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Veröffentlicht am 20.03.2026

Radschas LEBEN

Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen (und seiner Mutter)
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Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen
(und seiner Mutter) ist eine ziemlich durchgeknallte Geschichte von Rabih Alameddine.
Mit diesem Roman hat er den National Book Award for ...



Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen
(und seiner Mutter) ist eine ziemlich durchgeknallte Geschichte von Rabih Alameddine.
Mit diesem Roman hat er den National Book Award for Fiction 2025 gewonnen.
Der Roman lässt uns den libanesischen Bürgerkrieg in witzigem Stil erleben.
Radscha und seine Eltern lebte in Beirut.
Nachdem er als jugendlicher entführt wurde , geht es dann nur noch um Radscha und seine Mutter.
Der Autor versteht es gut uns Leser in seinen Bann zu ziehen.
Gut manchmal ist mir die Sprache etwas zu flapsig.
Aber sonst war es eine interessante Geschichte aus dem Libanon.

Veröffentlicht am 19.03.2026

Drei Leben

Die Namen
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Die Namen, heißt der Debütroman von Florence Knapp.
Das Cover des Buches zeigt drei Schatten, das passt besonders gut zu dieser Geschichte.
1987 meldet Cora ihren Sohn beim Amt an. Ihre Tochter schlägt ...



Die Namen, heißt der Debütroman von Florence Knapp.
Das Cover des Buches zeigt drei Schatten, das passt besonders gut zu dieser Geschichte.
1987 meldet Cora ihren Sohn beim Amt an. Ihre Tochter schlägt Bär vor, sie findet Julian gut, aber der Vater will, das der Junge seinen Namen Gordon bekommt.
So beginnt dieser Roman über brutale häusliche Gewalt.
Die Autorin lässt für jeden der drei Namen eine neue Familiengeschichte beginnen. Abwechselnd werden die Zeiten erzählt.
Ich glaube jetzt nicht, das Namen die Schicksale enden können. Gott sei Dank, sonst wäre die Namenswahl nicht zu bewältigen.
Allerdings ist es interessant wie sich das Leben entwickeln kann.
Ich kann ja nie so richtig verstehen, wie Frauen die ewigen Schläge und Demütigungen aushalten können.
Diese Geschichte ist da schwer zu ertragen. Aber die verschiedenen Namen, machen doch Hoffnung.
Ich hoffe, das niemand das alles erleben muss.
Der Roman ist aber trotz allem, sehr gut gestaltet und dadurch sehr lesenswert.

Veröffentlicht am 19.03.2026

Ein Zeichen aus der Jugend

Brandung
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Die französische Schriftstellerin Maylies de Kerangal führt uns in ihrem Roman, Brandung, nach Le Havre.
Ich bin schwer in diese Geschichte hinein gekommen.
Ein Mann wurde tot aufgefunden und er hatte ...



Die französische Schriftstellerin Maylies de Kerangal führt uns in ihrem Roman, Brandung, nach Le Havre.
Ich bin schwer in diese Geschichte hinein gekommen.
Ein Mann wurde tot aufgefunden und er hatte die Telefonnummer der Protagonistin in seiner Jackentasche. Sie fährt in ihre Heimatstadt. Sie denkt an ihre Jugend.
Dann kommt noch Politik ins Spiel. Sogar die Kriegszeit wird abgehandelt.
Die Zeiten gehen viel hin und her.
Es ist ein interessanter Roman, mit Krim teil, der sich fesselnd liest.


Veröffentlicht am 17.03.2026

Paulas Leben

Wie die Hasen
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Anna Silber hat einen guten einfühlsamen Schreibstil.
Ihr Roman, Wie die Hasen, hat den Titel, weil 1945, die Gefangenen des Konzentrationslager Mauthausen, wie Hasen gejagt wurden.
Auf dem Reisingerhof ...



Anna Silber hat einen guten einfühlsamen Schreibstil.
Ihr Roman, Wie die Hasen, hat den Titel, weil 1945, die Gefangenen des Konzentrationslager Mauthausen, wie Hasen gejagt wurden.
Auf dem Reisingerhof wurde ein russischer Flüchtling bersteckt.
Siebzig Jahre später lernen wir die heutigen Bewohner kennen.
Paula ist siebenundachtzig Jahre alt, Sie gedenken immer noch an die Opfer, Paula hält jedes Jahr eine Rede, gegen das Vergessen.
Gerade Sie erkrankt an Alzheimer Demenz. Die Autorin schildert gekonnt die Aussetzer Paulas und sie immer wieder in die vierziger Jahre abdriftet. Für die Familie wird es eine unlösbare Geschichte.
Der Roman ist authentisch und fesselnd
Ein Buch, das erinnert.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Familie

Die Schwestern
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Der irländische Schriftsteller Colm Tóibin hat einen flüssigen einfühlsamen Schreibstil.

Die Schwestern, wurden von ihrer verwitwen Mutter nach Argentinien verpflanzt.
Warum der Autor eine Mutter mit ...



Der irländische Schriftsteller Colm Tóibin hat einen flüssigen einfühlsamen Schreibstil.

Die Schwestern, wurden von ihrer verwitwen Mutter nach Argentinien verpflanzt.
Warum der Autor eine Mutter mit drei Kindern n und ohne Geld von Catalanien nach Argentinien versetzt, kann ich nicht so nachvollziehen.
Die Schwestern entwickeln sich sehr verschieden.
Als die Drei fünfzig Jahre später von einer Tante in der alten Heimat ein Haus erben, fahren sie gemeinsam hin und da kommen sie sich wieder nahe.
Der Autor hat die Atmosphäre und die Charaktere interessant beschrieben. Das alles lässt er die jüngste Tochter Montse erzählen. Ihre Leben und ihre Gedanken bekommen wir so am besten mit. Da konnte er mich mit dieser Geschichte gut fesseln.