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Veröffentlicht am 04.06.2024

Best of Donald und Co - witzige, bunte Comicsnacks zum Gute-Laune-Tanken

Donald Duck - Bitte lächeln!
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In Entenhausen ist immer was los und zu lachen gibt es auch allerhand. Das beweisen die „zweihundert Schnappschüsse“ aus dem Alltag der Stadtbewohner in „Bitte lächeln!“. Bevor es richtig losgeht, werden ...

In Entenhausen ist immer was los und zu lachen gibt es auch allerhand. Das beweisen die „zweihundert Schnappschüsse“ aus dem Alltag der Stadtbewohner in „Bitte lächeln!“. Bevor es richtig losgeht, werden alle wichtigen Entenhausener Persönlichkeiten mit entsprechendem Bild auf zwei Doppelseiten mit einer kurzen Beschreibung vorgestellt. Hier finden sich neben Donald, Daisy und Dagobert Duck, Tick, Trick und Track, Gustav Gans, Oma Duck, Franz Gans, Daniel Düsentrieb, Mickey und Minnie Maus auch Klarabella Kuh, Rudi Ross, Goofy, die Panzerknacker und die Hexen Gundel Gaukeley und Madam Mi. Alle 200 enthaltenen Comicstrips füllen jeweils eine halbe Seite und umfassen drei bis fünf einzelne Bilder. Vor allem Pechvogel Donald steht im Mittelpunkt der kurzen Geschichten. Aber auch Dagoberts Geiz und die gewieften Neffen Donalds Tick, Trick und Track oder Daniel Düsentriebs Erfindungsreichtum bieten viel Stoff zum Schmunzeln. Die Bilder sind im klassischen, typischen, einfach unverwechselbaren Disney-Stil gezeichnet. Sie sind stets eindeutig und sehr klar erkennbar. Im Zusammenhang mit den passenden, prägnant formulierten Sprechblasen, Texten und Erikativen sind sie meist schon für Leseanfänger ab sechs, sieben Jahren gut zu verstehen. Das Buch ist handlich, in etwa so groß wie DINA-5, hat allerdings Querformat.

Viele der Geschichten, vor allem die mit Donald Duck, fanden meine Kinder und ich sehr witzig. Wir mögen Donald mit seiner einzigartigen Persönlichkeit, die im Buch deutlich zum Tragen kommt. Auch Dagoberts extreme Sparsamkeit ist immer wieder für Lacher gut. Mit einigen Geschichten konnten wir nicht ganz so viel anfangen, das mag aber wohl einfach Geschmacksache sein. Ein Comic ist leider doppelt abgedruckt.
Insgesamt eine wirklich gelungene Sammlung an lustigen, bunten, unterhaltsamen Comicsnacks für alle Entenhausen-Fans. Ideal für eine kurze Auszeit und zum Gute-Laune-Tanken.

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Der (Alb)Traum von der ewigen Jugend

Wir werden jung sein
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„Die Frage ist doch, ob es für eine Regierung etwas Wichtigeres geben kann, als dafür zu sorgen, dass die Menschen so lange und so gesund wie möglich leben können.“

„Forever young!“ Was für die Band Alphaville ...

„Die Frage ist doch, ob es für eine Regierung etwas Wichtigeres geben kann, als dafür zu sorgen, dass die Menschen so lange und so gesund wie möglich leben können.“

„Forever young!“ Was für die Band Alphaville vor vierzig Jahren noch als großer Traum besungen wurde, wird für vier Probanden einer Medikamentenstudie plötzlich Realität. Eigentlich testen sie ein Herzmedikament, doch das hat völlig unerwartete Nebenwirkungen. Alle vier Patienten werden plötzlich jünger: Der siebzehnjährige Jakob empfindet nun keine körperliche Lust mehr, Ex-Profischwimmerin Verena schwimmt im Alter von 34 Jahren schneller als je zuvor, Immobilienmogul Wenger hat sich eigentlich schon mental von seinem Leben verabschiedet und spürt plötzlich neue Lebensgeister in sich und Jenny, die sich bisher erfolglos mehreren Kinderwunschbehandlungen unterzogen hat, wird überraschend spontan schwanger. Eigentlich doch alles ganz wunderbar oder nicht? Als die Öffentlichkeit von dem magischen Medikament erfährt, wird es kompliziert…..

Die Geschichte schildert abwechselnd die Perspektiven der vier Probanden, des Erfinders Martin Mosländer und der Medizinethikerin Miriam Holstein. Die Erzählstränge werden zum Ende zusammengeführt. Der Schreibstil liest sich dabei leicht verständlich, klar und angenehm flüssig.

Die vier Patienten befinden sich alle in unterschiedlichen Lebensphasen, haben eigene Träume, sind grundsätzlich sehr verschiedene Charaktere. Jeder von ihnen hat mit ganz individuellen Problemen zu kämpfen. Zunächst scheint das Medikament allen vier Protagonisten ordentlich Aufschwung zu verleihen. Doch auch die Verjüngung löst nicht alle Probleme, schafft teilweise auch neue. Dass die Personenkonstellation so vielseitig ist, das Thema aus gegensätzlichen Perspektiven beleuchtet wird, gefällt mir. Alle Charaktere werden dabei nachvollziehbar dargestellt.

Die Sehnsucht nach ewiger Jugend ist uralt. Doch was wäre, wenn wir das Altern wirklich aufhalten könnten? Wenn der Mensch tatsächlich Gott spielen könnte? Das Buch wirft viele interessante ethische Folgefragen auf: Wer sollte das Recht bekommen, länger zu leben? Wer nicht? Wie könnte man die damit verbundene Überbevölkerung in den Griff bekommen? Und ist das noch Science fiction oder bald schon Realität? Immerhin tritt mittlerweile die „Partei der schulmedizinischen Verjüngungsforschung“ bei Wahlen an….
Das Thema wird hier recht kurzweilig und humorvoll mit Augenzwinkern aus ganz unterschiedlichen Blickrichtungen behandelt, dabei dringt das Buch aber natürlich nicht allumfassend und hochwissenschaftlich in die Problematik ein. Das gründlichere Nachdenken überlässt der Roman seiner Leserschaft. Mich hat das vergleichsweise unspektakuläre Ende etwas enttäuscht, da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Dennoch ein unterhaltsamer Roman mit hochbrisanter, faszinierender Thematik, der sicher eine prima Diskussionsgrundlage für so manche spannenden Gespräche liefert.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Disney goes Antike - kindgerechte Disneyversion der Sage um König Minos

Theseus und der Entotaurus
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Im antiken Griechenland lebt König Minos auf der Insel Kreta. Er liegt seit seiner Kindheit mit dem König des Reiches Attika Ägeus im Streit. Um Ägeus zu beeindrucken, lässt Minos von seinem Baumeister ...

Im antiken Griechenland lebt König Minos auf der Insel Kreta. Er liegt seit seiner Kindheit mit dem König des Reiches Attika Ägeus im Streit. Um Ägeus zu beeindrucken, lässt Minos von seinem Baumeister Dädalos ein besonderes Labyrinth bauen. Dieses soll dem Nationaltier von Kreta, dem Stier, gewidmet werden, als Touristenattraktion viele Besucher anlocken und somit Minos viel Geld bringen. Der Plan scheint zunächst aufzugehen, doch leider fehlt dem Labyrinth ein Ausgang und es kann daher nicht betreten werden. Dennoch reisen viele Leute an, um das Labyrinth zumindest von außen zu besichtigen, auch Ägeus Sohn Theseus. Als schreckliche Geräusche aus dem Labyrinth dringen, geht das Gerücht um, dass ein Monster im Labyrinth haust. Die Bediensteten, die das Monster füttern sollen, kehren nicht mehr zurück. Ob sie wirklich vom Monster gefressen wurden?

Die Geschichte richtet sich an Kinder ab vier Jahren, ist für die Zielgruppe entsprechend klar und gut verständlich formuliert. Die Sätze sind dabei einfach aufgebaut, wörtliche Rede macht den Text lebendig. Das Besondere am Buch sind natürlich die liebevoll gestalteten, fast künstlerischen Bilder. Sie sind nicht so grell und kontrastreich wie sonst bei den Entenhausen-Comics, sondern eher gemäldeartig mit harmonischer Farbgebung. Wenn man genau hinschaut, kann man viele spannende Details erkennen. So zeigen sich im Hintergrund schon mal ganz unauffällig versteckt mächtige Figuren. Dass auf dem Cover Theseus und Ariadne glänzend hervorgehoben sind, während alle anderen Motive matt sind, fällt sofort auf.

Bekannte Figuren aus Entenhausen nehmen hier neue Rollen ein. Dagobert als geldgieriger Minos ist die perfekte Besetzung. Auch Donald als verliebter, etwas tollpatschiger Theseus, Daisy als schöne, stolze Ariadne und Daniel Düsentrieb als cleverer Baumeister Dädalos passen prima. Insgesamt eine sehr unterhaltsame, treffende Rollenverteilung. Es macht zudem Spaß, weitere populäre Disneyfiguren zu entdecken, manche agieren nur in Nebenrollen.

Die Handlung der klassischen Sage um das Labyrinth des Minos und Theseus wurde hier kindgemäß und im Großen und Ganzen recht stimmig und nachvollziehbar verändert. Der Streit zwischen den Konkurrenten Minos und Ägeus zieht sich durch das gesamte Buch, erinnert stark an Dagoberts übliche Konkurrenzkämpfe in den sonstigen Comics. Gegen Ende wird es rätselhaft, mysteriös und ziemlich spannend.
Auch wenn die Geschichte im Vergleich zum Vorbild doch einige Unterschiede enthält, so werden kleine Kinder mit diesem Buch an die interessanten Mythen und Sagen des griechischen Altertums herangeführt. Ich finde es sehr wichtig, dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Daher gefällt es mir auch gut, dass sich Disney nun immer öfter an verschiedene klassische Stoffe heranwagt. Bestimmt möchten einige Kinder nach der Lektüre mehr wissen und auch ich habe mich daraufhin weiter informiert, wie die Sage denn eigentlich genau lautet.
„Theseus und der Entotaurus“ ist ein wunderbar gestaltetes, spannendes Bilderbuchabenteuer nach klassischem Vorbild, das Spaß macht. Wer Donald und Co, klassische Abenteuer, Sagen und Geschichte mag, liegt mit diesem Buch genau richtig.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Plötzlich entfremdet - Wenn Zwillinge erwachsen werden….

Tegan and Sara: Junior High – Chaos im Doppelpack
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Die Zwillinge Tegan und Sara leben in Calgary, sind zwölf Jahre alt, machen alles gemeinsam und sind immer füreinander da. Nachdem sie mit ihrer Mom und ihrem Stiefvater umgezogen sind, um näher bei ihrem ...

Die Zwillinge Tegan und Sara leben in Calgary, sind zwölf Jahre alt, machen alles gemeinsam und sind immer füreinander da. Nachdem sie mit ihrer Mom und ihrem Stiefvater umgezogen sind, um näher bei ihrem Dad sein zu können, müssen sie auch eine neue Schule besuchen. Der Start dort läuft allerdings nicht ganz glatt. Die Schwestern gehen nun nämlich in unterschiedliche Klassen, müssen den Schultag jetzt ohne die sichere Unterstützung der Schwester bestreiten. Gar nicht so einfach, zumal die beiden in der Pubertät stecken und ihre Gefühle immer öfter verrückt spielen….

Bei dem Buch handelt es sich um eine Graphic Novel. Die Handlung entwickelt sich hauptsächlich über die Bilder weiter. Die Illustrationen sind in gedeckten, blassen Farben gehalten: blaut, rot-braun, lila und grau. Was die Zeichnungen grundsätzlich erzählen sollen, ist meist klar zu erkennen. Meine Tochter und ich hatten allerdings Schwierigkeiten, die einzelnen Personen voneinander zu unterscheiden. Die Figuren sehen sich recht ähnlich, erst recht natürlich die Zwillinge. Nur teilweise, aber nicht durchgehend werden die Schwester in verschiedenen Farben dargestellt. Die Sprechblasen und Aussagen den Charakteren zuzuordnen, war für mich auch nicht immer leicht.
Alle kurzen Texte sind prägnant, verständlich und witzig formuliert. Die Sprache ist der Zielgruppe angepasst, wirkt authentisch. Auch Kinder, die nicht gerne lesen, werden von dem Buch bestimmt angesprochen. Das ausgewogene Text-Bild-Verhältnis und die kurzen Texte überfordern sie nicht. Das Buch richtet sich an Kinder ab zehn, elf Jahren.

Tegan und Sara hatten immer ein sehr enges, harmonisches Verhältnis zueinander, sie kennen sich in und auswendig. Doch dann werden sie in der neuen Schule voneinander getrennt. Plötzlich besuchen sie verschiedene Klassen, haben mit unterschiedlichen Menschen zu tun, machen individuelle Erfahrungen. Sie müssen damit klar kommen, dass ihr Alltag eben nicht mehr identisch ist, sie sich nun unterschiedlich entwickeln. Ausgerechnet jetzt haben beide auch noch mit der Pubertät und den aufkommenden Hormonen zu kämpfen. Die Beziehung der Schwestern, die vielen starken Gefühle, ihre Konflikte werden sehr realistisch dargestellt. In die beiden Mädchen können sich Leserinnen sicher gut hineinversetzen.

Einfühlsam, motivierend und optisch ansprechend erzählt das Buch, mit welchen Herausforderungen Tegan und Sara als Neue an der Schule konfrontiert werden. Sie haben mit großen Emotionen, Unsicherheiten, Konkurrenz, körperlicher Veränderung, Entfremdung, erster Liebe, Eifersucht, sexueller Identität, Hormonen, schlicht dem Erwachsenwerden zu kämpfen. Ganz schön stressig das Leben an der Junior High! Ob die Schwestern am Ende wieder zueinander finden?
Ich lese eher selten Graphic Novels. Vermutlich ist das der Grund, warum ich auch Probleme hatte, die Figuren voneinander zu unterscheiden und die Sprechblasen sicher zuzuordnen. Dennoch fasst der Comic für mich treffend und sensibel zusammen, wie Zwillinge die Pubertät erleben. Ein Buch aber nicht nur für Zwillinge. Auch für Comicfans im Alter der Hauptfiguren, die sich manchmal unwohl in ihrer Haut fühlen, ist „Tegan und Sara Junior High“ sicher eine lohnenswerte, interessante Lektüre.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

In Samis und Carlottas Leben ist allerhand los - bunter Tipp- und Suchspaß für die Kleinen

tiptoi® Mein Wimmelbuch
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Langweilig wird es in der neuesten Tiptoi- Wimmelbuch-Version „Mein Wimmelbuch“ auf keinen Fall. Auf den sieben Doppelseiten ist immer was los und die Freunde Sami und Carlotta stecken stets mittendrin ...

Langweilig wird es in der neuesten Tiptoi- Wimmelbuch-Version „Mein Wimmelbuch“ auf keinen Fall. Auf den sieben Doppelseiten ist immer was los und die Freunde Sami und Carlotta stecken stets mittendrin im Geschehen. Die kleinen Leser begleiten die beiden Kinder in die Stadt, in den Kindergarten, in den Wald, ins Schwimmbad, in den Park, auf den Bahnhof und auf das Stadtfest.

Intuitiv erfassen Kinder in der Regel sofort, wie das Prinzip funktioniert. Tiptoi-Neulinge können nach dem Anmelden aber dennoch eine genaue Einführung erhalten, wenn sie das Anmeldezeichen erneut antippen. Ansonsten läuft es wie bei allen anderen Tiptoiprodukten auch: Man braucht nach dem Anmelden mit dem Stift nur die einzelnen Figuren, Tiere oder Gegenstände anzuwählen. Manche Figuren beginnen daraufhin zu sprechen oder zu singen, teilweise ertönen Geräusche oder Musik. Auf der rechten unteren Seite findet sich eine Leiste mit verschiedenen Symbolen zum Antippen. Hier kann man sich über das Notenmotiv Lieder passend zu der Szene auf dem Bild anhören. Tippt man das orangene Würfelsymbol an, stehen verschiedene Suchspiele zur Auswahl, bei dem mit dem Tiptoi-Stift bestimmte Motive auf der Seite berührt werden müssen. Über den Pfeil lässt sich das Gehörte noch einmal anhören, wenn man etwas nicht genau verstanden hat. Spiele lassen sich jederzeit über das Türsymbol beenden.
Auf jeder Doppelseite wird in kurzen Sätzen beschrieben, was auf der Seite passiert. Die Texte und die Aussagen der Personen sind für Kinder gut verständlich formuliert.
Für die Zielgruppe ansprechend, bunt und lebendig gestaltet sind die Bilder, sie wirken nicht statisch, sondern „bewegt“. Die abgebildeten Personen haben meist freundliche, offene Gesichtsausdrücke, die Tiere sehen niedlich aus.
Das Buch richtet sich nach Angaben des Verlags an Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren, aber auch ältere Kinder werden garantiert noch Spaß daran haben, die einzelnen Seiten zu erkunden.

Die Kindergartenkinder Sami und Carlotta sind auf jeder Seite zu finden, aber auch andere Figuren wie Oma Luise oder Erzieher Jonas sind auf mehreren Seiten abgebildet. Dass man verschiedene Personen immer wieder entdeckt, gefällt mir. Jede Person erzählt ihre eigene Geschichte, so können sich die Kinder beim wiederholten Anschauen auf immer wieder neue Charaktere konzentrieren.
Insgesamt sind die abgebildeten Personen doch deutlich diverser als in der früheren Version des Tiptoi-Wimmelbuches. Da tummeln sich viele Menschen mit dunkler Hautfarbe, Personen im Rollstuhl, Sehbehinderte, Schwangere oder auch gleichgeschlechtliche Paare. Kleidungsstile, Frisuren und Bartracht sind teilweise recht ausgefallen, Tätowierungen hingegen findet man bei keiner Figur. Auch Personen mit asiatischer Herkunft wirken nicht mit.

Auf den einzelnen Seiten gibt es viel zu sehen. Dass bestimmte Personen wie Sami, Gegenstände wie der Spielzeugbagger Barnabas oder Tiere wie der freche Kater Kilian auf jedem Bild zu finden sind, erfordert genaues Hinschauen und erhöht den Suchspaß.
Mein Sohn hat sich darüber gefreut, dass nach dem Anmelden sofort lustige Musik ertönt.
Auch die verschiedenen Spiele sind motivierend, fördern exaktes Zuhören und Konzentration und haben einen angemessenen Schwierigkeitsgrad.
Insgesamt könnte für mich auf den Bildern jedoch noch viel mehr passieren. In einem klassischen Wimmelbuch geht es nach meinem Geschmack noch deutlich wuseliger zu. So haben Kinder mit Ausdauer die Seiten doch recht schnell„durchgetippt“. Die Lieder, in früheren Büchern der Serie echte Highlights, haben mich hier leider nicht hundertprozentig überzeugt. Gerade das Lied auf der Stadtseite wirkt auf mich doch etwas lieblos „zusammengeschustert“, es eignet sich nicht zum Mitsingen.
Auch wenn es gerade unter den älteren Bänden der Reihe noch vielfältigere, abwechslungsreichere Bücher mit mehr Inhalt und Geräuschen gibt, werden sich kleine Tip-toi-Fans mit diesem unterhaltsamen, bunten, abwechslungsreichen und anregenden Mitmachbuch sicher auch gerne beschäftigen. Nicht der beste Band der Serie, aber dennoch sein Geld wert.

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