörig – und stürzt sich Hals über Kopf in eigene Ermittlungen, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Meine Meinung
Auch wenn ich hin und wieder gerne Jugendbücher lese, vor allem solche, bei denen die Zielgruppe nicht das einzige mögliche Publikum darstellt, war diese Geschichte für mich leider eher ein Fehlgriff. Die Grundidee klang dabei zwar noch ganz spannend, die Umsetzung war dann für meinen Geschmack aber deutlich zu sehr drüber, als das ich die Figuren und ihr Handeln wirklich hätte ernst nehmen können.
Die Ausgangslage der Geschichte fand ich zunächst noch recht spannend, da der ungeklärte Tod eines Teenagers auf jeden Fall eine Menge Fragen aufwirft, die man wunderbar auch in einem Jugendbuch bearbeiten kann. Schwierig wurde es für mich dann jedoch bereits mit der Protagonistin und ihrer etwas seltsamen Clique, mit denen ich bis zum Schluss leider absolut nicht warm geworden bin.
Bereits die Ausdrucksweise der Figuren war in meinen Augen definitiv etwas zu sehr darum bemüht, möglichst jugendlich zu klingen, was sich einfach nicht mit meinen Erfahrungen aus dem Umgang mit Jugendlichen deckt. Anderorts mag das vielleicht schon ganz anders aussehen, ich hatte hier aber einfach den Eindruck, dass man sich einfach etwas zu vieler Klischees bedient hat und diese nicht nur bei der Zusammensetzung der Clique der Protagonistin, sondern eben auch bei deren Ausdrucksweise und dem Verhalten sämtlicher Figuren als Maßstab angelegt hat.
Genervt habt mich auch das pseudogangstermäßige Auftreten vieler Figuren, was ich einfach nicht als authentisch wahrnehmen konnte. Brennpunkte haben sicherlich eine ganze Menge Probleme, gar keine Frage, die geläuterte Mädchengang, die durch die Rektorin zur Ermittlungen erpresst wird, eine vollkommen inkompetent erscheinende Polizei und die Menge an Drogen und Konflikten die in diesem Buch eine Rolle spielen waren für mich in der Mischung aber einfach zu bemüht dargestellt, um beim Lesen wirklich spannend auf mich zu wirken.
Fazit
Für mich war dieses Buch leider kein Lesehighlight, da ich weder mit der Handlung, noch mit den Figuren und ihrer Ausarbeitung besonders viel anfangen konnte. Für jüngere Leser mag der Spannungsbogen vielleicht etwas besser funktionieren, im Genre Jugendkrimi und -thriller werde ich mich allerdings eher anderweitig orientieren.
Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.