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Veröffentlicht am 25.05.2026

Große Erwartungen, wenig Inhalt

Masked by Nightfall
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Ich hatte wirklich große Erwartungen an Masked by Nightfall. Einerseits, weil ich unglaublich viel Gutes über das Buch gehört habe, andererseits aber auch, weil mich das wunderschöne Cover sofort angesprochen ...

Ich hatte wirklich große Erwartungen an Masked by Nightfall. Einerseits, weil ich unglaublich viel Gutes über das Buch gehört habe, andererseits aber auch, weil mich das wunderschöne Cover sofort angesprochen hat. Außerdem hatte ich kurz zuvor bereits ein längeres Fantasybuch gelesen, das mir richtig gut gefallen hat, deshalb dachte ich: Mehr Seiten, mehr Worldbuilding, mehr Tiefe. Leider war hier genau das Gegenteil der Fall.

Der Einstieg hat mir zunächst noch gut gefallen. Ich konnte mich schnell in die Geschichte einfinden, fand Elodie anfangs nachvollziehbar und war gespannt auf die Richtung, die die Handlung einschlagen würde. Besonders die Dynamik innerhalb der Gruppe der Anwärter:innen hatte Potenzial, und einzelne Dialoge oder Interaktionen haben mir wirklich gefallen. Auch Jax mochte ich als Charakter am meisten, er war für mich einer der wenigen Figuren, die tatsächlich etwas Präsenz hatten und die Geschichte teilweise getragen haben.

Was mich irritiert hat, war die Erzählstruktur. Die Autorin versucht mehrfach, bestimmte Geheimnisse oder Hintergründe mysteriös aufzubauen, indem Informationen im inneren Monolog bewusst vage gehalten werden. Als Leser:in ahnt man jedoch meistens sofort, worauf es hinausläuft. Umso enttäuschender war es dann, dass diese „Mysterien“ oft völlig unspektakulär in Nebensätzen aufgelöst werden, ohne emotionalen Höhepunkt oder große Enthüllung. Dazu kommt, dass manche Entwicklungen bereits sehr früh angedeutet oder sogar direkt gespoilert werden, obwohl das der Geschichte überhaupt keinen Mehrwert bringt. Dadurch geht zusätzlich Spannung verloren.

Ein großes Problem war für mich das Worldbuilding. Ich hatte direkt zuvor bereits zwei Fantasybücher gelesen, die diesem hier extrem ähnlich waren, besonders das Soldatenlager- bzw. Ausbildungsszenario und das Magiesystem/Hintergrund. Dadurch wirkte vieles nicht nur bekannt, sondern teilweise beinahe identisch. Die Fantasy- und Magieaspekte, die ich dann erwartet hatte, standen hier stark im Hintergrund. Stattdessen begleitet man hauptsächlich die Ausbildung der Anwärter:innen mit Trainings, Reisen zwischen Lagern und Gruppendynamiken. Das Problem dabei: Über sehr lange Zeit passiert schlichtweg kaum etwas.

Das Buch hat fast 700 Seiten, aber selbst nach der Hälfte hatte ich das Gefühl, dass die Handlung kaum vorangekommen ist. Man lernt Figuren kennen, erfährt Hintergründe und beobachtet kleinere Dynamiken, aber eine wirkliche Entwicklung oder Spannung blieb für mich lange aus. Erst ab etwa 65 % nimmt die Handlung minimal Fahrt auf, und erst gegen Ende passiert überhaupt mehr. Doch selbst dann werden wichtige oder dramatische Szenen viel zu schnell abgehandelt. Momente, die emotional einschlagen könnten, werden innerhalb weniger Seiten wieder beendet, ohne dass man sich richtig hineinfühlen kann.

Besonders schwierig fand ich außerdem die Hauptfigur Elodie. Anfangs konnte ich ihre Gedanken und Handlungen noch nachvollziehen, aber im Verlauf wurde sie mir immer unsympathischer. Ihre extreme Sturheit hat viele ihrer Entscheidungen für mich eher frustrierend als interessant gemacht. Auch die Nebencharaktere blieben trotz sympathischer Ansätze insgesamt sehr blass. Zwar mochte ich die Freundschaftsdynamik innerhalb der Gruppe, aber viele Figuren hatten für mich kaum genug Persönlichkeit, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben. Teilweise habe ich Namen verwechselt, weil einige Charaktere kaum eigenständige Präsenz hatten und wenig zur Handlung beigetragen haben.

Trotz allem gab es einzelne Szenen zwischen Elodie und Jax, die ich wirklich mochte. Manche Dialoge waren schön geschrieben, und man merkt, dass die Geschichte interessante Ideen hat. Leider konnte ich die emotionale Entwicklung zwischen den Figuren letztendlich nicht nachvollziehen, weil mir die Charaktere insgesamt zu oberflächlich geblieben sind.

Fazit

Insgesamt war Masked by Nightfall für mich leider eine Enttäuschung. Die Handlung bleibt über weite Strecken sehr dünn, das Setting wirkt vertraut und wenig eigenständig, und die Charaktere bleiben insgesamt zu blass. Deshalb konnte mich die Geschichte nicht packen, ich vergebe 2,5 von 5 Sternen und ich werde die Reihe deshalb nicht weiterlesen.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Abenteuerlich und magisch

Dragon Mountain – Aufbruch ins Drachenreich (Dragon Mountain 1)
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Dragon Mountain – Aufbruch ins Drachenreich hat mich als Hörbuch wirklich positiv überrascht.
Besonders der Sprecher hat hier einen großartigen Job gemacht. Die unterschiedlichen Figuren wurden stimmlich ...

Dragon Mountain – Aufbruch ins Drachenreich hat mich als Hörbuch wirklich positiv überrascht.
Besonders der Sprecher hat hier einen großartigen Job gemacht. Die unterschiedlichen Figuren wurden stimmlich richtig lebendig umgesetzt. Vor allem die Drachen hatten dabei einen ganz eigenen Charakter, was dem Hörbuch unglaublich viel Atmosphäre verliehen hat.

Schon zu Beginn hatte ich beim Lesen ähnliche Vibes wie bei Percy Jackson & the Olympians. Diese Mischung aus kleiner Freundesgruppe, Abenteuer und magischer Welt hat bei mir sofort ein vertrautes, schönes Gefühl ausgelöst. Gleichzeitig bringt die Geschichte aber auch etwas Frisches mit hinein: Der Schauplatz in China hat mir besonders gut gefallen. Viele Jugendfantasygeschichten spielen gefühlt immer in Amerika oder England, deshalb war es richtig schön, hier einmal chinesische Repräsentation und ein Setting zu bekommen, das sich anders anfühlt und der Geschichte eine eigene Atmosphäre verleiht.

Die Handlung startet außerdem direkt spannend, ohne lange Vorrede, und konnte mich dadurch schnell abholen. Besonders mochte ich den Humor zwischendurch sowie die Dynamik innerhalb der Gruppe. Die Figuren wirkten insgesamt vielschichtig und lebendig. Interessanterweise hatte ich aber das Gefühl, dass ich zu einigen Nebencharakteren sogar schneller eine stärkere Bindung aufgebaut habe als zum eigentlichen Hauptprotagonisten. Er blieb für mich teilweise noch etwas undurchsichtig. Deshalb hoffe ich, dass der zweite Band ihm noch mehr Tiefe gibt.

Insgesamt hat mich das Buch aber wirklich sehr gut unterhalten und ich kann es nicht nur jüngeren Leser:innen empfehlen, auch Erwachsene könnten hier definitiv ihren Spaß haben. Das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Spannend, düster, atmosphärisch und emotional

City of Mirth and Malice (Order and Chaos Band 2) – Packende Rivals to Lovers Romantasy
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Nachdem mich bereits der erste Band mit seinem düsteren Setting, dem interessanten Magiesystem und der spannenden Welt überzeugen konnte, hatte ich sehr hohe Erwartungen an City of Mirth and Malice

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Nachdem mich bereits der erste Band mit seinem düsteren Setting, dem interessanten Magiesystem und der spannenden Welt überzeugen konnte, hatte ich sehr hohe Erwartungen an City of Mirth and Malice

Den ersten Teil habe ich als Hörbuch erlebt und mit 4,5 Sternen bewertet. Besonders die Atmosphäre, die Welt und die Grundidee konnten mich damals begeistern. Gleichzeitig hatte ich aber kleinere Schwierigkeiten, wirklich vollständig in die Geschichte hineinzufinden, da das Worldbuilding teilweise sehr kompakt war und ich bei den vielen Familiennamen und Figuren gelegentlich durcheinanderkam.

Bei Band zwei hatte ich deshalb zunächst Sorge, dass der Einstieg als gelesenes Buch schwieriger werden könnte. Aber genau das Gegenteil war der Fall: Ich war ab der ersten Seite komplett gefesselt.

Was mich direkt begeistert hat, war der Einstieg in die Geschichte. Besonders gelungen fand ich die Struktur der beiden Handlungsstränge. Camillas Perspektive im Hightower war intensiv, bedrückend und emotional. Ihr Überlebenskampf und gleichzeitig ihre innere Entwicklung haben mich unglaublich gepackt. Gleichzeitig war aber auch Nikolais Perspektive genauso spannend, denn die Rettungsmission hatte stellenweise fast etwas von einer kleinen DnD- oder Six of Crows-artigen Truppe: unterschiedliche Charaktere mit eigenen Fähigkeiten, Dynamiken und Aufgaben. Diese Gruppendynamik hat unglaublich Spaß gemacht. Normalerweise hat man bei Perspektivwechseln oft einen Liebling, hier überhaupt nicht. Beide Seiten waren so interessant, dass ich nie das Gefühl hatte, „zurück“ zu einer weniger spannenden Handlung zu müssen. Zusätzlich bekommen wir über Nikolais Handlung deutlich mehr Hintergrundinformationen über die Welt, die Nachkommen und das Magiesystem. Dadurch fühlte sich der zweite Band auch deutlich größer und umfangreicher an als sein Vorgänger.

Spannung & Pacing – der größte Pluspunkt des Buches

Die größte Stärke dieses Buches ist für mich ganz klar das Pacing. Auf über 600 Seiten gab es kein Moment, in den sich die Handlung gezogen hat. Es passiert ständig etwas: neue Gefahren, neue Enthüllungen, neue Konflikte oder emotionale Entwicklungen. Trotzdem wirkt die Geschichte nie gehetzt, zumindest bis zum Ende des Buches.

Gerade weil sich die Figuren permanent in Gefahr befinden, fühlt sich dieses hohe Tempo unglaublich passend an. Es gibt kleinere ruhigere Momente zum Durchatmen, humorvolle Szenen oder emotionale Gespräche, aber die Grundspannung bleibt immer erhalten. Genau diese konstante Spannung hat dafür gesorgt, dass ich teilweise ganze Leseabschnitte am Stück verschlungen habe.

Charakterdynamik & Nebenfiguren

Auch die Charakterdynamik war wieder ein riesiges Highlight. Die gesamte Familie Attano hat mir unglaublich gut gefallen. Trotz der vielen Figuren entsteht schnell dieses warme „(Found) Family“-Gefühl. Gerade die Szenen mit den Cousins haben oft Leichtigkeit in die düstere Handlung gebracht und für viele charmante oder humorvolle Momente gesorgt. Besonders die Dynamik zwischen Camilla und Nikolai funktioniert für mich weiterhin hervorragend. Dieses neckische, leicht provokante, aber gleichzeitig unglaublich fürsorgliche Verhalten zwischen den beiden hat mich sehr unterhalten. Nikolais absolute Obsession für Camilla war intensiv, emotional und teilweise genau die Art von übertriebener Loyalität, die ich in solchen Geschichten liebe. Dabei verliert die Geschichte aber nie komplett ihre Ernsthaftigkeit. Zwischen den humorvollen oder romantischen Szenen bleibt immer diese unterschwellige Gefahr bestehen.

Kleine Kritikpunkte

Trotz meiner Begeisterung gab es einige kleinere Dinge, die mich gestört haben. Zum einen die Namenswahl mancher Figuren. Namen wie Marcus, Mike und Marco innerhalb kürzester Zeit oder auch Jasper und Vesper waren teilweise unnötig verwirrend. Gerade in einer ohnehin komplexen Welt hätte ich mir hier deutlich unterschiedlichere Namen gewünscht. Außerdem gab es kleinere Momente, in denen mir bestimmte Aspekte des Magiesystems nicht vollständig klar waren. Vor allem Camillas Fähigkeiten waren in manchen Szenen unglaublich anschaulich beschrieben, in anderen wiederum so knapp dargestellt, dass ich Schwierigkeiten hatte, mir genau vorzustellen, was gerade passiert. Ähnlich ging es mir teilweise mit den Alchemisten. Ihre Rolle und ihre Fähigkeiten wirkten interessant, aber noch nicht vollständig erklärt.

Das Ende – spannend, aber etwas zu überhastet

Mein größter Kritikpunkt betrifft tatsächlich die letzten etwa 50 bis 60 Seiten. Während sich die Autorin vorher unglaublich viel Zeit für Atmosphäre, Beschreibungen und emotionale Wirkung genommen hat, wirkte das Finale plötzlich deutlich schneller erzählt. Gerade Szenenwechsel, Ortswechsel oder größere magische Abläufe wurden nur noch knapp beschrieben, wodurch ich teilweise Schwierigkeiten hatte, mir die Situationen genau vorzustellen.

Ein kleiner Tipp am Rande: Die letzten rund 100 Seiten sollte man am besten in einem Rutsch oder zumindest in sehr kurzer Zeit lesen, da die Handlung dort extrem kompakt und ereignisreich ist und man sonst schnell den Anschluss und die Intensität der Szenen verliert.

Trotzdem fand ich die eigentlichen Ereignisse des Finales spannend: Die Enthüllungen, Twists und Konflikte haben mir gefallen und die Geschichte wird grundsätzlich zufriedenstellend abgeschlossen. Gleichzeitig bleiben aber noch genug offene Fragen und Potenzial für weitere Geschichten in dieser Welt zurück.

Und ehrlich gesagt: Ich wäre sofort bereit, dorthin zurückzukehren.

Fazit

Trotz kleinerer Kritikpunkte hat mich City of Mirth and Malice komplett gepackt. Selten hatte ich beim Lesen so eine starke Sogwirkung und das Gefühl, einen regelrechten Kinofilm vor Augen zu haben. Die Atmosphäre war unglaublich intensiv, die Szenen so bildgewaltig beschrieben, dass ich mich jeden Abend darauf gefreut habe, wieder in diese Welt einzutauchen. Gleichzeitig wollte ich die Geschichte eigentlich gar nicht beenden, weil ich gerne noch mehr Zeit mit den Figuren und in dieser faszinierenden Welt verbracht hätte.

Für mich war es definitiv ein absolutes Highlight und verdiente 5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Zwischen Vampirjagd und verbotenen Gefühlen

Cursed – Eine Vampirin, eine Jägerin und ein Fluch, der sie auf ewig bindet
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Allgemeiner Eindruck

Cursed konnte mich wirklich überzeugen. Vom Gefühl her erinnert es ein wenig an Darkthorn Archives – Bite the Bride von Penny Juniper, vor allem im Setting und in der Grundstimmung ...

Allgemeiner Eindruck

Cursed konnte mich wirklich überzeugen. Vom Gefühl her erinnert es ein wenig an Darkthorn Archives – Bite the Bride von Penny Juniper, vor allem im Setting und in der Grundstimmung merkt man gewisse Parallelen.

Trotzdem hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, einfach nur die gleiche Geschichte nochmal zu lesen. Zwar gibt es Ähnlichkeiten, aber Cursed bringt genug eigene Ideen und Unterschiede mit, um sich davon abzuheben. Gerade in der Dynamik und Umsetzung hat es mir sogar ein kleines bisschen besser gefallen als Bite the Bride.

Schreibstil & Perspektive

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Rebecca, was gut funktioniert und einen direkten Zugang zu ihren Gedanken und Gefühlen ermöglicht. Eine zweite Perspektive habe ich hier nicht vermisst. Trotz der soliden Erzählweise hätte ich mir an manchen Stellen detailliertere Beschreibungen gewünscht, insbesondere bei der räumlichen Orientierung innerhalb der Akademie.

Setting & Worldbuilding

Das Akademie-Setting in Schottland hat mir besonders gut gefallen. Die Mischung aus moderner Zeit und einer geheimen Vampirgesellschaft sorgt für eine spannende Atmosphäre. Anders als in vergleichbaren Geschichten ist das Wissen über Vampire hier nicht öffentlich, sondern nur einem kleineren Teil der Menschen bekannt, was dem Ganzen eine zusätzliche mysteriöse Ebene verleiht.

Allerdings bleibt das Worldbuilding an einigen Stellen etwas oberflächlich. Es werden viele interessante Ansätze und Ideen eingeführt aber nicht konsequent ausgearbeitet. Gerade hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und Orientierung gewünscht, um mir die Umgebung besser vorstellen zu können.

Handlung & Spannungsaufbau

Der Einstieg gelingt sehr gut: Man wird direkt in die Geschichte hineingezogen und erhält erste Einblicke in Rebeccas Hintergrund. Besonders spannend ist, das Rebecca als Vampirjägerin Undercover an der Akademie agiert. Im Verlauf verschiebt sich der Fokus jedoch deutlich. Während zu Beginn Mystery- und Spannungsaspekte präsent sind, rücken diese später stärker in den Hintergrund zugunsten der Beziehungsentwicklung. Das führt dazu, dass einige Handlungsstränge zwar begonnen, aber nicht konsequent weitergeführt werden. Viele interessante Ansätze bleiben letztlich offen oder werden nur angerissen, was ein leicht unbefriedigendes Gefühl hinterlässt.

Charaktere

Rebecca als Protagonistin ist interessant und vielschichtig, besonders durch ihren inneren Konflikt zwischen Auftrag und Gefühlen. Auch Aliz bringt eine spannende Dynamik in die Geschichte. Die Nebencharaktere haben definitiv Potenzial und wirken teilweise sehr interessant, bleiben aber oft zu blass. Gerade weil sie nur punktuell auftreten oder später kaum noch eine Rolle spielen, fällt es schwer, sie wirklich auseinanderzuhalten oder eine Bindung zu ihnen aufzubauen.

Dynamik & Romance

Die Beziehung zwischen den beiden Protagonistinnen ist eines der großen Highlights des Buches. Die Annäherung erfolgt langsam und glaubwürdig, ohne überstürzt zu wirken. Die emotionale Entwicklung ist nachvollziehbar und gut ausgearbeitet. Die queere Repräsentation ist dabei selbstverständlich integriert und fühlt sich natürlich an. Die romantischen und intimeren Szenen sind stimmungsvoll geschrieben und fügen sich gut in die Geschichte ein. Allerdings geht die starke Fokussierung auf die Beziehung etwas zulasten der anderen Handlungselemente, insbesondere der Mystery-Aspekte.

Ende & Auflösung

Das Ende bietet einen kleinen Twist, der gut eingebaut ist und die Geschichte abrundet. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die entweder bewusst Raum für einen möglichen zweiten Band lassen oder schlicht nicht vollständig ausgearbeitet wurden.

Das Finale ist insgesamt solide, aber nicht besonders herausragend – eher ein zufriedenstellender Abschluss mit Luft nach oben.

Fazit

Cursed ist ein gelungenes Fantasy-Buch mit starkem Fokus auf einer queeren Liebesgeschichte, einem spannenden Akademie-Setting und einer interessanten Grundidee. Besonders die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und die Atmosphäre konnten mich überzeugen. Allerdings verschenkt die Geschichte Potenzial im Worldbuilding und in den Nebenhandlungen. Viele spannende Ansätze werden angerissen, aber nicht konsequent weitergeführt.

Trotz dieser Kritikpunkte ist es für mich ein 4-Sterne-Buch, das ich vor allem Leser*innen empfehlen kann, die Geschichten wie Bite the Bride von Penny Juniper mochten und Lust auf eine emotionale, romantisch geprägte Vampirgeschichte haben.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

In Ordnung, aber kein großer Fall

Sherlock Holmes Chronicles X-Mas Special
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Diese kurze Sherlock-Holmes-Geschichte hat mich insgesamt eher mäßig überzeugt. Das Hörbuch ist solide und beim Zuhören durchaus unterhaltsam, vor allem die klassischen Momente, in denen Sherlock Schritt ...

Diese kurze Sherlock-Holmes-Geschichte hat mich insgesamt eher mäßig überzeugt. Das Hörbuch ist solide und beim Zuhören durchaus unterhaltsam, vor allem die klassischen Momente, in denen Sherlock Schritt für Schritt seine Schlüsse zieht, machen wie immer Spaß.


Allerdings bleibt der Fall selbst recht klein und unspektakulär. Es ist kein besonders spannender oder erinnerungswürdiger Kriminalfall, sondern eher eine der schwächeren Sherlock-Geschichten. Für zwischendurch ist das Ganze vollkommen in Ordnung, aber etwas Überragendes darf man hier nicht erwarten.


Wer einfach nur eine kurze, leichte Sherlock-Unterhaltung sucht, kann ruhig reinhören. Wer jedoch eine wirklich starke und packende Sherlock-Holmes-Story hören möchte, wird hier vermutlich eher enttäuscht.


Bewertung: 2,5–3 von 5 Sternen.

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