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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2026

Meine Lieblingsautorin!

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Dieses Buch habe ich mit zwölf Jahren zum ersten Mal gelesen und war obsessed! Selten hat mich ein Plottwist so sehr gebrochen und er hittet jedes Mal aufs Neue, wenn ich das Buch lese. „Die Rote Königin“ ...

Dieses Buch habe ich mit zwölf Jahren zum ersten Mal gelesen und war obsessed! Selten hat mich ein Plottwist so sehr gebrochen und er hittet jedes Mal aufs Neue, wenn ich das Buch lese. „Die Rote Königin“ gehört zu meinen All Time Favorites! Die Reihe zeichnet sich für mich dadurch aus, dass es nicht nur gut und böse, schwarz und weiß, darin gibt, sondern eher viele verschiedene graue Abstufungen. Auch wenn es ein sehr klischeehaftes, dystopisches YA Fantasy Buch ist, habe ich eine Schwäche für genau so etwas.

Das Buch handelt von einer Welt, in der Menschen mit silbernen Blut magische Fähigkeiten haben und die Menschen mit rotem Blut, die ganz gewöhnlich sind, unterdrücken. Die Rote Diebin Mare Barrow jedoch wird entdeckt, da sie als Rote magische Kräfte hat und um das zu vertuschen, wird sie in den Königshof aufgenommen und mit dem Prinzen verlobt. Doch Mare will dieses System der Unterdrückung beenden und eine Revolution starten. Gleichzeitig entwickelt sie Gefühle für den Bruder ihres Verlobten…

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Verstörende Darstellung des Male Gaze

Die Selbstmord-Schwestern
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Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich Weird Girl Fiction mag und „Die Selbstmord-Schwestern“ als Klassiker in diesem Bereich ist. Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Die Lektüre hat mich zwar gefesselt, ...

Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich Weird Girl Fiction mag und „Die Selbstmord-Schwestern“ als Klassiker in diesem Bereich ist. Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Die Lektüre hat mich zwar gefesselt, mir aber überhaupt nicht gefallen.

Wir begleiten die fünf Lisbon Schwestern durch das „Jahr der Selbstmorde“, in dem nacheinander alle fünf Teenagerinnen Suizid begehen. Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht der Nachbarsjungen, die diese armen Mädchen obsessiv stalken. Das war extrem widerlich. Zu keinem Zeitpunkt wurde sich ernsthaft mit dem Leid der Lisbon Schwestern befasst, sondern es ging die ganze Zeit nur um die Faszination dieser Jungen. Es geht nicht um die Schwestern als Menschen, sondern nur um sie als begehrenswerte Objekte, deren Leid fetischisiert wird. Dieser male gaze, der dazu beiträgt, dass sich die Schwestern für den Suizid entscheiden, hat mich sehr wütend gemacht, aber vermutlich ist er auch bezeichnend für die Gesellschaft.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Persönlich und informativ

Oststolz
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Ich verfolge den Dunklen Parabelritter mit seinen hochinformativen politischen Beiträgen schon eine Weile auf YouTube, deshalb war ich direkt neugierig auf sein Buch (auch wenn ich das Cover furchtbar ...

Ich verfolge den Dunklen Parabelritter mit seinen hochinformativen politischen Beiträgen schon eine Weile auf YouTube, deshalb war ich direkt neugierig auf sein Buch (auch wenn ich das Cover furchtbar finde) und habe es mir ausgeliehen, sobald es bei der Onleihe verfügbar war.

"Oststolz" ist nicht einfach nur eine Autobiographie, sondern soll das Leben in Ostdeutschland der Nach-Wende Generation darstellen. Als westdeutsche Gen Z habe ich die Wende nicht miterlebt und auch keinen Bezug zum Osten (bis auf den Geschichtsunterricht), weshalb ich genau in die Zielgruppe falle und viel gelernt habe. Es geht um die strukturelle Benachteiligung der Neuen Bundesländer und dem daraus entstehenden defätistischen Lebensgefühl. Der Autor betont allerdings, dass die politische Radikalisierung aufgrunddessen kein rein ostdeutsches Phänomen ist, sondern gesamtgesellschaftlich zu beobachten ist.

Alexander Prinz stellt von seinem Einzelschicksal und seinem persönlichen Umfeld ausgehend, mit wissenschaftlichen Studien den Bezug auf das Gesamtbild her. Das ist nicht nur persönlich und berührend, sondern durch die exemplarische Darstellung sehr anschaulich und verständlich. Ich konnte viel für mich daraus mitnehmen. Mit seiner persönlichen ostdeutschen Erfolgsgeschichte, allen in diesem Buch beschriebenen Widrigkeiten zum Trotz, appelliert Prinz an den Osten, sich selbst nicht aufzugeben.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Fühlt sich sooo echt an!

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Die fiktive Hollywood Schauspielerin Evelyn Hugo mit ihrem grünen Kleid, hat sich sehr in meinen Kopf eingebrannt. Evelyn hat mich die ganze Zeit an Marilyn Monroe erinnert, mit ihren blonden Haaren, ihren ...

Die fiktive Hollywood Schauspielerin Evelyn Hugo mit ihrem grünen Kleid, hat sich sehr in meinen Kopf eingebrannt. Evelyn hat mich die ganze Zeit an Marilyn Monroe erinnert, mit ihren blonden Haaren, ihren Ehen, ihrem Aufstieg und ihrem Fall im Hollywood der 50er bis 80er Jahre. Es fühlt sich für mich so an, als wäre sie eine real existierende Person, die hier aus ihrem Leben erzählt. Sie ist eine sehr facettenreiche Person, die genau weiß, was sie will: berühmt werden. Wieder und wieder trifft sie die falsche Entscheidung, stellt ihren Ruhm über alles andere und doch… verzeiht man es ihr jedes Mal. Weil sie Evelyn Hugo ist.

Ich habe beim Lesen sehr mitgefühlt und wurde in dieses atmosphärische Leben hineingezogen. Ich bin ein großer Fan von Evelyn Hugo und habe die ein oder andere Tränen angesichts dieses bewegten Lebens verloren.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Hier steckt soooo viel drin!

Corpus Delicti
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Ich habe mein Deutsch Vorabitur über „Corpus Delicti“ geschrieben und es war eine Schullektüre, die ich gerne gelesen habe. Sie ist von der Sprache her leicht verständlich, allerdings stecken viele Symbole ...

Ich habe mein Deutsch Vorabitur über „Corpus Delicti“ geschrieben und es war eine Schullektüre, die ich gerne gelesen habe. Sie ist von der Sprache her leicht verständlich, allerdings stecken viele Symbole darin, bei denen es sich sehr lohnt, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

In einer Welt, in der es keine Krankheiten mehr gibt und die Gesundheit des Einzelnen Staatsräson ist, wird Moritz Holl für einen Mord verurteilt, den er nicht begangen hat, woraufhin er Suizid begeht. Dies stürzt seine Schwester, die Naturwissenschaftlerin Mia Holl in schwere Depressionen, wodurch sie für die Gesundheitsdiktatur ebenfalls nicht mehr tragbar ist. Nach und nach offenbaren sich die Schwächen eines Systems, das die Gesundheit aller, über die Freiheit des Einzelnen stellt. Definitiv ein hochpolitisches Buch, das viele Kontroversen enthält, über die es sich nachzudenken und zu diskutieren lohnt! Ich konnte einige Anregungen daraus mitnehmen.

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