Nachdem schon seine Frau Franziska vor einigen Jahren an Krebs verstorben war, erleidet Wolfgang Mühlberger den nächsten Schicksalsschlag, als er vom rätselhaften Tod seiner Tochter Nathalie in der Psychiatrie erfährt. Warum ist die Anfang Zwanzigjährige so plötzlich gestorben? Was hat es mit dem Broken-Heart-Syndrom auf sich, das der Psychiater vermutet? Und wer trägt die Schuld an Nathalies Tod? Mühlberger versucht den Tod seiner Tochter zu rekonstruieren und Erklärungen zu finden.
Er fährt in ihre Wohnung, durchforstet ihr Handy, liest Tagebucheinträge, trifft sich mit ihrer besten Freundin. Bei dieser Suche lernt er nicht nur seine Tochter ganz neu kennen, sondern stößt auch auf einen ehemaligen Kommilitonen, mit dem er einen schicksalhaften Streit hatte, in den achtziger Jahren, an der Humboldt-Universität. Alte Geschichten und verdrängte Gefühle holen ihn ein.
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Wenn das Herz zerbricht: Wolfgangs verzweifelte Suche nach der Wahrheit hinter dem rätselhaften Tod seiner Tochter. Wolfgang Mühlberger muss einen weiteren Schicksalsschlag verkraften, vor Jahren ist seine ...
Wenn das Herz zerbricht: Wolfgangs verzweifelte Suche nach der Wahrheit hinter dem rätselhaften Tod seiner Tochter. Wolfgang Mühlberger muss einen weiteren Schicksalsschlag verkraften, vor Jahren ist seine Frau Franziska an Krebs verstorben. Nun erhält er einen Anruf aus der Psychiatrie, dass seine Tochter Nathalie verstorben ist. Was steckt hinter ihrem rätselhaften Tode? Dies versucht Wolfgang nun rauszufinden.
Damit er nicht an dieser Situation zerbricht, will er wissen, wer ist schuld am Tod seiner Tochter?
Auf der Suche nach einem Schuldigen lernt er seine Tochter neu kennen.
Ob er einen Schuldigen findet und was das Broken-Heart-Syndrom mit allem zu tun hat, müsst ihr selbst nachlesen.
"Zorniger" von Eva Förster ist ein fesselnder und berührender Roman, der mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen hat. Die spärlichen Dialoge haben mich nicht im Geringsten gestört; vielmehr entfaltet sich das Geschehen in den tiefen Gedanken und inneren Konflikten der Charaktere. Genau dort, in ihren Seelen, spielen sich die faszinierendsten Kämpfe und Entdeckungen ab, und ich kann kaum erwarten, noch tiefer in ihre bewegenden Welten einzutauchen.
Langsam entfaltet Eva Förster ihre fesselnde Geschichte und überrascht uns Leser auf unerwartete Weise mit einer Lösung, die alle meine Erwartungen über den Haufen wirft.
Dieser Roman von Eva Förster ist eine etwas 130 Seiten lange Erzählung über Schicksale im Leben und den Lauf der Dinge.
Die ersten Schicksalsschläge im Leben des Wolfgang Mühlberger werden den Lesern ...
Dieser Roman von Eva Förster ist eine etwas 130 Seiten lange Erzählung über Schicksale im Leben und den Lauf der Dinge.
Die ersten Schicksalsschläge im Leben des Wolfgang Mühlberger werden den Lesern gleich zu Beginn präsentiert, so dass nur noch die Frage übrig bleibt: Wie wird dieser Mann damit umgehen können?
Zunächst starb vor wenigen Jahren Mühlbergs Frau Franziska. Sie hatte Krebs. Alleine seine Frau zu verlieren war für ihn ein schwerer Schlag. Ein Schlag, bei dem er offenbar seine Tochter Nathalie, die Anfang Zwanzig ist, alleingelassen hatte.
Nathalie hatte sich letztendlich vor Kurzem selbst in die Psychiatrische Klinik einweisen lassen. Sie litt zu sehr an Depression. Dann kommt der Anruf aus der Psychiatrie und er wird informiert, dass seine Tochter in der letzten Nacht verstorben ist. Der Arzt bittet um Mühlbergers Erlaubnis, die Leiche von Nathalie obduzieren zu dürfen. Er wolle der Ursache für den plötzlichen Herzstillstand auf den Grund gehen und redet etwas von Broken-Heart-Syndrom.
Mühlberger denkt sich, dass doch dann jemand Schuld an dem Tod seiner Tochter haben muss. Er fragt: Wer trägt die Schuld an Nathalies Tod? Er versucht den Tod seiner Tochter zu rekonstruieren und Erklärungen zu finden. Er fährt in ihre Wohnung, durchforstet ihr Handy, liest Tagebucheinträge, trifft sich mit ihrer besten Freundin. An seiner Seite wird von einem Freund begleitet.
Erst jetzt lernt er seine Tochter ganz neu kennen. Er muss sich eingestehen, dass er nichts, aber auch gar nichts über seine Tochter wusste, dass er so gut wie nicht an ihrem Leben teilgenommen hatte.
Ebenso trifft er bei seiner Recherche im Leben seiner Tochter auf einen alten Studienkollegen von der Humboldt-Uni. Noch zu Zeiten der DDR hatten beide einen Auseinandersetzung, die dazu führte, dass seinem Kommilitonen die Karriere verbaut wurde.
Die Vergangenheit hat Mühlberger eingeholt und verdrängte Gefühle gelangen wieder an die Oberfläche. Doch was hat die alte Geschichte mit dem Tod seiner Tochter zu tun?
Eva Förster hat in dieser Erzählung die Schicksalsschläge im Leben eines Mannes zusammengebracht, der das Alte längst vergessen hatte. Zielstrebig für sie den Leser immer weiter zu der Frage, was da tatsächlich vorgefallen sein könnte. Neue Erkenntnisse führen zunächste zu Überraschungen und enden schließlich mit einer Wendung und einer Auflösung, die nicht gerade ein Happy End darstellt, aber doch plausibel als Abschluss hingenommen werden kann.
Bis auf Wolfgang Mühlberger sind die Figuren nicht mit allzuviel Tiefe ausgestattet. Sie sind funktional und nachvollziehbar in ihren Handlungen und Reaktionen.
Die Dialoge werden sparsam eingesetzt, schließlich spielt sich aber auch viel im Kopf des Protagonisten ab . Unendlich lange Gespräche werden die Leser suchen müssen. Mich hat es aber auch nicht gestört.
Mir hat die einfühlsame Geschichte gefallen und die sich entwickelnden Fragestellungern waren für mich spannend genug, um weiterzulesen, damit sie mir beantwortet wurden. Es ist mitnichten ein Kriminalroman, was auch niemand behauptet hat, und dennoch wird der Schuldige an einem Tod gesucht. Das geschieht mit einem Blick in den Kopf der Hauptfigur. Aufgrund der Kürze der Erzählung für jeden an Geschichten Interessierten schnell zu konsumieren.
Wolfgang Mühlberger hat seine Frau Franziska an den Krebs verloren. Jetzt überfällt ihn der überraschende Tod seiner Tochter Nathalie. Die Zwanzigjährige hatte sich in die Psychiatrie einweisen lassen. ...
Wolfgang Mühlberger hat seine Frau Franziska an den Krebs verloren. Jetzt überfällt ihn der überraschende Tod seiner Tochter Nathalie. Die Zwanzigjährige hatte sich in die Psychiatrie einweisen lassen. Er fährt mit dem Taxi nach Hause und wird von seiner Haushälterin Galina empfangen. Sie war Franziskas Pflegerin und nachdem sie verstorben ist, einfach bei ihm geblieben. Er öffnet die Bar und entnimmt die Cognacflasche, lässt die goldbraune Flüssigkeit direkt durch seine Kehle laufen. Galina bringt ihm das Telefon, das er widerspenstig entgegennimmt. Dr. Hahnefeld möchte mit ihm über Nathalie sprechen, ob er gleich vorbeikommen könnte. Er packt die Cognacflasche in seine Aktentasche und wankt in den Flur. Galina folgt ihm besorgt und fragt, was los ist? Mühlberger winkt ab, hält vor der Haustür inne, lehnt sich mit dem Rücken gegen die Wand und lässt sich daran hinabgleiten. Nathalie ist tot, stammelt er. Der Taxifahrer, den Galina gerufen hatte, hupt genervt vor der Tür. Mühlberger steht auf und sieht im Spiegel, dass die Wand sein Jackett verfärbt hat. Fluchend zieht er das Schurwollgemisch aus und entscheidet sich für einen Trenchcoat.
Er steigt auf den Rücksitz und der Fahrer blafft ihn wegen der fehlenden Begrüßung an. „Guten Tag“, sagt Mühlberger zerknirscht. Er schämt sich, denn der Mann kann ja nicht wissen, was ihm in der letzten Zeit widerfahren ist. Vor der Klinik nimmt er noch einen großen Schluck Cognac, dann geht er nach oben. Dr. Hahnefeld begrüßt ihn überschwänglich und spricht ihm sein Beileid aus. Der attraktive Arzt mit den schneeweißen Zähnen und der bronzefarbenen Haut hat keine Ahnung, warum Nathalie gestorben ist. Sie hatte eine schwere Depression und eine generalisierte Angststörung. Er hatte ihr ein Antidepressivum verordnet, das auch leicht gegen die Ängste half. Sie bekam darüber hinaus aber auch Bedarfsmedikation. Er möchte ihrem Tod nachgehen und sie obduzieren.
Fazit: Eieiei, was war das denn? Eva Förster hat nach mehreren Gedichtbänden nun ein Prosastück geschrieben. Ich fand die Beschreibung im Klappentext interessant, allerdings hat mich die Umsetzung gar nicht abgeholt. In dieser Erzählung ist in etwa alles passiert, was ein gutes Lektorat vermieden hätte. Zu viel Dramatik, die zwar den Kopf, aber das Herz nicht erreicht. Syntax:
Mühlberger hatte schon einmal erlebt, dass er die ganze materielle Wucht eines vergangenen Lebens übergeholfen bekommen hat. S. 24
Er bemerkte, wie die Flasche leer wurde. S. 25
Die Dialoge sind dürftig und gestelzt. Die Autorin hat an beliebigen Stellen Fremdworte eingestreut. Möglicherweise um den Eindruck zu erwecken, dass sie eine besondere Bildung genossen hat, es erschwert aber ungemein den Lesefluss.
Zu viele Adjektive. Zu viele Informationen
Bewertungen: Sein bester Freund ist bisexuell und
frönt im Darkroom seiner fleischlichen Lust. Dadurch, dass er trinkt, schwinden wohl auch seine Ansprüche.“ S. 67
Die Autorin lässt sich in ellenlangen Personenbeschreibungen aus, ich hätte gerne mehr über die charakterlichen Eigenschaften erfahren.
Der Protagonist ist unsympathisch, hochneurotisch, lahm und langweilig. Seine „Schicksalsschläge“ müssten mich doch eigentlich rühren und auf seine Seite ziehen, aber da war kein Gefühl in mir.
Man kann dieses anspruchsfreie 130 Seiten Büchlein fix weghapsen, man kann es aber auch lassen.