Cover-Bild Nur ein kurzer Sommer
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Ersterscheinung: 12.02.2025
  • ISBN: 9783734932120
Astrid Lehmann

Nur ein kurzer Sommer

Roman
Bretagne, Juni 1940. Deutsche Panzer rollen durch die Küstenstadt Vannes. Im Chaos der Invasion liegt die junge Anne-Marie in den Wehen und droht, bei der Geburt ihres Kindes zu sterben. Im Gefolge der Wehrmacht ist der frisch ausgebildete Arzt Helmut. Er rettet der jungen Mutter das Leben und im bretonischen Sommer kommen die beiden sich näher.
Zur gleichen Zeit lebt der sechsjährige Emil mit seiner Familie auf einem abgelegenen Bauernhof im Nordschwarzwald fernab vom Krieg. Anne-Marie, Helmut und Emil, vom Schicksal verbunden, ahnen nicht, wie zerbrechlich ihr Glück ist …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2025

Eine Lebensgeschichte, ergreifend und dramatisch

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Inspiriert von den Aufzeichnungen ihres Vaters und den Schilderungen ihrer Mutter, hat Astrid Lehmann die Geschichte ihrer Großeltern und Eltern zu Papier gebracht.
Im Jahr 1940 wird die bretonische Küstenstadt ...

Inspiriert von den Aufzeichnungen ihres Vaters und den Schilderungen ihrer Mutter, hat Astrid Lehmann die Geschichte ihrer Großeltern und Eltern zu Papier gebracht.
Im Jahr 1940 wird die bretonische Küstenstadt Vannes von den Deutschen besetzt. Genau zu dieser Zeit liegt die junge Anne-Marie in den Wehen und es scheint, dass sie die Geburt nicht überleben wird. Da kommt ihr gerade noch rechtzeitig der Wehrmachtarzt Helmut zu Hilfe und rettet Mutter und Kind das Leben. Im Laufe des Sommers kommen sich Anne-Marie und Helmut näher.
Abgelegen auf einer Waldlichtung lebt der 6jährige Emil mit seinen Eltern auf einem Bauernhof im Schwarzwald. Hier ist der Krieg weit entfernt. Er hilft seiner Mutter auf dem Hof und steht seinem blinden Vater zur Seite.
Erzählt wird dieser fesselnde Roman aus der Perspektive der verschiedenen Protagonisten. Dadurch erhielt ich eine breite Sichtweise und konnte mich in die Handlungen und Gedankengänge sehr gut hineinversetzen, zumal die einzelnen Charaktere vielschichtig von der Autorin angelegt und ausgearbeitet wurden. Deren Schicksale sind sehr gut nachvollziehbar und ergreifend. Die Wendungen der Geschichte sind nicht vorhersehbar, wodurch die Spannung immer mehr steigt. Einmal angefangen, konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Ich habe das Buch auf einen Rutsch regelrecht verschlungen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Kapitel sind relativ kurz, was mir auch sehr gut gefallen hat.
Freunden historischer Romane kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Große Gefühle in dunkler Zeit

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Die Autorin erzählt mit dieser Liebesgeschichte ihre Familiengeschichte, wenn auch teilweise fiktive Elemente einfließen. Anne-Marie liegt in den Wehen in einem französischen Kloster. Dieses wird im Krieg ...

Die Autorin erzählt mit dieser Liebesgeschichte ihre Familiengeschichte, wenn auch teilweise fiktive Elemente einfließen. Anne-Marie liegt in den Wehen in einem französischen Kloster. Dieses wird im Krieg als Krankenhaus genutzt. Die Deutschen marschieren in den Ort ein und der junge Arzt Helmut hilft ihr bei ihrer lebensbedrohlichen Geburt. Anne-Marie kann einige Zeit im Krankenhaus bleiben, da diesem Helmut als leitender Arzt zugeteilt wird. Beide kommen sich in der Folgezeit näher, obwohl eine Beziehung in der Besatzungszeit zwischen einem Deutschen und einer Französin nicht in Betracht kam und deshalb schwierig war.

Die Geschichte wird sehr schön und flüssig erzählt. Die Autorin versteht es einen in diese Kriegswirren ins besetzte Frankreich mitzunehmen und entspinnt die Geschichte in zwei Handlungssträngen, einem in Frankreich und einem in Deutschland. In einem weiteren Handlungsstrang wird nämlich die Geschichte von Emil erzählt. Er ist der noch kleine Bruder von Helmut und seine Eltern bewirtschaften einen größeren ziemlich einsam gelegenen Hof in Deutschland. Sein Vater ist kriegsversehrt und die Mutter ist dabei viel alleingestellt. Da jeweils aus der Sicht von Anne-Marie, Helmut, Emil und auch der Mutter Laura erzählt wird, kann den Gedanken der Personen aus Ihrer Sicht sehr gut gefolgt werden. Das macht die Zeit und die Handlungsorte sehr lebendig. Den Erzählstrang von Emil und seinen Eltern konnte ich mir zunächst nicht erklären, da dieser unvermittelt einsetzte. Erst etwas später stellte sich heraus, dass Emil Helmut‘s Bruder ist. Dennoch habe ich mir lange die Frage gestellt, warum auch von Emil und seinen Eltern soviel erzählt wird. Dieses ergab erst einige Zeit vor dem Zusammenführen beider Handlungsstränge für mich dann einen Sinn. Ab diesem Zeitpunkt hat die Geschichte auch nochmals weiter Fahrt aufgenommen und mich zudem auch sehr berührt. Leider war der letzte Teil dann für mich ein wenig kurz. Hier hätte ich mir eine intensivere und detailliertere Weitererzählung der Geschichte gewünscht. Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Wer gerne eine schöne und gefühlvolle Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund lesen möchte, ist hier genau richtig. Sehr gerne empfehle den Roman weiter.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Ergreifend

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Was für eine ergreifende Geschichte.
Eigentlich haben wir hier zwei Geschichten in Einer. Zum einen ist da die große Liebe zwischen dem deutschen Arzt Helmut und der jungen französischen Mutter Anne Marie. ...

Was für eine ergreifende Geschichte.
Eigentlich haben wir hier zwei Geschichten in Einer. Zum einen ist da die große Liebe zwischen dem deutschen Arzt Helmut und der jungen französischen Mutter Anne Marie. Eine Liebe die nicht sein darf, denn sie findet mitten im zweiten Weltkrieg statt. Diese Liebe ist wunderschön beschrieben, nie kitschig oder überladen. Vor allem Anne Maries Schicksal als ledige Mutter geht zu Herzen.
In einem zweiten Erzählstrang begleiten wir Helmuts Familie im Schwarzwald. Der blinde Vater, der sechsjâhrige Bruder Emil und die Mutter, für die Helmut ihr ein und alles ist . Hier hat mich vor allem der kleine Emil bewegt, der dem großen Bruder In den Augen seiner Mutter nicht das Wasser reichen kann.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Menschliche Charaktere und eine bewegende Geschichte. Eine Liebe die verboten ist und ein kleiner Junge der um Anmerkungen kâmpft. Diese Geschichte hallt noch lange nach.

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