Profilbild von jasbr

jasbr

Lesejury Star
offline

jasbr ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit jasbr über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2022

Terror in der Luft

Flug 416
0

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext sofort angesprochen und ich habe mich auf einen spannenden Thriller gefreut. Und die Spannung kommt auch nicht zu kurz.

Mir hat gut gefallen, dass ein relativ ...

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext sofort angesprochen und ich habe mich auf einen spannenden Thriller gefreut. Und die Spannung kommt auch nicht zu kurz.

Mir hat gut gefallen, dass ein relativ kurzer Zeitraum erzählt wird, denn eigentlich nur die Stunden des Fluges. Hier wird die Perspektive immer wieder zwischen dem Piloten in der Luft und dem Boden gewechselt, sodass es kleine Cliffhanger gibt und die Spannung aufrecht erhalten wird. Es gibt auch nicht viel Geplänkel drumherum, sondern man fokussiert sich auf dieses eine Ereignis.

Was für mich die Spannung aber etwas gedämpft hat, war, dass man eigentlich schon wusste, wie das Buch ausgeht. Es ist sehr patriotisch, die Positionen der einzelnen Figuren sind klar in Gut und Böse eingeteilt und man weiß beim Lesen, dass auch für das unüberbrückbarste Problem eine Lösung gefunden werden wird. Hier werden einige Klischees bedient, was unnötig ist. Auch wer der Terrorist an Bord ist, kann man meiner Meinung nach sehr leicht durchschauen - zumindest bevor es der Pilot tut.

Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen. Wenn man nicht zu viele unerwartete Wendungen erwartet und man damit leben kann, dass es etwas vorhersehbar ist, dann wird man gut unterhalten.

Von mir gibt es 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2022

Mehr als verlorene Dinge

Das Fundbüro der verlorenen Träume
0

Im Mittelpunkt des Romans steht Dot, sie arbeitet in einem Londoner Fundbüro und nimmt ihren Job sehr ernst. Dabei verdrängt sie ihre eigenen Probleme und hält sich daran fest, verlorene Dinge wieder ihrem ...

Im Mittelpunkt des Romans steht Dot, sie arbeitet in einem Londoner Fundbüro und nimmt ihren Job sehr ernst. Dabei verdrängt sie ihre eigenen Probleme und hält sich daran fest, verlorene Dinge wieder ihrem rechtmäßigen Besitzer zu übergeben.

Dass viel mehr dahinter steckt, erfährt der Leser im Laufe des Buches. Hier bleibt auch anfangs Raum für Interpretationen und seine eigenen Gedanken. Allerdings hat sich die Geschichte für meinen Geschmack dadurch auch etwas gezogen.

Ich wurde auch mit der Protagonistin nicht wirklich warm. Natürlich kann man ihr Verhalten auf ihre Vergangenheit zurückführen, aber trotzdem konnte ich viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen. Sie äußert wenig Gefühle, sodass ihre Gedankenwelt für mich sehr oberflächlich geblieben ist.

Insgesamt war mir der Roman etwas zu schwermütig und stellenweise undurchschaubar. Ich habe ihn immer wieder mal weggelegt und später weitergelesen. Vielleicht lag es daran, dass das Genre nicht mein übliches ist und ich andere Erwartungen hatte. Für Leserinnen und Leser, die diese Art von Geschichten mögen, ist das Buch bestimmt eher etwas.

Von mir gibt es 2,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2022

Nicht mein Ratgeber

Kopf über Wasser im Alltagschaos
0

Von diesem Ratgeber habe ich mir erhofft, dass er etwas den Druck rausnimmt, immer alles perfekt machen zu müssen und dass er dem Perfektionismus, der einem immer mehr durch die Sozialen Medien vermittelt ...

Von diesem Ratgeber habe ich mir erhofft, dass er etwas den Druck rausnimmt, immer alles perfekt machen zu müssen und dass er dem Perfektionismus, der einem immer mehr durch die Sozialen Medien vermittelt wird, entgegenwirkt.

Das tut er auf jeden Fall. Denn in kurzen Kapiteln betont die Autorin immer wieder, dass nichts perfekt sein muss. Außerdem fokussiert sie sich nicht nur auf Aufgaben im Haushalt, sondern die sogenannten "Care-Aufgaben" umfassen auch das Kümmern von sich selbst, also Dinge wie Körperhygiene und Ernährung.

Das Buch hat mir in sofern geholfen, dass ich gemerkt habt, dass ich eigentlich gar keine Probleme mit meinem Haushalt habe. Sie spricht eher Menschen an, die durch Krankheit oder psychische Probleme nicht in der Lage sind, in dieser Phase ihres Lebens essentielle Aufgaben zu erledigen. Sie beschreibt beispielsweise, dass es in Ordnung ist, nur einen Teller am Tag abzuspülen, wenn sich das dreckige Geschirr stapelt, denn im Fokus sollte stehen, einen Anfang zu finden. Hier stimme ich ihr zu, sehe mich selbst aber nicht in der Position.

Manche Tipps sind natürlich universell anwendbar, zum Beispiel die gerechte Aufteilung der Aufgaben und dass Hausarbeit auch Arbeit ist - und deshalb vom Partner als gleichwertig anerkannt werden soll. Andere Tipps sind für mich nicht nachvollziehbar, beispielsweise Einmalgeschirr zu verwenden, um sich den Abwasch zu sparen. Das habe ich als Schülern bei meinem Austausch in den USA kennengelernt und seitdem eine richtige Abneigung dagegen.

Grundsätzlich ist das Buch ein hilfreicher Ratgeber und Mutmacher. Allerdings sollte man die Zielgruppe genauer auf dem Cover oder im Klappentext eingrenzen. Wer nämlich damit kämpft, dass ab und zu die Regale verstaubt oder die Böden nicht gesaugt sind, der wird hier wenig mitnehmen können. Für andere wiederum ist das Buch ein Mutmacher und hilft dabei, einen Anfang zu wagen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2022

Bist du sicher?

Safe House - Nirgends bist du sicher
0

Bei diesem Buch fand ich den Klappentext super spannend, denn ich wurde sofort neugierig: Was hat es denn jetzt mit dem Verbrechen auf sich, dass die Protagonistin Charlie Miller begangen hat und vor dem ...

Bei diesem Buch fand ich den Klappentext super spannend, denn ich wurde sofort neugierig: Was hat es denn jetzt mit dem Verbrechen auf sich, dass die Protagonistin Charlie Miller begangen hat und vor dem sie jetzt flieht? An dieser Stelle spoilere ich nicht, aber es war spannend, die Hintergründe zu erfahren. Und was mir richtig gut gefallen hat: Es gibt kein schwarz/weiß, man kann sie verstehen und stellt sich trotz ihres Fehlverhaltens auf ihre Seite.

Was das genau war, erfährt man nach und nach. Das Buch ist so aufgebaut, dass man Passagen in der Gegenwart hat, in denen erklärt wird, wie sie versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Das ist allerdings immer von der Angst geprägt, enttarnt zu werden - oder schlimmer noch: Das sie bereits enttarnt wurde und jemand hinter ihr her ist. Als Leser weiß man das selbst nicht so genau, denn es kommt zwischendrin auch immer der Verfolger zu Wort, der ihr auf der Spur ist. Man erfährt aber nicht, wer es ist oder wie er mit den Hinweisen auf Charlies Aufenthaltsort umgeht. Man fühlt sich beim Lesen selbst etwas verfolgt, was zum Spannungsaufbau beiträgt. Als dritte Perspektive gibt es die Rückblenden in die Vergangenheit, die wichtig für das Verständnis der Hintergrundgeschichte sind.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Es gibt keine Längen, auch wenn teilweise sehr viel erklärt oder beschrieben wird. Man hetzt nicht durch dieses Buch, es ist eher ruhig, aber trotzdem bleibt eine diffuse Spannung immer erhalten.

Rasant wird es dann gegen Ende. Da schließt sich dann der Kreis, allerdings kann man als Leser nicht direkt darauf kommen. Das hat mir gut gefallen.

Ein Thriller ist das Buch für mich nicht unbedingt. Wer Mord und Totschlag oder viel Blut sucht, wird hier enttäuscht. Aber das hat mir gar nichts ausgemacht. Ich wurde gut unterhalten und fand es schon, dass mal nicht alles nach Schema F erzählt wird.

Von mir gibt es 4 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2022

Märchenhafte Spannung?

Rotkäppchens Traum
0

Das Buch fängt sehr stark an und ist auch spannend. Man will einfach wissen, wie es weitergeht und legt es deshalb kaum aus der Hand.
Allerdings nimmt es gegen Ende hin ab. Da wird es mir etwas zu konstruiert. ...

Das Buch fängt sehr stark an und ist auch spannend. Man will einfach wissen, wie es weitergeht und legt es deshalb kaum aus der Hand.
Allerdings nimmt es gegen Ende hin ab. Da wird es mir etwas zu konstruiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere