Cover-Bild Red
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kibitz Verlag
  • Themenbereich: Graphic Novels, Comics, Cartoons - Graphic Novels und Comics: Formate
  • Genre: Weitere Themen / Comics
  • Seitenzahl: 248
  • Ersterscheinung: 02.03.2026
  • ISBN: 9783948690465
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Josephine Mark

Red

Ein kurioses Cold-Case-Comic-Kriminalstück
„Eine Nacht!“ Wie Friedwart Plüschmann so vor ihr steht, patschnass und verschüchtert inmitten des tobenden Gewitters, da rührt sich selbst in Rosa ein Fünkchen Mitgefühl. Gleich darauf bereut sie es bereits, dem dreibeinigen Streuner Obdach
gewährt zu haben, scharwenzelt Friedwart doch schwänzelnd und schwadronierend um sie herum, wild entschlossen, sich ein dauerhaftes Plätzchen in Herz und Hütte der alte Dame zu erobern… Just in dem Moment, da die resolute Rosa den Hund wieder vor die Tür setzen will, erschnüffelt dessen feine Spürnase… Blut! Ganz hinten im Schrank! Gemeinsam stürzen sie sich in die Aufklärung eines Cold Case – 30 Jahre zuvor hatte ein tragischer Unfall den Ort in Aufruhr versetzt. Nur ist
sich Rosa sicher: Das war kein Unfall, das war Mord! Verdächtig: die halbe Nachbarschaft. Das Opfer: Rosas Mann Red!
Josephine Mark ist zurück! Gewohnt lakonisch in den Dialogen, trocken im Witz und voller Gefühl für ihre schrulligen Figuren begeistert die Schöpferin von Trip mit Tropf mit einem schrägen und wendungsreichen Krimi.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2026

Ein kurzweiliger Krimi mit Herz und Humor

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In letzter Zeit entdecke ich immer mehr Comics und Graphic Novels für mich – ein völlig neues Leseerlebnis, das anders ist als klassische Bücher. Die Kombination aus Text, Bild und oft auch Humor oder ...

In letzter Zeit entdecke ich immer mehr Comics und Graphic Novels für mich – ein völlig neues Leseerlebnis, das anders ist als klassische Bücher. Die Kombination aus Text, Bild und oft auch Humor oder Spannung macht das Lesen besonders lebendig und intensiv. "Red" von Josephine Mark ist für mich genau so ein Erlebnis: spannend, witzig und gleichzeitig ein bisschen rätselhaft, sodass ich ganz schön viele Vermutungen während des Lesens aufgestellt habe. Nach "Trip mit Tropf" ist dies nun mein zweites Buch der Autorin und es werden sicherlich weitere folgen.

Die Autorin und Illustratorin:

Josephine Mark (geboren 1981) studierte Kultur- und Medienpädagogik und gestaltete parallel Plattencover, Plakate und Flyer. Sie ist Illustratorin, Comiczeichnerin und Grafikdesignerin. Seit 2004 veröffentlicht sie eigene Comics und Cartoons sowohl auf ihrem Blog puvoproductions Punkt com als auch als Printexemplar. "Tiere sind auch nur Menschen", eine Sammlung ihrer Cartoons, erschien im Verlag Pattloch. Ihr Debütcomic "Murr" wurde 2021 bei Zwerchfell veröffentlicht. 2022 erschien ihr preisgekrönter Comic-Roadmovie "Trip mit Tropf", sowie ihre Comic-Adaption "Bärbeiß" zusammen mit Annette Pehnt und Jutta Baue. In ihren Werken beschäftigt sie sich meist auf humorvolle Weise mit Alltagsdingen und gesellschaftlichen Themen. Josephine Mark lebt und arbeitet in Leipzig.

Inhalt:

In der Geschichte taucht der dreibeinige Hund Friedwart während eines Gewitters bei Rosa auf und versucht sich seinen Platz in ihrem Haus zu sichern. Als Rosa ihn vor die Tür setzen will, macht er eine ungewöhnliche Entdeckung, die ihre Aufmerksamkeit weckt. Zusammen stoßen sie auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das noch immer Fragen aufwirft.

Gedanken zum Comic:

Das Cover ist sofort ein Hingucker: es vermittelt Spannung, Neugier und einen Hauch Humor – man will sofort wissen, was es mit den roten Buchstaben im Schnee auf sich hat. Die Comiczeichnungen im Inneren passen perfekt dazu: klar und detailreich, mit ausdrucksstarken Figuren, die ihre Charakterzüge sofort erkennen lassen. Kleine humorvolle Details, etwa in der Mimik, lockern die Szenen auf und machen das Lesen zu einem richtig lebendigen Erlebnis. Der Stil ist dabei zugänglich und passt sowohl zu den spannenden als auch zu den witzigen Momenten der Geschichte.

Der Einstieg in die Geschichte hat mich sofort gepackt – spannend und dabei richtig humorvoll. Anfangs war es ein bisschen knifflig, den Zeitsprüngen zu folgen, aber das macht die Story auch irgendwie lebendig. Die Figuren sind super unterschiedlich gezeichnet: Doc mit seinen kreisrunden Augen. Rosa, die früher freundlich war und jetzt verbittert wirkt. Sowie all die anderen – jeder mit seinen Ecken und Kanten, teils stereotypen Züge, aber genau deshalb auch charmant.

Der kleine Krimi hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, ohne dass er die Spannung verliert. Man bekommt nur Häppchenweise Infos und will ständig wissen, was dahintersteckt. Die Illustrationen daneben sind richtig schön bunt sowie klar gezeichnet, mit kleinen Details versehen.

Das Ende ist nicht ganz abgeschlossen, ein richtiges Happy End gibt es nicht, aber genau das gefällt mir gut. Denn nicht immer bringen Lösungen von Unklarheiten eine heile Welt mit sich.

Fazit:

"Red" war eine kurzweilige und mitreißende Geschichte, die mir richtig Lust auf mehr Bücher der Autorin bzw. Illustratorin gemacht hat. Es ist für mich ein absolut lohnenswertes Leseerlebnis innerhalb der noch neuen Welt der Comics und Graphic Novels, die ich für mich entdecke. Die Mischung aus Krimi, Spannung und Humor funktioniert wunderbar. Die Geschichte um die schrulligen Figur Rosa und ihren kleinen Begleiter lässt schleicht sich schnell ins Leser:innenherz.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Ein ungleiches Duo auf der Suche nach einem Mörder. Spannend und witzig zugleich mit viel Herz und Humor erzählt und gezeichnet.

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Inhalt:

Der kleine Hund Friedwart Plüschmann findet auf der Flucht vor zwei Waschbären einen Unterschlupf bei einer alten Dame.

Plitschnass und verängstigt und wegen des tobenden Gewitters gewährt die ...

Inhalt:

Der kleine Hund Friedwart Plüschmann findet auf der Flucht vor zwei Waschbären einen Unterschlupf bei einer alten Dame.

Plitschnass und verängstigt und wegen des tobenden Gewitters gewährt die Witwe Rosa McMill dem Streuner Zuflucht. "Aber nur für eine Nacht!"

Doch als Rosa am nächsten Morgen versucht, den Hund wieder an die Luft zu setzen, berichtet er von Blut, das seine Spürnase im Wandschrank erschnuppert hat.

Gemeinsam rollen die beiden einen alten, ungelösten Kriminalfall wieder auf:

Vor dreißig Jahren wurde nachts im Schnee ein Toter entdeckt ... erfroren und nackt, wie die Natur ihn erschuf.

Alle im Ort haben es als einen tragischen Unfall angesehen. Doch Rosa ist sich ganz sicher: Die Polizei ist unfähig. Das war Mord! Das Opfer: Rosas Mann Red!

Sie verdächtigt die halbe Nachbarschaft. Aber erst Dank Friedwart Plüschmann entdeckt sie eine heiße Spur in diesem Cold Case ...


Altersempfehlung:

etwa ab 12 Jahre


Mein Eindruck:

Wer bereits "Murr" und "Trip mit Tropf" gelesen und ein Faible für herrlich schräge Charaktere und Dialoge hat, wird auch bei "RED" voll auf seine Kosten kommen.

Auch dieses Mal könnten die beiden Hauptfiguren unterschiedlicher nicht sein:

Friedwart Plüschmann hat's nicht leicht. Der Kleine wird direkt zu Beginn von zwei Waschbären gepiesackt und entkommt nur knapp. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass der kleine Streuner nur auf drei Beinen durchs Leben geht. Doch der Winzling ist herzlich, offen, hilfsbereit und liebenswert. Ein quirliges Plappermaul, das auf Anhieb sympathisch ist. Seine kindliche und naive Art weckt Beschützerinstinkte.

Hingegen ist die alte Dame schroff und abweisend (auch wenn sie dem kleinen Hund kurzzeitig Unterschlupf gewährt), schnell genervt und ihr mürrischer Gesichtsausdruck spricht Bände.

Eigentlich besteht ihre Mimik nur aus zwei waagerechten Linien: eine dicke für die Augenbrauen und eine dünnere darunter für den Mund. Faszinierend, mit wie wenigen Strichen komplexe Emotionen gezeigt werden können.

Die Figuren sind durchgängig einfach gezeichnet und immer auf das Wesentliche reduziert. Die Art gefällt mir sehr und bringt einen gewissen Reiz mit. Weniger ist schließlich oft mehr

Das Timing und der Spannungsaufbau durch die Gestaltung der Panels ist hervorragend gelungen. Gleiches gilt für die Wahl der Perspektiven und Szenenwechsel sowie Rückblenden. Ein wunderbares Lesevergnügen. Zudem kommen viele Szenen mit wenig bzw. ganz ohne Text und dafür als ganze Seite daher.

Wortwitz, Anspielungen und absurde Dialoge, schräge Verhöre und skurrile Nebenfiguren (ein Kommissar, der lieber malt als ermittelt, und ein vollkommen unfähiger Gerichtsmediziner) sorgen zusammen mit dem mysteriösen Mordfall für ein spannendes Lesevergnügen.

Die Geschichte (zum Fortgang werde ich nichts spoilern) ist eine wunderbare Mischung aus mitreißender Ermittlungsarbeit und überraschenden Wendungen. Sie bietet aber auch bewegende Einblicke in die Vergangenheit, insbesondere auf die junge Rosa vor dreißig Jahren (eine faszinierende und zugleich traurige Entwicklung).

Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen oder vor Spannung den Atem anhalten soll.

Der Comic richtet sich aber nicht ausschließlich an Kinder. An dem schwarzen Humor, den Fargo-Vibes und anderen Anspielungen haben auch Erwachsene ihre Freunde.

Ähnlich wie der Film Fargo schafft auch "Red" das Kunststück, gleichzeitig lustig und spannend zu sein und zudem zum Nachdenken anzuregen.

Für diesen kniffligen Kriminalfall mit unfassbar pointierten und schrägen Dialogen vergebe ich von Herzen gerne eine Leseempfehlung sowie 5 von 5 Spürnasen!


Bewegte Bilder:

Wie gewohnt findet sich neben einer Leseprobe zu "Red" auch ein Buchtrailer auf der Homepage des Kibitz Verlags.

Eindrucksvoll erlebt man hier in Bild und Ton die erste Begegnung des quirligen Streuners und der mürrischen alten Dame.


Fazit:

Ein außergewöhnliches Duo ermittelt in einem verzwickten Kriminalfall.

Herrlich witzig und schräg mit tragischen Momenten und spannenden Wendungen.

Mitreißend erzählt und mit viel Herz und Seele gezeichnet.


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Rezensiertes Buch: "Red" aus dem Jahr 2026

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