Cover-Bild Löwenherzen
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 381
  • Ersterscheinung: 20.02.2026
  • ISBN: 9783406841972
Dan Jones

Löwenherzen

Roman
Heike Schlatterer (Übersetzer), Wolfram Ströle (Übersetzer)

Lovedays letztes Gefecht: Dan Jones' fulminanter Mittelalter-Roman

Winchelsea, 1350: Der ehemalige Söldnerführer Loveday hat sich mit einer Kneipe eine neue Existenz aufgebaut, zusammen mit seiner geliebten Gilda. Doch die südenglische Hafenstadt ist der falsche Ort, um zur Ruhe zu kommen. Vor der Küste überfallen kastilische Piraten englische Schiffe. Loveday wird in den Schwarzhandel mit feinstem Tuch aus Flandern hineingezogen - bis der englische König beschließt, die kastilischen Galeonen am helllichten Tag anzugreifen, und Loveday seine letzte Schlacht zu kämpfen hat.

Mit Löwenherzen hat Dan Jones seinen bisher besten, vielschichtigsten und spannendsten Roman geschrieben. Tief lässt er uns in das mittelalterliche England nach der Großen Pest eintauchen. Das harte, leise hoffnungsvolle Leben der einfachen Leute prallt auf den ungeniert feierlustigen Hof in Windsor. Das zwielichtige Milieu der Piraten und Profiteure lockt mit leichtem, aber schmutzigen Geld, während verarmte Ritter auf der zeitlosen Suche nach Liebe, Ruhm und Gold sich in eine Welt zu retten versuchen, die langsam, doch unaufhaltsam zu Ende geht. Über allem und allen steht der Langzeitkönig Edward III., der sich scheinbar gelassen seinem oft zitierten Motto treu bleibt: "It is as it is."

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Ein würdiger Abschluss - oder kommt da noch was?

0

Mit „Löwenherzen“ legt der Historiker Dan Jones nun also den dritten Band seiner Reihe um die englische Söldnergruppe vor. Die Menschen leiden noch immer unter den verheerenden Folgen der Pest, während ...

Mit „Löwenherzen“ legt der Historiker Dan Jones nun also den dritten Band seiner Reihe um die englische Söldnergruppe vor. Die Menschen leiden noch immer unter den verheerenden Folgen der Pest, während der Krieg gegen Frankreich andauert und nun auch noch kastilische Piratenüberfälle die Dörfer an der Küste bedrohen.

Im Vergleich zu den Vorgängern ist die Handlung diesmal ruhiger und nicht so düster, der Krieg auf dem Festland und große Schlachten treten deutlich in den Hintergrund. Stattdessen rücken die Figuren und ihre Entwicklungen nochmal stärker in den Fokus, ebenso wie die Frage, was der Krieg langfristig mit ihnen macht. Der Geschichte schadet das nicht im geringsten, Dan Jones schafft es weiterhin schonungslos die damalige Lebensrealität zu beschreiben und sein historisches Wissen in die Handlung einzuflechten, ohne dass es wie ein Geschichtsbuch klingt.

„Löwenherzen“ ist ein würdiger Abschluss der Reihe - falls es denn tatsächlich bei der angekündigten Trilogie und dem Ende mit Band 3 bleibt. Eine kleine Andeutung im Nachwort lässt aber hoffen, dass die Geschichte vielleicht doch noch nicht ganz zu Ende erzählt ist.

Fazit
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die wieder spannend, atmosphärisch und historisch fundiert erzählt ist. Dan Jones Bücher sind für mich die perfekte Mischung aus packender Erzählung und lebendigem Geschichtsroman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Gelungener Abschluss der Essex Dogs Trilogie

0

In diesem letzten Teil der Essex Dogs Trilogie gibt es ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren. Obwohl ich die ersten beiden Teile gelesen hatte, haben mich wieder die derbe und raue Atmosphäre ...

In diesem letzten Teil der Essex Dogs Trilogie gibt es ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren. Obwohl ich die ersten beiden Teile gelesen hatte, haben mich wieder die derbe und raue Atmosphäre und die deftigen Sprüche überrascht. Das gehört dazu und lässt den Leser richtig tief in die Geschichte und ins Mittelalter eintauchen. Die Handlung ist weniger von Kriegshandlungen geprägt als die ersten beiden Teile, daher ist sie nicht immer so spannend wie erwartet. Dennoch war ich mit dem Leseerlebnis sehr zufrieden, da man tiefe Einblicke in das Leben direkt nach der Pest Epidemie bekommt und das einfache Leben als Gastwirt ebenso gut geschildert wird wie die Komplikationen eines Lebens am Königlichen Hof. Das Mittelalterliche England wird durch die verschiedenen Charaktere der Essex Dogs sehr vielschichtig gezeichnet, da jeder versucht, nach den Feldzügen seine Rolle in der Gesellschaft zu finden und es dadurch ganz unterschiedliche Biografien gibt. Mir hat dieser Abschluss sehr gut gefallen, deshalb bekommt das Buch volle fünf Sterne und die Trilogie eine klare Leseempfehlung von mir. Unterhaltsame kann man Geschichte nicht vermitteln!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Toller Abschluss

0

Jones beendet seine Essex Dogs-Trilogie und verzichtet komplett auf romantisierte Ritterfantasien. Stattdessen bekommt man ein raues, ehrliches Bild einer Welt im Krieg und Umbruch. Krieg ist hier kein ...

Jones beendet seine Essex Dogs-Trilogie und verzichtet komplett auf romantisierte Ritterfantasien. Stattdessen bekommt man ein raues, ehrliches Bild einer Welt im Krieg und Umbruch. Krieg ist hier kein Abenteuer, sondern Alltag. Dreckig, erschöpfend und oft sinnlos.

Die Handlung setzt nach den großen Schlachten des Vorgängers ein. Die Gruppe ist zerstreut. Loveday versucht, sich in Winchelsea ein ruhiges Leben aufzubauen, was in dieser Zeit fast schon naiv wirkt. Stattdessen rutscht er in Schmuggel und kriminelle Strukturen ab.
Parallel dazu erleben wir Romford am Hof in Windsor: Prunk, Intrigen und Machtspiele. Aber auch hier ist der Glanz nur Fassade. Die Folgen der Pest sind überall spürbar.

Das Besondere am Buch? Es geht nicht um Könige. Nicht um die große Helden.
Sondern um Menschen, die einfach nur versuchen zu überleben und den Krieg zu überstehen.

Die Essex Dogs sind müde, desillusioniert und oft Spielball einer Welt, die sie nicht kontrollieren können. Das zeichnet die Reihe seit jeher aus. Auch die Figurenentwicklung ist richtig gut gelungen. Wer die Reihe kennt, wird auch hier wieder abgeholt. Gerade Lovedays Geschichte hat mich ziemlich beeindruckt.

Erzählerisch ist das Ganze diesmal etwas anders aufgebaut. Der Einstieg braucht ein bisschen, aber sobald die Handlungsstränge zusammenlaufen, zieht das Buch richtig an. Die Wendungen im Mittelteil haben mich auf jeden Fall überzeugen können. Kritischer sehe ich das Ende: Das Finale kommt dann doch überraschend schnell und wirkt im Vergleich zum Aufbau etwas knapp. Da wäre deutlich mehr drin gewesen, vor allem weil Jones sich solche "Schnitzer" normalerweise eher nicht erlaubt. Auch sprachlich muss man sich drauf einlassen. Teilweise sehr moderne Ausdrucksweisen, das passt nicht immer perfekt zur Zeit, muss man so hinnehmen.

Dennoch bleibt unterm Strich ein starker, ehrlicher Abschluss, der weniger auf Spektakel setzt, sondern auf Figuren, Atmosphäre und ein glaubwürdiges Bild des Mittelalters. Die Essex Trilogie bleibt eine starke historische Reihe rund um den 100- jährigen Krieg und ich hoffe, der Autor legt nach.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere