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Veröffentlicht am 28.02.2025

Mordlust

How To Kill a Guy in Ten Ways
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„How To Kill a Guy in Ten Ways“ von Eve Kellman ist eine düstere Abrechnung mit der Männerwelt, in der die Hauptfigur gnadenlos ihre Mission durchzieht.
Die 29-jährige Millie Masters lebt scheinbar unauffällig ...

„How To Kill a Guy in Ten Ways“ von Eve Kellman ist eine düstere Abrechnung mit der Männerwelt, in der die Hauptfigur gnadenlos ihre Mission durchzieht.
Die 29-jährige Millie Masters lebt scheinbar unauffällig in ihrem kleinen Reihenhaus, hat einen langweiligen Job und trifft sich regelmäßig mit ihren Feindinnen im Pub. Doch in den Nächten betreibt Millie die Hilfe-Hotline Message M, an die sich jede Frau wenden kann, wenn sie von Männern belästigt wird, Angst bekommt oder anderweitig Hilfe braucht. Nachdem Millies Schwester vor einigen Monaten in der Silvesternacht vergewaltigt wurde und daran Stück für Stück zerbricht, will Millie andere vor diesem Schicksal bewahren. Aber bald reicht ihr dies nicht mehr aus, denn sie will unbedingt den Täter aufspüren und sich stellvertretend für Katie rächen. Und was harmlos beginnt, eskaliert schnell zu einem blutigen Rachefeldzug.

Ich gebe zu, dass ich aufgrund des Klappentextes und des Covers völlig andere Erwartungen an das Buch hatte. Alles sieht nach einer schwarzhumorigen Story aus, die sich nicht ganz ernst nimmt und eher witzig ist. Ich spoilere mal, das ist sie nicht. Das bedeutet keinesfalls, dass mir das Buch nicht gefallen hätte, aber es ist einfach sehr viel ernster, tragischer und düsterer, als erwartet.
Eve Kellman hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und die gesamte Handlung wird aus Millies Perspektive erzählt. Bei ihr handelt es sich um eine typische englische Endzwanzigerin und das Setting und die Atmosphäre sind sehr authentisch. Aber Millie ist eben auch völlig anders, was sich erst nach und nach herauskristallisiert.
Millie ist definitiv eine streitbare Hauptfigur, deren Charaktere schon nicht mehr morally grey, sondern eher anthrazit aussieht. Ihre negative und oft bösartige Grundstimmung zieht einen manchmal beim Lesen runter, aber andererseits kann man ihre Beweggründe und ihre Einstellung hundertprozentig nachvollziehen, wenn man die grausamen Hintergründe erfährt. Ihr Blutrausch steigert sich immer weiter und man kann dabei zuschauen, wie auch die letzten moralischen Grenzen verschwinden. Das ist nicht immer schön, aber trotzdem fiebert man seltsamerweise mit Millie mit. Sie ist eine tragische Figur, die einerseits wenig Sympathien weckt und trotzdem an die Nieren geht. Die Twists und vor allem die Auflösung sind sehr gut gemacht, auch wenn ein wenig mehr Humor schön gewesen wäre. Wiederum ist an Millies eigener Geschichte überhaupt nichts witzig, so dass Humor hier vielleicht deplatziert wäre.

Mein Fazit:
Anders als erwartet, aber trotzdem gut. Von mit gibt es vier Sterne!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2025

Guter Abschluss

Boss Game
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„Boss Game“ von Velvet Scott ist der vierte und finale Band der unterhaltsamen Sports Romance Reihe um das Team der Las Vegas Legends.
Paxton Knight ist der angehende Boss der Las Vegas Legends, auch wenn ...

„Boss Game“ von Velvet Scott ist der vierte und finale Band der unterhaltsamen Sports Romance Reihe um das Team der Las Vegas Legends.
Paxton Knight ist der angehende Boss der Las Vegas Legends, auch wenn ihm sein Vater ständig über die Schulter blickt und kontrolliert. Nur widerwillig reist er nach Las Vegas um wichtige Sponsoren-Deals abzuschließen, doch sein Aufenthalt wird von einem unvergesslichen One-Night-Stand versüßt. Paxton kann diese Nacht einfach nicht vergessen und ist umso überraschter, als die gleiche Frau plötzlich in seinem Büro auftaucht. Offensichtlich haben beide falsche Namen benutzt, denn es handelt sich bei ihr um Cleo Vanderbroek, die mit ihrer Firma den Hauptsponsor des Teams vertritt. Auch Cleo ist entsetzt, aber sie will sich trotz der unbestreitbaren Anziehung nicht von ihren geschäftlichen Plänen abhalten lassen. Leider spielt da Paxton nicht mit.

Diesmal steht nicht einer der Spieler im Mittelpunkt, sondern es geht im Abschlussband um den eigentlich knallharten und stets professionellen Boss höchstselbst. Velvet Scott hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und zwischen Cleo und Paxton sprühen unübersehbar die Funken. Die Footballmannschaft der Las Vegas Legends sind das verbindende Thema dieser Sport Romance Reihe, in der jedes Buch von einer anderen Autorin beigesteuert wird. Dadurch bekommt jede Lovestory ihre ganz eigene Note, was mir sehr gefällt.
Cleo ist eine toughe und unabhängige Geschäftsfrau, die eigentlich weiß, was sie will. Doch Paxton bringt sie aus komplett ihrer gewohnten Ruhe und reizt sie bei jeder ihrer Begegnungen.
Paxton kann und will Cleo nicht einfach gehenlassen, obwohl das überhaupt nicht seinem üblichen Verhalten entspricht. Beide agieren auf Augenhöhe und gerade deshalb ist ihre Dynamik so mitreißend.
Der Abschluss ist der Autorin gut gelungen und damit wird diese Reihe perfekt abgerundet. Man kann die Bücher aber auch unabhängig voneinander lesen und einfach die glitzernde Atmosphäre von Vegas genießen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Starlight

The Stars are Dying
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„The Stars are Dying“ von Chloe C. Peñaranda ist der durchaus gelungene Auftakt ihrer Nytefall Trilogie.
Als Astraea vor fünf Jahren gefunden wurde, fehlten ihr sämtliche Erinnerungen. Ihre Erfahrungen ...

„The Stars are Dying“ von Chloe C. Peñaranda ist der durchaus gelungene Auftakt ihrer Nytefall Trilogie.
Als Astraea vor fünf Jahren gefunden wurde, fehlten ihr sämtliche Erinnerungen. Ihre Erfahrungen begannen für sie erst ab diesem Zeitpunkt, doch da sie von ihrem Beschützer in einer Art Goldenem Käfig abgeschirmt wurde, sind dies nicht wirklich viele. Kleine geheime Fluchten sind ihre größte Freude und bei einem dieser Ausflüge trifft sie auf den geheimnisvollen Nyte. Nyte sucht offensichtlich immer wieder Astraeas Nähe, aber der düstere und mächtige Vampir verbirgt seine eigentlichen Motive sehr gut. Astraea lässt sich trotzdem auf einen Handel mit ihm ein, denn sie will ihr Königreich bei den tödlichen Prüfungen des Libertatem vertreten und für die nächsten hundert Jahre von der Schreckensherrschaft der Vampire befreien. Dabei ahnt sie noch nicht, auf was sie sich eingelassen hat.

Das wunderschöne Cover und der Farbschnitt sind ein klares Highlight und auch die Beschreibung klang auf jeden Fall vielversprechend. Die Autorin hat eine düstere und geheimnisvolle Welt erschaffen, die voller Magie und tödlicher Fallstricke ist. Das Worldbuilding ist aber bis zum Schluss nicht ganz durchschaubar, so dass das Mitfiebern manchmal schwierig ist. Vielleicht geht es in den Fortsetzungen noch weiter in die Tiefe, so dass ich mal optimistisch bin.
Astraea ist eine nicht ganz einfache Heldin, denn obwohl sie auf den ersten Seiten noch einen toughen und cleveren Eindruck macht, hatte ich die meiste Zeit der Handlung das Gefühl, dass sie überhaupt nicht weiß, was sie tut. Zum Teil hat dies sicher auch mit ihren Umständen zu tun, die ich hier nicht spoilern will, aber trotzdem hatte ich oft ein Fragezeichen über dem Kopf und musste die Augen verdrehen.
Nyte ist der mysteriöse und dunkle Bad Boy, der definitiv Gefahr ausstrahlt und von dem sich Astraea doch keine Sekunde fernhalten kann. Er ist der Champion in verschwurbelten Antworten und Andeutungen, was mich irgendwann genervt hat. Die gegenseitige Anziehung ist trotzdem immer spürbar, auch wenn das permanente Ja-Nein-Spiel vielleicht nicht so präsent sein hätte müssen.
Die Story ist komplex aufgebaut und hat auf jeden Fall viel Potenzial. Ich gebe zu, dass sich der Auftakt stellenweise etwas zieht und erst gegen Ende rasanter und spannender wird. Ich bin trotz der kleinen Schwächen sehr gespannt, wie es mit Astraea und Nyte weitergehen wird, denn beide Charaktere haben noch jede Menge Raum, sich zu entwickeln.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Geheimer Crush

Heart Game
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„Heart Game“ von Ella Gold ist der zweite Band der Football Romance Reihe Las Vegas Legends, für die sich mehrere Autorinnen zusammengetan haben.
Seit ihrer Kindheit ist Adria in den besten Freund ihres ...

„Heart Game“ von Ella Gold ist der zweite Band der Football Romance Reihe Las Vegas Legends, für die sich mehrere Autorinnen zusammengetan haben.
Seit ihrer Kindheit ist Adria in den besten Freund ihres älteren Bruders Ryder verliebt und mit den Jahren ist dies immer schlimmer geworden. Reece ist dreizehn Jahre älter und inzwischen der Mannschaftsarzt der Las Vegas Legends. Mit neunzehn Jahren gestand ihm Adria volltrunken ihre Gefühle, doch seitdem hat sich an ihrem freundschaftlichen Verhältnis nicht wirklich etwas geändert. Als Adria jedoch von Reece aus einer gefährlichen Situation gerettet wird, will sie nicht länger warten. An ihrem Geburtstag, nur einen Tag später, wünscht sie sich eine Nacht mit Reece. Und diesmal fällt es ihm ziemlich schwer, Adria zu widerstehen.

Man kann die Bücher dieser Reihe problemlos unabhängig voneinander lesen und benötigt keine Vorkenntnisse. Jede Autorin hat ihren eigenen Stil und doch ist der übergreifende Zusammenhang der Las Vegas Legends spürbar. Ella Gold hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, der den Einstieg einfach macht. Beide Hauptfiguren erzählen aus ihren jeweiligen Perspektiven, so dass man gerade den Altersunterschied durchaus bemerkt.
Adrias Crush ist für mich nachvollziehbar, aber ich konnte ihr Verhalten bei ihrem neunzehnjährigen Ich besser nachempfinden, als fast fünf Jahre später. Sie wirkt mit 24 noch nicht unbedingt erwachsen, was manchmal seltsam war. Ihre Gefühle für Reece sind teilweise schon obsessiv und stalkermäßig, und ihr gesamtes Leben scheint sich um ihn und seine Nähe zu drehen.
Reece ist an einem völlig anderen Punkt in seinem Leben, aber offensichtlich hat auch er heimliche Gefühle für Adria. Ich kann verstehen, dass er seine Freundschaft zu Ryder nicht riskieren will, doch natürlich kommt es, wie es kommen soll.
Die Story hat ernste Momente, aber sie ist auch unterhaltsam und spicy. Für zwischendurch perfekt geeignet.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Aberglaube

Something Old, Someone New
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„Something Old, Someone New“ von Jessie Rosen ist eine Mischung aus Lovestory und Selbstfindungs-Trip mit einer vom Aberglauben beherrschten Heldin.
Für Shea Anderson ist der romantische Heiratsantrag ...

„Something Old, Someone New“ von Jessie Rosen ist eine Mischung aus Lovestory und Selbstfindungs-Trip mit einer vom Aberglauben beherrschten Heldin.
Für Shea Anderson ist der romantische Heiratsantrag von ihrem Freund John kein glücklicher Augenblick, sondern der größte Albtraum. Entgegen ihren deutlich geäußerten Wünschen, hat John einen Vintage-Verlobungsring gewählt, der dank Sheas ausgeprägtem Aberglauben für ihre Ehe nur Unglück bedeuten kann. Schon ihre Nonna hat Shea gewarnt und bevor sie völlig verzweifelt, fasst sie einen abenteuerlichen Plan. Shea macht sich auf die Suche nach den Vorbesitzerinnen des Rings, denn vielleicht hatten diese ja glückliche Beziehungen und das Karma meint es gar nicht schlecht mit ihr. Ihre Stationen führen sie nach Italien, Portugal und schließlich Boston, wo Shea ihre vorgefassten Meinungen über Liebe und Ehe überdenken muss. Begleitet wird sie dabei von dem attraktiven und zynischen Journalisten Graham, der ihre Gefühle zusätzlich durcheinanderbringt.

Der Schreibstil von Jessie Rosen liest sich leicht und flüssig und die Handlung wird komplett aus der Perspektive von Hauptfigur Shea erzählt. Ihre Entwicklung steht eindeutig im Vordergrund, denn sie ist es, die ihren eigenen Weg für die Liebe finden muss.
Ich gebe zu, dass ich mich mit ihrem strengen und absoluten Aberglauben nicht ganz anfreunden konnte, auch wenn manche Argumente tatsächlich irgendwie nachvollziehbar waren. Sheas Besessenheit von der Geschichte des Rings lässt sie ihr eigenes Glück hinterfragen und hat etwas von Selbstsabotage.
Der Roadtrip durch mehrere Länder hat aufgrund des tollen Settings durchaus etwas für sich, doch er wirkt auch ein wenig gehetzt. Ich mochte Sheas Schwester, die in diesem Chaos oft die Stimme der Vernunft ist, wenn sich Shea in ihrer obsessiven Besessenheit verrennt. Natürlich spielt auch Sheas eigene Familiengeschichte in diesen inneren Konflikt mit hinein, doch es dauert, bis Shea dies wirklich erkennen kann.
Die Story ist unterhaltsam, humorvoll und berührend, auch wenn ich mit Shea nicht hundertprozentig warmgeworden bin. Trotzdem lohnt sich diese Reise und man darf gespannt sein, welche Geheimnisse und Erkenntnisse der Ring letztendlich in sich trägt.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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