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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2021

Die Vergangenheit kommt ans Tageslicht

Todeswelle
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Auch hier war mir schon zu Beginn sehr schnell klar, dass ich dieses Buch mögen würde. Ich kenne schon andere Bücher dieser Autorin und ich mag ihren klaren, spannenden Schreibstil sehr. Auch wenn dies ...

Auch hier war mir schon zu Beginn sehr schnell klar, dass ich dieses Buch mögen würde. Ich kenne schon andere Bücher dieser Autorin und ich mag ihren klaren, spannenden Schreibstil sehr. Auch wenn dies der siebte Teil der Reihe um Emma Klar ist, habe ich sofort problemlos in das Buch hineingefunden, ohne die vorherigen Teile zu kennen. Emma ist auch ein recht straighter Typ. Liiert mit Sicherheitsspezialist Christoph lebt sie ein ganz klares Leben und abgesehen davon, dass sie kaum Kontakt zu ihren Eltern hat,hat sie keinerlei private Probleme.
Dies mag ich sehr, wenn es in Krimis um die Handlung geht und nicht um die Probleme der Protagonisten. Sie hat ein gutes Gespür und ist recht stur und eigensinnig, wenn es um Ermittlungen geht, sie hat aber Gott sei Dank ein gutes Netz an Kontakten die ihr bei solchen Ermittlungen weiterhelfen können. All diese Nebenprotagonisten sind wunderbar beschrieben und fügen sich dezent in die Haupthandlung ein. Es geht in diesem Buch tatsächlich fast ausschließlich um den Fall, das fand ich super. Der Leser ist immer auf Höhe der Ermittlungen und alles ist sehr spannend und mit einigen aha - Effekten beschrieben
. Einzig die Fülle an Verdächtigen / Opfern und Zeugen machte mir ein wenig zu schaffen, das waren sehr viele Namen , die ich als Leser zuordnen musste. Außerdem zieht sich der Fall über viele Jahre und viele Handlungs - und Ermittlungsebenen, sodass ich manchmal schon ein wenig verwirrt war.

Geschickt lenkt die Autorin sowohl ihre Ermittler als auch den Leser durch das Buch und mit einem durchweg hohen Spannungsbogen präsentiert sie einen Verdächtigen nach dem Anderen. Schön fand ich auch , dass der klare Schreibstil eben genau den kreativen Spielraum für den Leser lässt, um jeden verdächtig erscheinen zu lassen. Kein Handlungsstrang bleibt unaufgeklärt und das Buch ist in sich total rund, sowohl im Sprachstil als auch im Plot.

Fazit: Rundum gelungen ....

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2021

Der Blutkünstler

Der Blutkünstler
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Mit Tom Bachmann bringt der Autor hier einen sehr eckigen und kantigen Hauptermittler, von dem ich mir das ganze Buch über keinen genauen Reim machen konnte. Das liegt auch ein wenig in seiner tiefgreifenden ...

Mit Tom Bachmann bringt der Autor hier einen sehr eckigen und kantigen Hauptermittler, von dem ich mir das ganze Buch über keinen genauen Reim machen konnte. Das liegt auch ein wenig in seiner tiefgreifenden Empathielosigkeit begründet. So hat man als Leser wenig Berührungspunkte mit der Hauptfigur auch, wenn die Umstände sehr gut und nachvollziehbar erklärt sind.
Die ganze Geschichte ist sehr spannend und in einem sehr tollen, lebendigen und zugleich mitreißendem Schreibstil geschrieben. Zudem spielt das Buch in Deutschland, was mich begeistert hat. Die Nebenprotagonisten bilden ein perfektes Figurenensemble mit reichlich Kontrast und Reibungspunkten zu Tom. Ich mag Bücher dieses Stils sehr gerne, da man gemütlich im Sessel eingekuschelt die böse Welt durch die Augen und den Verstand eines Ermittlers wahrnehmen kann, was der Bösartigkeit die Spitze nimmt.

Trotzdem möchte ich hier eine kleine Triggerwarnung aussprechen. Einige Szenen sind sehr detailreich beschrieben, was mich als Thrillerfan jetzt zwar nicht gegruselt hat, es waren eher die Kindersequenzen, die ich nicht gut ertragen konnte. Zudem spielt in diesen Sequenzen eine Nebenfigur die Hauptrolle, sodass mein Mamaherz da ganz schön gelitten hat.
Für geneigte Leser etwas härterer Bücher ist dieses Buch ein echtes Must - Read wobei ich zu bedenken gebe , dass dem einen oder anderen Robert Hunter Fan ( so wie mir , ich liebe diesen Protagonisten), da ein wenig zu viele Parallelen auffallen könnten, um dieses Buch noch bedingungslos zu genießen. Da hätte der Autor gerne wenigstens die Schlaflosigkeit in einen anderen Tick ändern können , oder die Wohnung anders einrichten. Auch den Titel finde ich ehrlich gesagt zu ähnlich. Und mir war die Auflösung ein wenig zu unspektakulär. Stimmig ? Auf jeden Fall , auch rasant und spannend, keine Frage, es hat mir allerdings der letzte Kick gefehlt, da der Ermittler sämtliche Erklärungen übernommen hat, so blieb der Täter für mich nur eine Randerscheinung.
Die Nebenhandlung mit Toms Konterpart Aaron ist sehr geschickt eingeflochten war mir allerdings manchmal ein wenig zu ausufernd , da hätte ich lieber noch ein paar Verdächtige mehr im Handlungsstrang des Blutkünstlers gehabt. Und auch diese Nebenhandlung erinnerte mich ein wenig an besagten Robert.
Auf jeden Fall halten mich meine Kritikpunkte bestimmt nicht davon ab, weitere Teile lesen zu wollen, da die Gesamtheit des Buches doch sehr positiv ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2021

Kaltes Land, warmes Herz

Kaltes Land
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Mit " kaltes Land" hält man einen Kurzkrimi aus der Feder von Michael Tsokos in Händen. Gewohnt spannend schildert der Autor hier einen recht ungewöhnlichen Todesfall, handelt es sich doch um eine direkte ...

Mit " kaltes Land" hält man einen Kurzkrimi aus der Feder von Michael Tsokos in Händen. Gewohnt spannend schildert der Autor hier einen recht ungewöhnlichen Todesfall, handelt es sich doch um eine direkte Verwandte von Sabine Yao. Die Protagonistin ist beeindruckend beschrieben aber dennoch emotional und zuweilen auch recht aufgewühlt. Auch spannend ist es natürlich zu lesen , wie es tatsächlich bei einer Obduktion zugeht, spricht der Autor hier doch aus jahrzehntelanger Erfahrung. Der Mordfall an sich ist recht einfach aufgebaut, ohne große Wendungen oder Schnörkel, wobei ich jetzt gestehen muss , dass mir das zur Abwechslung mal richtig gut gefallen hat. Man muss nicht herumrätseln , sondern kann sich ganz auf die Ermittlungen konzentrieren und sogar noch mit der Protagonistin gemeinsam auf einen speziellen Nebencharakter sauer sein. Ich fand die Mischung aus Privatleben und Ermittlungen gut gelungen und der Sprachstil ist sehr einprägsam, genau und trotzdem spannend, wortgewandt.

Das Ende fand ich allerdings sehr übel !! Ein Cliffhanger der fiesesten Sorte. Schade , hier hätte für geneigte Leser ein Hinweis auf eine Fortsetzung oder ein Cross - Over hingehört.
Aber gut, auch solch ein Ende ist mal etwas ganz Ungewöhnliches, da ich denke, dass dies definitiv absichtlich so geschrieben wurde lasse ich es einfach mal als eine Art Marketing - Gag durchgehen. Oder noch besser .....Es ist der Auftakt eines Spin-offs der Herzfeld-Reihe mit Sabine Yao als Hauptprotagonistin. :).

Fazit: Ein Minus für den Preis, ein Minus für das Ende, trotzdem eine spitzenmäßige Geschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2021

hilfreich

Immunsystem und Psyche – ein starkes Paar
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In diesem Buch waren mir die meisten Inhalte , ehrlich gesagt, schon bekannt, da ich seit vielen Jahren sehr achtsam lebe, allerdings ist es für Menschen die gerade erst lernen, einen neuen / anderen Weg ...

In diesem Buch waren mir die meisten Inhalte , ehrlich gesagt, schon bekannt, da ich seit vielen Jahren sehr achtsam lebe, allerdings ist es für Menschen die gerade erst lernen, einen neuen / anderen Weg zu gehen mit Sicherheit sehr interessant.
Ohne großen Pathos beschreibt die Autorin sehr einfache Wege besser auf sich selber zu achten und all diese Vorschläge sind alltagstauglich. Zudem geht es um die innere Ansichtsweise und so findet man in diesem Buch keine Zaubermittel oder Werbung. Man muss alle Änderungen selber schaffen. Durch die verbesserte Verbindung zwischen Körper und Geist. So geschrieben klingt das immer esoterisch und abgefahren, es ist aber tatsächlich so einfach.
Stress ist der größte Faktor für unser Immunsystem und Liebe das stärkste Gefühl. Und fehlende Selbstliebe" macht am meisten krank". Es gibt viele kleine Übungen, die sehr leicht nachzumachen sind, und auch Sinn ergeben. Das finde ich gut an diesem Buch, alle Kapitel sind gut unterteilt und haben immer eine Zusammenfassung der Kernaussagen. Obwohl ich den Schreibstil gut verständlich fand, nur aufgrund des Themas manchmal ein wenig wissenschaftlich trocken.
Die Passage über das Krafttier fand dich ein wenig optimistisch, da ich denke, dass man diese" Stufe der schamanischen Weisheit" nicht ganz so einfach erreichen kann, wie die Autorin es dem Leser Glauben macht.
Alles andere ist jedoch gut, medizinisch korrekt und auch für Laien verständlich erklärt.
Toll fand ich das Bild mit der Kutsche.
Fünf Pferde ( unsere Sinne), ein Passagier ( Seele) Kutscher ( Gehirn ), in Kommunikation und Zusammenspiel das perfekte Bild, danke dafür.

Fazit: Absolut hilfreich für Menschen, die ein wenig Anfangshilfe in puncto Achtsamkeit, Selbstvertrauen und Selbstheilung brauchen. Oder gerne Sachbücher lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 17.07.2021

Hoffnung auf den richtigen Ausweg

Ausweglos
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Ui , in diesem Buch wird dem Leser so richtig was geboten. Triste Hamburger Regennächte und ausschließlich zerrissene Charaktere bevölkern dieses Buch, das fand ich teilweise sehr schwer auszuhalten. ...

Ui , in diesem Buch wird dem Leser so richtig was geboten. Triste Hamburger Regennächte und ausschließlich zerrissene Charaktere bevölkern dieses Buch, das fand ich teilweise sehr schwer auszuhalten. Das Buch ist düster ,aber auch sehr spannend in dieser Düsternis. Ungewöhnlich fand ich , dass ich als Leser nur die Wahl hatte aus düsteren, zerrissenen Charakteren den Mörder zu finden. Man hat nicht wie normalerweise einen Konterpart im positiven Bereich. Die Kapitel sind sehr kurz , dies erhöht noch zusätzlich die Spannung, und es wird aus vier Perspektiven erzählt. Elias, der einsame Ermittler, strafversetzt, vom Fall immer noch besessen, sozial ein wenig verkrüppelt. Noah , der Zeuge, der Tür an Tür mit dem Mordopfer wohnt, brotloser Autor, seine Frau verdient das Geld, und Noahs Frau Linda: erfolgreich im Beruf, etwas eigen in ihren Ansichten und mit einem großen Wunsch. Und natürlich der Täter.......

Diese perspektivischen Wechsel sind klasse und legen dem Buch ein gutes Tempo vor. Der Leser ist gezwungen, die jeweilige Sichtweise des Protagonisten anzuhören wobei ein Lebensszenario düsterer ist als das Andere. Doch die Protagonisten selber scheinen dies gar nicht zu merken, einige Kontraste sind richtig krass und dabei perfekt ausformuliert. Mit recht viel Leseerfahrung kann man vermuten , worauf es bei der Tätersuche hinausläuft, allerdings ist das Ende dann doch ganz anders und völlig überraschend. Eine Wendung in der Wendung, das hat mich total geflasht. Super.
Außerdem spielt das Buch in Deutschland, was ich immer gerne mag, alle Nebenprotagonisten sind ....ja richtig: düstere, missmutige, finstere Gesellen. Bis auf eine Dame die einen tollen , auch ermittlungstechnischen Lichtfleck bildet. Bei aller Düsternis sind doch alle Charaktere sehr facettenreich gestaltet und durch die Wendungen entdeckt man als Leser immer noch ein Detail mehr, was mich richtig aufgeregt werden ließ. Dies passiert mir bei einem Buch sehr selten und zeugt von einem plastischen , emotionalen Schreibstil , der nichts vermissen lässt und einer Handlung die mich dieses Buch immer weiter lesen ließ bis das Buch leider zu Ende war.

Fazit: Für alle Fans von gut konstruierten Thrillern wärmstens zu empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere