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Veröffentlicht am 07.06.2026

Erste Hälfte starke Fantasy, zweite hälfte schwache Romanze

Anathema
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"Anathema" ist eins der Bücher, die einen sehr starken Anfang haben (das erste Drittel war SO GUT), ein recht gutes Ende haben und dann eine schwächere Mitte haben.

Der Anfang hatte mich wirklich sehr ...

"Anathema" ist eins der Bücher, die einen sehr starken Anfang haben (das erste Drittel war SO GUT), ein recht gutes Ende haben und dann eine schwächere Mitte haben.

Der Anfang hatte mich wirklich sehr stark abgeholt. Die Atmosphäre, die geschaffen wurde, wie der Wald hochgehypet wurde, die Kultumgebung der Sterblichen um Maevyth, die uns gezeigt wurde, sowie die magische Gesellschaft um Zevander, und wie diese beiden Welten in Kontrast gesetzt wurden. Beide Charaktere hatten eine schwere Kindheit und Jugend, haben Traumata erlitten. Beide haben eine Schwester, die sie beschützen wollen.
Wie die Parallelen und Unterschiede der beiden, ihrer beiden Welten und ihrer beiden Leben aufgebaut wurden, hat mich sehr gefesselt und ich habe mich sehr darauf gefreut zu erfahren, wie es weiter geht. In dieser Zeit begegnen sie sich noch nicht so wirklich, aber man kriegt ein Gefühl dafür, was die Handlung für die beiden noch birgt, wer sie als einzelne Charaktere sind, was sie gewinnen und verlieren können.

Ab ca. der Hälfte, als Maevyth gezwungen war in Zevanders Welt zu flüchten und ihre Schwester zurückzulassen und sie auf seiner Burg festhängt, wendet sich der Fokus viel mehr zur Romanze, und die Handlung geht nur noch sehr langsam voran. Trotzdem bewegt sich auch die Romanze nicht wirklich voran, sie ist und bleibt vor allem körperliches Verlangen zwischen den beiden. Wir verbringen recht wenig Zeit damit, zu sehen, wie die beiden miteinander interagieren außerhalb dessen, dass sie sich heiß finden. In Zevanders Handelsstrang lernen wir ein wenig mehr über das Worldbuilding und die Risiken, die sich hinter jeder Ecke bergen, und in Maevyths Strang lernt sie vor allem Zevanders Geschwister und Verbündeten kennen. Ich mochte Zevanders Geschwister sehr, aber Rykaias Interaktionen haben in diesem Teil viel daraus bestanden, dass sie versucht hat die beiden zu verkuppeln. Dies hat meiner Meinung nach weder zur Atmosphäre des Buches, noch zum Verhalten von Maevyth und Zevander gepasst und weiter dazu beigetragen, dass die Romanze doch sehr oberflächlich ablief, da sie vor allem in Rykaias Worten ablief und nicht wirklich in den Interaktionen zwischen Maevyth und Zevander.

Richtung Ende wurde es dann doch noch mal wieder spannender als wieder mehr passiert ist und einige der Risiken, die vorher angedeutet wurden, zum Tragen kamen. Ich hätte gerne noch etwas mehr Zeit in der Welt verbracht, in der Maevyth aufgewachsen ist, da der Kontrast und die Parallelen über das Buch hinweg so sehr ausgearbeitet wurden, aber es scheint, als sei das kein Fokus der Geschichte.

Dass das Ende und der Anfang stärker waren, konnte leider die schwächere Mitte leider nicht aufwiegen, da die Romanze so schwach war. Ich habe oft Probleme mit dem Konzept von Seelengefährten in Büchern, da es zum Teil als Abkürzung verwendet wird, um die Romanze nicht entwickeln zu müssen, und das war leider hier der Fall. Es stört mich auch, dass man erst bei 74 % erfahren hat, dass "Gefährten" in dieser Welt existieren, denn sonst hätte ich das Buch möglicherweise gar nicht gelesen, da ich oft die Erfahrung gemacht habe, dass dann die Romanze nicht genug entwickelt ist und mir das Buch nicht gefällt.

Wenn einem "Das Reich der Sieben Höfe" gefallen hat, wird einem aber sicher auch das hier gefallen, obwohl da die Romanzen doch noch etwas mehr entwickelt sind als in "Anathema", auch wenn die Bücher in meinen Augen recht ähnliche Schwachstellen haben.

Ich finde es sehr schade, dass mich das Buch ab der Mitte dann doch wieder verloren hat, da die düstere Atmosphäre, diese hexenartigen Vibes, Götter, Kulte und Hofintrigen eigentlich alles Aspekte sind, die sehr dafür sprechen, dass ich Bücher mögen werde, und das war ja auch hier für die ersten 50% der Fall. Leider konnte die zweite Hälfte einfach nicht mit der ersten mithalten.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Sehr gutes Buch, aber ein paar rassistische Begriffe

Herr der Diebe
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Als junge Jugendliche oder älteres Kind (ich erinnere mich daran, dass ich an diesem Buch vorbeigegangen bin, weil ich mich zu alt dafür gehalten habe) habe ich in einer Gruppe mit jüngeren Kindern die ...

Als junge Jugendliche oder älteres Kind (ich erinnere mich daran, dass ich an diesem Buch vorbeigegangen bin, weil ich mich zu alt dafür gehalten habe) habe ich in einer Gruppe mit jüngeren Kindern die Verfilmung dieses Buchs gesehen. Wie ich mich zu alt für das Buch gehalten habe, hielt ich mich zu dem Zeitpunkt auch zu alt für den Film und war nicht besonders interessiert daran, ihn zu sehen.
Im Laufe des Filmes musste ich aber feststellen, dass er 1. genau mein Ding war und 2. man ihn auch sehr gut schauen konnte, wenn man aus dem Alter der ursprünglichen Zielgruppe herausgewachsen ist.
Aus diesem Grund habe ich das dazugehörige Buch irgendwann auf meine Leseliste gesetzt, in der Erwartung, dass es mir, auch wenn ich älter bin, noch sehr gut gefallen würde. Mein jugendliches Ich würde damit auch recht behalten, denn ich bin nun endlich dazu gekommen, dieses Buch zu lesen und liebe es genau so, wie ich damals den Film geliebt habe.

Prosper und Bo, 12 und 5 Jahre alt, sind nach dem Tod ihrer Mutter weggelaufen, da ihre Tante Esther die Jungs trennen wollte. Um zusammenzubleiben, sind sie nach Venedig geflüchtet, eine Stadt, über die ihre Mutter ihnen viel erzählt hat. Dort trafen sie auf Wespe, Mosca und Riccio, mit denen sie sich im alten Kino "Stella" verstecken, einem Ort, den ihr Anführer Scipio, der "Herr der Diebe" für sie gefunden hat. Sie überleben, indem sie die Sachen, die Scipio stiehlt, an den Atiquitätenhändler Barbarossa verkaufen. Dieser hat einen besonderen Auftrag für sie, zur gleichen Zeit wie Esther den Privatdetektiv Viktor auf ihre Neffen ansetzt.
Beide diese Sachen bringen Kinder in Gefahr, sowie bringen Scipios Geheimnisse an die Oberfläche.

Der "Herr der Diebe" ist somit eine Erzählung über die Abenteuer einer Kinderbande, die in Venedig überleben wollen, mit einer Dosis magischem Realismus und der Trope "found family". Ich habe mich mit der Geschichte sehr wohl gefühlt, sie war spannend und hat auch die Aufmerksamkeit und das Interesse einer erwachsenen Person aufrecht erhalten können.

Mein einziger Kritipunkt war, wie über Moscas Hautfarbe gesprochen wurde. Anstatt "der Schwarze Junge" "der Mohrenkopf" zu sagen, klingt schon sehr rassistisch. Ich habe mich sehr unwohl dabei gefühlt, die drei Mal, in denen seine Hautfarbe erwähnt wurde, da jede der drei Beschreibungen einen rassistischen Beiklang hatte. Soweit ich das gesehen habe, war der Rest der Handlung ihm gegenüber nicht rassistisch, aber die Beschreibungen seiner Hautfarbe bevor die einzelnen Charaktere seinen Namen kannten, hat einen sehr unangenehmen Geschmack hinterlassen. Ich weiß nicht, wie das 2000 wahrgenommen wurde, aber in 2026 wirkt es einfach nur rassistisch.

Trotzdem kann ich das Buch erwachsenen gut weiterempfehlen, da ich ihnen zutraue, so kritisch zu lesen, dass sie erkennen, dass hier eine massiv veraltete und rassistische Bezeichnung genommen wurde. Mit Kindern würde ich darüber aber einen kritischen Dialog führen, damit sie dies nicht in ihren Sprachgebrauch aufnehmen und verstehen, was sie hier lesen.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Perfekter Abschluss zu einer großartigen Serie

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Ein toller Abschluss für diese Reihe! Bevor es endet, geht es nochmal richtig wild einher, unsere altbekannten Charaktere werden nochmal in eine ganz neue Situation gesteckt, mit neuen Gefahren, neuen ...

Ein toller Abschluss für diese Reihe! Bevor es endet, geht es nochmal richtig wild einher, unsere altbekannten Charaktere werden nochmal in eine ganz neue Situation gesteckt, mit neuen Gefahren, neuen Gegenspielern, neuen Verbündeten und einigen Änderungen, wer in welche Kategorie gehört.

Rains Wunsch am Ende des letzten Teils hat nicht nur die Apokalypse rückgängig gemacht, sondern alles, und nun wurde Rain an den Anfang der Zeit katapultiert, in eine Zeit, in der die Märchen passieren, die alten Götter noch existieren und Coalblack noch nicht Coalblack geworden ist (und erst recht noch nicht Cole oder Black). Rain muss sich damit abfinden, dass sie mit falschen Entscheidungen den Zyklus von vorne startet, aber weiß nicht, ob zu viel oder zu wenig an der Geschichte herumzupfuschen der Weg ins Verderben ist.

Ich liebe, dass wir auch Coalsblack Sichtweise bekommen und ihn an einem Punkt seiner Entwicklung sehen, wo er weder Cole, noch Black und doch irgendwie noch beide ist. Wir haben die gesamte Geschichte über immer wieder gesagt bekommen, dass Cole und Black ein- und dieselbe Person sind, aber dies jetzt endlich mal zu Gesicht zu bekommen, schließt die Geschichte und besonders die Romanze der Geschichte sehr gut ab.

Ich mochte es auch, dass man auch einen Blick auf Rains dunklere Seite bekommt, dass sie sich damit abfinden muss, dass sie auch Coalblacks dunkle Seite, die vorher in Black zu sehen war, attraktiv findet und wie das Trauma ihres bisherigen Abenteuers sie geprägt hat.

Ich liebe Zeitschleifen und Geschichten über Schicksal vs freier Wille und ich liebe es wie beides hier umgesetzt wird. Die Zeitschleife erklärt vieles, was die letzten Bücher über passiert ist, und vor allem löst es noch offene Fragen auf, die ich angefangen hatte als Handlungslücke zu sehen. Man merkt, dass diese Geschichte von vorne bis hinten durchgeplant war. Das einzige, was mir nicht ganz klar ist, ist, warum Rains Familie glaubt, Cole sei der ehemalige Verlobte ihrer Großmutter gewesen, sowie das Bild von Cole auf dem Dachboden. Die beiden waren sich begegnet und das erklärt sehr viel anderes und einen Teil davon, aber eben nicht alles. Meine Erklärung gerade ist, dass impliziert sein soll, dass sie damit von der ursprünglichen Version abgewichen sind, aber ich hatte den Eindruck bekommen, dass sie dafür nicht genug geändert hatten bzw. die Änderung erst später einsetzte, als dass sie eine Auswirkung auf diesen Teil der Geschichte haben sollte Alles andere wird aber vollständig geklärt.

Ein Lieblingsteil von mir ist auch, wie sehr der Bund zwischen Rain und ihrem Cousin Avery vorhanden bleibt. Die beiden haben so eine enge Bindung und selbst wenn die beiden mit der Apokalypse und Rain mit Cole beschäftigt sind, bleiben sie doch jeweils eine der höchsten Prioritäten voneinander. Ich habe die Beziehung der beiden geliebt und sie war die eine große Konstante über die Reihe, während alles andere sich verändert hat.

Auch wenn meine ehrliche Meinung ist, dass dies ein großartiges Buch ist, an dem ich nichts ändern würde, gibt es trotzdem ein paar Sachen, von denen ich in diesem Buch gerne mehr gesehen hätte: Die Vasallen in ihrer Vor-Apokalypsenform. Wir haben von ihnen eigentlich vor allem einen Eindruck von dem einen Vasallen bekommen, der in der Apokalypse gar nicht mit dabei ist, da Chaos seinen Platz eingenommen hat, und sonst nur sehr wenig. Außerdem fand ich Edwards Rolle sehr kurz und hätte mir für ihn auch bisschen mehr als Abschluss gewünscht.
Ich sehe aber ein, dass die Handlung dafür einfach keinen Platz geboten hat, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es möglich wäre.

Meinen einzigen richtigen Kritikpunkt hab ich an dem Sprecher für Coleblack in der Hörbuchversion. Rains Dialoge wurden in einer Stimme gesprochen, die so sehr nach einer Parodie einer weiblichen Stimme klang, dass ich mich sehr schwer getan habe. Das hat mich schon wirklich sehr gestört und hat das Hören seiner späteren Kapitel wirklich unangenehm gemacht.

Ansonsten finde ich dies aber einen perfekten Abschluss zu einer großartigen Serie, die sofort in die Liste meiner Lieblingsbücher aufgenommen wird und die ich nur weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Schwächer als Vortex, aber immer noch sehr gut

Dark Sigils – Was die Magie verlangt
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Leider nicht ganz so gut wie Anna Bennings andere Bücher, aber trotzdem noch sehr gut und ich sehe vieles, was mich vermuten lässt, dass die Fortsetzungen wieder die gewohnte Komplexität haben werden.

Vortex ...

Leider nicht ganz so gut wie Anna Bennings andere Bücher, aber trotzdem noch sehr gut und ich sehe vieles, was mich vermuten lässt, dass die Fortsetzungen wieder die gewohnte Komplexität haben werden.

Vortex hatte mich vor allem damit abgeholt, dass alle Charaktere so sehr ausgearbeitet wurden. In dem ersten Teil der "Dark Sigils" sind doch alle außer Rayne nur sehr oberflächlich angeschnitten. Gerade bei Adam und Celine sehe ich genügend Hinweise, dass sich die Autorin auf jeden Fall noch viel mehr dabei gedacht hat und dies sicherlich in den Fortsetzungen dann zum Vorschein kommen wird und auch die Antagonisten werden wir so wie es endet noch im nächsten Teil besser kennenlernen. Ich sehe auch ein, dass die Handlung des Buches es auch nicht unbedingt zuließ vielen Charakteren (allen voran z.B. Lily) Tiefe zu geben, aber es ist trotzdem etwas, das mir gefehlt hat.

Ebenso war die Romanze etwas oberflächlicher, als ich gehofft hatte, auch wenn das durchaus damit zusammenhängen kann, dass wir (und Rayne) ja gar nicht genau wissen, wie viel davon nicht auch der Magie zu schulden ist. Ich hoffe, dass wir dazu noch mehr Infos bekommen, aber ich kann mir auch kaum vorstellen, dass das in den Fortsetzungen irrelevant ist.

Der Rest der Handlung hat aber viel geliefert und noch mehr angeschnitten, von dem ich weiß, dass Anna Benning es schaffen wird, auf interessante Weise weiter in die Themen einzutauchen. Wir haben ein weites Netzwerk an Personen und Gruppierungen kennengelernt, von denen wir wissen, dass sie unterschiedliche Ziele verfolgen, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen: Die sieben und ihre Untergruppen, die Rebellen und ihre einzelnen Mitglieder, die Magistrate und die anderen Oberen. Ich kann es kaum erwarten, dies im zweiten Teil weiter zu verfolgen.

Der erste Teil hat sich aber vor allem erstmal auf Raynes sich verändernden Lebensumstände konzentriert, darauf wie sie damit umgeht, mehr über ihre Vergangenheit und die ihrer Eltern zu erfahren, sowie ein Vermächtnis anzutreten, von dem sie bisher nicht wusste, und das auch nicht nur positive Seiten mit sich bringt. Ich mochte es ihr dabei zuzusehen, wie sie sich mit dieser neuen Rolle arrangiert oder nicht arrangiert, was sie annimmt und was sie hinterfragt, und wie sie ihre Ziele neu steckt oder beibehält. Ich schätze auch dieser persönliche Teil ihrer Reise ist noch nicht vorbei und das wird sich auch weiter durch die Handlung ziehen, dass sie nach ihrer Freiheit sucht.

Wie in allen anderen Büchern bisher auch, liebe ich hier auch einfach Anna Bennings Schreibstil. Selbst wenn ich an manchen Stellen die Charaktere schwächer fand als in Vortex, bleibt ihr Schreibstil einer meiner liebsten und damit hat sie mich natürlich auch in diesem Buch abgeholt.

Alles in allem, ein gutes Buch mit Anna Bennings tollem Schreibstil und einer Handlung, die großartig zu werden verheißt, aber mit etwas schwächeren Charakteren als in Vortex.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Absolute Lieblingsreihe, die man nur empfehlen kann!

Ever & After. Die dunkle Hochzeit
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Wenn der nächste Band so gut ist wie "Die dunkle Hochzeit" und "Der schlafende Prinz" es waren, wird "Ever & After" definitiv einen festen Platz in der Liste meiner Lieblings-Buchreihen bekommen.

Was ...

Wenn der nächste Band so gut ist wie "Die dunkle Hochzeit" und "Der schlafende Prinz" es waren, wird "Ever & After" definitiv einen festen Platz in der Liste meiner Lieblings-Buchreihen bekommen.

Was ich besonders liebe, ist, dass diese Geschichte selten das tut, was ich erwarte, ohne Lesende mit dem Abweichen vom Erwarteten schocken zu wollen. Alles was passiert, ergibt immer Sinn innerhalb der Welt und der Charaktere und doch weiß ich nie wirklich, was als Nächstes passieren wird. Vielleicht geht es anderen nicht so, die eine andere Untermenge der Fantasybücher gelesen haben als ich, aber für mich ist dieses Buch definitiv anders als die anderen Fantasybücher, die ich lese, obwohl es sich durchaus auch an genügend Genrekonventionen hält, dass man nicht das Gefühl hat, dieses Buch wolle damit brechen wollen.

Der Prinz, Black, hat Rain und ihren Cousin Avery nun in seinem Gewahrsam und sein Spiegelbild, Cole, weggesperrt. Die Hochzeit zwichen Black und Rain wird vorbereitet und soll bald stattfinden, da damit das Ende der Welt ausgelöst wird, welches Blacks Ziel ist. Rain und Avery haben schon einige Fluchtversuche hinter sich, aber sie geben nicht auf, schließlich müssen sie, um Black aufzuhalten, noch die restlichen Vasallen ihrer Insignien berauben und sie wollen auch zu ihren Freunden zurückkehren, die irgendwo auf sich allein gestellt sind.
Freund und Feind auseinanderzuhalten war bereits seitdem der Prinz aufgewacht ist ein Problem und das wird nicht einfacher. Unterdessen ist die Trennung von Cole und Black eventuell nicht so klar wie bisher angenommen.
Ohne spoilern zu wollen, ist das alles, was ich zu der Handlung sagen kann.

Jetzt, wo wir wissen, dass es sich bei Cole um einen Teil des Prinzen handelt, der von ihm abgespalten wurde, fand ich es besonders interessant in diesem Buch Rains Beziehung zu Cole und Black zu sehen und zu beobachten, ob die Linien verschwimmen werden, ob sie Cole in Black sehen wird und Black in Cole, schließlich sind sie eigentlich beide die gleiche Person. Ebenfalls hat es mir interessiert, ob wir jetzt als Lesende sehen können, dass sie unterschiedliche Facetten der gleichen Person sind.

Ein großer Teil dessen, was mich in dieser Geschichte überrascht hat, war auf Rains Risikobereitschaft zurückzuführen und ich habe mich immer wieder im Laufe der Geschichte gefragt, wie viel sie bereit ist zu opfern. An den Punkten, wo viele andere Protagonisten (aus gutem Grund) nach einer Alternative gesucht hätten, ist sie mit dem Kopf durch die Wand, egal was es sie koste, und das war mehr als spannend zu verfolgen.

Das Worldbuilding mit den Märchen, die wir aus der echten Welt kennen und die menschlichen Charaktere auch aus ihren Geschichten in ähnlicher Fassung kennen, im Kontrast zu den Versionen, wie diese Geschichten in der Welt dieses Buches wirklich abgelaufen sind und auch wenn ich oft kein großer Fan von kleinen Geschichten bin, die in längeren Geschichten erzählt werden, hatte ich hier das Problem nicht. Die Autorin hat die Geschichten so gut integriert, dass ich jedes Mal gespannt war, herauszufinden, was die "richtige" Version des Märchens in dieser Geschichte ist, und die Märchen auch generell so geschrieben waren, dass sie auch als eigenständige Geschichten interessant waren, und mit wilden Wendungen und Verknüpfungen versetzt waren, dass ich gerne wissen wollte, welcher dunkle Wandel der Geschichte uns jetzt erwartende. Deswegen hab ich diese langen Märcheneinlagen nicht nur in Kauf genommen, sondern mich sogar explizit auf sie gefreut.

Alles in allem also ein tolles und spannendes Buch, das ich nur empfehlen kann, und auf deren dritten Teil ich mich nun sehr sehr doll freue.

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