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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2025

4 ⭐

Two steps away - London Hearts 2
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Der Roman fesselt durch seine stimmige Mischung aus Emotion und Charakterentwicklung. Im Zentrum steht Pippas Weg zu mehr Selbstbestimmung: Sie löst sich zunehmend von familiären Erwartungen und wächst ...

Der Roman fesselt durch seine stimmige Mischung aus Emotion und Charakterentwicklung. Im Zentrum steht Pippas Weg zu mehr Selbstbestimmung: Sie löst sich zunehmend von familiären Erwartungen und wächst über sich hinaus. Ihre inneren Konflikte und ihre persönliche Entwicklung sind glaubwürdig und gut nachzuvollziehen.

Die Beziehung zu Ben entwickelt sich dabei behutsam und überzeugend. Spannungen, leise Momente und gegenseitiges Verständnis verleihen der Dynamik Tiefe, auch wenn Ben gegen Ende stellenweise etwas zu perfekt wirkt.

Kleinere dramaturgische Schwächen und vorhersehbare Wendungen trüben das Lesevergnügen nur wenig. Insgesamt bietet der Roman eine gefühlvolle, runde Geschichte über Nähe, Selbstfindung und familiäre Verstrickungen, die zufriedenstellend abschließt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.12.2025

2.5 ⭐

The Last Wish of Bristol Keats
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Dieses Buch liest sich mühelos. Mary E. Pearson hat eine Art zu schreiben, die einen automatisch durch die Seiten trägt – ruhig, elegant und sehr zugänglich. Genau das hat dafür gesorgt, dass ich schnell ...

Dieses Buch liest sich mühelos. Mary E. Pearson hat eine Art zu schreiben, die einen automatisch durch die Seiten trägt – ruhig, elegant und sehr zugänglich. Genau das hat dafür gesorgt, dass ich schnell vorangekommen bin, auch wenn mich die Geschichte selbst nicht durchgehend fesseln konnte.

Im Vergleich zum ersten Band fehlte mir hier vor allem der Sog. Die Handlung verläuft geradlinig, weitgehend ohne Rätsel oder größere Spannungsbögen, und vieles lässt sich früh erahnen. Statt Neugier stellte sich bei mir eher das Gefühl ein, dass Szenen abgearbeitet werden, ohne lange nachzuwirken. Einige Abschnitte wirkten wie Füllmaterial, während andere Entwicklungen wiederum sehr hastig abgehandelt wurden.

Auch die Charaktere konnten mich diesmal nicht vollständig abholen. Bristol empfand ich stellenweise als widersprüchlich, ihre Entscheidungen fühlten sich nicht immer wie eine logische Weiterentwicklung an. Die zusätzlichen Perspektiven haben für mich wenig Mehrwert gebracht und eher Distanz geschaffen, statt Nähe.

Unterm Strich ist es kein schlechtes Buch – es ist leicht zu lesen, handwerklich solide und durchaus unterhaltsam. Aber es bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück und erreicht nicht die Intensität oder Magie des Vorgängers.

Veröffentlicht am 21.12.2025

0.5 ⭐

A City of Flames
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Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Trotz interessanter Grundidee und ansprechender Optik fehlte es der Geschichte für mich an Tiefe, Spannung und glaubwürdigen Charakteren. Die ...

Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Trotz interessanter Grundidee und ansprechender Optik fehlte es der Geschichte für mich an Tiefe, Spannung und glaubwürdigen Charakteren. Die Handlung wirkte konstruiert und verlor sich in bekannten Fantasy-Versatzstücken, ohne daraus etwas Eigenständiges zu machen.

Besonders die Protagonistin blieb für mich blass und passiv. Ihre Motivation und emotionalen Reaktionen wirkten oft unlogisch oder beliebig. Auch die Nebencharaktere – inklusive der Loveinterests – konnten kein echtes Interesse wecken, da ihre Beziehungen zu schnell und ohne nachvollziehbaren Aufbau entstanden.

Der Schreibstil war zwar stellenweise atmosphärisch, insgesamt aber distanziert und repetitiv, wodurch kaum emotionale Bindung entstand. Viele angedeutete Konflikte blieben folgenlos, während Zufälle die Handlung vorantrieben.

Trotz einzelner guter Ansätze sprang der Funke bei mir nicht über. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

Veröffentlicht am 20.12.2025

3 ⭐

Dark Phantoms
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In Dark Phantoms 2 fallen Masken – und nicht alles, was darunter zum Vorschein kommt, gefällt. Der zweite Band vertieft die Geschichte rund um Helena und die Phantoms deutlich und setzt stärker auf Intrigen, ...

In Dark Phantoms 2 fallen Masken – und nicht alles, was darunter zum Vorschein kommt, gefällt. Der zweite Band vertieft die Geschichte rund um Helena und die Phantoms deutlich und setzt stärker auf Intrigen, Machtspiele und emotionale Konflikte.

Helena steht diesmal klar im Mittelpunkt. Ihre Entwicklung ist spürbar: Sie wirkt entschlossener, reflektierter und weiß zunehmend, wofür sie kämpft. Besonders gefallen hat mir, dass sie nicht als passiver Charakter dargestellt wird, sondern lernt, ihre eigene Stärke anzunehmen – auch wenn sie dabei immer wieder an ihre Grenzen stößt.

Die Welt der Phantoms bleibt faszinierend und zugleich verwirrend. Je mehr man über sie erfährt, desto mehr neue Fragen entstehen. Vertrauen wird brüchig, Loyalitäten kippen, und nichts ist so eindeutig, wie es zunächst scheint. Das Enemies-to-Lovers-Element bringt zusätzliche Spannung, auch wenn mir die Dynamik im ersten Band emotional stärker erschien.

Der Schreibstil ist erneut flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte lebt von einem ständigen Wechsel zwischen Nähe und Distanz, Hoffnung und Verrat. Manche Entwicklungen waren intensiv und wirkungsvoll, andere hätten für meinen Geschmack etwas mehr Raum oder Tiefe gebraucht.

Insgesamt hat mir der zweite Band gut gefallen, konnte für mich aber nicht ganz an die Sogwirkung von Band 1 anknüpfen. Dennoch macht das Ende neugierig, und ich bin gespannt, wie die Geschichte im nächsten Teil weitergeführt wird.

Veröffentlicht am 20.12.2025

3 ⭐

Where Storms Unite Us
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"Where Storms Unite Us" ist eines dieser Bücher, bei denen man schnell merkt, dass es weniger um große Schlachten oder spektakuläre Magie geht, sondern um innere Konflikte. Die Welt, in der die Geschichte ...

"Where Storms Unite Us" ist eines dieser Bücher, bei denen man schnell merkt, dass es weniger um große Schlachten oder spektakuläre Magie geht, sondern um innere Konflikte. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist von Stürmen gezeichnet, von Unsicherheit und vom Schweigen der Götter – ein Hintergrund, der eher bedrückt als episch wirkt.

Lynn ist eine Protagonistin, die aus Verzweiflung handelt. Ihre Entscheidung, sich allein auf das Meer zu wagen, entsteht nicht aus Mut, sondern aus Hoffnungslosigkeit. Als sie Arion begegnet, wird jedoch klar, dass er keineswegs der Retter ist, den sie sich erhofft hat. Stattdessen steht sie einem Halbgott gegenüber, der selbst kaum Halt findet.

Der Roman nimmt sich viel Zeit für Gespräche, Gedanken und das langsame Entstehen einer Verbindung zwischen den beiden Protagonisten. Dabei geht es um Schuld, Verantwortung und die Frage, ob man an etwas glauben kann, das einen bereits enttäuscht hat. Diese ruhige Erzählweise verleiht der Geschichte Tiefe, nimmt ihr aber auch Tempo.

Die Handlung schreitet eher bedacht als spannungsgeladen voran. Konflikte werden selten durch äußere Ereignisse vorangetrieben, sondern durch emotionale Blockaden und innere Auseinandersetzungen. Für mich wirkte das stellenweise zäh, auch wenn die Themen an sich interessant sind.

Am Ende bleibt ein Buch, das atmosphärisch dicht ist und sensible Charakterzeichnungen bietet, mich jedoch nicht vollständig mitreißen konnte. Die Idee ist stark, die Umsetzung sehr leise – vielleicht zu leise für meinen persönlichen Geschmack. Ich vergebe 3 ⭐.