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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Atmosphärisch!

Das Herz des Verräters
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„Das Herz des Verräters“ setzt nahtlos an den ersten Band „Der Kuss der Lüge“ an. Prinz und Attentäter sind enttarnt und Lia wird ins scheinbar barbarische Königreich Venda entführt. In diesem grausamen ...

„Das Herz des Verräters“ setzt nahtlos an den ersten Band „Der Kuss der Lüge“ an. Prinz und Attentäter sind enttarnt und Lia wird ins scheinbar barbarische Königreich Venda entführt. In diesem grausamen und harten Umfeld muss sie sich behaupten und anpassen, um zu überleben.

Dieser Band unterscheidet sich vom Vibe her stark von Teil 1. Statt einer kleinen Taverne in einem süßen Küstenstädtchen bekommen wir dunkle Festungen und Hunger. Doch auch hier entdeckt Lia das Schöne und mit ihr verliere auch ich mein Herz ein Stück weit an die herzlichen Begegnungen, die Lia in Venda macht. Dieser Band ist schwer mit Teil 1 zu vergleichen, da im wahrsten Sinne des Wortes eine Weltreise zwischen ihnen liegt.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein comfort read!

Der Kuss der Lüge
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„Der Kuss der Lüge“ handelt von der Prinzessin Lia, die vor einer arrangierten Heirat mit einem Unbekannten flieht und ihr königliches Leben hinter sich lässt. Mit ihrer Zofe/ besten Freundin Pauline versteckt ...

„Der Kuss der Lüge“ handelt von der Prinzessin Lia, die vor einer arrangierten Heirat mit einem Unbekannten flieht und ihr königliches Leben hinter sich lässt. Mit ihrer Zofe/ besten Freundin Pauline versteckt sie sich in der abgelegenen, süßen und kleinen Hafenstadt Terravin, wo sie in einem Wirtshaus als Schankmädchen anheuert. Doch dieses idyllische Leben droht jäh zu enden, da Lia zwei Männer nach Terravin gefolgt sind: der unbekannte Prinz, den sie heiraten sollte und der nun neugierig auf diese unverschämte Prinzessin ist, sowie ein Attentäter, der ausgesandt wurde, um sie zu töten…

Das Geniale an dem Buch ist, dass es nicht nur aus Lias Sicht erzählt wird, sondern auch aus der Sicht der beiden Männer. Es gibt Kapitel, die mit ihren den Namen Rafe und Kaden überschrieben sind, aber auch Kapitel, die mit „Der Prinz“ und „Der Attentäter“ überschrieben sind. So weiß man nicht, wer von beiden wer ist und hat viel Rätselspaß! Hinzu kommt, dass Lia absolut badass ist und eine der coolsten Prinzessinnen, von der ich in einem Buch gelesen habe!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Meine Lieblingsautorin!

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Dieses Buch habe ich mit zwölf Jahren zum ersten Mal gelesen und war obsessed! Selten hat mich ein Plottwist so sehr gebrochen und er hittet jedes Mal aufs Neue, wenn ich das Buch lese. „Die Rote Königin“ ...

Dieses Buch habe ich mit zwölf Jahren zum ersten Mal gelesen und war obsessed! Selten hat mich ein Plottwist so sehr gebrochen und er hittet jedes Mal aufs Neue, wenn ich das Buch lese. „Die Rote Königin“ gehört zu meinen All Time Favorites! Die Reihe zeichnet sich für mich dadurch aus, dass es nicht nur gut und böse, schwarz und weiß, darin gibt, sondern eher viele verschiedene graue Abstufungen. Auch wenn es ein sehr klischeehaftes, dystopisches YA Fantasy Buch ist, habe ich eine Schwäche für genau so etwas.

Das Buch handelt von einer Welt, in der Menschen mit silbernen Blut magische Fähigkeiten haben und die Menschen mit rotem Blut, die ganz gewöhnlich sind, unterdrücken. Die Rote Diebin Mare Barrow jedoch wird entdeckt, da sie als Rote magische Kräfte hat und um das zu vertuschen, wird sie in den Königshof aufgenommen und mit dem Prinzen verlobt. Doch Mare will dieses System der Unterdrückung beenden und eine Revolution starten. Gleichzeitig entwickelt sie Gefühle für den Bruder ihres Verlobten…

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Verstörende Darstellung des Male Gaze

Die Selbstmord-Schwestern
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Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich Weird Girl Fiction mag und „Die Selbstmord-Schwestern“ als Klassiker in diesem Bereich ist. Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Die Lektüre hat mich zwar gefesselt, ...

Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich Weird Girl Fiction mag und „Die Selbstmord-Schwestern“ als Klassiker in diesem Bereich ist. Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Die Lektüre hat mich zwar gefesselt, mir aber überhaupt nicht gefallen.

Wir begleiten die fünf Lisbon Schwestern durch das „Jahr der Selbstmorde“, in dem nacheinander alle fünf Teenagerinnen Suizid begehen. Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht der Nachbarsjungen, die diese armen Mädchen obsessiv stalken. Das war extrem widerlich. Zu keinem Zeitpunkt wurde sich ernsthaft mit dem Leid der Lisbon Schwestern befasst, sondern es ging die ganze Zeit nur um die Faszination dieser Jungen. Es geht nicht um die Schwestern als Menschen, sondern nur um sie als begehrenswerte Objekte, deren Leid fetischisiert wird. Dieser male gaze, der dazu beiträgt, dass sich die Schwestern für den Suizid entscheiden, hat mich sehr wütend gemacht, aber vermutlich ist er auch bezeichnend für die Gesellschaft.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Persönlich und informativ

Oststolz
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Ich verfolge den Dunklen Parabelritter mit seinen hochinformativen politischen Beiträgen schon eine Weile auf YouTube, deshalb war ich direkt neugierig auf sein Buch (auch wenn ich das Cover furchtbar ...

Ich verfolge den Dunklen Parabelritter mit seinen hochinformativen politischen Beiträgen schon eine Weile auf YouTube, deshalb war ich direkt neugierig auf sein Buch (auch wenn ich das Cover furchtbar finde) und habe es mir ausgeliehen, sobald es bei der Onleihe verfügbar war.

"Oststolz" ist nicht einfach nur eine Autobiographie, sondern soll das Leben in Ostdeutschland der Nach-Wende Generation darstellen. Als westdeutsche Gen Z habe ich die Wende nicht miterlebt und auch keinen Bezug zum Osten (bis auf den Geschichtsunterricht), weshalb ich genau in die Zielgruppe falle und viel gelernt habe. Es geht um die strukturelle Benachteiligung der Neuen Bundesländer und dem daraus entstehenden defätistischen Lebensgefühl. Der Autor betont allerdings, dass die politische Radikalisierung aufgrunddessen kein rein ostdeutsches Phänomen ist, sondern gesamtgesellschaftlich zu beobachten ist.

Alexander Prinz stellt von seinem Einzelschicksal und seinem persönlichen Umfeld ausgehend, mit wissenschaftlichen Studien den Bezug auf das Gesamtbild her. Das ist nicht nur persönlich und berührend, sondern durch die exemplarische Darstellung sehr anschaulich und verständlich. Ich konnte viel für mich daraus mitnehmen. Mit seiner persönlichen ostdeutschen Erfolgsgeschichte, allen in diesem Buch beschriebenen Widrigkeiten zum Trotz, appelliert Prinz an den Osten, sich selbst nicht aufzugeben.

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