Schwächer als Vortex, aber immer noch sehr gut
Dark Sigils – Was die Magie verlangtLeider nicht ganz so gut wie Anna Bennings andere Bücher, aber trotzdem noch sehr gut und ich sehe vieles, was mich vermuten lässt, dass die Fortsetzungen wieder die gewohnte Komplexität haben werden.
Vortex ...
Leider nicht ganz so gut wie Anna Bennings andere Bücher, aber trotzdem noch sehr gut und ich sehe vieles, was mich vermuten lässt, dass die Fortsetzungen wieder die gewohnte Komplexität haben werden.
Vortex hatte mich vor allem damit abgeholt, dass alle Charaktere so sehr ausgearbeitet wurden. In dem ersten Teil der "Dark Sigils" sind doch alle außer Rayne nur sehr oberflächlich angeschnitten. Gerade bei Adam und Celine sehe ich genügend Hinweise, dass sich die Autorin auf jeden Fall noch viel mehr dabei gedacht hat und dies sicherlich in den Fortsetzungen dann zum Vorschein kommen wird und auch die Antagonisten werden wir so wie es endet noch im nächsten Teil besser kennenlernen. Ich sehe auch ein, dass die Handlung des Buches es auch nicht unbedingt zuließ vielen Charakteren (allen voran z.B. Lily) Tiefe zu geben, aber es ist trotzdem etwas, das mir gefehlt hat.
Ebenso war die Romanze etwas oberflächlicher, als ich gehofft hatte, auch wenn das durchaus damit zusammenhängen kann, dass wir (und Rayne) ja gar nicht genau wissen, wie viel davon nicht auch der Magie zu schulden ist. Ich hoffe, dass wir dazu noch mehr Infos bekommen, aber ich kann mir auch kaum vorstellen, dass das in den Fortsetzungen irrelevant ist.
Der Rest der Handlung hat aber viel geliefert und noch mehr angeschnitten, von dem ich weiß, dass Anna Benning es schaffen wird, auf interessante Weise weiter in die Themen einzutauchen. Wir haben ein weites Netzwerk an Personen und Gruppierungen kennengelernt, von denen wir wissen, dass sie unterschiedliche Ziele verfolgen, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen: Die sieben und ihre Untergruppen, die Rebellen und ihre einzelnen Mitglieder, die Magistrate und die anderen Oberen. Ich kann es kaum erwarten, dies im zweiten Teil weiter zu verfolgen.
Der erste Teil hat sich aber vor allem erstmal auf Raynes sich verändernden Lebensumstände konzentriert, darauf wie sie damit umgeht, mehr über ihre Vergangenheit und die ihrer Eltern zu erfahren, sowie ein Vermächtnis anzutreten, von dem sie bisher nicht wusste, und das auch nicht nur positive Seiten mit sich bringt. Ich mochte es ihr dabei zuzusehen, wie sie sich mit dieser neuen Rolle arrangiert oder nicht arrangiert, was sie annimmt und was sie hinterfragt, und wie sie ihre Ziele neu steckt oder beibehält. Ich schätze auch dieser persönliche Teil ihrer Reise ist noch nicht vorbei und das wird sich auch weiter durch die Handlung ziehen, dass sie nach ihrer Freiheit sucht.
Wie in allen anderen Büchern bisher auch, liebe ich hier auch einfach Anna Bennings Schreibstil. Selbst wenn ich an manchen Stellen die Charaktere schwächer fand als in Vortex, bleibt ihr Schreibstil einer meiner liebsten und damit hat sie mich natürlich auch in diesem Buch abgeholt.
Alles in allem, ein gutes Buch mit Anna Bennings tollem Schreibstil und einer Handlung, die großartig zu werden verheißt, aber mit etwas schwächeren Charakteren als in Vortex.