Ein grandioses Finale – Wenn Söldner zu Legenden werden!
Wer die ersten beiden Bände der „Essex Dogs“-Saga verschlungen hat, wird an „Löwenherzen“ seine helle Freude haben. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, zum großen Finale wieder in die vertraute, wenn ...
Wer die ersten beiden Bände der „Essex Dogs“-Saga verschlungen hat, wird an „Löwenherzen“ seine helle Freude haben. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, zum großen Finale wieder in die vertraute, wenn auch schmutzige Welt dieser Söldnertruppe einzutauchen. Man merkt als Leser sofort, wie sehr einem die Männer über die Zeit ans Herz gewachsen sind – gerade weil sie alles andere als strahlende Ritter sind, sondern echte Menschen mit Ecken, Kanten und Narben.
Dan Jones bleibt seinem Stil treu und zeigt das Mittelalter des Jahres 1350 so, wie es wirklich war: dreckig, brutal und gnadenlos ehrlich. Besonders Loveday, der als Anführer verzweifelt versucht, seine Truppe durch die Wirren von Piratenüberfällen und neuen Intrigen zu manövrieren, zeigt hier noch einmal alle Facetten – seine Kriegsmüdigkeit, aber auch seine unerschütterliche Loyalität gegenüber seinen Männern. Die Dynamik innerhalb der Gruppe ist das absolute Herzstück der Geschichte; es ist dieses raue Gefühl von Kameradschaft inmitten von Verrat, das einen so richtig mitfiebern lässt.
Man spürt beim Lesen in jeder Zeile das profunde Fachwissen des Autors. Jones verwebt historische Fakten so geschickt mit der Handlung, dass es sich nie trocken anfühlt. Stattdessen ist man mittendrin im Geschehen, spürt förmlich den Dreck und hört das Klirren der Schwerter. Für mich ist „Löwenherzen“ ein absolut würdiger und emotionaler Abschluss einer Reihe, die das Söldnerleben im Hundertjährigen Krieg so greifbar macht wie kaum ein anderes Werk. Ein absolutes Muss für alle Fans von packender, authentischer Historien-Fiction!