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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2017

Bayrisch

Die schwarze Jagd
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Dinesh Bauer ist ein Urbayer und sein neuer Roman „Die schwarze Jagd“ ist es auch, typisch bayerisch.
Im Anfang lernen wir die Gedanken des Braunbären Bruno kennen, der vor einigen Jahren tatsächlich ...

Dinesh Bauer ist ein Urbayer und sein neuer Roman „Die schwarze Jagd“ ist es auch, typisch bayerisch.
Im Anfang lernen wir die Gedanken des Braunbären Bruno kennen, der vor einigen Jahren tatsächlich in der Gegend unterwegs war.
Dann geht es mit dem Dorfbullen Schorsch Wammetsberger und dem Kripo-Kommissar Korbinian Eyrainer, dem Ermittlerteam weiter. Die Personen in dem Roman sind alles derbe Dickschädel und die Sprache ist meist deftig und leger. Die Handlung ist teils witzig, teils rustikal.
Da geht es um Mörder, Menschenhandel und Wilderer.
Witzigerweise sind die Überschriften der Kapitel
immer Speisenamen, ganz schön fies, da bekommt man ja Appetit. Dann gibt es am Ende noch ein prima Rezept, sogar mit Vorspeise und Dessert. Hm köstlich, Fantastisch, außer der Deko!

Ein hintergründiger humorvoller Alpenkrimi mit wunderbaren Landschaftsbildern.

Veröffentlicht am 30.09.2017

Ein Lesegenuss

Ich treffe dich zwischen den Zeilen
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Die Autorin Stephanie Butland ist für mich eine Neuentdeckung.
Eine nette Liebesgeschichte. Der Titel „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ verspricht einiges mehr, als man erst denkt.
Die Erscheinung ...

Die Autorin Stephanie Butland ist für mich eine Neuentdeckung.
Eine nette Liebesgeschichte. Der Titel „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ verspricht einiges mehr, als man erst denkt.
Die Erscheinung von Loveday sehe ich bildhaft vor mir, mit ihre Tattoos und Piercings. Sie ist eine junge Frau mit Geheimnissen und arbeitet in einer Buchantiquariat.
Der Chef Archie hat sie eingestellt, obwohl sie ein Buch stehlen wollte, da zwingt er sie einfach zu der Arbeit. Damit tut er ihr einen riesigen Gefallen. Er ist ein Unikum und wird zu Lovedays Familie.
Ihre glückliche Kindheit endet für sie mit 10 Jahren, dann geschieht eine Tragödie und sie kommt im Pflegefamilien.
Sie verschweigt das alles vor ihrem Chef und auch ihrem Freund. Sie ist misstrauisch und manchmal zu Recht.
Ihre Arbeit mit den Büchern machen ihr Spaß. Ich sehe mich neben ihr arbeiten.
Sie ist eine wunderbare Protagonistin mit gutem Charakter, mit Hoffnungen und Wünschen.

Die Autorin lässt sich viel einfallen um den Roman so richtig fesselnd, spannend und mit poetischen Momenten, zu gestalten. Sie hat es geschafft und mich gepackt. Die Übersetzerin Maria Hochsieder-Belschner hat wohl auch eine gute Arbeit geleistet
Ein liebenswerter Roman, den ich gerne gelesen habe und gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 26.09.2016

Großer Bruder Zorn

Großer Bruder Zorn
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Grosser Bruder Zorn von Johannes Ehrmann ist ein Milieuroman der eine Woche im Berliner Ortsteil Wedding umreisst.

Der Autor hat bei Reportagen etliche skurile Personen getroffen und kann so die Athmosphäre ...

Grosser Bruder Zorn von Johannes Ehrmann ist ein Milieuroman der eine Woche im Berliner Ortsteil Wedding umreisst.

Der Autor hat bei Reportagen etliche skurile Personen getroffen und kann so die Athmosphäre gut einbringen.

In den ersten Seiten muss man sich erst an den rüden Tonfall gewöhnen, aber er passt zu der Geschichte. Nach einiger Zeit kommt man gut zurecht und der Roman wird interessant.
Da gibt es Aris, ein trockener Alkoholiker, der davon träumt ein besonderer Boxpromotor zu sein und dringend Geld braucht.
Serdar der in einem Getränkemarkt jobbt und von einer Boxcarriere träumt
Jessi eine alleinerziehende Mutter arbeitet bei Netto.

Dann gibt es noch ein paar Typen mit eigenartigen Macken, die in die Gegend gehören und in der Geschichte mitmischen.

Es war interessant diese Personen kennen zu lernen und sie ein paar Tage zu begleiten.
Man wünscht ihnen eine bessere Zukunft, aber Serdars Cousin meinte mal: Wer in den Weddinger Kiez einmal gelandet ist, findet nicht mehr raus.

Ein Roman der auch mal die Unterschicht zu Wort kommen lässt.
Mir hat er immer besser gefallen, man muss auch solches Milieu mal kennen lernen.

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Veröffentlicht am 19.11.2017

Unterhaltsames Weinachtsfest

Obendrüber da schneit es
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Astrid Ruppert hat einen leichten flüssigen Schreibstil. Mit dem Roman „Obendrüber da schneit es“ hat sie einen schönen Weihnachtsroman geschrieben.
In einem Mietshaus werden uns die Familien vorgestellt. ...

Astrid Ruppert hat einen leichten flüssigen Schreibstil. Mit dem Roman „Obendrüber da schneit es“ hat sie einen schönen Weihnachtsroman geschrieben.
In einem Mietshaus werden uns die Familien vorgestellt. Jede hat ihre eigene Geschichte. Manche sind einsam und allein, andere haben Probleme oder Ärger.
Miriam ist mit ihrer Tochter Jule erst vor kurzem hier eingezogen, nachdem ihr Mann sie verlassen hat. Für Jile ist es das erste Weihnachten nur mit ihrer traurigen Mutter. Da hat sie eine Idee. Sie geht zu einem einsamen Nachbarn und läd ihn zu sich und ihrer Mutter zum Feiern ein, damit ein Mann dabei ist.. Durch einen Unfall des Pfarrers vor dem Haus und die Hilfsbereitschaft der Bewohner, wird es ein tolles und besonderes Weihnachtsfest für alle. Jule ist besonders glücklich darüber und auch für die Anderen war es ein Erlebnis. Am nächsten Tag klingt das Fest noch nach,
Das ist zwar ein wahrscheinlich unglaubliches Märchen, aber ein schöner Traum. Der Roman ist ein leichter aber unterhaltsamer Stoff, der den Leser zum Nachdenken und Träumen anregt.


Veröffentlicht am 15.11.2017

Utopisch

Million Dollar Boy
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Will Hofman beschreibt in seinem Roman Million Dollar Boy eine utopische Welt. Der Schreibstil ist flüssig und etwas schlacksig, es passt zu dem Icherzähler. Der Protagonist Ede, Mitte Dreißig, hat ein ...

Will Hofman beschreibt in seinem Roman Million Dollar Boy eine utopische Welt. Der Schreibstil ist flüssig und etwas schlacksig, es passt zu dem Icherzähler. Der Protagonist Ede, Mitte Dreißig, hat ein besonderes Talent. Im Spielkasino empfindet er ein Kribbeln im Knie, das ihm hilft das große Geld zu machen. Ein Prima Gedanke, wer hätte das nicht gern.Aber er fällt auf. Es ist eben nicht so leicht plötzlich im Geld zu schwimmen und es geheim zu halten. Natürlich wollen Kriminelle mit ihm auch an leichtes Geld kommen. Eine aufregende mystische Reise beginnt.
Am Anfang und am Ende wird das Geld überflüssig.
Der Autor hat mit viel Fantasie einen interessanten Roman geschrieben, der uns in das Science Fiction Genre führt.
Gut, für mich war er zu unrealistisch und er konnte mich nicht richtig fesseln. Trotzdem hatte ich ein etwas anderes Leseerlebnis. Manchmal braucht man mal etwas zum Träumen, wie es wäre mit viel Geld, oder wenn es alles umsonst gäbe.
Der Roman lässt sich gut lesn.