Cover-Bild Tuberkulose
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 18.03.2025
  • ISBN: 9783446284715
John Green

Tuberkulose

Es ist Zeit, die tödlichste Infektion der Welt zu besiegen
Sophie Zeitz (Übersetzer)

Ein mitreißendes Plädoyer von John Green für den Kampf gegen die tödlichste Infektion der Welt

Auf einer Reise nach Sierra Leone lernt Bestsellerautor John Green den jungen Henry kennen, der mit Tuberkulose im Krankenhaus liegt. Seine bewegende Krankheitsgeschichte nimmt er zum Anlass, der ältesten und tödlichsten Infektionskrankheit der Welt auf den Grund zu gehen. Er will sich nicht damit abfinden, dass jährlich 1,5 Millionen Menschen sterben, obwohl es seit langem wirksame Medikamente gegen Tuberkulose gibt. John Green fordert Lösungen für diese globale Gesundheitskrise: weltweiten Zugang zu lebensrettender Behandlung, erschwinglichere Medikamente, Aufmerksamkeit und Engagement. Sein Buch ist ein Appell, hinzusehen und zu handeln. Eine berührende, informative und dringliche Lektüre für alle, die sich für soziale Gerechtigkeit und Gesundheit einsetzen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2025

Ein Einblick in die Geschichte von Tuberkulose und wie Rassismus, Kolonialismus, Armut und andere Faktoren die Krankheit verschlimmern

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Ich mochte John Greens vorheriges Sachbuch vor allem wegen seiner Essaystruktur und obwohl "Tuberkulose" sich nur auf ein einziges Thema konzentriert, bleibt durch die Struktur der Kapitel doch das gleiche ...

Ich mochte John Greens vorheriges Sachbuch vor allem wegen seiner Essaystruktur und obwohl "Tuberkulose" sich nur auf ein einziges Thema konzentriert, bleibt durch die Struktur der Kapitel doch das gleiche Gefühl vorhanden.

Die Kapitel sind kürzer als in den meisten Sachbüchern, die ich bisher gelesen habe, was aus diesem Buch eine leichte Lektüre gemacht hat. Vor allem, da John Greens Vergangenheit als Romanautor deutlich wird in der Art und Weise wie er über Tuberkulose schreibt und wie er die Lebensgeschichte von Henry, einem an Tuberkulose erkrankten Teenager aus Sierra Leone, den John Green auf einer Reise kennengelernt hat, als "Rahmenhandlung" für die Erklärungen über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Tuberkulose verwendet.

Während viele Menschen nicht viel über Tuberkulose wissen oder gar nicht wissen, dass es sie überhaupt noch gibt (so wie ich, bevor ich dieses Buch in die Hand genommen habe), wissen wir doch vieles über die Faktoren, die den Zustand der Tuberkulose, ihre Patienten und deren Behandlung sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart beeinflussen, und John Green erinnert uns sehr gut an diese Parallelen und erklärt dann, wie genau sie mit Tuberkulose zusammenhängen.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, sowohl wegen der Darstellung der Geschichte der Krankheit und wie Rassismus, Kolonialismus, Armut und andere Faktoren die Krankheit verschlimmern, als auch wegen John Greens Schreibstil, der das Lesen angenehm gemacht hat, auch wenn das Thema keineswegs angenehm ist.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Bereichernd

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In seinem neuen Buch schreibt John Green, der große Autor von „Eine wie Alaska“, „Margos Spuren“ oder „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, keinen neuen Roman, sondern ein Sachbuch. Es geht dabei um ...


In seinem neuen Buch schreibt John Green, der große Autor von „Eine wie Alaska“, „Margos Spuren“ oder „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, keinen neuen Roman, sondern ein Sachbuch. Es geht dabei um Tuberkulose, die Krankheit, welche wahrscheinlich die meisten Menschenleben, auf unserem Planeten gekostet hat. Und doch ist sie für die meisten von uns eine große Unbekannte…
Der Autor nimmt uns dabei mit auf eine unfassbar spannende Reise. Er verwebt dabei auf höherer Flugebene die Geschichte von Tuberkulose mit harten Fakten, woraus man als Leser tatsächlich eine Menge lernen kann. Und er bindet das Schicksal des jungen Henry aus Sierra Leone mit ein. Damit macht er das Ganze deutlich nahbarer, man bekommt als Leser ein klareres Bild von dem, was die Betroffenen erleiden müssen. Selbst wenn Green im Grunde schonungslos berichtet, wird man dabei nicht heruntergezogen. Das Buch liest sich fast so spannend wie seine Romane. Er kann halt einfach schreiben. Und dadurch, dass er auch in der Lage ist ein Sachbuch lesenswert zu machen, ist er in meinem Ansehen noch höher gestiegen. „Eine wie Alaska“ gehört seit Jahren zu einem meiner Lieblingsromane. Er erzeugte hier so lebendige Figuren, wie es nur wenige schaffen. Und nun gelingt es ihm, eine Krankheit und damit wohl eins der abstraktesten Themen, die man sich für ein Buch vorstellen kann, ebenfalls lebendig darzustellen. Was er dadurch erzeugt, ist nicht nur einzigartig, sondern auch wichtig. Denn er legt vor allem beim Thema soziale Ungerechtigkeit den Finger in die Wunde. Er führt dem Leser deutlich vor Augen, wie unfassbar es ist, das auch heute noch, etwa 70 Jahre, nachdem Tuberkulose erstmals heilbar war, immer noch zahllose Menschen darunter leiden müssen und elendig daran sterben. Das liegt insbesondere daran, dass die Medikamente dort sind, wo sie nicht gebraucht werden, und die Länder, in denen sie gebraucht werden, nicht über das notwendige Geld verfügen.
Fazit: John Green gelingt mit diesem Buch ein einzigartiges Plädoyer gegen die Ungerechtigkeit in unserer Welt. Er schildert die Geschichte einer Krankheit, deren Auswirkungen und die Ungerechtigkeit, die sie bis heute weltweit auslöst, in so lebendiger Sprache und voller interessanter Fakten, dass ich völlig darin versunken bin. Wenn das mal nicht die perfekte Vorbereitung für Thomas Manns „Zauberberg“ ist. 😉 Green lässt es sich natürlich nicht nehmen, diesen Jahrhundertroman an zwei Stellen zu erwähnen. Wie gesagt, das Buch steckt voller spannender Fakten. Und genau das macht es so interessant.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Warum müssen heute noch Menschen an Tuberkulose sterben?

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Der Autor John Green lernt auf einer Reise in Sierra Leone den jungen Henry kennen. Zunächst denk er dieser sei so alt wie sein Sohn, erst später stellt sich raus, dass Henry älter ist, aber durch die ...

Der Autor John Green lernt auf einer Reise in Sierra Leone den jungen Henry kennen. Zunächst denk er dieser sei so alt wie sein Sohn, erst später stellt sich raus, dass Henry älter ist, aber durch die Krankheit Tuberkulose und seine Mangelversorgung so viel jünger wirkt. Das Schicksal von Henry bringt ihn dazu der ältesten und tödlichsten Infektionskrankheit auf den Grund zu gehen. Im Vordergrund steht die Frage, warum jährlich ca. 1,5 Millionen an dieser Krankheit sterben müssen, obwohl es in den industrialisierten Ländern seit sehr vielen Jahren wirksame Medikamente gibt. In dem Buch verknüpft der Autor persönliche Erfahrungen, die Geschichte der Tuberkulose, die wissenschaftlichen Fakten und auch die wirtschaftlichen Fakten und das macht das Plädoyer so super interessant und aktuell. Ich hatte keine Ahnung, dass Tuberkulose immer noch ein aktuelles Thema ist, hier in Deutschland gehören die Sanatorien schon lange der Vergangenheit an.

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