Cover-Bild Das kunstseidene Mädchen
Band der Reihe "Editionen für den Literaturunterricht"
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
9,25
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 02.02.2004
  • ISBN: 9783123511417
Irmgard Keun

Das kunstseidene Mädchen

Textausgabe mit Materialien Klasse 11-13

Roman

Im Widerspruch zwischen Großstadt und Provinz vollzieht sich das Schicksal der Ich-Erzählerin dieses 1932 erstmals erschienenen Romans, ihr Abstieg in die Elendsquartiere und an den Rand der Gesellschaft, wo der Traum vom "Glanz" endgültig zerplatzt und die Flucht in ein zerstreutes und geborgtes Leben im gesellschaftlichen Niemandsland endet.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Eine ambivalente Protagonistin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist!

0

"Das kunstseidene Mädchen" handelt von der achtzehnjährigen Doris, die aus der "mittleren Stadt" in die Großstadt Berlin flieht, um ein "Glanz" zu werden.

Der Schreibstil ist sehr einzigartig. Die Ich-Erzählerin ...

"Das kunstseidene Mädchen" handelt von der achtzehnjährigen Doris, die aus der "mittleren Stadt" in die Großstadt Berlin flieht, um ein "Glanz" zu werden.

Der Schreibstil ist sehr einzigartig. Die Ich-Erzählerin Doris hat eine geringe Bildung und will ihr Tagebuch schreiben "wie Film". In ihrer einfachen und fehlerhaften Sprache beschreibt sie sehr eindrücklich und atmosphärisch, wie sie das schnelle und laute Berlin der 1930er Jahre wahrnimmt. Anfangs nimmt sie Berlin als schillernd und großartig wahr, doch durch ihren sozialen Abstieg wandelt sich auch ihre Beschreibung der Stadt, was ich als sehr passend empfinde.

Die Handlung ist relativ repetitiv. Doris will berühmt werden, lernt Männer kennen, kauft/stiehlt Kleidung und lernt neue Männer kennen. Durch diese bekommt sie Bestätigung, von der sie ihr Ego abhängig macht. Doch all diese Figuren, die Doris kennenlernt, sind sehr verschieden und durchaus spannend.

Doris selbst ist eine ambivalente Figur. Sie ist selbstbezogen, freiheitsliebend und nutzt Männer opportun für ihre Zwecke (Geld und Mode) aus. Gleichzeitig sehnt sie sich nach Liebe und Zugehörigkeit und nach einem Mann, dem sie sich unterordnen möchte. Doris hat viele schlaue, nachdenklich stimmende, durchaus feministische Ansichten und eine gute Beobachtungsgabe, was häufig im Widerspruch zu konservativen Rollenbildern, die sie verinnerlicht hat, steht. Der Titel "das kunstseidene Mädchen" weist nicht nur auf Doris' geklaute Blusen aus Kunstseide hin, sondern auch darauf, dass sie selbst unecht ist und sich für eine positive Außenwahrnehmung verstellt. Alles in allem ist das kunstseidene Mädchen eine sehr interessante Figur, die einem beim Lesen mit ihrer ehrlichen und frechen Art sehr ans Herz wächst.

Dieses Buch musste ich für das Abi lesen und es ist eine meiner liebsten Schullektüren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2020

Schullektüre

0

Doris ist 18 Jahre alt und flieht nach Berlin. Sie erzählt davon, wie sie Männer verführt und damit kurzweiliges Glück bekommt.

Das Buch wurde 1932 veröffentlicht und die Sprache ist dementsprechend nicht ...

Doris ist 18 Jahre alt und flieht nach Berlin. Sie erzählt davon, wie sie Männer verführt und damit kurzweiliges Glück bekommt.

Das Buch wurde 1932 veröffentlicht und die Sprache ist dementsprechend nicht aktuell. Ich musste das Buch für die Schule lesen und dafür war es ein sehr gutes und leicht verständliches Buch. Allerdings passiert sehr lange sehr wenig. Mich hat es gestört, dass man wirklich alle Gedankengänge von Doris liest, denn häufig schweift sie vom Thema ab und irgendwann wird es einfach langweilig.
Alles in allem ist das Buch aber nicht schlecht und mal eine gute Abwechslung zu Büchern, die ich normalerweise lese.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2018

Unzusammenhängend geschrieben, schlecht verständlich und insgesamt einfach keine Meisterleistung...

0

Doris hat zahlreiche Affären und lebt nur von dem Geld jener Männer. Doch dann zieht sie nach Berlin, weil sie eknen Mantel gestohlen hat, um ihre wahre Liebe zu beeindrucken, doch dieser Mann hat sie ...

Doris hat zahlreiche Affären und lebt nur von dem Geld jener Männer. Doch dann zieht sie nach Berlin, weil sie eknen Mantel gestohlen hat, um ihre wahre Liebe zu beeindrucken, doch dieser Mann hat sie immer nur ausgenutzt und nie hat er sich um sie gelümmert. Sie versucht sich dort selbst zu finden, ob ihr das wohl gelingt???
Der Schreibstil ist recht verwirrend, weil der gesamte Text in Form eines Inneren Monologes verfasst worden ist. Weiters benutzt die Pritagonistin für jeden Mann einen Kosenamen, dies erschwert es ihre zahlreichen Affären auseinanderzuhalten. Die Charaktere weisen abgesehen von Doris keinerlei Tiefe auf. Deshalb konnte man sich auch in keine dieser Personen hineinversetzen oder ihre Taten nachvollziehen.