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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2026

Auch super für Fans der TV-Serie

Tagebuch eines Killerbots
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Normalerweise mache ich einen Bogen um Bücher, bei denen ich die Verfilmung bereits kenne. Aber nach der genialen TV-Serie mit Alexander Skarsgard konnte ich hier einfach nicht widerstehen. Und wow - absolut ...

Normalerweise mache ich einen Bogen um Bücher, bei denen ich die Verfilmung bereits kenne. Aber nach der genialen TV-Serie mit Alexander Skarsgard konnte ich hier einfach nicht widerstehen. Und wow - absolut richtige Entscheidung! Die Serie erzählt im Grunde nur die Handlung der ersten 150 Seiten und selbst diese weicht in vielen Details vom Buch ab. Meine Sorge, die Geschichte bereits zu gut zu kennen, war völlig unbegründet.

Richtig genial sind die Charaktere, allen voran natürlich der humanoide Sicherheitsandroid, der sich selbst den Namen „Killerbot“ gegeben hat. Er ist sarkastisch, sozial maximal überfordert, gleichzeitig aber erstaunlich empathisch und durch diese Mischung immer wieder absolut witzig. Im Vergleich zur TV-Serie ist das Buch deutlich Sci-Fi lastiger: mehr technische Details, mehr Raumfahrt. Die Autorin verliert sich aber nie in komplizierten Fachbegriffen, so dass selbst ich, als jemand der nur selten im Genre unterwegs ist, gar keine Probleme damit hatte.

Die vier enthaltenen Geschichten sind spannend, actionreich und sehr gut lesbar. Etwas seltsam fand ich allerdings, dass am Anfang jedes der vier Teile nochmal kurz zusammengefasst, was zuvor geschehen ist. Das fühlte sich unnötig an, so schlecht ist mein Gedächtnis dann doch nicht.

Auch gibt es stellenweise Längen, die vor allem entstehen wenn Killerbot alleine unterwegs ist und sich in seinen Gedanken verliert. Diese inneren Monologe sind anfangs noch unterhaltsam, wiederholen sich dann aber zu sehr. Zum Glück sind diese Stellen nie zu lange und die Handlung fängt sich wieder, sobald Interaktionen mit Menschen oder anderen Bots und Action ins Spiel kommen.

Fazit
Humorvolle, actionreiche Sci-Fi mit einer der liebenswertesten Killer-Maschinen ever. Ich bin offiziell Fan.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein Roman über Wasser und Feuer

Pompeji
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Manchmal gibt es schon lustige Zufälle.. Vor zwei Wochen stand ich vor den Überresten eines römischen Aquädukts und stellte mir tausend Fragen zu diesem technischen Meisterwerk. Wieder zuhause greife ich ...

Manchmal gibt es schon lustige Zufälle.. Vor zwei Wochen stand ich vor den Überresten eines römischen Aquädukts und stellte mir tausend Fragen zu diesem technischen Meisterwerk. Wieder zuhause greife ich spontan zu „Pompeji“ von Robert Harris und lande plötzlich bei genau diesem Thema! Besser hätte es kaum passen können.

Denn überraschenderweise geht es im Buch nicht nur um den Ausbruch des Vesuv. Die römischen Aquädukte und die Arbeit eines Aquarius, also eines Wasserbaumeisters, spielen eine sehr zentrale Rolle. Für mich war dieser Teil am Ende sogar das Highlight des Buches.

Natürlich finden auch der Vulkanausbruch und die Zerstörung Pompejis ihren Platz in der Geschichte. Die Handlung beginnt nur wenige Tage vor der Katastrophe, das macht einen großen Teil der Spannung aus. Dass man als Leser genau weiß, was passieren wird sorgt immer wieder für ein leicht mulmiges Gefühl. Das unausweichliche Schicksal der Menschen zu verfolgen ist spannend, manchmal aber auch beklemmend und grausam.

Die historische Recherche ist, typisch Harris, sehr überzeugend. Einiges ist historisch belegt, andere Ereignisse könnten durchaus so stattgefunden haben. Fakten und Fiktion greifen perfekt ineinander.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭
Ein richtig gelungener historischer Roman, der durch seine dichte Atmosphäre, die spannende Perspektive auf die römische Technik und das beklemmende Wissen um die Katastrophe überzeugt.

Veröffentlicht am 21.03.2026

Ein würdiger Abschluss - oder kommt da noch was?

Löwenherzen
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Mit „Löwenherzen“ legt der Historiker Dan Jones nun also den dritten Band seiner Reihe um die englische Söldnergruppe vor. Die Menschen leiden noch immer unter den verheerenden Folgen der Pest, während ...

Mit „Löwenherzen“ legt der Historiker Dan Jones nun also den dritten Band seiner Reihe um die englische Söldnergruppe vor. Die Menschen leiden noch immer unter den verheerenden Folgen der Pest, während der Krieg gegen Frankreich andauert und nun auch noch kastilische Piratenüberfälle die Dörfer an der Küste bedrohen.

Im Vergleich zu den Vorgängern ist die Handlung diesmal ruhiger und nicht so düster, der Krieg auf dem Festland und große Schlachten treten deutlich in den Hintergrund. Stattdessen rücken die Figuren und ihre Entwicklungen nochmal stärker in den Fokus, ebenso wie die Frage, was der Krieg langfristig mit ihnen macht. Der Geschichte schadet das nicht im geringsten, Dan Jones schafft es weiterhin schonungslos die damalige Lebensrealität zu beschreiben und sein historisches Wissen in die Handlung einzuflechten, ohne dass es wie ein Geschichtsbuch klingt.

„Löwenherzen“ ist ein würdiger Abschluss der Reihe - falls es denn tatsächlich bei der angekündigten Trilogie und dem Ende mit Band 3 bleibt. Eine kleine Andeutung im Nachwort lässt aber hoffen, dass die Geschichte vielleicht doch noch nicht ganz zu Ende erzählt ist.

Fazit
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die wieder spannend, atmosphärisch und historisch fundiert erzählt ist. Dan Jones Bücher sind für mich die perfekte Mischung aus packender Erzählung und lebendigem Geschichtsroman.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Für mich der bisher schwächste Band der Reihe

Old Bones – Der Fluch der Wüste
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Als Preston & Child-Fan (vor allem der Bad-Bones-Reihe) habe ich mich sehr auf das neueste Buch gefreut. Da mir der Vorgängerband richtig gut gefallen hat, waren die Erwartungen entsprechend hoch. Leider ...

Als Preston & Child-Fan (vor allem der Bad-Bones-Reihe) habe ich mich sehr auf das neueste Buch gefreut. Da mir der Vorgängerband richtig gut gefallen hat, waren die Erwartungen entsprechend hoch. Leider muss ich sagen: Band 5 ist für mich bisher der schwächste Teil der Reihe.

Bis weit über die Hälfte passiert nicht besonders viel. Die Handlung zieht sich, vieles am Plot wirkt holprig und schleppend. Sowohl die FBI-Ermittlungen als auch die archäologischen Untersuchungen laufen entweder ins Leere oder sind mehr vom Zufall als von cleverer Recherche abhängig. Darunter leidet am Ende auch die Spannung, die die Romane des Autoren-Duos normalerweise auszeichnet. Erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte dann endlich Fahrt auf, aber auch hier spielt der Zufall einfach eine zu zentrale Rolle.

Was bleibt, ist der gewohnt flüssige Schreibstil, das Buch liest sich schnell und angenehm weg. Trotzdem kommt die Geschichte nicht an die Intensität und Spannung der früheren Bände heran.

Fazit
Kein Totalausfall, aber definitiv nicht das Highlight der Reihe. Die erzählerische Intensität und Spannung, die die Reihe sonst so auszeichnet, bleiben diesmal hinter den Erwartungen zurück. Ich hoffe sehr, dass der nächste Band wieder an die alte Stärken anknüpfen kann.

Veröffentlicht am 04.01.2026

So viel mehr als nur ein Liebesroman

Atmosphere
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Was. Für. Ein. Buch.
Jetzt verstehe ich, warum Taylor Jenkins Reid so gefeiert wird! „Atmosphere“ war für mich ein absolutes Highlight! Ich hatte den Roman schon länger im Blick, war dann aber durch einige ...

Was. Für. Ein. Buch.
Jetzt verstehe ich, warum Taylor Jenkins Reid so gefeiert wird! „Atmosphere“ war für mich ein absolutes Highlight! Ich hatte den Roman schon länger im Blick, war dann aber durch einige Stimmen verunsichert, die meinten, es handle sich inhaltlich nur um einen Liebesroman. Diese Sorge war völlig unbegründet. Ja, es gibt in der Geschichte eine sehr zentrale Liebesgeschichte, aber sie fügt sich perfekt in die Handlung ein und nimmt dem Thema Raumfahrt nie den Platz.

Die Balance zwischen Joans Privatleben und ihrer Ausbildung ist für mich perfekt gelungen und ich fand beide Inhalte wahnsinnig spannend. Man begleitet Joan in ihrem Alltag in den 1980er Jahren, geprägt von gesellschaftlichen Erwartungen und Rollenbildern. Und dann erlebt man gemeinsam mit ihr die Ausbildung zur Astronautin in der von Männern dominierten Raumfahrt mit all den unterschwelligen Grenzen, die Frauen damals gesetzt wurden. Taylor Jenkins Reid schafft es, technische und wissenschaftliche Details so einzubauen, dass sie authentisch wirken, den Leser aber nie überfordern. Ein grundlegendes Interesse an Raumfahrt und Astronomie sollte man für den Roman natürlich mitbringen.

Fazit
„Atmosphere“ ist eines dieser Bücher, die man zuschlägt und erstmal kurz still dasitzt. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und beim dramatischen Ende feuchte Augen gehabt. Das Buch ist eine perfekte Mischung aus Spannung, Gefühl, starken Figuren und thematischer Tiefe. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung!

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