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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2020

Humorvoll, emotional und mit einer Prise Spannung - Drei fremde Menschen wachsen zu einer Familie zusammen

Wo sich die Sterne spiegeln
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Klappentext
Zu Hause ist, wo wir zusammen sind

Die drei Halbgeschwister Malcolm, Callie und Keira wussten nichts voneinander. Aber als ihr Großvater sie in der Familienvilla am See zusammenführt, beginnt ...

Klappentext
Zu Hause ist, wo wir zusammen sind

Die drei Halbgeschwister Malcolm, Callie und Keira wussten nichts voneinander. Aber als ihr Großvater sie in der Familienvilla am See zusammenführt, beginnt für sie alle ein neues Leben. Malcolm, der schon längst den Familienkonzern »Alberto’s Alfresco« leitet, muss damit zurechtkommen, dass zu Hause plötzlich zwei Schwestern mitreden. Callie erfährt, wie es ist, von einem großen Bruder beschützt zu werden - ob sie will oder nicht. Und die 12-jährige Keira hofft nur, dass das alles kein Sternentraum ist, sondern sie ein echtes Zuhause gefunden hat.

Meine Meinung
"Wo sich die Sterne spiegeln" von Susan Mallery ist wieder ein wunderschönes Buch, bei dem ich mich richtig wohlfühle. Ich liebe den Schreibstil der Autorin, er ist berührend und sehr bildhaft, er packt mich so, dass ich schnell in der Geschichte bin. Die Geschichte ist bewegend und tiefgründig, hier geht es um Vertrauen und Liebe innerhalb einer Familie, die sich erst kennenlernen muss.
Was mir hier an dieser Geschichte besonders gut gefällt, dass es nicht nur die heile Welt gibt. Es werden auch Probleme und Nöte einzelner Personen beschrieben. Und auch die Spannung darf nicht fehlen. Durch die verschiedenen Sichtweisen ist man auch immer ganz nah an der jeweiligen Person, so etwas mag ich besonders gern.

Die Charaktere sind lebendig und liebevoll beschrieben. Malcom, Callie und Keira entwickeln sich im Laufe der Geschichte und zwar auch authentisch und nicht zu abgehoben. Malcom versucht am Anfang alles richtig zu machen, doch irgendwie gelingt es ihm nicht. Er muss erst Nähe zulassen können und Vertrauen aufbauen, um sich seinen Schwestern behutsam zu nähern. Er macht meiner Meinung nach die größte Entwicklung durch. Auch wenn er am Anfang etwas hölzern rüberkommt, hat er gleich meine Sympathien. Keira muss man einfach liebhaben, sie ist ein kleiner Engel, der sich nichts mehr wünscht als eine Familie. Und dann ist da noch die dritte im Bunde, Callie. Oh, man ihre Geschichte hat mich sehr berührt, kein Wunder, dass sie sich am Anfang so distanziert verhält.
Und auch alle Nebencharaktere fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.

Fazit
Ein rundum gelungener Familienroman, der mich sehr berührt und verzaubert hat. Er ist humorvoll aber auch ergreifend und spannend. Facettenreiche Charaktere machen die Geschichte lebendig. Natürlich gibt es auch ein Happy End...
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Spannend und fesselnd, mir ist der Protagonist zu hitzköpfig

Urlaubskiller. Ostfrieslandkrimi
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Klappentext
Kommissar Lukas Jansen wird nach Bensersiel beordert, um den Hafen zu überwachen, denn es ist Schreckliches passiert: Die Urlaubsinsel Norderney wurde von einem furchtbaren Ereignis erschüttert ...

Klappentext
Kommissar Lukas Jansen wird nach Bensersiel beordert, um den Hafen zu überwachen, denn es ist Schreckliches passiert: Die Urlaubsinsel Norderney wurde von einem furchtbaren Ereignis erschüttert – eine Explosion lässt den Flughafen in Feuer und Rauch aufgehen und führt zu vielen Verletzten. Doch dies ist nur der Beginn einer Serie von Anschlägen, die ganz Ostfriesland in Aufregung versetzt. Angeblich steckt die „Störtebeker-Front“ dahinter. Die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft. Gleichzeitig versetzen brutale Internet-Videos die Bevölkerung in Unruhe. Beide Aktionen drohen in der beliebten Urlaubsregion einen immensen Schaden anzurichten. Lukas Jansen wird misstrauisch – gibt es einen gemeinsamen Hintergrund? Bei seinen Ermittlungen stößt er auf eine vielversprechende Spur, die ihn selbst in höchste Gefahr bringt …

Meine Meinung
"Urlaubskiller" von Nick Stein ist mein erster Krimi des Autors. Sein Schreibstil ist spannend und fesselnd. An einigen Stellen ist es sogar humorvoll.
Die brisante Thematik hat er gut rübergebracht, er beschreibt die schrecklichen Vorkommnisse sehr anschaulich und lebendig. Ich habe bei den Ermittlungsarbeiten ordentlich mitgefiebert.

Leider gibt es auch ein aber... ich bin mit Lukas nicht warm geworden. Wenn er der Hausmann und liebevolle Vater ist, ist er mir sehr sympathisch. Aber dann meint er, dass nur er allein das aufklären kann. Das war mir etwas zu viel.
Seine Frau Lisa dagegen habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eine taffe Frau, die trotz Zwillinge in ihrem Beruf arbeiten möchte. Sie ist Lukas Ruhepol, immer, wenn sie zusammen sind, merke ich, wie Lukas zur Ruhe kommt und nicht mehr ganz so kopflos durch die Gegend rennt.

Fazit
Auch wenn ich so meine Schwierigkeiten mit Lukas Jansen habe, kann ich diesen Krimi weiterempfehlen. Er ist rasant, actionreich und spannend. Ich gebe ihm 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2020

Superspannender Krimi, Anwalt gerät in Gewissensnöte wegen der Schweigepflicht

Sünde des Schweigens
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Klappentext (übernommen)
Während eines abenteuerlichen Urlaubs in Mali gerieten Margarete Schönfelder, Tochter eines schwäbischen Unternehmers, und ihr Ehemann Erich in Geiselhaft. Er kam frei, sie starb. ...

Klappentext (übernommen)
Während eines abenteuerlichen Urlaubs in Mali gerieten Margarete Schönfelder, Tochter eines schwäbischen Unternehmers, und ihr Ehemann Erich in Geiselhaft. Er kam frei, sie starb. Als der junge Anwalt Dr. Jean-Jacques „Joja“ Seltenreich den Ehemann in einer Verwaltungsrechtssache vertritt, keimt in ihm ein ungeheuerlicher Verdacht auf. Wie aber soll sich ein Anwalt nun zwischen der ihm vom Gesetz auferlegten Schweigepflicht und seinem Gewissen entscheiden? Die Lösung ist gefährlich, denn sein Gegenspieler ist nicht zimperlich …

Meine Meinung
"Sünde des Schweigens" von Rudolf Georg beschreibt ein faszinierendes Thema. Muss man als Anwalt schweigen, wenn er einen unsympathischen Mandanten einer Straftat verdächtigt? In dieses Dilemma gerät der sympathische Anwalt Dr. Jean-Jacques „Joja“ Seltenreich. Auch wenn dieser Krimi ziemlich in ruhigen Bahnen erzählt wird, ist er superspannend und sehr fesselnd. Man spürt, dass der Autor sich gut mit der Materie auskennt, da er selbst Anwalt ist. Die Beschreibungen sind manchmal sehr ausschweifend und sehr detailliert, aber dies hat keinen Abbruch an meinem Lesevergnügen gehabt.

Die Charaktere sind lebendig und authentisch beschrieben worden. In Joja kann ich mich schnell hineinversetzen, da er wie ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat. Er versucht sein Möglichstes, um dem Täter die gerechte Strafe zukommen zu lassen ohne natürlich selbst straffällig zu werden. Ich bewundere auch seinen Mut, dass er am Ball bleibt, obwohl er von seinem Gegenspieler massiv unter Druck gesetzt wird. Und auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und interessant ausgearbeitet worden.

Dank diversen Wendungen kann der Autor hier mit einem fulminanten Showdown auswarten.

Fazit
Ein rundum gelungener Krimi, zwar leise aber superspannend und realistisch.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne. Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Spannender Krimi aus Norddeutschland

Marlene Torvett und das Märchen vom Glück
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Klappentext
Marlene Torvett hatte ihr neues Zuhause bewusst gewählt: Inmitten der idyllischen Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte in der beschaulichen Kleinstadt Neustrelitz. Doch als eine Leiche ...

Klappentext
Marlene Torvett hatte ihr neues Zuhause bewusst gewählt: Inmitten der idyllischen Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte in der beschaulichen Kleinstadt Neustrelitz. Doch als eine Leiche im Zierker See treibend gefunden wird, kann sie gar nicht anders, als dies persönlich zu nehmen. Sie mischt sich in die Ermittlungen ein. Mit Witz und Charme wickelt sie nicht nur den mürrischen Hauptkommissar Babuske um den Finger, sondern entdeckt ein Netz aus Intrigen, Gier und Macht auf, das tief unter der Oberfläche verborgen liegt. Als dann ein zweiter Mord geschieht und eine junge Frau verschwindet begreift Marlene Torvett, wie gefährlich ihre Gegner in Wirklichkeit sind und dass selbst sie nicht mehr sicher ist.

Meine Meinung
" Marlene Torvett und das Märchen vom Glück" von Jana Jürß ist ein spannender Krimi mit einer ungewöhnlichen "Ermittlerin". Marlene Torvett ist eine Frau mittleren Alters, die dank ihrer Bücher nicht mehr arbeiten muss. Sie ist sehr resolut und duldet oft kein "nein". In ihrer Freizeit hilft sie Hauptkommissar Tony Babuske bei seinen Ermittlungen, wobei sie auch hier gerne das Zepter in die Hand nimmt. Am Anfang war sie nicht unbedingt so mein Fall, aber im Laufe des Buches habe ich sie schätzen gelernt. Ich mag es, wenn Protagonisten Ecken und Kanten haben. Und auch Tony Babuske ist eine interessante Persönlichkeit, die man in Laufe der Zeit ins Herz schließt. Zusammen sind sie ein eingespieltes Team. Auch der Täter kommt zu Wort... Eigentlich finde ich so etwas immer ziemlich spannend, doch hier hat es mich teilweise etwas genervt. Mit seiner vulgären Sprache habe ich so meine Probleme. Redet man wirklich so? Auf der anderen Seite ist er abgrundtief böse...

Besonders gut gefällt mir die Beschreibung der Landschaft, gerne hätte ich noch mehr davon. Gerade die düstere Atmosphäre am Anfang des Buches habe ich gespürt, mir lief es dort im Dunkeln am See eiskalt den Rücken runter.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Spannung ist präsent und das Ende überraschend.
Ständige Perspektivwechsel erhöhen die Spannung, überraschende Wendungen bringen den Leser immer wieder auf eine falsche Spur. Das hat mir gut gefallen.
Nur einige Sätze waren ziemlich verschachtelt, so dass ich sie ein zweites oder sogar auch mal ein drittes Mal lesen musste. Das hemmte meinen Lesefluss...

Fazit
Diesen spannenden Krimi kann ich bedenkenlos empfehlen, ich gebe ihm 4 Sterne.

Veröffentlicht am 08.12.2019

Spannend und fesselnd, Ermittlungen in einer Seniorenresidenz

Elbgift
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Klappentext
Herzversagen, attestiert der medizinische Direktor, als in Kophusens exklusiver Seniorenresidenz eine kerngesunde Bewohnerin zusammenbricht und stirbt. Doch Polizeiobermeister Peter Brandt ...

Klappentext
Herzversagen, attestiert der medizinische Direktor, als in Kophusens exklusiver Seniorenresidenz eine kerngesunde Bewohnerin zusammenbricht und stirbt. Doch Polizeiobermeister Peter Brandt hegt Zweifel an der natürlichen Todesursache.
Gemeinsam mit seinen Kollegen Philip Goldberg und Hauke Thomsen stellt er heimlich Nachforschungen an. Wenig später wird in dem Seniorenstift eingebrochen, und der Hausarzt der Verstorbenen ist spurlos verschwunden. Spätestens als tatsächlich ein Mord geschieht, liegt auf der Hand: In der noblen Seniorenresidenz ist etwas faul. Die Kripo aus Itzehoe übernimmt, doch die drei Kophusener Polizisten lassen sich den Fall nicht so einfach wegnehmen und ermitteln auf eigene Faust weiter.

Meine Meinung
"Elbgift" von Nicole Wollschläger ist bereits der vierte Fall mit dem Dreamteam aus Kophusen. Der Schreibstil der Autorin ist spannend und fesselnd, schnell kann ich in die Geschichte eintauchen. Bei den Ermittlungsarbeiten ist der Leser ganz nah am Geschehen, was mir sehr gut gefällt. Schnell wird eine gute Spannung aufgebaut, die sich bis zum Schluss halten kann. Auch kommt hier der Humor nicht zu kurz. Zwischendurch geht es immer wieder um das Privatleben der einzelnen Personen. Die Autorin wählt hier eine gute Mischung, nicht zu viel und nicht zu wenig. In einigen Fällen ist es ratsam die Vorgängerbände zu kennen, für den Kriminalfall dagegen nicht.

Die Charaktere sind lebendig und authentisch, ich habe mich über ein Wiedersehen mit Philip, Hauke und Peter gefreut. Trotz ihrer unterschiedlichen Charaktereigenschaften ergänzen sie sich sehr gut. Als Team sind sie echt spitze. Zusätzlich wird ihr Team vom ehemaligen Dienststellenleiter Alfred verstärkt, er geht undercover in die Seniorenresidenz. Mir ist er gleich sympathisch, er langweilt sich in seinem Rentnerdasein und freut sich über die Abwechslung. Was mir auch gut gefällt, dass er nicht gegenüber Philip überheblich ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er das Team wunderbar ergänzt.

Fazit
Dieser Krimi ist eine gute Mischung aus Spannung, Humor und ernste Themen rund um die Senioren.
Ich habe die spannende Lesezeit sehr genossen und spreche dem Krimi eine unbedingte Leseempfehlung aus. Außerdem gibt es 5 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere