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Veröffentlicht am 23.08.2025

Großes Nein.

Morbidly Yours
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Wow..Ich habe mich echt auf das Buch gefreut, aber hier hat für mich einfach nichts funktioniert.

Wo soll man anfangen…

Callum fand ich anfangs noch sympathisch mit einem angenehmen Humor und seiner ...

Wow..Ich habe mich echt auf das Buch gefreut, aber hier hat für mich einfach nichts funktioniert.

Wo soll man anfangen…

Callum fand ich anfangs noch sympathisch mit einem angenehmen Humor und seiner schüchternen Art. Je mehr man allerdings von ihm als Charakter gelernt hat, desto desinteressierter wurde ich. Ich konnte sein Verhalten, seine Monologe und Gedanken nicht mehr mit dem Callum vom Anfang verbinden.
Callums Beruf des Bestatters war einer der Gründe, die mich zu dem Buch hingezogen haben. Wirklich was aus dieser Tatsache wurde allerdings nicht gemacht.
Mit Lark konnte ich mich leider direkt zu Beginn nicht wirklich anfreunden und das hat sich dann auch durchweg durch diese etwas über 400 Seiten gezogen. Sie war anstrengend und irgendwie unsympathisch. Lustig fand ich sie auch nicht.
Larks Schicksalsschlag, der Grund, warum sie überhaupt aus den USA nach Irland gezogen ist, hängt lange über der Geschichte und wird dem Leser stückchenweise zugeworfen, wobei auch immer wieder deutlich wird, dass Lark selbst damit nie richtig abgeschlossen und verarbeitet hat.

Die Beziehung von Callum & Lark hat für mich absolut keinen Sinn ergeben. Hier war weder die Anziehung der beiden nachvollziehbar, noch habe ich irgendeinen Funken gespürt. Also echt gar nichts. Daher lasen sich auch viele der Sexszenen eher unangenehm. Von den Monologen, in denen sie philosophiert haben, wie gut sie die jeweils andere Person finden, aber sie keine Beziehung führen können, will ich gar nicht anfangen.
Ich kann mir die beiden wunderbar als Freunde vorstellen, aber als Liebespaar funktionieren sie einfach nicht.

Beide Charaktere haben natürlich auch ihre eigene Nebenhandlung. Callums dreht sich um das Bestattungsunternehmen und Larks um ihren Job in der Animationsfirma. Ich würde Larks Nebenhandlung als präsenter und besser ausgearbeitet beschreiben, wobei mir allerdings das Ende schon fast zu ereignislos erschien.
Callums Lösung für sein Problem, vor allem nach dem ganzen Drama, schien mir auch schon eher einfach.

Ich musste mir während des Lesens immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass beide um die 30 sind (Lark ist 29/30, Callum 34), denn am Verhalten konnte man es nicht festmachen.

Und nun zum wohl größten Problem: der Schreibstil bzw. die Übersetzung.
Von “dunklem Humor, tiefen Gefühlen und knisternder Spannung”, wie es im Klappentext heißt, habe ich hier nichts gelesen.
Das Buch war unfassbar anstrengend zu lesen. Es war durchweg sehr holprig. Die Dialoge lasen sich größtenteils wie wirr einander gereihte Sätze. Die Übergänge von Thema zu Thema kamen aus dem Nichts. Ein roter Faden, der den Gesprächsverlauf sinngemäß zusammenführt, war unauffindbar.
Nun, jetzt muss man auch fairerweise sagen, dass hier, zumindest anfangs, einiges an amerikanischen Slang und irischen Redewendungen aufeinander treffen, die vielleicht im Originaltext für entsprechende Verwirrung und Witz der Dialoge und Charaktere sorgen, in der Übersetzung funktioniert das alles leider nicht. Das hätte man verzeihen und ignorieren können, hätte der ganze Rest anständig funktioniert.
Es wurden verhältnismäßig viele Anglizismen verwendet, die mir zwar bekannt sind, ich aber nicht als im deutschen Raum etabliert beschreiben würde. Warum das so war, keine Ahnung.

Zu ähnlicher Verwirrung wie der Schreibstil hat bei mir auch das Pacing geführt. Man springt ein bisschen durch die Monate und im ersten Moment ist es Winter und Weihnachten und dann ist plötzlich März. Analoges kann man zu den nicht immer nachvollziehenden Szenen sagen, die genauso springen wie die Dialoge.

Im zweiten Teil dieser Reihe, “Heart Strings”, dreht sich um Larks Cousine Cielo, die man hier bereits bei “Morbidly Yours” kennengelernt hat. Ich fand sie zwar sehr sympathisch, nach einer allerdings ernüchternden Erfahrung, weiß ich noch nicht, ob ich den zweiten Teil lesen werde und falls ja, ob ich es nochmal auf deutsch versuchen werde oder einfach direkt beim Englischen bleibe.

Unterm Strich war ich alles andere als begeistert und weiterempfehlen kann ich es daher nicht.
Wer trotzdem an dem Buch interessiert ist, dem würde ich an dieser Stelle raten, es evtl. mit dem Originaltext zu versuchen. Da ich den aber nicht kenne und das Buch auch selber nicht nochmal lesen möchte, kann ich auch nicht versprechen, dass das Original besser zu lesen ist.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Nein.

Powerless - Das Spiel
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2.25
Das Buch war ein bisschen wie ein Unfall.

Die Charaktere haben genervt.
Die Handlung war einerseits schrecklich & langweilig, und andererseits einfach Hunger Games 2.0.
Ich habe schon einige Wettkampf ...

2.25
Das Buch war ein bisschen wie ein Unfall.

Die Charaktere haben genervt.
Die Handlung war einerseits schrecklich & langweilig, und andererseits einfach Hunger Games 2.0.
Ich habe schon einige Wettkampf Bücher gelesen und ja, viele haben den Hunger Games Vibe, aber selten (oder auch eigentlich nie) war es einfach eine Kopie.

Das Worldbuilding war nicht gut bzw. gefühlt auch nicht vorhanden.
Warum Paedyn überhaupt an dem Wettkampf teilgenommen hat ist mir bis zum Ende hin nicht klargeworden.

Man könnte über das Ganze allerdings hinwegsehen, wenn da nicht dieser wirklich nicht gute Schreibstil alles überschatten würde.
Es war fast schon eine Zumutung und anders kann man es nicht wirklich formulieren.

Die englische Version ist 500 Seiten lang (ich glaube die deutsche Übersetzung ist 650 Seiten? Das ist ja fast noch schlimmer..) und da müssen mindestens ca 100 Seiten weggekürzt werden und das, was übrig bleibt müsste strengstens überarbeitet werden.

Werde diese Reihe nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 16.08.2024

Zwiegespalten. Frustrierend. Unausgeschöpftes Potential.

The Idea of You
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August 2024: Habe mich jetzt durchgerungen, die Wertung auf endgültige 2 bzw 2,25 Sterne zu setzen.

April 2024:
Nach langem hin und her habe ich mich entschlossen, dem Buch keine Sternebewertung zu geben, ...

August 2024: Habe mich jetzt durchgerungen, die Wertung auf endgültige 2 bzw 2,25 Sterne zu setzen.

April 2024:
Nach langem hin und her habe ich mich entschlossen, dem Buch keine Sternebewertung zu geben, da ich nicht denke, dass eine entsprechende Wertung adäquat meine Meinung widerspiegeln würde. Falls also eine Sternebewertung angegeben ist, dann bitte ich diese als neutrale Wertung anzusehen oder ignorieren.

Dieses Buch war so unfassbar frustrierend..
Die letzten 1,5 bis 2 Kapitel waren toll. Auf voller Linie emotional. Ich habe mir die Augen ausgeweint! Und tue es (gefühlt) immer noch, wenn ich daran denke.
Aber: Alles vor diesen letzten 2 Kapiteln hat mich während des Lesens so genervt und irritiert, dass ich schon mit dem Buch auf eine gewisse Art abgeschlossen hatte, bevor es überhaupt vorbei war.

Ich glaube, die beste Variante, in dieses Buch zu starten, ist mit folgendem Gedanken: Das ist die Geschichte von Solène und ihrem Leben und wie es sich und sie verändert, als sie sich unerwartet verliebt.
Denn das ist nicht die Geschichte von dem Paar Solène und Hayes, das sich verliebt.

Das ganze Buch ist auch Solènes Sicht geschrieben und es gibt unheimlich viele Situationen, die meiner Meinung nach für den Leser nicht nachvollziehbar sind.
Und das Schlimmste: Viele Situationen werden in der Luft hängen gelassen. Obwohl die Autorin dem Leser potentielle Konflikte quasi auf dem Silbertablett präsentiert, wird dieses Potential nie ausgeschöpft.
Das Fazit hier: Solène ist nicht konfliktfähig. Und das nervt.

Solène selbst war eine der unsympathischsten Hauptcharaktere, die ich je erlebt habe. Überheblich. Arrogant. Zu gut für “das alles”. Man könnte es auf ihre Erziehung schieben, denn ab und zu kommen ihre französischen Eltern zur Sprache, aber das wäre zu einfach gelöst.

Die Beziehung zu ihrer Tochter Isabelle fand ich aus Lesersicht zu distanziert und würde diese auch nicht als “gut” beschreiben. Vor allem, weil Isabelle in der Beziehung von Solène und Hayes ein entscheidender (Problem-)Faktor war. Jedoch wurde dieser Konflikt so gut wie gar nicht ausgearbeitet, obwohl der Leser über mehrere Kapitel darauf vorbereitet wurde.

Solène und ihr Exmann Daniel haben ein entsprechend fragwürdiges Verhältnis, was verständlich ist, wenn man ihre Vergangenheit kennt. Aber selbst als Daniel die Doppelmoral-Keule schwingt, kommt von Solène nichts. Frustrierend.

Solène und Hayes haben für mich als Paar bis zum Schluss keinen wirklichen Sinn ergeben. Was auch immer da für eine Chemie zwischen den beiden sein sollte, sie war nicht vorhanden.
Ich habe, bis auf die Gespräche in den letzten zwei Kapiteln, keinen einzigen anständigen Dialog der beiden gelesen.
Jedes Mal, wenn das Gespräch etwas tiefer gehen sollte, landet auf einmal Hayes’ Hand auf ihrem Knie und dann gabs Sex, das Gespräch war vergessen und wurde auch nie wieder aufgenommen. Und das zieht sich durch das gesamte Buch, sodass die Beziehung der beiden nur oberflächlich und von Sex getrieben erscheint.
Es gibt immer wieder kleine Momente in denen man merkt, dass beide mehr füreinander empfinden, aber wie gesagt, am Ende ist es der Sex, der alles immer wieder überschattet.
Und der anscheinend gute Sex sei ihnen gegönnt. Aber als Leser will man dann doch ein bisschen mehr von einem Paar, das sich liebt.

Hayes, so jung er auch ist, wirkt am Anfang sehr selbstbewusst und fast schon erwachsen. Doch je weiter das Buch voranschreitet, desto mehr kommt sein Alter durch und wie “jung” er ist.

Ich weiß nicht, wie viele unglückliche Formulierungen ich auf die Übersetzung schieben kann, aber ich glaube ich verstehe jetzt, was Leute meinen, wenn sie “das liest sich wie eine Wattpad Story” sagen.

Dieses Buch könnte einer der seltenen Fälle werden, bei dem der Film besser als das Buch ist.

Ergänzende Meinung, nachdem ich den Film geguckt habe: Anne Hathaway ist eine klasse Schauspielerin! Es gab einige Änderungen im Film, aber ich fand diese allesamt sehr gelungen und haben für die Geschichte und als Buchverfilmung sehr, sehr viel Sinn ergeben und wunderbar funktioniert.
Die Beziehung zwischen Solène und Isabelle und Solènes Charakter, der extrem sympathisch war und fast schon das totale Gegenteil zu Buch-Solène, sind wahrscheinlich die größten positiven Änderungen verglichen mit dem Buch.
Was der Film für mich, genauso wie das Buch, leider nicht geschafft hat, ist die Entwicklung der Beziehung von Solène und Hayes nachvollziehbar darzustellen.
Der Film ist anders, auf eine gute Weise anders, weniger frustrierend, aber ich weiß nicht, ob er besser als das Buch ist, denn ich kann das Buch nicht als "gut" bezeichnen.

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Veröffentlicht am 12.04.2024

Abgebrochen

This Vicious Grace - Die Verbannten
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Bitte die Sternwertung ignorieren. Ich bewerte keine abgebrochenen Bücher, aber musste eine Wertung abgeben um was zu schreiben.

DNF @ 24%

Oh man wo soll ich nur anfangen. Ich war schon sehr gespannt ...

Bitte die Sternwertung ignorieren. Ich bewerte keine abgebrochenen Bücher, aber musste eine Wertung abgeben um was zu schreiben.

DNF @ 24%

Oh man wo soll ich nur anfangen. Ich war schon sehr gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe, aber ich musste ziemlich schnell feststellen, dass dieses Buch KOMPLETT anders ist, als sein Vorgänger.
Also..da liegen wirklich gefühlt Welten zwischen den zwei Bücher. Anfangs habe ich auf die lange Zeit zwischen Band 1 und Band 2 geschoben (mittlerweile liegt etwas über 1 Jahr zwischen den ETs), aber solche Unterschiede kann ich mir nicht wirklich erklären.

Der Schreibstil, wohlwissend dass ich eine Übersetzung beurteile, ist erschreckend anders. Die Beziehungen der Charaktere zueinander ist wie eine 180Grad Drehung verglichen mit Band 1. Kaum wiederzuerkennen. Die Dialoge sind schnell, mit (versuchtem, unterschwelligen) Humor und fast konstant doppeldeutig. Die Themen und die Art wie miteinander geredet wird..bitte nicht. Das war für mich schon auf eine Art anstrengend. Ich hatte das Gefühl da reden 14jährige, und nicht 18+ jährige.

Die Handlung, mit dem Wissen wie Band 1 geendet hat, war nicht wirklich nachvollziehbar, sprunghaft und gleichzeitg unnötig gestreckt.

Schade.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Große Enttäuschung

The Stars are Dying
1

1.5
Die Idee & das Worldbuilding haben so viel Potential, aber was auch immer auf diesen über 600 Seiten (inklusive Bonusszenen 670 Seiten!) fabriziert wurde, erschließt sich mir einfach nicht.

Die Vision ...

1.5
Die Idee & das Worldbuilding haben so viel Potential, aber was auch immer auf diesen über 600 Seiten (inklusive Bonusszenen 670 Seiten!) fabriziert wurde, erschließt sich mir einfach nicht.

Die Vision der Autorin war klar: eine Welt, die düster und gefährlich ist, mit entsprechenden Charakteren und einem Mix aus verschiedenen Wesen, ein tödlicher Wettbewerb (der tatsächlich in der Idee gar nicht soooo schlecht war), gepaart mit eine Shadow-Daddy ähnlichen Love Interest und einer Protagonistin, die sich ihrer Kraft noch nicht bewusst ist.
Das Ergebnis ist mehr als enttäuschend und zu 90% nicht gelungen.
Aus Lesersicht glich das Buch leider einer Tragödie.

Nach den ersten knapp 200 Seiten fallen einige Schwächen auf, die man hätte super verzeihen können, denn der Unterhaltungsfaktor war definitiv da. Leider wurde “The Stars are Dying” mit jedem Kapitel schwächer und schlechter, sodass es am Ende nur noch genervt hat und das Lesen eine Quälerei war. Ab ca. der Hälfte des Buches habe ich dann auch die ganzen durchwachsenen Rezensionen nachvollziehen können!

Astraea, weibliche Protagonistin, wird dem Leser als “schwach, naiv und hilflos” (grobes Zitat aus dem Buch) vorgestellt und das lässt sie den Leser auch nicht vergessen! Das Buch ist komplett aus ihrer Perspektive geschrieben und wie oft ich dieses Gejammert von ihr selber lesen musste, geschweige denn wie oft es andere Charaktere ihr gegenüber erwähnen, ist wirklich unfassbar.
Die Handlung zieht sich über ca 2-3 Wochen und das ist nun wirklich nicht viel Zeit, aber wie kann man bei den gegebenen Umständen kein bisschen Charakterentwicklung haben??? Wo ist der Überlebensinstinkt? Wo ist der Lebenswille? Kampfgeist? Irgendwas?!
Astraea verfällt konsequent und konsistent bei jeder erdenklichen Gelegenheit in ihre Opferrolle und hat auch in keinem Moment das Verlangen, dem entgegenzuwirken, außer einmal kurz nach einem Orgasmus bei dem sie sogar noch selbst dafür sorgen musste… Das höchste der Gefühle bzgl. ihrem Kampfgeist ist ein “ich hasse dich” und das erinnert dann mehr an einen Teenie als an eine 23jährige junge Frau.
Ich habe schon eine ganze Weile kein Buch mehr in der Hand gehabt, in dem ich so eine (charakter-)schwache Protagonistin erlebt habe.

Nyte, anfangs noch mysteriös in jeglichem Sinne, verfällt auch schnell in seine Rolle des dominanten “Monsters”, unfähig irgendeine Frage direkt zu beantworten und launenhaft ohne Ende. Zuerst ist er ruhig, dann ernst, dann wütend, dann gefährlich & wahlweise drohend, um dann wieder mit sanfter Stimme und weichen Augen weiterzureden.
Seine einzige Kunst ist, jeglichen Zweifel seitens Astraea mit einem sanften “vertraust du mir?” wegzuzaubern. Sein Verhalten und seine Aussagen waren fast schon unangenehm mitzulesen.

Die Beziehung der beiden hat verschiedene Emotionen in mir geweckt. Es fing an mit “interessant, mal gucken wie sich das entwickelt” zu “nachvollziehen kann ich die zwei nicht wirklich” bis ich dann schlussendlich bei einem “was zur Hölle ist das eigentlich? Ich hasse es.” gelandet bin.
Das, was auch immer da zwischen den beiden war, mitzulesen, hat einfach nur wehgetan. Die Gespräche waren eine konstante Fragen-ohne-Antworten-Situation, also eigentlich leere Dialoge und mehr Page Filler. Jegliche Fragen oder Zweifel, die Astraea zur Sprache gebracht hat, wurden ausgewichen oder ignoriert. Das alles auch noch zum leidwesen der Leser, denn was Astraea nicht weiß, wissen wir genauso wenig.
Ihre Gefühle für Nyte wechselten ungefähr so schnell wie seine Laune. Da haben sich also zwei gefunden..
Eine komplette Katastrophe in meinen Augen. Hinzu kommt auch noch das ungleichmäßige Machtverhältnis (er: groß, stark, mächtig & gefährlich; sie: schwach, naiv & unfähig), das Nyte immer wieder, bewusst oder unbewusst, durch seine Taten deutlich gemacht hat.
Beide Charaktere einzeln, als auch ihre Beziehung kann man daher nur als anstrengend bezeichnen.

Es wurden mehrere Nebencharaktere eingeführt, viele von denen links liegen gelassen, um dann am Ende wieder teilweise in Erscheinung zu treten.
Die Sexszenen an sich waren solala. Die Szenen im Kontext der Geschichte und die Überleitung zu diesen waren so unangenehm, schlecht und völlig unpassend gewählt, dass es auch entsprechend unangenehm war es zu lesen.
Rose und Zath, “Freunde” von Astraea, haben mehr harmoniert als irgendjemand sonst in diesem Buch.
Es gab einige unerwartete Wendungen, jedoch konnten mich keine davon wirklich abholen.

Was auf den letzten ca. 50 bis 100 Seiten passiert ist: keine Ahnung. Da hat einfach gar nichts mehr Sinn ergeben. Es fehlt einfach durchweg eine gewisse Struktur. Die letzten paar Kapitel waren auch die, bei denen mir schlussendlich der Geduldsfaden gerissen ist und ich von 2 Sterne auf 1.5 runter bin.
Eins der beiden Bonuskapitel ist aus Roses Sicht und war in Handlung und Qualität besser als die letzten ca. 150-200 Seiten des Buches.

Wäre ich zum Ende hin nicht so genervt gewesen, hätte ich die Reihe wahrscheinlich weiterverfolgt. So ziehe ich aber hier die Reißleine.

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