Karoline Mask von Oppen (Sprecher), Michael Hansonis (Sprecher)
Zwei star-crossed Lovers im Kampf zwischen den Welten
Louve ist eine Schattenassassinin – für die richtige Summe holt sie die Seelen Verstorbener aus dem Schattenreich zurück. Doch dann unterläuft ihr ein fataler Fehler. Da Louve nur über Auren die Welt wahrnimmt, befreit sie den Schattengott Enean höchstselbst. Enean, dem dunklen Thron und seiner Bestiengestalt überdrüssig, fährt in den Körper des jungen Mannes und entkommt ins Reich der Lebenden – seine Dämonen dicht auf den Fersen. Neben seiner Freiheit hat er nur ein Ziel vor Augen: Louve für sich zu gewinnen. Doch Louve ist verlobt und der verwaiste Schattenthron bedroht das Reich des Lichts.
High Fantasy vom Feinsten – eine Welt im ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten.
Dies ist der erste Band der »Solitude«-Dilogie. Alle Hörbücher der epischen New Adult Fantasy-Serie:
Devour the Light
Unleash the Shadows (erscheint vrsl. im Herbst 2025)
Lesejury-Facts
Dieses Buch befindet sich bei Just_Skadi98 in einem Regal.
In „Devour the light” von F.M. Winkel geht es Hauptsächlich um die Geschichte von der Schattenassassinin Louve und teilweise auch um die Geschichte des Schattengottes Enean. Die beiden sind Freunde und ...
In „Devour the light” von F.M. Winkel geht es Hauptsächlich um die Geschichte von der Schattenassassinin Louve und teilweise auch um die Geschichte des Schattengottes Enean. Die beiden sind Freunde und verbringen so oft es geht verbotenerweise Zeit miteinander um ihrem eigenen, düsteren Alltag zu entfliehen und noch um so viel mehr.
Ich habe an der Leserunde zu diesem wirklich gelungenen Buch teilgenommen und vielen ging es so (mich selbst eingeschlossen) das sie Probleme hatten in das Buch reinzukommen. Bitte lasst euch davon nicht abschrecken, es lohnt sich weiter zu lesen. Woran das liegt konnte ich nach wie vor nicht fest machen, da mir der Schreibstil von Anfang an gefiel. Man hat zu dem noch eine Karte und einen Glossar um sich besser zurecht zu finden. Ich persönlich liebe es wenn einem eine Karte und ein Glossar zur Verfügung gestellt werden und allein schon deswegen würde ich am liebsten 6 von 5 ★ geben.
Es gibt so viele Dinge die mir an diesem Buch so gefallen haben. Zum einen der Schreibstil, er ist fesselnd, humorvoll und auch alle ernsten Situationen sind so gut beschrieben und werden nicht ins lächerliche gezogen oder verharmlost. Es gibt so eine Auflistung potentieller Trigger am Ende des Buches.
Am Anfang hatte ich kurz Sorge mir nicht alles bildlich vorstellen zu können da Louve blind ist aber die Sorge war vollkommen unbegründet. Später erfährt man zwar durch Enean auch wie einiges aussieht aber F.M. Winkel hat es geschafft alles aus Sicht einer blinden so toll zu beschreiben das ich Eneans Beschreibungen gar nicht mehr benötigte.
Auch die Namen aller Charaktere, Orte, Gebäude,verschiedenen Gewässern usw. sind so kreativ und einzigartig. Ich persönlich hatte noch nie auch nur einen vorher gehört bzw. gelesen in all den Büchern die ich schon gelesen habe.
Es gibt nur eine Sache die mir nicht gefallen hat und zwar die erotischen Szenen. Das ist aber auch einfach Geschmackssache. Gut geschrieben sind sie dennoch und werden sicher jedem Fan von erotischen Abschnitten gefallen.
Zusammenfassend kann ich sagen es ist ein so tolles Buch. Man durchlebt so viele Emotionen und will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe innerlich geweint, geschrien, war verzweifelt, glücklich, wütend, traurig, entsetzt, schockiert und musste tatsächlich sogar außerhalb meines Kopfes oft lachen.
Devour the light ist eine 10/10 und wer es nicht liest verpasst was.
Das Buch ist eine originelle und ungewöhnliche Fantasygeschichte, die mit frischen Ideen und einem poetischen Schreibstil punktet. Besonders die Beziehung zwischen Louve, der Schattenassassinin, und Enean, ...
Das Buch ist eine originelle und ungewöhnliche Fantasygeschichte, die mit frischen Ideen und einem poetischen Schreibstil punktet. Besonders die Beziehung zwischen Louve, der Schattenassassinin, und Enean, dem Schattenkönig, war spannend und emotional, auch wenn sie mich nicht immer ganz erreichen konnte.
Die Welt ist faszinierend, aber stellenweise etwas unübersichtlich – trotz Glossar fiel mir der Einstieg schwer. Der Humor von Louve und die temporeichen Actionszenen haben das aber gut ausgeglichen.
Insgesamt ein kreatives, atmosphärisches Buch mit kleinen Längen und gelegentlicher Verwirrung, das vor allem durch den Schreibstil und den starken Cliffhanger in Erinnerung bleibt.
Die Grundidee von Solitude 1: Devour the Light hat mich sofort angesprochen, gerade durch den spannenden Prolog, der direkt Neugier weckt. Doch je weiter ich gekommen bin, desto mehr wurde mir bewusst, ...
Die Grundidee von Solitude 1: Devour the Light hat mich sofort angesprochen, gerade durch den spannenden Prolog, der direkt Neugier weckt. Doch je weiter ich gekommen bin, desto mehr wurde mir bewusst, dass ich mit vielen Elementen der Geschichte Schwierigkeiten hatte. Diese Rezension soll meine Eindrücke, sowohl positiv als auch kritisch, möglichst ehrlich und strukturiert wiedergeben.
Kapitelstruktur, Lesefluss & Perspektivwechsel
Die Kapitelstruktur hat mir grundsätzlich gut gefallen. Die Kapitellängen waren angenehm und sorgten dafür, dass man schnell noch „ein Kapitel mehr“ hören wollte. Dadurch kam ein gewisser Sog zustande, der den Lesefluss gefördert hat, zumindest dann, wenn ich nicht gerade mit den inhaltlichen Unklarheiten zu kämpfen hatte. Erzählt wird in der Ich-Perspektive, abwechselnd aus der Sicht von Louve und Enean.
Hörbuch: Eindruck & Stimmen
Das Hörbuch hat bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen.
Die Sprecherin von Louve hat mir unglaublich gut gefallen. Sie bringt Emotionen gut rüber, trifft den Ton der Figur genau und schafft es auch, die anderen Stimmen in den Dialogen glaubwürdig und unaufdringlich zu imitieren.
Der Sprecher von Enean hingegen war für mich ein echtes Problem. Seine verstellten Stimmen wirkten viel zu übertrieben, teilweise fast albern. In den Monologen spricht er wieder ganz normal, was einfach nicht rund wirkte. Vor allem gegen Ende, als er eine Figur mit völlig überzeichneter Stimme darstellt, wusste ich gar nicht mehr, wer da gerade eigentlich spricht. Das hat mich völlig aus dem Lesefluss gebracht. In der Mitte war es etwas besser, aber insgesamt hat er mir das Zuhören eher erschwert.
Deshalb ziehe ich dem Hörbuch einen halben Stern ab. Für das Buch vergebe ich 2,5 Sterne, fürs Hörbuch 2 Sterne.
Einstieg in die Geschichte, Worldbuilding und Erzählstruktur
Der Prolog hat mir direkt gut gefallen, er war atmosphärisch, geheimnisvoll und hat sofort meine Neugier geweckt. Danach wurde es allerdings schwierig: Ich war ziemlich überfordert mit dem Worldbuilding. Es war schwer zu erkennen, wie die Welt funktioniert, welche Regeln gelten, wie die Charaktere miteinander verbunden sind. Zwar gibt es hinten im Buch ein Glossar, was ich grundsätzlich super finde, so konnte man wenigstens bestimmte Begriffe nochmal nachschlagen. Aber im Verlauf der Geschichte selbst wird vieles einfach zu wenig erklärt. Die Erzählstruktur wirkt stellenweise sprunghaft. Szenenwechsel, Actionszenen folgen oft in schneller Abfolge, ohne dass genügend erzählerischer Rahmen geboten wird, um das gelesene einzuordnen. Als jemand, der beim Lesen jeden Satz im Kopf wie einen Film visualisiert, bringen mich solche Ungereimtheiten komplett aus dem Lesefluss. Ich musste einzelne Kapitel mehrfach hören oder nachlesen, weil mir der inhaltliche Zusammenhang gefehlt hat. Vieles blieb unklar, sowohl das übergeordnete Ziel der Figuren als auch die Verbindung einzelner Szenen untereinander. Das hat es mir insgesamt sehr schwer gemacht, in der Geschichte zu bleiben.
Charaktere & Humor
Ein echtes Highlight war für mich Louve. Sie ist frech, grumpy, selbstbewusst und bringt eine erfrischende Art mit sich, die sich deutlich von typischen Fantasy-Heldinnen abhebt. Ihre Dialoge, auch mit der derberen Wortwahl, haben super zu ihr gepasst und der Welt eine eigene Note gegeben. Auch wenn Louves Entwicklung später für mich nicht ganz nachvollziehbar war, war sie insgesamt noch die Figur, mit der ich am ehesten mitgehen konnte. Mit den anderen Charakteren, vor allem Enean, bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Ich konnte ihre Motivationen und Handlungen oft schwer nachvollziehen, und ihre Beziehungen untereinander waren für mich nicht klar greifbar.
Magiesystem, Schatten & Ideenreichtum
Trotz meiner Schwierigkeiten muss ich sagen: Es steckt wahnsinnig viel Potenzial in dieser Welt. Auch die Mischung aus urbaner, leicht dystopischer Fantasy mit einer eigenen Stadt, Schattenassassinen und seltsamen Wesen hat richtig viel Reiz. Gleichzeitig finden sich darin aber auch moderne Elemente wie Technik, Elektronik und alltägliche Gegenstände wieder, was dem Setting eine originelle Note verleiht. Leider wurde das alles nur angerissen, ohne richtig ausgebaut zu werden. Ich hätte mir gewünscht, dass das Magiesystem, die Schatten, die Azae intensiver erklärt werden. Vieles bleibt unklar oder wirkt wie im Vorbeigehen erzählt. Vielleicht wird das im zweiten Band noch aufgegriffen aber im ersten Teil hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht.
Fazit
Auch wenn mir das Buch insgesamt nicht wirklich gefallen hat, sehe ich darin dennoch viel Potenzial. Die Welt ist voller spannender Ideen und der Humor in den Dialogen sowie die Figur Louve bringen Farbe in eine ansonsten eher düstere Welt. Die Autorin zeigt in vielen kleinen Momenten definitiv ihr Können, denn immer wieder finden sich poetische und perfekt formulierte Passagen, die mich beeindruckt haben.
"Wrens silbergetränkte Silhouette bewegt sich auf mich zu, während er mir den Himmel verspricht und mir die Hölle zu Füßen legt."
"Ich ertrinke in einem Ozean aus ungeweinten Tränen"
Dennoch konnte die Geschichte dieses Potenzial nicht vollständig ausschöpfen, da das Gesamtkonstrukt der Handlung für mich nicht so stark ausgearbeitet war. Leider fehlt dem Buch für mich ein klares Konzept, es gab zu wenig Struktur, zu viele offene Fragen und keinen roten Faden. Ich kam nicht richtig in die Geschichte hinein, konnte den Charakteren nicht durchgehend folgen und fand auch die emotionale Tiefe teilweise nicht nachvollziehbar. Der Spannungsbogen verläuft nicht kontinuierlich, die Charakterentwicklungen wirken in Teilen unlogisch oder zu abrupt. Obwohl die Geschichte punktuell spannende Momente bietet, verpufft die Spannung häufig schnell oder läuft ins Leere. Statt eines klaren Finales wirkt das Ende eher wie ein Ausklingen der Geschichte, ohne spürbare Konsequenzen.
Leser*innen, die nicht unbedingt jeden einzelnen erzählerischen Rahmen oder jede Information brauchen, um eine Geschichte zu genießen, könnten an diesem Buch durchaus Gefallen finden, besonders, wenn sie sich einfach von einem Hörbuch berieseln lassen und Spaß an der Atmosphäre haben. Für mich persönlich, die ich jeden Satz genau verstehen und mir bildlich vorstellen muss, um richtig in die Geschichte einzutauchen, war das allerdings schwierig. Wer also viel Kontext und klare Erklärungen braucht, um sich zurechtzufinden, könnte mit Solitude 1 eher weniger glücklich werden.
Hätte ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen, einfach weil es für mich zu anstrengend war, den Überblick zu behalten.