Cover-Bild Das M-Wort
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale und ethische Themen
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 16.08.2025
  • ISBN: 9783608124729
Anne Rabe

Das M-Wort

Ein Essay über Moral | Platz 3 Sachbuchbestenliste Die Zeit, Deutschlandfunk und ZDF
Können wir uns eine Welt ohne Moral überhaupt leisten?
In einer Zeit, in der Moral im gesellschaftspolitischen Diskurs bereits zum Unwort verkommen scheint, stellt Anne Rabe die entscheidende Frage: Können wir uns eine Welt ohne »M-Wort«, ohne Moral leisten? Anhand konkreter Beispiele – wie dem Umgang mit Armut, Migrations- und Klimapolitik, steigender Radikalisierung – beleuchtet sie auf persönliche Weise die gefährlichen Folgen der Verächtlichmachung von Moral in Deutschland.
Im Januar 2025 erlebt Deutschland einen Tabubruch: Zum ersten Mal seit Gründung der Bunderepublik sind es Rechtsextreme, die in einer Abstimmung im Bundestag für die entscheidende Mehrheit sorgen. Das ist nur der vorläufige Höhepunkt einer schon lange zu beobachtenden Verschiebung im politischen Diskurs. Die neuen Weichenstellungen des 21. Jahrhunderts haben die Demokratien weltweit unter Druck gesetzt. Autokratien und Imperialismus sind wieder auf dem Vormarsch. Moralische Beweggründe sind nicht mehr an oberster Stelle der Tagesordnung. Welch verführerischer Sog darin liegt, kann man überall dort beobachten, wo auch Demokraten ihm nachgeben. Erhellend erläutert Anne Rabe, wie Moral schrittweise aus dem gesellschaftspolitischen Diskurs verdrängt wird, warum dies so bedrohlich ist und wie moralisches Denken und Handeln Teil der Problemlösungen unserer Zeit sein kann. Eine brillante Analyse, die in einer pessimistisch stimmenden Weltlage Anlass zur Hoffnung gibt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2025

Ein Plädoyer für die Moral

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In ihrem Buch beschäftigt sich Anne Rabe mit dem M-Wort, das langsam aus dem Wortschatz vieler Menschen verschwindet. Es ist die Moral, die sich in den letzten Jahren still und leise zu verabschieden scheint. ...

In ihrem Buch beschäftigt sich Anne Rabe mit dem M-Wort, das langsam aus dem Wortschatz vieler Menschen verschwindet. Es ist die Moral, die sich in den letzten Jahren still und leise zu verabschieden scheint.

An Hand von zahlreichen griffigen und aktuellen Beispielen zeigt sie auf, dass viele Menschen keinen Genierer mehr haben, und sich zum Beispiel aus allgemeinen Kassen bedienen, Steuern hinterziehen - ein Kavaliersdelikt oder zu Unrecht Sozialleistungen kassieren. Doch aus dem politischen Diskurs ist die Moral abhanden gekommen. Moralische Bedenken bei Regierenden nehmen ab, Autokraten und Diktatoren in erschreckendem Ausmaß zu.

Diejenigen, die moralisches Denken einfordern, werden häufig verächtlich gemacht.

Fazit:

Dieses Buch, das einen eindringlichen Appell an alle jene richtet, die es nicht zulassen wollen, das das M-Wort in Vergessenheit gerät, kommt gerade zur rechten Zeit. Gerne gebe ich diesem Buch 4 Sterne.

Veröffentlicht am 02.09.2025

Gute Ansätze, teilweise aber zu oberflächlich

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Die Autorin hat mit "Das M-Wort. Gegen die Verachtung der Moral" ein Essay abgeliefert, in dem sie uns daran erinnern möchte, dass Moral ein wichtiger Baustein des menschlichen Zusammenlebens bildet.

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Die Autorin hat mit "Das M-Wort. Gegen die Verachtung der Moral" ein Essay abgeliefert, in dem sie uns daran erinnern möchte, dass Moral ein wichtiger Baustein des menschlichen Zusammenlebens bildet.

In Zeiten, in denen Moral scheinbar immer mehr zu einem Schimpfwort abgewertet wird, liefert Anne Rabe mit ihrem Essay einen durchaus wichtigen Beitrag ab.

Ich mag, dass sie auf eigene Erfahrungen zurückgreift und ich mag, dass sie nicht so tut, als schriebe sie wertneutral. Sie schreibt nicht neutral und in Bezug auf die Thematik ist es meiner Meinung nach auch folgerichtig, dass sie Position bezieht.

Tatsächlich stimme ich ihr auch in vielen Punkten zu. Allerdings blieben ihre Ausführungen am Ende hinter meinen Erwartungen zurück. Denn Anne Rabe fokussiert sich stark auf das, was ihrer Ansicht nach falsch läuft, stellt dem aber nur vereinzelt gegenüber, was mit (mehr) moralischem Handeln besser wäre.
Dadurch steht die Empörung über Fehlentwicklungen im Vordergrund, nicht aber das, was der Titel des Buches zumindest mir suggeriert hat: Gründe zu benennen, weshalb Moral gut und wichtig ist, also die positiven Effekte gelebter Moral.

Es gibt immer wieder Momente, in denen durchscheint, was das Buch bzw. die Autorin hätte abliefern können, wäre der Text etwas ausführlicher geworden. In der Summe blieb mir aber alles zu oberflächlich.

Sicher: Wer Moral nicht als Schimpfwort empfindet, sondern als lohnenswertes Konstrukt für ein gesundes Miteinander, der wird während des Lesens wie ich alles in allem viel Zustimmung empfinden, aber ein echtes Plädoyer für die Moral (das im besten Fall sogar einige SkeptikerInnen zumindest zum Nachdenken anregte) ist "Das M-Wort. Gegen die Verachtung der Moral" leider nicht geworden.

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