Cover-Bild Anders
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9,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 01.02.2017
  • ISBN: 9783551315663
Andreas Steinhöfel

Anders

Was passiert mit der eigenen Identität, wenn jegliche Erinnerung an sich selbst verloren geht?
Felix, das heißt der Glückliche! Um seinem Sohn zu dessen elften Geburtstag Glück zu wünschen, befestigt der Vater zwei Deko-Einsen an der Decke. Pech für Felix: Eine davon fällt ihm auf den Kopf. Er taumelt hinaus – und gerät seiner Mutter vors Auto. Als er nach 263 Tagen aus dem Koma erwacht, ist er – anders. Und will ab sofort auch so genannt werden. Als Anders hat Felix neue Eigenschaften. Er fühlt sich nicht mehr als die Person, die er vor dem Unfall war – kein Wunder, denn er erinnert sich auch nicht daran, wie es vorher war. Und es gibt einen Menschen, der alles dafür tun würde, dass das auch so bleibt. Während Anders versucht, sein früheres Leben zu rekonstruieren und seine Identität neu zu definieren, findet er Freunde, die ihm helfen, seinen Platz in der Welt wiederzufinden.

"Anders" ist ein tiefgründiger und berührender Jugendroman, der zum Nachdenken anregt und die Frage stellt, inwieweit ein Mensch durch seine Erfahrungen und Erinnerungen definiert wird. 

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Tolles Buch.

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Nach 263 Tagen erwacht Felix wieder aus dem Koma. An seinem 11 Geburtstag gabs einen schrecklichen Unfall und deshalb lag er so lange im Koma. Jetzt erlebt er alles neu und nennt sich Anders. Er erkennt ...

Nach 263 Tagen erwacht Felix wieder aus dem Koma. An seinem 11 Geburtstag gabs einen schrecklichen Unfall und deshalb lag er so lange im Koma. Jetzt erlebt er alles neu und nennt sich Anders. Er erkennt vieles nicht mehr, aber sein Feingefühl ist jetzt viel ausgepräger. Auch kann er in seine Mitmneschen quasi hinein sehen und sieht und riecht ihre Gefühle. Nicht jeder versteht das und Anders muss mit Anfeindungen kämpfen und auch mit etwas aus seiner Vergangenheit, dass er so nicht mehr weiß, das aber immer näher kommt und das ihn wieder einholt und dann ist da die Sache unter Wasser... Andreas Steinhöfel ist einer der Besten Deutschen Autoren und fasziniert mit seiner Vielschichtigkeit und seiner großartigen Erzählgabe. Er schaut in die jungen Menschen hinein und füllt seine Figuren mit ganz viel Leben. Anders hat mich gepackt, fasziniert, zum nachdenken angeregt und das Buch ist einfach nicht in eine Schublade zu stecken, das finde ich wunderbar! Es ist eine Suche, nach sich selbst, der Wahrheit, dem Ursprung und des Wirklichen. Spannend, märchenhaft und voll pulsierendem Leben!

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Veröffentlicht am 18.11.2025

✎ Andreas Steinhöfel - Anders

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„Anders“ lag neulich im Tauchregal und da der Klappentext interessant klang, nahm ich es für eine kurze Lektüre zwischendurch mit.

Die Lektüre zog sich jedoch deutlich länger als erwartet, weil Steinhöfel ...

„Anders“ lag neulich im Tauchregal und da der Klappentext interessant klang, nahm ich es für eine kurze Lektüre zwischendurch mit.

Die Lektüre zog sich jedoch deutlich länger als erwartet, weil Steinhöfel den Stoff mit einem breiten Erzählfluss und permanenten Blickwechseln versieht. Der Text verlangt hohe Konzentration, nicht zuletzt wegen überladener Satzkonstruktionen - teilweise geht ein Satz über 9 Zeilen -, die das Erfassen des Handlungsverlaufs bremsten. Ich empfand die Form als unnötig verschachtelt und dadurch distanziert.

Der Roman bündelt eine Vielzahl an Motiven, setzt sie aber oft nur an und lässt sie ohne vertiefte Bearbeitung stehen. Das Ergebnis: thematische Überladung ohne nachhaltigen Erkenntnisgewinn. Somit erzeugt der Text zwar Impulse, doch die Menge der Denkanstöße überfordert bereits mich als Erwachsene. Für die angegebene Zielgruppe wirkt das ambitioniert.

Die letzten Kapitel eskalieren in eine Härte, die für junge Lesende grenzwertig ist. Einzelne Szenen sind so drastisch, dass sie sensiblere Kinder klar überfordern können. Dieser Kontrast verstärkt die Diskrepanz zwischen vermarktetem Anspruch und tatsächlicher Wirkung.

Unterm Strich blieb die Lektüre für mich unbefriedigend. Der Klappentext suggeriert einen anderen Schwerpunkt, während die tatsächliche Geschichte sich stärker auf Identitätsfragen, Wahrnehmung und familiäre Spannungen stützt.

Dass das Buch im Unterricht eingesetzt wird, erklärt sich durch seine Interpretierbarkeit. Die Vielzahl offener Fäden liefert Stoff für analytisches Arbeiten, weniger für ein stimmiges Leseerlebnis. Damit erfüllt „Anders“ für mich eher eine schulische als eine erzählerische Funktion.

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