Ein typisches Lehane Buch
224 Seiten sind nicht viel für einen Halbkrimi, aber bei Dennis Lehane völlig ausreichend. Der Autor, der selten ein Wort zu viel schreibt und trotzdem alles klar und deutlich beschreibt, schafft eine ...
224 Seiten sind nicht viel für einen Halbkrimi, aber bei Dennis Lehane völlig ausreichend. Der Autor, der selten ein Wort zu viel schreibt und trotzdem alles klar und deutlich beschreibt, schafft eine Stimmung, die den Lesenden in den Bann zieht (sofern man die klare, leicht rounierte Art des Schreibens mag).
Lehanes Charaktere sind grau. Allesamt. Kein Charakter hat nur gute oder nur schlechte Seiten. Wie bei einer Zwiebel zieht er Schicht für Schicht ab und überraschte immer wieder. Es gibt Wendungen, die man so nicht erwartet hatte. Dadurch schaffte der Autor eine Wachsamkeit bei mir. Bloß nichts überlesen, um den Faden nicht zu verlieren. Das Ende war typisch Lehane und so passend.