Cover-Bild Nüchtern
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 159
  • Ersterscheinung: 13.04.2016
  • ISBN: 9783518466711
Daniel Schreiber

Nüchtern

Über das Trinken und das Glück

»Stellen Sie sich vor, wie Sie ein Walnussbrot aufschneiden, einen provenzalischen Ziegenkäse aus dem Einschlagpapier nehmen, ein paar Muskattrauben dazulegen und sich einen kalifornischen Pinot Noir ins Glas gießen. Wie Sie schon nach dem ersten Schluck spüren, dass jenes warme Gefühl der Entspannung durch Ihren Körper fließt. Wie Sie eine Zufriedenheit spüren, die sich ein bisschen wie Glück anfühlt.«

Aber was ist, wenn es nicht bei dem einen Glas Wein bleibt, sondern regelmäßig eine Flasche oder mehr daraus wird? In seinem Bestseller Nüchtern erzählt Daniel Schreiber, wie es sich anfühlt, diese Schwelle zu übertreten. Er berichtet von einer Krankheit, von der die meisten von uns immer noch glauben, dass sie keine ist. Und von der wir annehmen, dass sie nur die anderen, aber niemals uns selbst treffen kann.

Kluge Gesellschaftsanalyse, neurobiologisches Sachbuch und literarischer Erfahrungsbericht: Nüchtern ist das Aufklärungsbuch unserer Zeit. Es zeigt uns, dass das Glück nicht im trunkenen Vergessen liegt, sondern darin, ein wirkliches Leben zu führen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2026

Nüchtern von Daniel Schreiber

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Wenn du dich nicht komplett abschädelst, Haus und Hof versäufst und die Fassade nach außen nicht bröckelt, wird das Trinken von Alkohol in unserer Gesellschaft als völlig normal angesehen.

Bei Männern ...

Wenn du dich nicht komplett abschädelst, Haus und Hof versäufst und die Fassade nach außen nicht bröckelt, wird das Trinken von Alkohol in unserer Gesellschaft als völlig normal angesehen.

Bei Männern wird auch das "einen über den Durst Trinken" eher mit einem Augenzwinkern gesehen als bei Frauen. So gibt es viele in unserer Gesellschaft, ungefähr ein Drittel der Erwachsenen, die entweder schon alkoholkrank sind oder als gefährdet gelten.

Einer, der dazu gehört, ist der Autor Daniel Schreiber. Er hat mit "Nüchtern Über das Trinken und das Glück" ein Buch über seinen persönlichen Weg aus der Sucht geschrieben und dabei liefert er nebenbei eine treffend Gesellschaftsanalyse.

Alkohol zu trinken oder das Gefühl zu haben, ihn zu brauchen, hat viel mit Selbstbetrug zu tun und oftmals fällt erst spät auf, dass die Grenze zur Abhängigkeit überschritten wurde, Dann klappt es zwar, eine Weile gar keinen Alkohol zu trinken, sobald dann aber die selbst auferlegte trinkfreie Zeit vorbei ist, wir das Verpasste oftmals nachgeholt.

Schreiber schreibt nicht davon, wie schrecklich es mit dem Alkohol und ihm war, sondern wie er sich aus dieser Beziehung gelöst hat, welche Schritte für ihn wichtig waren. Es war kein Zusammenbruch, Entzug mit Zittern und Schwitzen, sondern ein Prozess, bei dem die Unterstützung einer Selbsthilfegruppe besonders wichtig war.

Er erzählt vom Verzeihen, sich selbst Verzeihen, um erfolgreich als Abhängiger ohne Alkohol leben zu können. Er hat gelernt, ohne Alkohol glücklich zu sein und beschreibt dies zwar persönlich, aber ohne uns einem Seelen-Striptease auszusetzen. Er geht auf gesellschaftliche Phänomene ein wie die Tatsache, dass solange bei der Arbeit abgeliefert wird, Alkohol kein Problem zu sein scheint, ja, sogar dazu gehört.

Es ist interessant zu verfolgen, wie er in seinem neuen Leben angekommen ist und es gab vieles, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Auch hat er es in wirklich schöne Worte gekleidet.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

Nahegehend, aber doch halb leer

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69 / 100
zwar fehlt den Ausführung nach meinem Befinden ein bisschen die Struktur und die Konstanz, aber die Inhalte gehen einigermaßen nah, bleiben weg von Belehrungen und haben eine relativ große Zielgruppe ...

69 / 100
zwar fehlt den Ausführung nach meinem Befinden ein bisschen die Struktur und die Konstanz, aber die Inhalte gehen einigermaßen nah, bleiben weg von Belehrungen und haben eine relativ große Zielgruppe – ohne Zweifel hätte ein wenig mehr Umfang die Eindrücke verstärkt

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