Eine literarische Reise durch das Mittelalter
Eine literarische Reise durch das Mittelalter mit vielen interessanten Erkenntnissen eingebettet in eine Story die mich aber nicht überzeugen konnte. In der Geschichte, die im Jahr 1263 beginnt und nach ...
Eine literarische Reise durch das Mittelalter mit vielen interessanten Erkenntnissen eingebettet in eine Story die mich aber nicht überzeugen konnte. In der Geschichte, die im Jahr 1263 beginnt und nach einer Katastrophe auf hoher See einen Zeitsprung drei Jahre zuvor macht. Dort geht es um den jungen Jacob, genannt der Fuchs, der versucht sich von seiner dunklen Vergangenheit zu befreien. Er beginnt eine Kaufmannslehre und erlebt zusammen mit seinen Mitstreitern eine Reise durch das wilde, aber nicht so rückständige Mittelalter. Gut haben mir die Beschreibungen der Verhältnisse und der gesellschaftlichen Meinungen der damaligen Zeit gefallen.
Der Autor hat es geschafft eine bildgewaltige Umgebung zu schaffen. Der Schreibstil ist teilweise sehr imposant und bildhaft und man kann sich als lesende Person sehr gut in die dortige Zeit hineintransportieren. Allerdings waren mir die zahlreichenden ausschweifenden Erzählpassagen zu viel. Da hätte der Autor an einigen Stellen kürzen können. Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet worden, wobei hier auch stereotypische Klischees bedient wurden.
Der Fokus lag unter anderem auf einem modernen Wirtschafts- und Geschäftsgebaren was eher späteren Zeiträumen zugeschlagen wird. Diesen Aspekt fand ich spannend, aber auch manchmal etwas zu überbordend dargestellt. Die Ausflüge in die historischen Ereignisse in Europa wie z.B. in Frankreich oder dem englischen Königshaus fand ich interessant.
Aber leider hatte ich massive Probleme den Roten Faden in der Geschichte zu finden. Einiges war für mich “zusammenhangslos” und ich hatte Schwierigkeiten dem logischen Verlauf der Story zu folgen. Die ist auch mein größter Kritikpunkt. Ich habe diesen Roman mehr als “Reise durch die Ereignisse”, als eine stringent erzählte Geschichte empfunden. Ein schön detailliertes Personenverzeichnis, sowie eine Einschätzung des Autors zu seinen Beweggründen können sorgen jedoch für eine gute transparente Untermalung der Fakten und helfen gewisse Details besser zu verstehen. Mein Fazit ist daher gemischt: Eine Reise durch das Mittelalter, welche wortgewandt erzählt wurde, aber mit einigen Fragezeichen bzgl. des Verständnisses, die bei mir zurückgeblieben sind.