Cover-Bild Cooper
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 25.07.2016
  • ISBN: 9783446254107
Eberhard Rathgeb

Cooper

Roman
Es ist ein Tag wie jeder andere. Eine junge Familie fährt in das neue kleine Wochenendhaus auf dem Land. Doch wer ist dieser böse, abweisende Junge an der einsamen Tankstelle? Was geschieht der Mutter, Lisa, als sie plötzlich den schweren schwarzen Schatten im Rücken spürt, allein im Haus? Was wird aus ihrem Mann Jakob und den beiden Töchtern, als die helle, freundliche Welt auf einmal ins Schreckliche kippt? Der schlimmste Angriff des Schicksals steht ihnen noch bevor. Mit sparsamsten Mitteln und größter Intensität erzählt Rathgeb von der tiefen Unsicherheit, die in jedem Leben ist und auf die Angst nicht die einzige Antwort sein muss. Wenn Lisa weiterleben will, muss sie eine andere finden.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2016

Das Schicksal bestimmt das Leben

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In einer teilweise sehr nüchternen und unpersönlichen Sprache erzählt der Autor die Geschichte einer Familie mit den Eltern Lisa und Jakob und den Töchtern Carlotta und Nora. Dadurch entsteht der Eindruck, ...

In einer teilweise sehr nüchternen und unpersönlichen Sprache erzählt der Autor die Geschichte einer Familie mit den Eltern Lisa und Jakob und den Töchtern Carlotta und Nora. Dadurch entsteht der Eindruck, dass es sich um jede x-beliebige Familie handeln könnte. Doch dann bringt er Gedanken über das Schicksal und ein inneres Dossier eines jeden Menschen ein und schon ändert sich die Geschichte.
Lisa und Jakob haben sich ein Wochenendhaus gekauft und fahren mit ihren Töchtern dort hin. An einer verlassenen und heruntergekommenen Tankstelle finden die Mädchen eine schwarze Katze und Jakob trifft auf einen seltsamen Jungen. Dies ist der Beginn eines Unheils, das nun über die Familie kommt und bei dem das Schicksal die Spielregeln bestimmt. Dabei hat der Jungen meiner Meinung nach gar keinen Anteil und die schwarze Katze stellt ein Sinnbild für Unheil dar. Daher finde ich den Klappentext etwas irreführend.

Dieser Roman lässt dem Leser die Gelegenheit zur Interpretation der philosophischen Zeilen über das Leben, die Menschen, das Schicksal und das innere Dossier eines Jeden, das nichts vergisst, zwischen der eigentlichen Geschichte. Denn gäbe es diese Andeutungen und Metaphern nicht, wäre die Geschichte einer Familie schnell erzählt. Der Autor erzeugt eine ganz eigene Dynamik und Spannung mit seinen Vergleichen, z.B. dass die vier Familienmitglieder wie Kugeln auf einem Tuch hin und her rollen, sich aneinander reiben, jeder für sich ein Individuum darstellt und es doch ein Zusammenspiel gibt. Neben dem Schicksal, das über die ganze Familie hereinbricht, steht ein Mann Namens Cooper, der Lisa bei sich aufnimmt, für Klarheit. Er nimmt das Leben so wie es kommt, ist sich seiner Sterblichkeit bewusst und hadert nicht mit den Unwägbarkeiten, auf die er nur geringen Einfluss hat.

Die Tankstelle im Nebel auf dem Cover fängt die Stimmung des ganzen Buches wunderbar ein. Vieles liegt im Unklaren und wird vom Autor nur angedeutet. Letztlich läuft alles darauf hinaus, dass die Familie ihrem Schicksal nicht entkommen konnte. Der Titel bezieht sich auf einen Mann namens Cooper, der erst spät in der Geschichte auftaucht.

Dies ist kein Buch, das einfach mal schnell durchgelesen werden sollte. Der Leser sollte sich seine persönlichen Gedanken und Erfahrungen bewusst machen. Ich habe das Buch immer wieder zur Seite gelegt und ganz langsam gelesen. Denn es steht so viel zwischen den Zeilen und ist auch durch die bildliche Sprache sehr intensiv in meinem Gedächtnis geblieben. Die Idee, dass der Mensch nur begrenzte Möglichkeiten hat, in sein Schicksal einzugreifen, hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Definitiv anders...

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Dieses Buch ist was besonderes, denn es ist anders als die Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Das Genre lässt sich meiner Meinung nach schlecht einordnen. Es ist ein Roman - aber dann wird es schon schwierig ...

Dieses Buch ist was besonderes, denn es ist anders als die Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Das Genre lässt sich meiner Meinung nach schlecht einordnen. Es ist ein Roman - aber dann wird es schon schwierig :) Es geht sehr dramatisch zu, es passieren Dinge, die nicht zu erklären sind, aber dennoch ist es für mich kein Mystery. Alles in allem ist es kein Standardbuch und das empfand ich als positiv.
Auch der Schreibstil ist herausstechend: Die Sprache ist sehr bildhaft, es werden viele Vergleiche angestellt und hat schon etwas poetisches. Auch die Dialoge sind nicht reine wörtliche Reden wie man sie kennt, sondern in den gesamten Text eingebettet. Beim Lesen muss man sich ganz schön konzentrieren, einfach mal das Buch nebenbei zu lesen funktioniert nicht. Dazu enthält es zu viele Bilder und Anspielungen. Man muss sich Zeit nehmen und auch darauf einlassen.
Das habe ich auch wirklich versucht. Allerdings ist mir das nicht immer leicht gefallen, denn es fiel mir schwer, dem Geschehen immer zu folgen. Teilweise wird sehr lange über "Nichtigkeiten" bzw. für mich banale Dinge geschrieben, dann wiederum werden für mich relevante Dinge nur angerissen. Dadurch entstehen beim Lesen viele Fragen im Kopf, die auch am Schluss noch offen bleiben.
Der Titel des Buches ist für mich nach dem Lesen etwas unpassend, denn der genannte Cooper spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle bzw. taucht erst kurz vor Schluss auf. Aber vielleicht sollte das ein weiteres Rätsel des Autors sein.
Insgesamt hatte das Buch viele Dinge, die ich gut fand, weil sie so außergewöhnlich waren. Andererseits fiel mir das Lesen aber teilweise sehr schwer und zu viele Dinge blieben offen. Deswegen gibts von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 25.06.2018

Für mich absolut nicht lesbar

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Es ist ein Tag wie jeder andere. Eine junge Familie setzt sich zur unbeschwerten Tour ins Auto. Lisa, Jakob und die zwei kleinen Töchter Nora und Carlotta. Die Eltern haben auf dem Land ein kleines Haus ...

Es ist ein Tag wie jeder andere. Eine junge Familie setzt sich zur unbeschwerten Tour ins Auto. Lisa, Jakob und die zwei kleinen Töchter Nora und Carlotta. Die Eltern haben auf dem Land ein kleines Haus gekauft, für schöne Wochenenden, fern der Stadt. Doch draußen wartet das Dunkel, und im Dunkel wartet das Unheil, so, wie es auf jeden warten kann.

Von diesem Buch habe ich mir eigentlich so etwas wie eine Horrorgeschichte oder angenehmen Grusel erhofft, doch beides blieb aus.

Der Autor hat einen seltsamen Schreibstil. Zwar schnörkellos und direkt, aber es kommt keinerlei Gefühl, geschweige denn Sympathie für die Charaktere rüber.
Die Geschichte liest sich zäh, stockend und machte mir beim Lesen absolut keinen Spaß.
Zudem verwendet der Schriftsteller bei den Dialogen seiner Akteure keine wörtliche Rede, was mich ebenfalls von Beginn an sehr störte. Ich kann mich Büchern nichts anfangen, bei denen Rechtschreib- und Grammatikregeln außer Acht gelassen werden.

Eine Aneinanderreihung von philosophisch anmutenden Aussprüchen und Phrasen ohne Ende wurden hier verbastelt und hinterlassen absolut keinen Eindruck bei mir. Da sich der lahme Schreibstil durch das gesamte Buch zog, habe ich mich furchtbar schwer mit dem Lesen getan und war heilfroh, dass das Werk nur knapp über einhundert Seiten lang ist.

Nun, nach Beendigung des Romans, bleibt nichts von der Geschichte in meinen Gedanken hängen.

Ich kann hierfür nur einen Stern geben.