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Veröffentlicht am 24.02.2020

Doggerland zum Zweiten

Doggerland. Tiefer Fall
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"Tiefer Fall" ist der zweite Teil der Doggerland-Trilogie. Im Mittelpunkt steht die Kommissarin Karin Eiken Hornby, die nicht nur ermitteln muss, sondern auch immer wieder von Selbstzweifeln geplagt wird. ...

"Tiefer Fall" ist der zweite Teil der Doggerland-Trilogie. Im Mittelpunkt steht die Kommissarin Karin Eiken Hornby, die nicht nur ermitteln muss, sondern auch immer wieder von Selbstzweifeln geplagt wird. Doch worum geht es: Ein Toter wird nahe einer aufgegebenen Kohlengrube auf Doggerland gefunden. Es stellt sich bald heraus, dass es Mord war und so beginnt Karin zu recherchieren. Da sie selbst private Beziehungen auf der Insel hat wird es bald knifflig, denn die Ermittlungen führen gerade Wegs dort hin.
Die in echt nicht existente Insel Doggerland wird mit viel Liebe zum Detail von der Autorin hier zum Leben erweckt. Sowohl die Örtlichkeiten als auch die auftretenden Personen wirken echt, lebendig und vielschichtig. Allen voran natürlich Karin. Ihr Charakter ist komplex gezeichnet. Einerseits beruflich mit Durchsetzungskraft und starkem Willen ausgestattet und anderseits im Privaten so zwiegespalten und mit sich nicht im Reinen. Das machte sie sehr menschlich und authentisch. Der Schreibstil ist geradlinig und flüssig zu lesen. Hin und wieder hatte ich das empfinden überflüssige Informationen geboten zu bekommen. Das brachte die eigentliche Handlung etwas zum Erliegen. Aber die Autorin fand dann doch schnell wieder zum „Roten Faden“ zurück, sodass es für mich nur einen kleinen Kritikpunkt darstellt. Kurz gesagt: Es ist ein gelungener 2. Teil, der seinen Spannungsbogen nicht immer aufrechterhalten kann. Der Krimiplot ist jedoch durchdacht und hat ein überzeugendes Ende. Von mir eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Ein unterhaltsamer (Frauen)Roman

Ein Sommer auf Sylt
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Der Autorin ist hier ein unterhaltsamer, gefühlvoller aber auch zum Nachdenken anregender Roman gelungen, der gleichzeitig dazu verführt mal auf der Insel Sylt ein paar entspannende Tage zu verbringen. ...

Der Autorin ist hier ein unterhaltsamer, gefühlvoller aber auch zum Nachdenken anregender Roman gelungen, der gleichzeitig dazu verführt mal auf der Insel Sylt ein paar entspannende Tage zu verbringen.
Die Geschichte kommt kurzweilig und amüsant daher. Das liegt vor allem an den Dialogen zwischen Julias Mutter und den kauzigen Schwestern. Das aber nicht alles Friede Freude Eierkuchen ist merkt man spätestens, als geschildert wird, wie sie versuchen sich nach jahrelangen Stillschweigens wieder anzunähern. Das verleiht der ganzen Geschichte den nötigen Tiefgang. Im Verlauf der Geschichte macht Julia eine Wandlung durch, die überzeugend und echt für mich rüberkam. Zur Auflockerung des Plots flechtet die Autorin auch immer wieder die Vorzüge der Insel Sylt in die Rahmenhandlung ein. Das geschieht so bildhaft und Wort gewannt, dass man beim Lesen richtig Lust auf Sylt bekommt. Der Schreibstil selbst ist locker und flüssig zu lesen.
Kurzum: Ein Roman der teils lustig und lebensfroh aber auch stellenweise tiefgründig und emotional ist, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Ein schöner (Frauen)Roman zum entspannen (auf einer Insel?). Ich empfehle diesen Roman gern weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Großartiger Thriller

Feuerland
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„Feuerland“ ist der zweite Thriller von Pascal Engman, und der Serienstart um die Kriminalkommissarin Vanessa Frank. Der Thriller-Plot spielt teils in Schweden teils in Chile. Als eines Tages zwei Mädchen ...

„Feuerland“ ist der zweite Thriller von Pascal Engman, und der Serienstart um die Kriminalkommissarin Vanessa Frank. Der Thriller-Plot spielt teils in Schweden teils in Chile. Als eines Tages zwei Mädchen spurlos verschwinden beginnt Vanessa zu ermitteln. Eine Spur führt zur Colonia Rhein in Chile, wo Organtransplantationen durchgeführt werden. Die Ähnlichkeit zur berüchtigten Colonia Dignidad ist hierbei sicherlich bewusst gewählt. Der Autor schreibt mit eindringlichen Worten über das Schicksal der Armen und Vergessenen und der damit einhergehenden Profitgier einiger Weniger. Die sich dabei entwickelnden Handlungsstränge werden detailliert und nachvollziehbar entfaltet. Die auftretenden Personen sind alle sehr gut charakterisiert. Der Spannungsbogen wird allmählich aufgebaut, um dann in Feuerland förmlich zu explodieren.
Kurz gesagt: „Feuerland“ ist ein Thriller mit einer brisanten aber leider doch auch immer noch aktuellen Thematik, der von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln versteht. Meinen Thriller-Nerv hat Pascal Engman auf jeden Fall getroffen. Ich empfehle diesen Thriller gern weiter und vergebe 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Frauenschicksale in den 1920er Jahren

Die Frauen von Richmond Castle
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Tracy Rees hat einen unterhaltsamen aber auch gleichzeitig gesellschaftskritischen historischen Roman geschrieben, der den Leser in das vergangene Jahrhundert entführt. Hier werden durch das Verlagern ...

Tracy Rees hat einen unterhaltsamen aber auch gleichzeitig gesellschaftskritischen historischen Roman geschrieben, der den Leser in das vergangene Jahrhundert entführt. Hier werden durch das Verlagern der Perspektiven die Geschichten von Blue, Delphine und Midge erzählt.
In dem Roman wird von Frauen erzählt, die zwar aus unterschiedlichen Verhältnissen kommen, doch das gleiche Ziel verfolgen. Sie wollen und müssen gegen die Allmacht der Männer kämpfen um sich ein Stück vom Glück des Lebens zu sichern. Das alles passiert in den 1920er Jahren, einer Zeit, in der doch viele Veränderungen und Umbrüche stattfanden. So skizziert die Autorin anhand der Frauenschicksale diese Zeitepoche in bildhafter Sprache. Die Themen häusliche Gewalt, das Unterlegen sein gegenüber Männern, das Träumen von einem selbstbestimmten Leben wird hier spannend erzählt.
Die Geschichte wirkt durchaus lebensnah geschildert, ich konnte mich gut hineindenken. OK, die Geschichte an sich ist nicht ganz neu, aber der Schreibstil war flüssig und mitreißend, so dass ich das Buch trotz der über 500 Seiten schnell durch hatte. Mich hat der Roman gut unterhalten. Dafür gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Spannender Roman

Das Gerücht
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„Das Gerücht“ ist ein unglaublich spannender Roman in dem aufgezeigt wird, wie schnell in Umlauf gebrachte unbestätigte Informationen (positiver oder auch negativer Art) sich verselbstständigen können ...

„Das Gerücht“ ist ein unglaublich spannender Roman in dem aufgezeigt wird, wie schnell in Umlauf gebrachte unbestätigte Informationen (positiver oder auch negativer Art) sich verselbstständigen können und was daraus entstehen kann. Worum geht es: Joanna zieht mit ihrem Sohn in eine Kleinstadt. Um sich bei den neuen Nachbarn beliebt zu machen streut sie ein Gerücht, was alsbald Ereignisse in Gang setzt, die sie selbst nicht mehr aufhalten kann.
Die Autorin hat einen interessanten und fesselnden Roman geschrieben der die Spannung allmählich aufbaut. Die auftretenden Personen wirken echt und ihr Handeln einleuchtend. Mein einziger kleiner Kritikpunkt wäre, dass der Roman die eine oder andere Passage hat in der die Handlung nicht richtig flüssig vorankommt. Ansonsten ist der Schreibstil geradlinig und flüssig zu lesen. Einmal angefangen hatte ich Mühe das Buch erst einmal wieder aus der Hand zu legen.
Kurzum: Ein durchaus gelungener Roman mit einem interessanten Plot, der zu fesseln versteht. Ich empfehle den Roman gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

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