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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2025

Nach spannendem Start sehr schleppend

Faebound
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Die Optik des Buches ist toll, der Inhalt konnte mich leider nicht überzeugen. Das geht schon beim Schreibstil los, den ich insgesamt als recht holprig und irgendwie anstrengend empfunden habe.

Der Einstieg ...

Die Optik des Buches ist toll, der Inhalt konnte mich leider nicht überzeugen. Das geht schon beim Schreibstil los, den ich insgesamt als recht holprig und irgendwie anstrengend empfunden habe.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen: Wir begleiten Yeeran in ihre erste Schlacht als Colonel, die gründlich schief geht. Ein temporeicher, aufregender, spannender Beginn. Doch dann gibt es immer mehr Längen, ich fand die Geschichte mit der Zeit geradezu langweilig. Die Handlung kommt einfach nicht voran, stattdessen wird ganz viel Alltag geschildert. Dabei erhalten die Figuren immer mal wieder kleine Hinweise auf Zusammenhänge, die später wichtig werden, über die sie aber einfach hinweggehen, sodass sie letztlich natürlich völlig überrascht werden.
Die Figuren, die sich mögen, tänzeln unnötig lange umeinander herum und machen sich gegenseitig das Leben schwer, statt einfach mal miteinander zu sprechen.

Die Geschichte wird aus der Sicht der zwei Schwestern Yeeran und Lettle geschildert – aber eher allwissend und distanziert, denn es werden auch die Dinge beschrieben, die sie nicht sehen oder nicht riechen. Die Schwestern sind 34 und 28, diskutieren aber wie Kinder. Besonders Lettle fällt immer wieder mit ihrem oft bockigen, trotzigen Verhalten auf. Und dann noch dieses ständige Geknurre. Ich bin mit beiden nicht so recht warm geworden.

Was mir am Buch gefallen hat, ist der Weltenentwurf mit seinen verschiedenen Völkern mit den unterschiedlichen Fähigkeiten und ihrer lang zurückreichenden Geschichte, die über kleine Zwischenkapitel erklärt wird. Es gibt eine vielfältige Mischung queerer Charaktere und sehr offenes, buntes, tolerantes Gesellschaftssystem – zumindest in Bezug auf Geschlechter und Partnerschaften. In ihren Vorurteilen gegenüber den anderen Völkern sind sie hingegen komplett festgefahren. Auch die Verbindung zu den Tieren, die Kommunikation und deren Verhalten mochte ich.
Das Glossar ist sehr witzig gestaltet.

Obwohl ich einerseits nach dem offenen Schluss neugierig wäre, wie es weitergeht, denke ich aktuell nicht, dass ich Band 2 lesen werde.

Fazit

Geheimnisse, Intrigen und Betrug, die Charaktere sehen sich verschiedenen Schwierigkeiten gegenüber. Viel zu häufig verliert sich die Handlung aber in langweiligen Alltagsbeschreibungen, wenn die Geschichte nach einem spannenden Start immer mehr an Tempo verliert.

Veröffentlicht am 28.04.2024

die Spinne nervt

Lesen NERVT! – Bücher? Nein, danke! (Lesen nervt! 1)
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Die Idee dieses Buches fand ich total interessant, die Umsetzung überzeugt mich leider nicht.

Dies beginnt schon bei der Optik. Das Cover ist toll. Die Innenseiten sind überwiegend braun mit schwarzem ...

Die Idee dieses Buches fand ich total interessant, die Umsetzung überzeugt mich leider nicht.

Dies beginnt schon bei der Optik. Das Cover ist toll. Die Innenseiten sind überwiegend braun mit schwarzem Text und kleinen farbigen Zeichnungen, was ich insgesamt als stimmig empfinde. Im Kontrast dazu gibt es aber einige Seiten mit farbigen Kästen, die unangenehm grell daherkommen.

Inhaltlich weiß ich nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll.
Spinnendame Karoline Weberknecht wehrt sich dagegen, dass jemand in der Bibliothek Bücher aus dem Regal zieht, schließlich wird dadurch ihr liebevoll errichtetes Spinnenwebenhaus (was ich tatsächlich ziemlich gelungen finde) zerstört. Daher versucht sie die Person davon zu überzeugen, dass Lesen ohnehin total blöd ist.
Soweit, so gut.

Doch ihre Beweiskette sind eine Reihe von Aufgaben – die vom Schwierigkeitsgrad nicht aufeinander aufbauen:
– ein Text, in dem einzelne Buchstaben fehlen,
– ein Text, in dem Wörter durch Bilder ersetzt wurden,
– ein Lückentext, bei dem man verschiedene zur Auswahl stehende Wörter einsetzen kann und dadurch einen lustigen Inhalt erhält,
– ein laaaaaanges Märchen.

Die einzelnen Texte sind kleine Geschichten, die aber völlig unabhängig voneinander sind, sodass die einzige fortlaufende Handlung die verrückte Spinne mit ihren Aufgaben ist, die letztlich einsehen muss, dass die Geschichten ja doch ganz interessant und witzig (behauptet sie, aber Humor ist ja sehr subjektiv…) sind.

„Lustiges und interaktives Erstlesebuch ab 7 Jahren | für Mädchen und Jungen, die Bücher normalerweise doof finden“ heißt es in der Produktbeschreibung. Dass gerade Aufgaben aber Lesemuffel motivieren sollen, finde ich ein wenig schwierig. Zumal speziell die erste Aufgabe, bei der wahllos einzelne Buchstaben im Text fehlen, viele Leseanfänger:innen schon vor ziemlich große Schwierigkeiten stellen dürfte.
Dass die schräge Spinne dann auch noch mehrfach die selben Wörter falsch schreibt (Närven, närvt), ist natürlich auch suboptimal für den Lerneffekt.

Für mich funktioniert das Konzept des Buches nicht. Eine gewisse Neugier, nob Band 2 genauso aufgebaut ist, habe ich aber trotzdem entwickelt.

Veröffentlicht am 18.04.2022

Konnte mich nicht fesseln

Ancora
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Romy und zwei Freunde wollen den Sommer in einem abgeschiedenen Dorf verbringen, von dessen Existenz nur wenige wissen.
Im Dorf häufen sich ungewöhnliche Ereignisse, die alle mit einem Gedicht ihrer Mutter ...

Romy und zwei Freunde wollen den Sommer in einem abgeschiedenen Dorf verbringen, von dessen Existenz nur wenige wissen.
Im Dorf häufen sich ungewöhnliche Ereignisse, die alle mit einem Gedicht ihrer Mutter zusammenzuhängen scheinen. Doch das Ende des Gedichtes besagt Romys Tod. Kann das Gedicht wirklich die Zukunft vorhersagen?

Den Start des Hörbuchs fand ich ganz spannend, aber letztlich konnten mich weder die Geschichte noch die Sprecherin richtig in ihren Bann ziehen.
Mehrfach hatte ich Probleme mit der Betonung der Sprecherin, die sehr oft irgendwie wütend oder gereizt klingt, obwohl das gar nicht immer zu Romys beschriebener Stimmung passt.

Aber auch die Story konnte mich einfach nicht packen. Am Beginn passiert wenig, dann überschlagen sich die Ereignisse und es gibt viele spannende und dramatische Momente und unerwartete Hintergründe. Aber das Geschehen wird auch immer undurchsichtiger, wobei viele Zusammenhänge mir nicht genug erklärt werden, sodass am Ende etliche Fragen offen bleiben. Es gibt immer mehr Wendungen, wobei das Geschehen streckenweise einfach konstruiert wirkt.

Ich-Erzählerin Romy führt durch die Handlung, schildert ihre Erlebnisse und ihre Suche –nach der Wahrheit und auch ein wenig nach dem Weg, den ihr weiteres Leben nehmen soll. Richtig sympathisch ist mir Romy leider nicht geworden. Was auch für ihren Freund gilt. Beide streiten und zicken ständig, was mit der Zeit recht anstrengend wird. Es gibt manch eigenwillige Gespräche.

Fazit

Am Ende wird die Story für mich einfach nicht rund. Zu viele undurchsichtige Ereignisse, die nicht vollständig aufgeklärt werden. Es gibt richtig spannende Momente, aber leider auch zu viele langatmige oder nichtssagende Passagen, sodass mich das Hörbuch einfach nicht fesseln konnte. Dass ich es dadurch in mehreren Etappen gehört habe, hat das Verständnis des verworrenen Geschehens dann vermutlich auch nicht leichter gemacht…

Veröffentlicht am 02.07.2021

Mindestens 250 Seiten zu viel…

Dark Elements 5 - Goldene Wut
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Achtung: 5 Band der Dark-Elements-Reihe, 2. Band der Reihe um Trinity und Zayne

Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt. Zu Beginn gibt es einige kürzere Rückblicke, die die wichtigsten Ereignisse des ersten ...

Achtung: 5 Band der Dark-Elements-Reihe, 2. Band der Reihe um Trinity und Zayne

Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt. Zu Beginn gibt es einige kürzere Rückblicke, die die wichtigsten Ereignisse des ersten Teils wieder ins Gedächtnis rufen.
Obwohl der Klappentext des ersten Bandes falsche Erwartungen geweckt hat, weil Zayne eine viel geringere Rolle spielte, als dieser vermuten ließ, hat mir der Auftakt der neuen Geschichte insgesamt gefallen. Allerdings fehlte es mir teilweise ein wenig an Tempo, da Ich-Erzählerin Trinity sich oft gedanklich im Kreis drehte.

Dies wiederholt sich hier nun leider auch. Über weite Strecken des Buches (und es ist verhältnismäßig lang) fand ich die Geschichte extrem langatmig. Es passiert letztlich verdammt wenig. Zwischendrin gibt es kleinere Passagen, die die Handlung voranbringen, ansonsten sorgt aber erst das Ende für die Aufklärung vieler Fragen und sich überschlagende Ereignisse. Hier geht dann alles plötzlich extrem schnell.

Dazwischen gibt es jede Menge Wiederholungen. Zwischen Trinity und Zayne kriselt es, denn die beiden fühlen sich zueinander hingezogen. Doch eine Beziehung ist der Trueborn und ihrem Wächter untersagt. Und so quält sich Trinity seitenlang, kapitellang, mit ihrem Gewissen, ob sie ihre Gefühle zulassen will oder eben nicht. Sie ist zickig und eifersüchtig und… nervig. Ich fand sie größtenteils tatsächlich anstrengend. Zumal ihre zahlreichen inneren Monologe die Handlung genauso wenig voranbringen, wie die oft ergebnislosen Gespräche mit Zayne. Immer wieder wird auch ausführlich Trinitys eingeschränkte Sicht thematisiert. Auch hier wurden mir die Wiederholungen mit der Zeit zu viel.
Obwohl um sie herum ständig schlimme Dinge passieren, Menschen sterben und sich ein Unheil ankündigt, sind die zwei die meiste Zeit mit sich selbst beschäftigt und diskutieren Nichtigkeiten. Dadurch flaut die Spannung, die eigentlich aufgrund der Umstände vorhanden wäre, immer wieder ab.

Gefallen hat mir, dass Layla und Roth wieder mit von der Partie waren. Die beiden mochte ich auch hier unglaublich gern. Vor allem Roth ist einfach klasse. Und auch Bambi und der verrückte Cayman sind wieder mit dabei.

Das Ende kommt mit einer unerwarteten Wendung und großen Überraschung daher. Dennoch bin ich aktuell noch unschlüssig, ob ich noch einen weiteren Band lesen möchte.

Fazit

Eigentlich bietet das Setting genug Stoff für Spannung und aufregende Momente. Schließlich schwebt eine große Bedrohung über der Stadt. Darum kümmern Zayne und Trinity sich zwar irgendwie auch, vor allem kümmern sie sich aber um sich selbst. Endlos lang werden Gefühle diskutiert oder verschwiegen, ohne dass die Handlung dabei vorankäme. Trinity dreht sich gedanklich oft im Kreis, es gibt endlose Wiederholungen. Die spannenden Momente kommen viel zu kurz. Dabei sind durchaus ein paar aufregende Passagen und überraschende Wendungen vorhanden. Letztlich passiert mir aber viel zu wenig für die große Menge an Seiten.

Veröffentlicht am 02.07.2021

Weder die Story noch die Figuren konnten mich überzeugen

The Second Princess. Vulkanherz
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Obwohl ich Klappentext und Leseprobe sehr vielversprechend fand, bin ich letztlich mit der Story nicht wirklich warm geworden. Irgendwie fehlte mir der rote Faden. Laut Klappentext soll Saphina ein dunkles ...

Obwohl ich Klappentext und Leseprobe sehr vielversprechend fand, bin ich letztlich mit der Story nicht wirklich warm geworden. Irgendwie fehlte mir der rote Faden. Laut Klappentext soll Saphina ein dunkles Erbe antreten. Tut sie auch irgendwie, aber letztlich nicht so, wie es gedacht wäre. Gefühlt hat sich die Richtung der Geschichte innerhalb des Buches mehrfach geändert. Dabei plätschert das Geschehen in der ersten Buchhälfte recht ereignislos vor sich hin. Im zweiten Teil werden die Erlebnisse der Figuren dann zwar etwas spannender, ganz logisch ist aber nicht immer, was dort passiert. Erst kurz vor Schluss nimmt die Dranatik dann enorm zu. Aber der große Konflikt, der sich hier auftut, wird genauso schnell wieder gelöst, wie er entstanden ist. Vieles, was zuvor passiert, bleibt folgenlos.

Dabei konnte ich mich letztlich auch in die Figuren nicht wirklich hineinfühlen. Saphina Reaktion auf das Ereignis innerhalb ihrer Familie, das alles auslöst, war für mich völlig unverständlich. Auch im Folgenden fand ich ihr Handeln nicht immer nachvollziehbar. Zudem agiert die 17-jährige oft naiv und selbstsüchtig. Statt Dinge zu hinterfragen und sich vernünftig erklären zu lassen, wird sie zickig oder flüchtet aus der Situation.
Und zuletzt bin ich mir ihrer Stimmung am Ende der Geschichte, nach allem, was passiert ist, auch nicht zurecht gekommen.

Dante hingegen empfand ich als sehr launisch. Mal ist er nett und verständnisvoll, dann wieder schroff und abweisend. Ein Teil seiner Beweggründe sind früh vorhersehbar, sein wechselhaftes Verhalten rechtfertigt dies für mich aber nicht. Letztlich bleibt er für mich eine blasse Nebenfigur.

Saphina und Dante stehen einige schwierige Ereignisse bevor. Die zwei kennen sich nur wenig. Wichtig zum Bestehen der Prüfungen ist Vertrauen – schwierig unter Fremden, oder? Die Entwicklungen zwischen den beiden kamen für mich zu plötzlich, für den kurzen Zeitraum dem sie intensiver miteinander verbringen, und waren nicht wirklich nachfühlbar.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft. Spahina ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und die Erzählweise passt zu dem aufmüpfigen Teenager.
Auch den Weltenentwurf fand ich ganz spannend: Eine fiktive Karibikinsel mit ihrem eigenen kleinen Königreich und ganz speziellen Regeln, angesiedelt aber in der aktuellen Gegenwart z.B. mit Bezügen zu aktueller Popmusik.

Fazit

Vielversprechender Beginn, doch dann verliert die Handlung für mich ihren roten Faden. Der Klappentext weckte bei mir komplett andere Erwartungen an die Story, der für mich eine klare Richtung fehlte, zumal viele Ereignisse am Ende unkommentiert oder folgenlos bleiben. Der eigentliche Gegenspieler taucht erst auf den letzten Seiten auf und verschwindet so schnell wieder, wie er eingeführt wurde. Auch mit den Hauptfiguren bin ich nicht wirklich warm geworden, besonders mit Saphina, deren Handeln ich nur selten nachvollziehen konnte.