Klasse
Ich habe zu „Kleopatras Grab“ gegriffen, da ich ganz früher selber einmal den Wunsch hatte Archäologin zu werden😂 und da taucht Kleopatra natürlich immer auf!
Und es hat mich nicht enttäuscht!
Constantin ...
Ich habe zu „Kleopatras Grab“ gegriffen, da ich ganz früher selber einmal den Wunsch hatte Archäologin zu werden😂 und da taucht Kleopatra natürlich immer auf!
Und es hat mich nicht enttäuscht!
Constantin Schreibers Krimi hat mich gefesselt; er hat gekonnt Archäologie, Geschichte und aktuelle Politik miteinander verbunden und mir wurde es nicht langweilig.
Ein hochrangiger Priester wird in Alexandria ermordet und die junge, taffe Kommissarin Theodora Costanda wird auf den Fall angesetzt und plötzlich bekommt sie von höchster Stelle einen Kollegen (natürlich ist er männlich) zur Seite gestellt. Soll er sie bespitzeln?
Parallel sucht ein französischer Archäologe nach Kleopatras Grab und scheut dabei kein Risiko.
Dann geschieht ein 2. Mord und Theodora wird, wieder von höchster Stelle, nahegelegt, die Ermittlungen aufzugeben.
Ich bin tief eingetaucht in ein Netz von Religion, Archäologie und Machtspielen. Zusätzlich steht die Rolle der Frau damals und auch heute im Mittelpunkt:
Kleopatra als fernes Echo weltlicher Macht , schön, mächtig, verführerisch-aber auch gefährlich;
im Gegenzug Theodora, die kluge, starke Ermittlerin und auch die Frauen, die als Ehefrauen nur eine stille Präsenz zeigen dürfen und dabei oft übersehen werden.
Die Frauenbilder werden bewusst zeitkritisch dargestellt, ummantelt von einer packenden Geschichte!
Lest es einfach selber!
Fazit: spannend erzählt mit historischer Tiefe, politischer Brisanz und feministischen Fragestellungen: ein Krimi mit Köpfchen