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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ein sympathisches und mutiges Mädchen rettet die Welt! Bildgewaltig, spannend und mit überraschenden Wendungen.

Alles auf Anfang
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Inhalt:

Wie es zu dem großen Zusammenbruch vor langer Zeit kam, weiß niemand mehr so genau.

Allerdings hatten die Menschen über Jahrzehnte hinweg die Zeichen gesehen und ignoriert, bis es dann letztendlich ...

Inhalt:

Wie es zu dem großen Zusammenbruch vor langer Zeit kam, weiß niemand mehr so genau.

Allerdings hatten die Menschen über Jahrzehnte hinweg die Zeichen gesehen und ignoriert, bis es dann letztendlich zu spät war.

Saurer Regen, Sandstürme und Erdbeben machen den Planeten inzwischen zu einem lebensfeindlichen Ort.

Jede Nacht geht Elaia gemeinsam mit ihrer Ratte Momo auf die Jagd.

Die beiden durchstreifen verbotene und gefährliche Orte, dunkle, verlassene Ruinen auf der Suche nach brauchbaren Dingen und alten Pflanzensamen.

Die Welt, in der das Mädchen lebt, ist krank, aber noch nicht tot.

Eine kleine Gemeinschaft trotzt allen Widrigkeiten und versucht, in einem Gewächshaus mitten in der Wüste neues Leben heranzuziehen und die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht zu verlieren.

Als Elaia auf einer Erkundungstour einen geheimen Zugang zu einem riesigen unterirdischen Gebäude entdeckt und dort auf einen fremden Menschen stößt, ahnt sie noch nicht, dass sie sich und ihre Familie in große Gefahr bringt ...


Altersempfehlung:

etwa ab 10 Jahre


Illustrationen/Covergestaltung:

Die Vorder- und Rückseite ergeben ein großes Gesamtbild, das die unerschrockene und optimistische Elaia und ihre (mutierte) Ratte Momo zeigt.

Der rosarote Farbverlauf und die gelbe Leuchtfackel überstrahlen das dunkle Trümmer-Chaos, auf dem das Mädchen steht.

Màriam Ben-Arabs Strich mag ich sehr, denn sie erweckt die Charaktere auf ganz besondere Weise zum Leben und dies obendrein vielfältig und divers.

Eine wunderbare Bandbreite an Mimik und Gestik transportiert große und kleine Emotionen perfekt.

Faszinierend ist auch das Spiel mit Perspektiven und Farben, wodurch die einzelnen Szenen noch mehr zur Geltung kommen.

Der idyllische Sternenhimmel und die Freude der Kinder beim nächtlichen Spaziergang und Spielen beispielsweise bietet einen krassen Gegensatz zu den dramatischen Ereignissen rund um die Zerstörungswut des Sandsturms wenige Seiten zuvor.

Besonders beeindruckend: Die Kampf(-kunst)-Szenen in den geheimen Ruinen sind ganz großes Kino.


Mein Eindruck:

Endlich ein neuer Comic von Autor Volker Schmitt und Zeichnerin Màriam Ben-Arab.

Wer das fantastische Piratenabenteuer "ZACK!" noch nicht kennt: eine ganz große Leseempfehlung für junge und alte Landratten und Seebären.

Nach einem kurzen Prolog zieht die (Science-Fiction-)Geschichte Lesende sogleich in ihren Bann.

Nicht zuletzt wegen der Protagonistin:
Elaia ist auf Anhieb sympathisch. Das Mädchen (Waisenkind von unbekannter Herkunft) ist unerschrocken, wissbegierig und besitzt ein gigantisches Herz. Als ihre Ratte etwas Falsches frisst, zögert sie nicht einen Moment, holt Hilfe und sorgt sich furchtbar um ihren kleinen Freund.

Ein Sandsturm zerstört das Haus und trotzdem bleibt Elaia zuversichtlich.

Gemeinsam mit ihrem alten, weisen Ziehvater Usinge findet Elaia einen sicheren Zufluchtsort und eine Familie.

"Zuhause ist kein Ort. Es sind die Menschen, mit denen wir zusammenleben."
(Elaia, vgl. S. 23)

Es ist ein krasser Gegensatz von lebensfeindlicher Umgebung (Sandsturm, saurer Regen, verdorrte Landschaften) und heimeliger Wohngemeinschaft (Brettspiele, Musizieren, Lesen), der verdeutlicht, worauf es im Leben ankommt.

Es ist kein Leben im Überfluss, aber dennoch eine glückliche und zufriedene Gemeinschaft.

Die Bewohner bilden eine bunte Mischung:
Die Kinder Basil und Ilvy (blind, lebhafte Phantasie und sehr musikalisch) sowie Koch Imrak, die hochschwangere Flora und ihr Mann Lissa.

Zu guter Letzt: Neuzugang Atari, der sich nach der Rettungsaktion von Elaia in den geheimnisvollen unterirdischen Gebäuden an nichts mehr erinnern kann und dessen gesundheitlicher Zustand sich rapide verschlechtert.

Auch hier zeigt sich schnell Elaias Mut und Entschlossenheit: ohne zu zögern, geht sie zurück, um dem Jungen zu helfen.

Aufgeben ist keine Option!

Zum weiteren Verlauf sowie über den mysteriösen Atari wird an dieser Stelle nichts verraten, denn es stecken einige Überraschungen und Wendungen sowie düstere Geheimnisse und Notlügen in diesem Abenteuer, die ich keinesfalls vorwegnehmen möchte.

"Alles auf Anfang" bietet in erster Linie ein spannendes und actionreiches Abenteuer über Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft und beinhaltet einige Geheimnisse, die es zu lösen gilt.
Zudem ist es eine faszinierende Dystopie, die - ohne aufdringlich zu sein - verdeutlicht: Wir haben nur diesen einen Planeten und sollten sorgsamer und mit mehr Rücksicht auf Flora und Fauna damit umgehen.

Fünf von fünf Sterne sowie eine Leseempfehlung für Jung und Alt!


Lieblingszitat:

"Und wenn wir scheitern, machen wir weiter.
Wir versuchen unser Bestes. Immer wieder.
Mir gefällt der Gedanke, dass jedes Scheitern von Bedeutung ist.
Und dass es uns etwas darüber erzählen kann, wie wir neuen Anlauf nehmen können."
(Elaia, vgl. S. 175)


Bewegte Bilder:

Es lohnt sich wie immer auf der Homepage des Kibitz Verlags vorbeizuschauen, denn dort finden sich neben Leseproben auch Buchtrailer, die eindrucksvoll in Bild und Ton einen ersten Einblick in die jeweiligen Comics geben.


Fazit:

Eine bildgewaltige Dystopie mit einer unerschrockenen und engagierten Protagonistin, die allen Mut zusammennimmt, um die Welt zu retten.

Mit viel Herz und Spannung erzählt sowie eindrucksvoll und atmosphärisch in Szene gesetzt.


...

Rezensierte Ausgabe: "Alles auf Anfang" aus dem Jahr 2026

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2026

Düstere und bizarre Ereignisse, fesselnd geschildert. Nichts für schwache Nerven. Eher Horror Story als Thriller.

Komm spielen
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Inhalt:

Annie Blunt hat gleich mehrere Schicksalsschläge zu verarbeiten. Hinter ihr liegt das schlimmste Jahr ihres Lebens, sie ist am Ende ihrer Kräfte und am liebsten würde sie ihre Karriere als Schriftstellerin ...

Inhalt:

Annie Blunt hat gleich mehrere Schicksalsschläge zu verarbeiten. Hinter ihr liegt das schlimmste Jahr ihres Lebens, sie ist am Ende ihrer Kräfte und am liebsten würde sie ihre Karriere als Schriftstellerin komplett beenden.

Um auf andere Gedanken zu kommen, organisiert ihr Verleger einen Tapetenwechsel: Annie zieht für ein paar Monate mit ihrem kleinen Sohn Charlie weg aus New York ins idyllische Nest Castle Creek.

Doch irgendetwas stimmt nicht mit diesem Ort. Mysteriöse Ereignisse und Unfälle geschehen.

Zunächst glaubt Annie an Zufälle, doch dann verhält sich auch ihr Sohn Charlie seltsam und gerät in Gefahr ...


Mein Eindruck:

Bereits der Prolog zeigt, wohin die Reise geht: düster und mysteriös, Familiendrama und tragische Unfälle.

Annies Vorgeschichte wird ausführlich geschildert und man fühlt sogleich mit der Witwe mit. Nachvollziehbar, dass auf diese Schicksalsschlägen eine Schreibblockade folgt.

Dass allerdings der Ortswechsel unter keinem guten Stern zu stehen scheint, ist nach wenigen Seiten klar.

Das Cover mit blutroten Akzenten ist keine Übertreibung. Etwas grauenvolles lauert im idyllischen Feriendomizil.

Abwechselnd werden die sonderbaren Ereignisse in dem Ferienhaus von Annie und Charlie mit ähnlichen mysteriösen Umständen im benachbarten Lucknow erzählt.

Dort versucht der Polizeichef Harry Cook Licht ins Dunkel zu bringen. Innerhalb kürzester Zeit werden Personen vermisst und es ereignen sich tragische Unfälle, brutale Morde (grausam verstümmelte Leichen) sowie tragische Selbstmorde.

Mehrfach wird man das Gefühl nicht los, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird, manchmal ahnt man bereits, was es sein wird, und trotzdem treffen einen all die schockierenden Ereignisse mit einer gewaltigen Wucht. Eine Lektüre, die nichts für schwache Nerven ist.

Die Fäden scheinen alle bei dem Modelleisenbahnladen "Choo-Choo's Trains" und dessen geheimnisvollen Inhaber Edwin Nabler - genannt Mr Choo - zusammenzulaufen.

Das Grauen ausgerechnet in so etwas Unschuldiges und Drolliges wie eine Spielzeugeisenbahn zu legen, ist geschickt gewählt.

Auch ist die durchgehende beklemmende Atmosphäre sehr gut ausgearbeitet.


Ohne zu viel zu verraten:

Es wird mysteriös, brutal, übersinnlich ...

Die Auslobung "Pageturner" kann ich ohne weiteres unterschreiben.


Wer die Storys von Stephen King liebt, wird auch mit "Komm spielen" voll auf seine Kosten kommen.


Fun Fact:

Die Protagonistin Annie liest "In einer kleinen Stadt". Der Horror-Roman von Stephen King thematisiert die scheinbare Idylle der fiktiven Kleinstadt Castle Rock.

Stephen King hat den ersten Entwurf zu "Komm spielen" gelesen, als "grandios" betitelt und den Autor Linwood Barclay weiter ermutigt.


Fazit:

Eine fesselnde Erzählung, die über das Spannungselement eines Thrillers hinausgeht.

Eine Leseempfehlung für alle, die das mysteriöse Grauen und faszinierende Horrorgeschichten lieben.


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Rezensiertes Buch: "Komm spielen" aus dem Jahr 2026

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

Ein spannender Kinderkrimi zum Miträtseln! Detaillierte, atmosphärische Zeichnungen und kindgerechter Grusel.

Licht ins Dunkel
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Inhalt:

Rupert Rumpelstil möchte endlich wissen, wo sein Vater geblieben ist.

Vor ein paar Jahren ist dieser spurlos verschwunden und Ruperts Mutter kann (oder will) bei der Lösung des Rätsels nicht ...

Inhalt:

Rupert Rumpelstil möchte endlich wissen, wo sein Vater geblieben ist.

Vor ein paar Jahren ist dieser spurlos verschwunden und Ruperts Mutter kann (oder will) bei der Lösung des Rätsels nicht helfen.

Jedoch ist Rupert kein gewöhnliches Kind. Er hat eine ganz besondere Gabe: er kann Geister sehen!

Fest entschlossen, das Familiengeheimnis zu lüften, folgt er jeder Spur. An seiner Seite sein treuer Kater Igor!


Hilf Rupert dabei, seinen Vater zu finden und das dunkle Geheimnis der Familie ans Licht zu bringen!


Altersempfehlung:

ab 9 Jahre


Mein Eindruck:

Rätselbücher sind hier sehr begehrt.
Wenn's dann obendrein noch gruselig wird ... Perfekt!

Die "Warnungen" zu Beginn und die Einleitung des Wolpertingers sorgen sofort für die passende, schaurig-schöne Atmosphäre.

Die Geschichte wird in Panels und Sprechblasen erzählt. Ein klassischer Comic. Das Besondere sind die vielen Rätsel, die Lesende (gemeinsam mit Rupert) im Verlauf des Abenteuers lösen müssen.

Besonders gefällt mir, dass am Ende jeder Doppelseite eine Aufgabe gestellt wird und sich die jeweilige Antwort unmittelbar durch Hinweise oder Weitererzählung der Geschichte auf der nächsten Seite ergibt.

Das Manko bei vielen Rätselbüchern ist oft die Lösungsseite an Ende, da man dort (unbeabsichtigt) auch schon mal zu weit liest.

Der Aufbau dieses Rätsel-Comics ist in der Hinsicht sehr gut gelungen.

Auch sind die Rätsel vielseitig und abwechselnd: Puzzle, Labyrinth, Suchbilder, 10 Fehler finden uvm. Einige sind sehr einfach, es gibt aber auch ein paar harte Nüsse zu knacken.

Hier ist Spürsinn und genaues Hinsehen gefragt: Die Lösungen verstecken sich in den Bildern, aber auch im Text und hin und wieder muss man ein paar Seiten zurückgehen, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Es macht großen Spaß, Rupert Rumpelstil bei seinem Abenteuer zu begleiten und mitzurätseln.

Die Atmosphäre ist (altersgerecht) gruselig und ein wenig düster. Die detaillierten Zeichnungen sind überwiegend dunkler, jedoch mit Akzenten in Rot und Blaugrün gestaltet.

Den Strich mag ich sehr und besonders die Charaktere (mit roten Nasen und Wangen) haben einen hohen Wiedererkennungswert.

Vor allem die Mimik ist sehr lebendig und herrlich witzig: am trüben Freitagmorgen, an dem Rupert keine Lust hatte, zur Schule zu gehen, sieht das kleine Kerlchen wirklich sehr bedröppelt aus

Bei einem Gruselkrimi darf natürlich die Gänsehaut nicht fehlen:

Die Monster und auch die Bauchredner-Puppe Günther sind vielfältig und schaurig-schön gestaltet. Seine wahre Gestalt als "Monster unter dem Bett" wäre zu gruselig

Fun Fact: Einige der niedlichen Monsterzeichnungen an einer Pinnwand wurden von der Tochter des Comic-Zeichners gemalt. Darf man Monster als "süß" bezeichnen?

"Licht ins Dunkel" hält, was es verspricht: Rundum-sorglos-Paket aus Rätsel, Comic, Grusel und Krimi!

Es ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und gezeichnet, ein wenig düster, ein bisschen gruselig und bietet tollen Rätselspaß!

Eine Leseempfehlung für unerschrockene Spürnasen!


Fazit:

Ein faszinierendes und monstermäßiges Rätsel-Abenteuer zum Mitknobeln!

Altersgerecht gruselig, spannend erzählt und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet.


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Rezensiertes Buch: "Licht ins Dunkel - Ein Gruselkrimi zum Mitraten" aus dem Jahr 2026

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

Besserwisserisch (aber liebenswert) trifft auf teuflische Fehlerquelle. Witzige Geschichte und schräge Charaktere.

Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen
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Inhalt:

Unglaublich, aber dem Klugscheißerchen unterläuft ein Fehler und die Geschwister Theo und Tina Theufel wissen es besser!

Seit das kleine Wesen vor drei Monaten und sieben Tagen bei Familie Theufel ...

Inhalt:

Unglaublich, aber dem Klugscheißerchen unterläuft ein Fehler und die Geschwister Theo und Tina Theufel wissen es besser!

Seit das kleine Wesen vor drei Monaten und sieben Tagen bei Familie Theufel lebt, hatte noch nie jemand Anlass gehabt, es zu verbessern.

Ob seiner Unwissenheit ist das kleine türkisfarbene Kerlchen fassungslos und zutiefst geknickt.

Damit dies nicht noch einmal geschieht, beschließt es, mit den Kindern in die Grundschule zu gehen.

Dort lernt es viel und kann dann wieder alles besser wissen als alle anderen.

Doch der erste Schultag bringt zunächst eine große Enttäuschung. Nichts lernt es. Es weiß schon alles (besser).

Als jedoch ein kleines rotes Geschöpf aus der Schublade des Schrehrerleibtisches schlüpft, allen Kuhlschindern faltsche Antworten in die Ohren flüstert, beginnt der Spatz:

Das Glugscheißerchen ist sogleich verschossen in das Vehlerdeufelchen! So fiel hatte es noch nie zum Verbessern ...


Altersempfehlung:

ab 6 Jahre

zum Selberlesen etwa ab 8 Jahre


Buchcover/Illustrationen:

Das kleine türkisfarbene (nicht blaue!) Kerlchen in roter Latzhose und mit großer Brille auf dem Buchcover kennt man bereits aus dem ersten Abenteuer.

Keck lächelnd sitzt nun das rote Vehlerteufelchen daneben. Kurios anzusehen mit Fliegerhelm und -brille, schwarzem Cape und nur einem gelben Gummistiefel.

Den Buchvorsatz zieren viele kleine und große Fehler des Vehlerteufelchens und direkt daneben die Verbesserung durch das Klugscheißerchen: "Ich mag Luchtfrutscher ..." ... "Fruchtlutscher!"

Den liebevollen und detaillierten Zeichenstil von Astrid Henn mögen wir sehr.

Das Vehlerteufelchen ist mindestens genauso drollig, wie das Klugscheißerchen und beide zusammen sind eine unschlagbare Kombination!

Liebgewonnene Anspielungen oder Hinweise auf andere Werke von Marc-Uwe Kling - wie bei anderen Kinderbüchern des Autors - sucht man leider vergeblich.


Mein Eindruck:

Familie Theufel ist aus dem ersten Band bereits bekannt. Vorkenntnisse sind aber nicht erforderlich, da die Familie zu Beginn kurz vorgestellt wird:

Tina Theufel ist zehn Jahre, acht Monate und elf Tage und ihr kleiner Bruder Theo acht Jahre, sechs Monate und achtundzwanzig Tage alt.

"Und Mama und Papa waren in einem Alter, in dem niemand mehr mit Freude die Jahre zählt."
(vgl. S. 7)

Die Geschwister sind aufgeweckt und herrlich direkt.

Das Klugscheißerchen ist nur sichtbar für Seinesgleichen, so dass es unbemerkt in die Grundschule mitkommen kann.

Wer selbst ein kleiner Besserwisser ist, wird das türkisfarbene Kerlchen und seine leicht überhebliche Art lieben!

Neu ist das freche und etwas chaotische Fehlerteufelchen. Es lebt in der Schublade der Lehrerin und freut sich, wenn es den Kindern im Unterricht falsche Antworten zuflüstern kann. Amüsant, aber auch ein wenig unsympathisch. Boshaftigkeit sei ihm nicht unterstellt, es weiß es halt nicht besser.

Durch das ganze Wechsstaben verbuchseln ist es gerade für Anfänger nicht leicht, die Passagen des Fehlerteufelchens zu lesen. Manchmal braucht man mehrere Anläufe.

Für das Klugscheißerchen ist es das "anmutigste Geschöpf ", dem es in seinem Leben begegnet ist. Das Kerlchen ist auf Anhieb schockverliebt!

Gegensätze ziehen sich an und Lesende dürfen sich auf eine lustige und turbulente Geschichte mit herrlich schrägen Dialogen und Verbesserungen freuen. Ein Fest für jeden Klugscheißer und für alle Fehlerteufel!

Die Fortsetzung kommt storytechnisch nicht ganz an das erste Abenteuer heran, bietet aber dennoch ein unterhaltsames Lesevergnügen für Jung und Alt.


Hörbuch:

Ein Muss ist auch das gleichzeitig erschienene Hörbuch. Hier verleiht Marc-Uwe Kling jeder Figur eine individuelle Stimme und ganz besonders gelungen ist die Intonation des Klugscheißerchens. Eine irrwitzige Mischung aus hochnäsig, affektiert und dabei dennoch liebenswert.

Vorteil: Die fehlerhaften Wörter des Teufelchens, die einem selbst die Zunge brechen, nimmt einem der Autor ab


Fazit:

Amüsante und absurd schräge Dialoge und skurrile Charaktere.

Ein lustiger Lesespaß, der nicht ganz an den vorherigen Band anknüpfen kann.


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Rezensiertes Buch: "Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen" aus dem Jahr 2026

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Ein fantastisches und phantasievolles Abenteuer: unterhaltsam erzählt mit coolen sw Zeichnungen.

School of Talents Mission 1: Achtung, Alien!
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Inhalt:

Zwei von den Kids der SCHOOL OF TALENTS gehen auf ihre erste Mission:

Alva kann die Sprache der Tiere verstehen und Elwin hat die Fähigkeit, sich in Monster zu verwandeln. Allerdings müssen sie ...

Inhalt:

Zwei von den Kids der SCHOOL OF TALENTS gehen auf ihre erste Mission:

Alva kann die Sprache der Tiere verstehen und Elwin hat die Fähigkeit, sich in Monster zu verwandeln. Allerdings müssen sie ihre Talente außerhalb der Schule geheim halten.

Zusammen mit den weiteren (normalen) Kindern aus dem Ferienprogramm erkunden sie die Nikolaus-Kopernikus-Sternwarte. Was sich zunächst als ziemlich öde herausstellt. Alva wäre viel lieber mit ihrer besten Freundin hier.

Aus einer Langeweile heraus verwandelt sich Elwin in ein Alien – und das vor allen Kindern! Das war's wohl mit der Geheimhaltung!

Als jedoch ein wichtiges Experiment der Wissenschaftlerin Tanja missglückt, müssen Alva, Elwin und die anderen Kinder etwas unternehmen, um sowohl das Ferienprogramm als auch den guten Ruf der Sternwarte zu retten.


Dieses Spin-off kann unabhängig von der Bestseller-Reihe „School of Talents“ gelesen werden.


Altersempfehlung:

ab 9 Jahre

normale Schriftgröße, Blocksatz, geringer Bildanteil


Illustrationen:

Die modernen Illustrationen ergänzen und unterstreichen die Handlung perfekt mit ein paar kleinen bis mittelgroßen Vignetten und einer ganzseitigen Zeichnung pro Kapitel.

Der Zeichenstil gefällt sehr und die Charaktere wirken sympathisch, lebendig und vielfältig. Auch die Monster und das Alien sind cool gestaltet.


Mein Eindruck:

Alva, Elwin und die anderen Schüler:innen der SCHOOL OF TALENTS haben fantastische Fähigkeiten. Beispielsweise können sie schrumpfen, die Sprache der Tiere verstehen, sich in Monster verwandeln, Geräusche täuschend echt nachahmen uvm.

Alle Bücher der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

Dies ist der erste Band der "Mission" Reihe. Ein Spin-off, welches ohne Vorwissen und somit unabhängig von der Hauptreihe gelesen werden kann.

Bei "Mission" brechen zwei Talente zu Abenteuern auf. Dieses Mal geht's mit einem Raketenauto zur Sternwarte.

Die beiden Talente Alva und Elwin sind von Beginn an sympathisch. Man merkt aber schnell, dass sie nicht besonders gut miteinander auskommen. Alva hätte sich für die Mission am liebsten ihre beste Freundin gewünscht.

Gemeinsam mit den anderen Kindern (ohne besondere Fähigkeiten) und dem Sohn des Chefs der Sternwarte kommen sie einem fiesen Komplott auf die Spur.

Geheimhaltung, Spürsinn und Zusammenhalt sind gefragt.

Unter anderem erweist sich Alvas Talent, Tiere zu verstehen, als sehr nützlich. Wichtige Zeugen sind die Bienen.

Der Charakter Elwin, der sonst eher Unruhestifter und Klassenclown zu sein scheint, erhält mehr Tiefe.

Das Abenteuer braucht eine Weile, um Spannung aufzubauen, liest sich (dank kurzer Kapitel und geringer Komplexität) aber sehr gut.

Ein paar Überraschungen und unerwartete Wendungen sorgen am Ende für etwas mehr Action.

Insgesamt ist es ein fantastisches Abenteuer mit reichlich Phantasie und Kreativität, das unterhält.


Im Herbst 2026 erscheint das zweite Buch, dann mit dem Missions-Team Till und Wilma.


Fazit:

Ein galaktisches Abenteuer über Zusammenhalt mit sympathischen und vielfältigen Charakteren.

Die modernen schwarz-weiß Illustrationen runden die Geschichte sehr gut ab.

Ein galaktisches Lesevergnügen für Mädchen und Jungen, das unabhängig von den Abenteuern der "SCHOOL OF TALENTS" gelesen werden kann.


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Rezensiertes Buch: "School of Talents Mission 1: Achtung, Alien!" aus dem Jahr 2026

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  • Charaktere