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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2021

Bin enttäuscht

Liebe auch an Regentagen
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Ehrlich gesagt hatte ich mir von diesem Roman so viel mehr versprochen. Die Beschreibungen der lieblosen Ehe Laurens und ihre späte Einsicht ihrem Leben eine andere Richtung zu geben sind der Ausgangspunkt ...

Ehrlich gesagt hatte ich mir von diesem Roman so viel mehr versprochen. Die Beschreibungen der lieblosen Ehe Laurens und ihre späte Einsicht ihrem Leben eine andere Richtung zu geben sind der Ausgangspunkt für einen Roman, aus dem man mehr hätte machen können. Nicht nur, dass Lauren im Verlauf Beau kennenlernt, der wie sie in einem Scheidungsverfahren feststeckt, nein man bekommt als LeserIn auch noch sehr ausführlich das Scheidungsrecht erklärt. Es werden die anwaltlichen Gespräche intensiv thematisiert und die Unterhaltungen zwischen Lauren und Beau kamen mir wie Therapiesitzungen vor. Also alles nichts, was ich mir in diesem Roman erhofft hatte. Auch als sich die beiden näher kommen stehen irgendwie ihre Scheidungsangelegenheiten zwischen ihnen und lassen keine richtige Romantik aufkommen.

Fazit: Meinen Lesegeschmack hat dieses Buch von Robyn Carr leider nicht getroffen. Das Thema Gewalt in der Ehe wurde zwar angerissen, aber nicht tiefgründig weitergeführt. Die Handlung kann sich nicht richtig zwischen Dramatik oder Romantik entscheiden und bleibt somit eher oberflächlich und langweilig. Von mir gibt es deshalb auch nur lieb gemeinte und aufgerundete 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.07.2021

Kommt erst allmählich auf Touren

Eine perfekte Ehe
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Der Thriller beginnt sehr weitschweifig, so dass der Leser einiges an Durchhaltevermögen braucht bis allmählich Spannung und Tempo aufkommen. Kimberly McCreight beschreibt hier das vermeintlich tolle Leben ...

Der Thriller beginnt sehr weitschweifig, so dass der Leser einiges an Durchhaltevermögen braucht bis allmählich Spannung und Tempo aufkommen. Kimberly McCreight beschreibt hier das vermeintlich tolle Leben der Reichen und Schönen, nur um im nächsten Abschnitt aufzuzeigen, dass auch hier nicht alles Gold ist was glänzt. Und genau das muss auch Lizzie im weiteren Verlauf der Handlung feststellen.

Erzählt wird die Story einmal aus Sicht von Lizzie, die alles tut um den Fehltritt ihres Gatten unter Verschluss zu halten. Als nächstes erfährt der Leser einiges über Zack aus der Perspektive Amandas, dessen verstorbener Ehefrau. Und zu guter Letzt kommen Gerichtsprotokolle zum tragen, die die Vorkommnisse um den Tod Amandas darlegen. Alles verweist anfänglich auf Zach und Amanda, doch plötzlich scheint sich die Schlinge immer mehr um Lizzie und Sam zuzuziehen. Durch viele Wendungen und Sackgassen wird man als mitratender Leser immer wieder auf die falsche Fährte gesetzt. Auf diese Weise kommt dann doch noch Spannung auf. Die Aufklärung des Falls fand ich dann wiederum gelungen und stimmig.

Fazit: Was hier zu Beginn als überfrachtete Handlung mit einer Vielzahl an Charakteren begann, verzweigte sich im weiteren zu einem gut ausgefeilten (Rechts)Thriller. Mich hat der Thriller ganz gut unterhalten, auch wenn er für mich stellenweise etwas verworren daherkam. Ich vergebe aber dennoch eine Leseempfehlung und 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.07.2021

Heitere Liebesgeschichte

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt
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Kurz gefasst könnte man das Buch so umschreiben – eine Chelsea, drei Männer, drei Länder, viel Essen und noch mehr Liebe. „Irgendwo ist immer irgendwer verliebt“ ist eine heitere Liebesgeschichte, die ...

Kurz gefasst könnte man das Buch so umschreiben – eine Chelsea, drei Männer, drei Länder, viel Essen und noch mehr Liebe. „Irgendwo ist immer irgendwer verliebt“ ist eine heitere Liebesgeschichte, die sich leicht und locker lesen lässt. Chelsea muss mal raus aus ihrem gewohnten Alltag. Also beschließt sie kurzerhand, die Europareise von einst noch einmal zu machen und nach ihren Männern von damals Ausschau zu halten und vielleicht dabei das Glück und die Liebe zu finden. Die Treffen mit „ihren“ Männern werden dabei auf charmante Art erzählt, wobei doch schon die eine oder andere Länge vorkam. Erst als Jason, ihr Kollege, auf der Bildfläche erscheint kommt richtig Leben in die Geschichte. Man spürt während ihrer hitzigen Geplänkel, dass Jason der richtige Gegenpol zu Chelsea sein könnte. Aber wie die Sache mit der Suche nach der Liebe für Chelsea ausgeht, verrate ich an dieser Stelle nicht.

Für mich enthält das Buch eine wirklich schöne Geschichte, die zwar nicht allzu viel Tiefe hat, dafür aber mit einem tollen Plot und einem modernen und mitreißenden Schreib- und Erzählstil punkten kann. Es ist eine Wohlfühlgeschichte, die einen den stressigen Alltag mal vergessen lässt. Ich empfehle das Buch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.07.2021

Ein modernes Märchen

Deluxe Dreams
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„Deluxe Dreams“ ist der 1. Teil der neuen Dumonts-Reihe von Karina Hale. Es geht um Olivier, Erbe eines Imperiums, der nach außen das Leben eines Playboys führt, aber seit 10 Jahren mit einem Geheimnis ...

„Deluxe Dreams“ ist der 1. Teil der neuen Dumonts-Reihe von Karina Hale. Es geht um Olivier, Erbe eines Imperiums, der nach außen das Leben eines Playboys führt, aber seit 10 Jahren mit einem Geheimnis lebt, was ihn jetzt einzuholen scheint. Denn als er Sadie trifft, die als College-Studentin auf Rucksacktour durch Europa reist, muss er sich seinen „Dämonen“ stellen.

Der Roman spielt mit den gängigen Klischees, reicher, gutaussehender tougher Typ trifft auf einfaches Mädchen und verliebt sich in sie. Durch die unterschiedlichen Lebenssituationen kommen natürlich Probleme auf, die durch die Erpressung seitens Oliviers Onkel noch gesteigert werden. Die sich anbahnende Romanze fand ich ganz nett erzählt auch wenn die Probleme teils „hausgemacht“ und damit leicht unrealistisch auf mich wirkten. Doch abgesehen davon, gefiel mir das Setting gut und sowohl der Schreib- als auch der Erzählstil sind modern und flüssig zu lesen.

Wer ein modernes Märchen lesen möchte, dem sei dieser 1. Teil der Dumonts-Reihe empfohlen. Ich vergebe für diesen 1. Teil 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.07.2021

Mitreißende, bewegende Geschichte

Der Junge, der das Universum verschlang
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Eli und Gus sind Brüder und sie werden von ihrer Mutter und anderen Menschen als etwas andersartig angesehen. Gus ist stumm, kann aber mit Eli kommunizieren, indem er Wörter in die Luft schreibt. Gus' ...

Eli und Gus sind Brüder und sie werden von ihrer Mutter und anderen Menschen als etwas andersartig angesehen. Gus ist stumm, kann aber mit Eli kommunizieren, indem er Wörter in die Luft schreibt. Gus' Talente liegen in der Kunst, in seinen Gemälden. Elis Talente liegen in Worten, geschrieben und gesprochen, in bunten und detaillierten Geschichten. Und diese Geschichten handeln von Gewalt, Drogen, Gefängnis und sind trotz ihrer traurigen Gegebenheit auch wiederum im Erzählten irgendwie magisch. Diese Geschichten sind mit so vielen Worten gefüllt. Mit denen von Eli selbst und die seines Freundes Slim, der Eli beibringt, wie man die Zeit nutzt und wie man harte Zeiten übersteht, indem man sich an Details aus den guten Zeiten erinnert.
Elis Gedanken und Sorgen und Pläne für die Zukunft zu lesen war für mich tolle Unterhaltung. Für einen Debütroman eine großartige Leistung und für mich definitiv nicht das letzte Buch von Trent Dalton. Ich empfehle dieses Buch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.