Roman | "Eine zarte Liebeserklärung an alle Frauen" Mavie Hörbiger
Else ist eine Frau, die wir von all ihren Seiten kennenlernen dürfen: als sudetendeutsches vertriebenes Kind, bei ihrem sozialen Aufstieg, der angeblich nur ihrem Ehemann Willy zu verdanken ist, und bei ihrer emotionalen Emanzipationsreise, als sie entscheidet heimlich einen Taxischein zu machen
. Sie fährt uns stolz, fein und modern durch die Frankfurter Nächte der Sechziger- bis Achtzigerjahre und parkt uns in einer berührenden Szenerie an der Côte d’Azur, wo sie mit ihrer Enkelin auf eine letzte große Reise geht.
„Frauen wie Else motivieren nicht nur, sie treten uns regelrecht in den Hintern. Aufstehen und das Glück anpacken!“ Kerstin Weng,
Vogue
Inklusive QR-Codes mit multimedialen Inhalten und zeitgeschichtlichen Hintergrundinfos
Jasma Fritzi Bauer und Katharina Zorn erzählen gemeinsam den Roman Else. Schon das Cover zeigt die Zeit in dem der Roman beginnt, nämlich 1968. Da trugen wir Frauen noch schicke Kostüme.
Else ist Hausfrau ...
Jasma Fritzi Bauer und Katharina Zorn erzählen gemeinsam den Roman Else. Schon das Cover zeigt die Zeit in dem der Roman beginnt, nämlich 1968. Da trugen wir Frauen noch schicke Kostüme.
Else ist Hausfrau und Mutter, sie war mit Willi verheiratet. Der wollte immer groß herauskommen und das Sagen haben.
Es floss immer viel Alkohol, das war wirklich so.
Die Autorinnen schildern das Familienleben, richtig gut.
Die Idee das Else heimlich Taxifahrerin wurde und was sie da so erlebt war interessant.
Der Roman war ungemein spannend. Ich war begeistert.
INHALT
Else, ein Buch geschrieben von zwei ganz wundervollen Frauen: Jasna Fritzi Bauer und Katharina Zorn. Diese Kombination kann nur gut sein! Im Buch geht es um Else und um den Blick auf ihr Leben. ...
INHALT
Else, ein Buch geschrieben von zwei ganz wundervollen Frauen: Jasna Fritzi Bauer und Katharina Zorn. Diese Kombination kann nur gut sein! Im Buch geht es um Else und um den Blick auf ihr Leben. Eine wundervolle Geschichte über eine Frau, die Ende der 60iger Jahre ein typisches „Frauenleben“ führt. Sie kümmert sich um Haushalt, Mann und Kinder. Doch dieses Leben ist ihr zu Langweilig, sie bricht aus. Während einer Reise ihres Mannes, nimmt sie allen Mut zusammen und bewirbt sich als Taxifahrerin. Sie macht den Taxischein und wird die erste weibliche Taxifahrerin Hessens. Von diesem Doppelleben weiß nur ihre Freundin - sie weiht niemanden ein. Auf ihren Fahrten erlebt sie ganz spannende - aber auch herausfordernde Dinge.
EINDRUCK UND FAZIT
Dieses Buch ist in einer so wundervollen Art geschrieben, dass ich nicht aufhören konnte es zu lese. Die Geschichte einer Frau, die ganz wundervoll daherkommt und mehr ist als nur das. Eine Art Liebeserklärung an die starken und mutigen Frauen unserer Gesellschaft. Einziger Minuspunkt (aber ich muss geschehen, auch eine ganz altmodische Leserin zu sein), die QR Codes und Videos machen die Geschichte etwas lebendiger, mir allerdings, ist es zu modern. Ich möchte mir beim Lesen gern meine eigenen Bilder und Töne schaffen. Ich möchte in meiner Fantasie so wenig wie möglich beeinflusst werden. Dennoch habe ich mir die Videos angesehen, leider deckte sich das Gesehene nicht mit meinen Bildern, sodass ich etwas unruhig zurückblieb. Dennoch eine ganz besondere Art des Buches.
Ich finde Jasna Fritzi Bauer schon lange als Schauspielerin toll und als ich herausgefunden habe, dass sie zusammen mit ihrer Frau ein Buch geschrieben hat, wollte ...
Wenn eine Frau ihren eigenen Weg geht.
Ich finde Jasna Fritzi Bauer schon lange als Schauspielerin toll und als ich herausgefunden habe, dass sie zusammen mit ihrer Frau ein Buch geschrieben hat, wollte ich es gern lesen.
Es geht um Else. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern zusammen. Als ihr Mann für einen längeren Aufenthalt in Indien weg muss, beschließt Else, etwas nur für sich zu machen. Sie macht ihren Taxischein - und erzählt es niemandem.
Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise, die zeigt, dass Frauen nie allein Mutter und Hausfrau sein wollen. Sie wollten schon immer mehr. Doch wurde das unterdrückt. Von der Gesellschaft, den Männern und den Umständen. Und selbst als sie es geschafft hat und ihren Schein hat, behält sie dieses Geheimnis für sich. Weil es nur für sie selbst ist. Niemand soll es ihr wegnehmen können. Sie allein möchte bestimmen.
Da habe ich mich gefragt, was wir wohl alle nicht von unseren Vorfahren wissen. Was haben sie gemacht, um glücklich zu sein? Was sind ihre Geheimnisse gewesen? Sollte und will man sie vielleicht auch gar nicht wissen? Was macht den Menschen zudem, was er ist? Was passiert, wenn wir eine Person ein Leben lang kennen und dann etwas erfahren, was uns alles ganz anders sehen lässt?
Else von Jasna Fritzi Bauer ist kein Buch, das man einfach so wegliest. Denn auch wenn es zwischendurch mit dem Urlaub ihrer Enkelin recht erfrischend und witzig ist, schlägt das Buch auch andere Töne an. Es fordert, es berührt und lässt einen nicht so schnell los. Bei manchen Entscheidungen musste ich doch schlucken und konnte sie aus meiner heutigen Sicht definitiv nicht nachvollziehen.
Ich wusste im Vorfeld nicht genau, was mich erwartet, aber was ich bekommen habe, war ein intensives, ungewöhnliches und literarisch beeindruckendes Leseerlebnis.
Was mir zudem noch gut gefallen hat, sind die kleinen unterstützenden Videos, die man mittels QR Code passend zum Kapitel ansehen kann.
Mich hat die Geschichte nicht überzeugen können. Die Erzählung auf unterschiedlichen Zeitebenen mag ich generell gern, aber hier blieb mir Else dadurch fremd, weil sie im Urlaub mit ihrer Enkelin so anders ...
Mich hat die Geschichte nicht überzeugen können. Die Erzählung auf unterschiedlichen Zeitebenen mag ich generell gern, aber hier blieb mir Else dadurch fremd, weil sie im Urlaub mit ihrer Enkelin so anders agiert als in den Kapiteln aus der Vergangenheit. Das war bis zum Schluss für mich nicht wirklich nachvollziehbar, da sie zu Hause anscheinend weiterhin die "brave Hausfrau" war.
An manchen Stellen war es mir etwas zu langatmig und manche Dinge (z.B. Essen am Buffet einstecken) wurden mir zu oft wiederholt. Die Filme habe ich irgendwann nicht mehr angesehen, weil dadurch immer der Lesfluss unterbrochen wurde. Man bekommt aber einen guten Einblick in das Leben der Frauen in der damaligen Zeit und es ist erschreckend, wie wenig Macht die Frauen hatten und nur "schmückendes Beiwerk" sein sollten.