Cover-Bild Ich war Bulle
Band 1 der Reihe "Gerd Sehling"
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 25.09.2025
  • ISBN: 9783740828011
Ben Westphal

Ich war Bulle

Kriminalroman

Ich war Bulle – Der packende Krimi-Auftakt der »Bullen«-Reihe von Ben Westphal

Am Tag nach seiner Pensionsfeier wird der ehemalige Drogenfahnder Gerd Sehling Zeuge eines Autounfalls. Kurz entschlossen rettet er den Fahrer aus den Flammen und macht dabei eine folgenschwere Entdeckung: Kokain – und zwar reichlich. Sofort ist sein Spürsinn geweckt. Gemeinsam mit seinen früheren Kollegen folgt Gerd einer Spur, die tief in die Hamburger Unterwelt führt.

Zwischen Observationen, Befragungen und Konfrontationen zeigt sich: Gerd ist noch lange nicht raus aus dem Spiel. Eine atemlose Jagd durch die Hansestadt beginnt, bei der die Grenzen zwischen Gut und Böse zunehmend verschwimmen. Wird es Gerd und seinen Kollegen gelingen, das Drogenkartell zu zerschlagen?

Ben Westphals Debütroman ist ein ebenso spannender wie realistischer Kriminalroman, der die brutale Realität des Drogenhandels schonungslos offenlegt. Ermittler Gerd Sehling ermittelt unbestechlich und mit viel Lokalkolorit – echt, kantig, mit Ecken und Kanten. Ich war Bulle ist der furiose Beginn einer Reihe, die süchtig macht nach mehr!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Hetzjagd rund um Hamburg

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Da feiert Gerd Sehling gerade noch mit seiner ehemaligen Belegschaft ganz gediegen seine Pensionierung und findet sich so halbwegs damit ab, künftig ein beschauliches Leben mit seiner Dörte auf dem Dorf ...

Da feiert Gerd Sehling gerade noch mit seiner ehemaligen Belegschaft ganz gediegen seine Pensionierung und findet sich so halbwegs damit ab, künftig ein beschauliches Leben mit seiner Dörte auf dem Dorf zu führen. Doch schon am nächsten, noch etwas bedröselten Morgen knallt ein Transporter ausgerechnet mehr oder weniger vor seiner Haustür gegen ein Schild und geht in Flammen auf. Zum Glück kann Gerd den Fahrer retten – mitsamt einer sehr interessant gefüllten Tasche. So kommt es, dass Gerd direkt wieder auf dem Revier in Hamburg vorstellig wird, wo gerade in einem Rauschmittelfall heiße Ermittlungen laufen. Besteht da ein Zusammenhang? Und was sagt eigentlich Dörte dazu?

Obwohl das Genre ein wenig außerhalb meiner Komfortzone liegt, habe ich mich dafür entschieden, weil ich den Kriminalroman auf meinem Citytrip nach Hamburg lesen wollte und das passend fand. Zu meiner Überraschung gab es nicht das Hamburger Lokalkolorit mit Hafen, das ich mir naiverweise aufgrund des Covers zusammengesponnen hatte. Aber ich bekam etwas viel Besseres: Einen wahnsinnig spannenden und raffiniert konstruierten Kriminalroman, der mich in atemberaubendem Tempo über die Autobahnen im Großraum Hamburg hetzt. Und vor allem handfeste Ermittlungsarbeit. Hier ist nicht Kommissar Zufall unterwegs oder ein Sherlock Holmes mit kaum nachvollziehbaren Ideen, sondern hier gibt es gründliche Ermittlungen, Absprachen, Zugriffe. Das verleiht der Story viel Authentizität und Glaubwürdigkeit und machte wahnsinnig Spaß beim Lesen.

Die Charaktere sind allesamt überzeugend geschildert, vom ruhigen, überlegten Dombrowski bis zum genial kauzigen Gerd in seinem Shirt mit der Aufschrift „Ich war Bulle“, aber auch die Täterseite war spannend und zum Glück nicht allzu klischeehaft besetzt.

Mich hat der Krimi auf meiner Reise bestens unterhalten und ich empfehle ihn gerne weiter.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Auftakt

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Mit „Ich war Bulle“ legt Ben Westphal einen Krimi-Auftakt hin, der sich angenehm rau und ungeschönt anfühlt. Statt geschniegelt-polierter Ermittler bekommt man hier einen Protagonisten, der Ecken, Kanten ...

Mit „Ich war Bulle“ legt Ben Westphal einen Krimi-Auftakt hin, der sich angenehm rau und ungeschönt anfühlt. Statt geschniegelt-polierter Ermittler bekommt man hier einen Protagonisten, der Ecken, Kanten und vor allem eine Vergangenheit hat, die ihn nicht loslässt.

Gerd Sehling ist eigentlich raus – frisch pensioniert, der Dienst abgeschlossen. Doch schon am Tag nach seiner Verabschiedung zieht ihn ein dramatischer Autounfall zurück ins Geschehen. Die Entdeckung großer Mengen Kokain wirkt dabei wie ein Zündfunke: Der alte Instinkt ist sofort wieder da. Was folgt, ist eine rasante Ermittlung, die tief in die kriminellen Strukturen der Hamburger Unterwelt führt.

Die große Stärke des Romans liegt in seiner Authentizität. Man merkt schnell, dass hier jemand schreibt, der weiß, wovon er erzählt – die Ermittlungsarbeit wirkt glaubwürdig, die Dialoge direkt und oft angenehm schnörkellos. Besonders die Dynamik zwischen Gerd und seinen ehemaligen Kollegen trägt die Geschichte: ein Mix aus Loyalität, Reibung und unausgesprochenem Verständnis.

Auch das Setting überzeugt. Hamburg wird nicht als Postkartenidylle inszeniert, sondern als vielschichtige Großstadt mit Schattenseiten. Die Schauplätze wirken lebendig und verleihen der Handlung eine greifbare Atmosphäre.

Inhaltlich bewegt sich der Roman klassisch im Genre – Drogenhandel, Ermittlungen, Verfolgungsjagden. Doch gerade die Figur Gerd Sehling hebt das Buch hervor: ein Mann zwischen Pflichtgefühl und persönlicher Freiheit, zwischen dem Wunsch nach Ruhe und dem Drang, weiterzumachen. Die Frage, ob man seinen Job jemals wirklich hinter sich lassen kann, schwingt dabei konstant mit.

Der Schreibstil ist klar, zügig und auf Spannung ausgelegt. Große literarische Experimente sucht man hier vergeblich, dafür bekommt man einen soliden, packenden Krimi, der vor allem durch Tempo und Bodenständigkeit punktet.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Absolut authentisch

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Drogenfahnder Gerd Sehling ist gerade einen Tag in Pension, als er Zeuge eines Unfalles wird. In seinem Heimatdorf Dalldorf rammt ein Fahrzeug das Ortseingangsschild. Gerd Sehling rettet den bewußtlosen ...

Drogenfahnder Gerd Sehling ist gerade einen Tag in Pension, als er Zeuge eines Unfalles wird. In seinem Heimatdorf Dalldorf rammt ein Fahrzeug das Ortseingangsschild. Gerd Sehling rettet den bewußtlosen Fahrer und eine Tasche, kurz bevor das Fahrzeug in Flammen aufgeht. Gerd macht in der Tasche eine folgenschwere Entdeckung - sie beinhaltet kiloweise Kokain. Gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen begibt er sich auf Spurensuche in der Hamburger Unterwelt - sehr zum Missfallen seiner Ehefrau Dörte und seiner ehemaligen Chefin Baake...

Mit "Ich war Bulle" ist nun endlich der eigentlich erste Band der Hamburg-Krimis von Ben Westphal erschienen. Mir war diese Serie bereits durch "Elbe Hafen Bulle " bekannt und meine Freude war unheimlich groß, als nun die beiden eigentlich ersten zwei Fällen für Tim "Dumbo" Dombrowski und Gerd Sehling erschienen. Denn eines hat Ben Westphal bereits geschafft - ich habe mich in diese tolle Serie verliebt! Seine Charaktere sind absolut authentisch, stehen mitten im Leben und könnten genau so in der Realität existieren. Wer weiß, vielleicht hat der Autor hier tatsächlich ein wenig in seiner Erfahrung gewildert. Denn er ist selbst im Hamburger Rauschgiftdezernat tätig gewesen und dies merkt man der Serie an. Hier wirkt alles sehr realistisch, die Ermittlungen werden so beschrieben, wie sie wahrscheinlich sind - man braucht Geduld. Nichts fliegt den Ermittlern einfach in den Schoß. Auch Hamburg wird hier absolut toll und wahr beschrieben. Man erkennt die Orte, hat den Abschnitt der A 1 genauso vor Augen wie die Wohnsiedlungen. Mit Dumbo, Gerd und dem Team hat man absolut sympathische Charaktere. Auch Ehefrau Dörte kommt hier nicht zu kurz und sorgt für Schwung in Gerds Leben. Einer meiner Favoriten ist hier auch Steven Winter - egal, ob er auf der falschen Seite des Gesetzes steht. Sein Herz sitzt am richtigen Fleck und ich mochte ihn sehr. Diese Serie bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung für alle, die realistische Krimis lieben!

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