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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2020

Perfekt für eine kleine Auszeit

Bunburry - Nur das Schaf war Zeuge
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Vor dem Lesen dieser Folge kannte ich die Serie nicht, aber die Idee dieses Formats finde ich super. Ich hatte überhaupt keine Probleme, in die Geschichte einzusteigen, da man durch eine kurze Zusammenfassung ...

Vor dem Lesen dieser Folge kannte ich die Serie nicht, aber die Idee dieses Formats finde ich super. Ich hatte überhaupt keine Probleme, in die Geschichte einzusteigen, da man durch eine kurze Zusammenfassung am Anfang genau weiß, was bisher passiert ist. Auch die Personen werden nochmal einzeln vorgestellt. Außerdem ist der Fall an sich abgeschlossen. Natürlich geht aber die Entwicklung zwischen den Figuren weiter, sodass ich am Ende richtig Lust bekommen habe, die Serie weiter zu verfolgen.

Aber jetzt erstmal zu dieser Folge: Gleich im Prolog wird man mitten ins Geschehen geworfen und man lernt das spätere Mordopfer kurz kennen. Ich war überrascht, da der Anfang sehr düster ist, ich aufgrund des Covers aber nicht damit gerechnet habe. Neugierig hat es aber auf jeden Fall gemacht.

Und anschließend gibt es auch keinen harten Bruch: Das Bunburry-Trio ist einfach liebeswert und man lernt erstmal etwas das Dorfleben kennen, bevor es an die Untersuchung des Falls geht.

Das muss man auch wirklich mögen. Denn so wirklich stand der potentielle Mordfall für mich nicht im Mittelpunkt. Viel mehr die schrulligen Dorfbewohner, allen vor an Liz, Marge und Alfie. Was ich vom Hahn im Korb halten soll, kann ich immer noch nicht genau sagen. Auf der einen Seite ist er sehr liebenswert und scheint auf Zack zu sein, auf der anderen Seite wirkt er gerade in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen etwas unbeholfen. Als Hauptakteur in dieser Episode hat er aber eine ganz gute Figur gemacht.

Wirklich viel Spannung kam für mich beim Lesen nicht auf. Dafür stehen - wie bereits erwähnt - vor allem andere Dinge als die Leiche im Mittelpunkt, die dann eher schnell "abgehandelt" wird.

Nichtsdestotrotz hat mich der eher ernste Hintergrund dann doch sehr überraschen können. Er scheint auf den ersten Blick nicht so sehr zu der eher seichten Lektüre zu passen, stellt aber meines Erachtens ein sehr wichtiges Thema in den Vordergrund.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist locker-leicht und wirkt durch die vielen Dialoge sehr lebendig.

Insgesamt ist es ein schöner Cosy-Krimi, wenn man mal nicht so viel Zeit hat, einen dicken Schmöker zu lesen, aber nicht auf einen Hauch England, liebenswerte alte Damen und weitere Dorfbewohner mit einigen Macken verzichten möchte.

Von mir gibt es 4 Sterne und ich behalte die Serie auf jeden Fall im Blick!

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 19.09.2020

Neidzerfressen...

Die Nachbarin
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Die Plotidee finde ich sehr spannend: Zwei Frauen, die Tür an Tür wohnen, sich nicht kennen, aber der anderen trotzdem ihr scheinbar perfektes Leben neiden.

Gut gefallen hat mir, dass ständig aufgezeigt ...

Die Plotidee finde ich sehr spannend: Zwei Frauen, die Tür an Tür wohnen, sich nicht kennen, aber der anderen trotzdem ihr scheinbar perfektes Leben neiden.

Gut gefallen hat mir, dass ständig aufgezeigt wurde, dass vieles doch einfach mehr "Schein als Sein" ist. Dadurch wirkte die Handlung sehr real.

Auch gelungen ist meiner Meinung nach der Aufbau des Buches. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Lexie bzw. Hariett erzählt. Manchmal ist dann zwar das Ereignis doppelt, aber weil es aus unterschiedlichen Blickwinkel erzählt wurde, fand ich das nicht schlimm.

Allerdings war das dann teilweise auch etwas langatmig. Es dreht dich einfach alles darum, dass sie selbst mit sich und ihrem Leben unzufrieden sind. Ein bisschen genervt hat mich dieses ewige Negativ-Sehen dann schon.

Darüber hinaus wurde ich mit Harriet einfach nicht warm. Sie war von allem zu viel. Interessant war ihre Vergangenheit schon, es erklärt auch einiges von ihren teilweise komischen Verhaltensweisen, aber für mich war es trotzdem keine Entschuldigung.

Den Thriller-Anteil habe ich lange gesucht, für mich war es eher ein tragischer Roman. Zwar kommen zum Schluss einige spannende Momente auf, aber das war mir zu wenig. Das Ende an sich ist dann abr ganz schön gruselig...

Alles in allem eine gute Idee mit schönen Ansätzen, aber auch noch etwas ausbaufähig. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2020

Super spannend!

Die letzte Witwe
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Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Zum einen mag ich die Beiden und wie sie miteinander umgehen, zum anderen war das Thema einfach klasse. Sehr verstörend und nichts für schwache Nerven, aber dafür ...

Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Zum einen mag ich die Beiden und wie sie miteinander umgehen, zum anderen war das Thema einfach klasse. Sehr verstörend und nichts für schwache Nerven, aber dafür umso spannender. Ich habe mitgelitten und mitgefiebert - bis zum Schluss.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Der Plot ist mit viel Hintergrundinformationen gespickt, was alles sehr realistisch gemacht hat. Das war allerdings gleichzeitig auch etwas beängstigend. Einige Details waren sehr medizinisch, wir den aber gut für den Laien verständlich herübergebracht.

Für mich war es ein toller Pageturner, den ich uneingeschränkt weiterempfehle.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Sehr spannend!

Schrei nach Rache
3

Wie der Klappentext schon verrät: Es geht um grausame Morde an Flughäfen, man darf sich also auf Blut einstellen. Aber auch wenn die Art und Weise, wie die Opfer zu Tode kommen, sehr brutal sind, schlachtet ...

Wie der Klappentext schon verrät: Es geht um grausame Morde an Flughäfen, man darf sich also auf Blut einstellen. Aber auch wenn die Art und Weise, wie die Opfer zu Tode kommen, sehr brutal sind, schlachtet der Autor die einzelnen Szenen nicht zu sehr aus. Er überlässt es oft dem Leser, sich genaueres vorzustellen. Das empfand ich als sehr angenehm.

Gut gefallen hat mir auch, wie der Thriller aufgebaut ist. Man darf nämlich ab und zu auch dem Täter über die Schulter schauen. Und auch wenn man schon sehr schnell eine Ahnung entwickelt, wer hinter allem steckt, tut das der Spannung keinen Abbruch. Denn wieso und weshalb alles geschieht, ist lange unklar.

Hier kommt der ehemalige Profiler Falk Hagedorn ins Spiel. Eigentlich ist er Psychotherapeut und hat seine Arbeit für die Polizei aufgegeben. Aber weil das LKA sehr verzweifelt ist, wird er um Hilfe gebeten. Mir hat seine Art sehr gut gefallen. Er ist eigenbrötlerisch, nicht auf den Mund gefallen und nicht unbedingt ein Kollege, mit dem man leicht zusammenarbeiten kann. Aber gerade weil er nicht so aalglatt ist, war ich sofort auf seiner Seite. Dass er im Rollstuhl sitzt hat für mich keine Rolle gespielt und ist auch für den eigentlich Fall nicht relevant, erklärt aber so manchen seiner Spleens - denn das Leben hat ihm manchen Stein in den Weg gelegt. Man erfährt auch nach und nach etwas über seinen Hintergrund. Dabei gerät aber immer der eigentliche Fall nie in den Hintergrund, was mir immer sehr wichtig ist.

Gelungen war auch der Aufbau des Buches. Man beginnt mit einem Prolog, der schon einmal für Spannung sorgt, aber sehr isoliert steht, weil man die Hintergründe nicht weiß. Dann liest man sich quer durch das Buch, bis man gegen Ende wieder am Ausgangspunkt ankommt. Ich finde solche Klammern immer sehr gut, weil sie einen roten Faden schaffen.

Das Ende hat mich dann sprachlos gemacht. Der Autor beweist hier wirklich Mut, denn damit hätte ich einfach gar nicht gerechnet. Dafür vielen Dank!

Insgesamt hat mich der Thriller wirklich überzeugt. Eine gute, überzeugende Story mit viel Spannung und einem sympathischen Protagonisten: Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und hoffe, dass es nicht so lange bis zum nächsten Band dauert. Von mir gibt es 5 Sterne!

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 08.09.2020

Nette Geschichte, aber weinerliche Protagonistin

Klammerblues um zwölf
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Das Cover ist meiner Meinung nach total gelungen, denn es weckt die Aufmerksamkeit. Allerdings vermisse ich, nachdem ich das Buch gelesen habe, den Zusammenhang zum Inhalt.
Im Mittelpunkt der Geschichte ...

Das Cover ist meiner Meinung nach total gelungen, denn es weckt die Aufmerksamkeit. Allerdings vermisse ich, nachdem ich das Buch gelesen habe, den Zusammenhang zum Inhalt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Fee, frisch verwitwet, die nichts mehr mit sich anzufangen weiß. Ich fand es schön, dass in einem Roman auch mal diese Altersgruppe zum Zug kommt und es nicht immer nur um junge Frauen geht, die die Liebe suchen. Denn wenn man plötzlich alleine dasteht und sein Leben nochmal neu aufbauen muss, ist das nicht einfach.
Die Autorin hat es geschafft, trotz des eher ernsten Themas die Probleme ihrer Protagonistin mit viel Humor zu würzen, sodass man auch mal schmunzeln muss. Allerdings war Fee mir doch etwas zu weinerlich. Sie ist sehr pessimistisch, lässt sich oft gehen und braucht viel Anstoß von außen. Manchmal habe ich mich gewundert, dass ihre Freunde so ein Durchhaltevermögen zeigen.
Und ihre Freunde haben es mir wirklich angetan. Jede Person hat Eigenheiten, die sie wirklich liebenswert machen. Das hat es wieder aufgewogen, dass ich mich mit Fee nicht so sehr anfreunden konnte.
Der Roman ist wunderbar, um in zwischendurch zu lesen. Leider ist er aber auch sehr vorhersehbar - oft geht alles einfach zu glatt. Hier hätte ich mir ein paar mehr "Stolpersteine" gewünscht, einfach um die Geschichte noch etwas realer zu machen.
Das Ende rundet das Buch gut ab, kommt allerdings sehr schnell.
Ich wurde unterhalten, es war mal etwas anderes als die typische ChickLit, einige Schwächen gab es meiner Meinung nach aber schon. Deshalb gibt es von mir 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere