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Veröffentlicht am 01.03.2026

Spannender Roman in einer mysteriösen Studentenverbindung

Four Houses of Oxford, Band 1 - Brich die Regeln
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"Four Houses of Oxford – Brich die Regeln" geht um Harper, eine Waise, die eine Einladung annimmt, den Diamonds, einer einflussreichen, aber geheimnisvollen, Studentenverbindung in Oxford, zu Beginn ihres ...

"Four Houses of Oxford – Brich die Regeln" geht um Harper, eine Waise, die eine Einladung annimmt, den Diamonds, einer einflussreichen, aber geheimnisvollen, Studentenverbindung in Oxford, zu Beginn ihres Jura-Studiums beizutreten, nachdem ihr von einem mysteriösen Briefeschreiber erzählt wurde, dass die Diamonds ihr Schlüssel sein könnten, herauszufinden, wer ihre Eltern waren.

In Oxford angekommen, stellt sich heraus, dass die Diamonds und die anderen drei Häuser der Vier Farben, so geheimnistuerisch sind, da ihre Mitglieder magische Kräfte haben und Harper findet sich nun mit eigenen Kräften wider: Dem Lesen und Manipulieren von Gedanken.
Im ersten Jahr des Beitritts müssen die neuen der vier Häuser in einem Spiel gegeneinander antreten, in dem sie ihre neuen Fähigkeiten verbessern sollen, sowie ihre Loyalität und Skrupellosigkeit auf Probe gestellt werden. Als Gewinn für den Sieger wird das Erfüllen ihres Herzenswunsches in Aussicht gestellt.

Um Herauszufinden, wer ihre Eltern sind, würde Harper fast alles tun und in diesem Spiel wird Harper herausfinden, wie weit sie bereit ist zu gehen.

Aber Harper kriegt auch schnell den Eindruck, dass irgendwas nicht stimmt, der im Laufe der Zeit immer schlimmer wird. Sie versucht ihre beste Freundin von der Gefahr fernzuhalten, auch wenn sie riskiert, sie dadurch zu verlieren.

Und dann wäre da noch, dass ein Regelverstoß oder Verrat an den vier Häusern, sie die Erinnerung an einen geliebten Menschen kosten würde. Eine dieser Regeln ist, während des Spiels keine Beziehungen mit jemandem aus einem anderen Haus zu haben. Aber Finley, der erste Junge, in den Harper sich verliebt hatte und den sie seitdem nicht gesehen hatte, ist Teil der Spades, da er bei den vier Farben danach sucht, wie und warum sein Bruder gestorben ist. Und Harper muss sich fragen, ob sie ihn hasst, oder ob er es vielleicht wert ist, die Regeln zu brechen, um sich ihm wieder anzunähern.


Insgesamt fand ich die Geschichte sehr spannend. Ich mag Geschichten in geheimnisvollen Organisationen und Charakteren zu folgen, wie sie immer mehr herausfinden, was in der Organisation falsch läuft. Harper zu folgen, wie sie das Spiel durchläuft, sich dabei Feinde und Freunde macht, passt also genau in das, was ich gerne mag. Ihre Suche nach ihrer Vergangenheit hat ihr die entsprechende Motivation gegeben, dass ich ihr viele von den Entscheidungen, die etwas abseits des normalen, auch abgekauft habe.

Nur mit Finley bin ich nicht so richtig warmgeworden, ich fand ihn ziemlich langweilig. Eigentlich ist seine Geschichte der Suche danach, was mit seinem Bruder geschehen ist, etwas, das mich sonst auch sehr mitreißen würde, aber er war vor allem Harpers Love Interest, wodurch es kaum um seinen Handlungsstrang ging, und ich somit nicht so richtig etwas darin gefunden habe, was mich gefesselt hat.
Das war aber auch gar nicht so schlimm, weil Finley gar nicht mal so wichtig ist. Er ist da, damit sie bereit ist, mehr Risiko einzugehen und mehr zu verlieren hat, also um ihr mehr Motivation zu geben, was er tut. Seinen Zweck in Harpers Geschichte erfüllt er mehr als gut, aber er selbst und seine Geschichte konnte mich trotzdem nicht so abholen und letztlich war ich froh darüber, dass es nur sehr wenig Kapitel aus seiner Sicht gab und Harper vor allem mit anderen Dingen als ihm beschäftigt war.

Insgesamt ist dieses Buch für mich eine 4,5 von 5.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Leichte Sommerromanze, durchsetzt mit ernsteren Themen

Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst
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"Fleur de Lavande - Wie du liebst" startet damit, dass im Leben der Protagonistin Viola alles schief läuft.
Ihr neues Buch ist zwar recht erfolgreich erschienen, aber nicht erfolgreich genug, dass sie ...

"Fleur de Lavande - Wie du liebst" startet damit, dass im Leben der Protagonistin Viola alles schief läuft.
Ihr neues Buch ist zwar recht erfolgreich erschienen, aber nicht erfolgreich genug, dass sie sich eines erneuten Vertrages sicher sein kann: Es hat nämlich um genau einen Platz knapp die Bestsellerliste verfehlt. Ihre Schwester hat mit ihrem Ex geschlafen, obwohl die Trennung von ihm und Viola noch ganz frisch war. Zum Überfluss trifft sie am Flughafen noch sowohl auf besagten Ex, als auch auf Luc, den Bruder ihrer besten Freundin Jules, der noch nie einen Hehl daraus gemacht hat, wie wenig er von ihr hielt. Und dann laufen auf dem Weg zum Ferienhaus von Jules und Lucs Mutter auch noch ganz viele weitere Kleinigkeiten schief, als wenn Viola nicht eh schon einen schlechten Tag hätte. Dabei sollte dieser Urlaub in Frankreich doch eine Auszeit von ihrer Ex-Beziehung, ihrer Schwester und ihrer unsicheren Autorinnenkarriere sein.
Auch vor Ort läuft nicht alles gut, aber immerhin hat Viola dort Jules, die Lavendelfelder und den Badesee. Und vielleicht ist auch Luc eigentlich ganz okay...

Ich mag, dass dieses Buch auch so viele Sachen in Violas Leben anspricht. Zwischenzeitig hatte ich immer mal wieder Angst, dass es zu viel würde und ein Buch gar nicht so viele Sachen ansprechen könnte, aber die Autorin hat immer wieder die Kurve bekommen, vieles anzusprechen, ohne das Buch zu überladen. Im Fokus standen ja vor allem Violas nächstes Buch, die Beziehung zu ihrer einzigen Autorinnenfreundin und ihre komplizierte Beziehung zu ihrer Schwester. Alles andere hat irgendwie mit hineingespielt, aber hat kein neues Fass aufgemacht.

Ich fand es auch interessant geregelt, dass Lucs Sichtweise erst recht spät eingeführt wurde und seine Kapitel erst nach und nach länger wurden, sodass wir zu Anfang nur kleine Hinweise hatten, was ihn diesen Sommer bedrückt und was die Erklärungen hinter mancher seiner Handlungen sind, und dann immer mehr und mehr erfahren haben, was vor dem Sommer passiert ist, sowie wie er die Vergangenheit mit Viola wahrgenommen hat. Die Idee und die Umsetzung haben mir sehr gut gefallen.

Mir hat es auch sehr gefallen, wie mit den Tropes umgegangen wurde, die in diesem Buch verwendet wurde. Luc ist der typische "Er hat sie schon immer gemocht, aber sie dachte immer er hasst sie"-Protagonist, aber irgendwie auch nicht. Und Viola hat nicht für ihn geschwärmt, obwohl er ihr das Gefühl gegeben hat, dass er sie nicht abkann, sondern sich erst in ihn verliebt, als er Interesse an ihr gezeigt hat. Und er ist zwar ein "popular boy", aber was das für diese Handlung bringt ist nicht Arroganz, auch wenn es das sicher in der Vergangenheit war, sondern seinen eigenen Ballast, den er mit sich herumschleppt.

Vor allem mochte ich, dass dieses Buch eine Leichtigkeit ausgestrahlt hat und man diesen Sommer-in-Südfrankreich Vibe spüren konnte, gleichzeitig aber auch ernstere Themen im Leben ihrer Protagonisten angesprochen hat, ohne dass es einen spürbaren Schnitt dazwischen gab. Manchmal hat man eben einen sonnigen Sommer in Südfrankreich, in dem man gleichzeitig (figurative) Dämonen bekämpft.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Ein Einblick in die Geschichte von Tuberkulose und wie Rassismus, Kolonialismus, Armut und andere Faktoren die Krankheit verschlimmern

Tuberkulose
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Ich mochte John Greens vorheriges Sachbuch vor allem wegen seiner Essaystruktur und obwohl "Tuberkulose" sich nur auf ein einziges Thema konzentriert, bleibt durch die Struktur der Kapitel doch das gleiche ...

Ich mochte John Greens vorheriges Sachbuch vor allem wegen seiner Essaystruktur und obwohl "Tuberkulose" sich nur auf ein einziges Thema konzentriert, bleibt durch die Struktur der Kapitel doch das gleiche Gefühl vorhanden.

Die Kapitel sind kürzer als in den meisten Sachbüchern, die ich bisher gelesen habe, was aus diesem Buch eine leichte Lektüre gemacht hat. Vor allem, da John Greens Vergangenheit als Romanautor deutlich wird in der Art und Weise wie er über Tuberkulose schreibt und wie er die Lebensgeschichte von Henry, einem an Tuberkulose erkrankten Teenager aus Sierra Leone, den John Green auf einer Reise kennengelernt hat, als "Rahmenhandlung" für die Erklärungen über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Tuberkulose verwendet.

Während viele Menschen nicht viel über Tuberkulose wissen oder gar nicht wissen, dass es sie überhaupt noch gibt (so wie ich, bevor ich dieses Buch in die Hand genommen habe), wissen wir doch vieles über die Faktoren, die den Zustand der Tuberkulose, ihre Patienten und deren Behandlung sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart beeinflussen, und John Green erinnert uns sehr gut an diese Parallelen und erklärt dann, wie genau sie mit Tuberkulose zusammenhängen.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, sowohl wegen der Darstellung der Geschichte der Krankheit und wie Rassismus, Kolonialismus, Armut und andere Faktoren die Krankheit verschlimmern, als auch wegen John Greens Schreibstil, der das Lesen angenehm gemacht hat, auch wenn das Thema keineswegs angenehm ist.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Fake Dating zum Verlieben mit kleinen Schwächen

Vielleicht irgendwann (Vielleicht-Trilogie, Band 3)
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Ich habe etwas gemischte Gefühle bezüglich dieses Buchs.
Ich habe definitiv absolut mit den beiden Hauptcharakteren mitgefiebert und mich total in die Idee ihrer Beziehung verliebt, aber der Schreibstil ...

Ich habe etwas gemischte Gefühle bezüglich dieses Buchs.
Ich habe definitiv absolut mit den beiden Hauptcharakteren mitgefiebert und mich total in die Idee ihrer Beziehung verliebt, aber der Schreibstil war teils ein wenig enttäuschend. Die Entwicklung der Charaktere wurde oft nochmal ausgiebig kommentiert und erklärt, was die Entwicklung war, anstatt sie einfach geschehen zu lassen und die Geschichte und die Handlungen der Charaktere für sich sprechen zu lassen.

Ich mochte die Einbindung in den Rest der Reihe, was geschah, ohne dass ich (die den Rest der Reihe nicht gelesen hat) genervt davon war, dass dies zu viel Raum einnahm. Die Charaktere aus den anderen Büchern nahmen genau den richtigen Raum ein, den sie sollten.

Ich mag Second Act Breakups generell nicht so gerne, aber finde mich damit ab, dass es halt leider doch noch Tradition ist. Während des Lesens hat sich der in diesem Buch besonders unnötig angefühlt, weil Henning sich bei den Sachen, die dazu geführt haben, nicht so angefühlt hat wie im Rest des Buches. Nachdem ich jetzt ein bisschen über das Buch nachgedacht habe, verstehe ich zumindest, warum die Autorin diesen Weg gewählt hat, aber für mich hätte die Umsetzung dieses Second Act Breakups fast dazu geführt, dass ich das Buch von 4 auf 3 Sterne hinabgestuft hätte. Der Second Act Breakup war eben die schnellste Art, die Handlung an dem Punkt abzuschließen, aber ich hätte mir einen Abschluss gewünscht, der mehr zu den Charakteren passt.

Ich hatte noch ein paar kleinere Problemchen mit der Darstellung der Beziehung, aber ich möchte ungerne noch mehr auf meinen Kritikpunkten herumreiten, da ich diesem Buch ja doch 4 Sterne gebe und ich schon denke, dass es diese verdient hat. Ich habe mich wirklich in die Charaktere und die Geschichte verliebt, auch wenn die Schreibweise des Buches schwächer war, als ich erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Süße Jugend-Fantasy

Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war
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Es geht weiter für Quinn und Matilda nach "Vergissmeinnicht: Was man bei Licht nicht sehen kann".

Quinn muss sich weiterhin damit zurechtfinden, dass er für den Auserwählten gehalten wird, aber ihm wenig ...

Es geht weiter für Quinn und Matilda nach "Vergissmeinnicht: Was man bei Licht nicht sehen kann".

Quinn muss sich weiterhin damit zurechtfinden, dass er für den Auserwählten gehalten wird, aber ihm wenig darüber gesagt wird, vor allem wenn jetzt auch die Leute, die das vorher nur so mäßig glaubten, auf einmal davon überzeugt sind. Dabei fehlt ihm Matildas Gabe, die richtigen Fragen zu stellen, und er bereut es immer erst später, eine Frage nicht gestellt zu haben, wenn Matilda sie nicht stellt.

Und Matilda lässt sich nicht davon abhalten, selbst mehr herauszufinden, auch wenn sie und Quinn jetzt nicht mehr zusammen sind. Vor allem da Bax, der Wächter des Portals in der Kirche ihrer Familie ja noch mit ihr redet und ihr sogar hilft, da er sich selbst langweilt, und Jeanne d'Arc auf einmal als neue Mitschülerin Johanna in ihrer Schule auftaucht.

Da Jeanne Matilda erkennt, ist sie somit ja eh schon wieder mit involviert und Quinn kann es doch nicht lange herauszögern, sie wieder um Hilfe zu bitten und sich mit ihr zu versöhnen, wo er eigentlich ja sowieso nur mit ihr zusammen sein möchte.

Die ganzen Geheimnisse führen aber zu Konflikten mit Matildas besten Freundin Juli, die immer skeptischer wird und Matilda die Ungereimtheiten in ihren Lügen immer übler nimmt.

Dieses Buch hat mir vor Augen geführt, dass ich mittlerweile im Allgemeinen Fantasy für Erwachsene bevorzuge, aber Kerstin Giers Schreibstil es mir doch immer noch antut.

Die Welt ist irgendwie nicht ganz so faszinierend wie die von Rubinrot und Silber (auch wenn dieses Buch stark impliziert, dass die Edelstein- und Silber-Trilogien in der gleichen Welt wie die Vergissmeinnicht-Trilogie spielen) und irgendwie waren es diesmal doch eher einige neue Konflikte, die gelöst wurden, aber im großen überreichenden Konflikt wurde nicht so super viel Fortschritt gemacht.
Trotzdem mochte ich das Lesen dieses Buches sehr und gebe ihm immer noch 4 Sterne.

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