Cover-Bild Wo wir Kinder waren
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 25.10.2022
  • ISBN: 9783365001127
Kati Naumann

Wo wir Kinder waren

Roman | Historischer Familienroman | deutsch-deutsche Geschichte unterhaltend und fesselnd | die Geschichte der deutschen Spielwarenindustrie anhand einer Familiengeschichte spannend erzählt

Eva, Iris und Jan sind Erben der ehemals prächtigen Spielzeugfabrik Langbein in Sonneberg. In der Kaiserzeit gegründet, befand sie sich in der Weimarer Republik auf ihrem Höhepunkt, überstand zwei Kriege, deutsche Teilung und Verstaatlichung, nur um nach der Wiedervereinigung kläglich unterzugehen. Nun ist von der ehrbaren Langbein-Tradition nichts mehr übrig. Streit und Verbitterung haben sich auf die Hinterbliebenen übertragen. Doch als bei einer Internetauktion eine der seltenen Langbein-Puppen auftaucht – sorgfältig genäht und von ihrem Großvater persönlich bemalt –, rückt die verblasste Vergangenheit wieder heran und wirft unzählige Fragen auf: nach Schuld und Verlust, aber auch nach Hoffnung und Neubeginn.

»Es ist der Enthusiasmus der Autorin, der einen schließlich mitreißt.«  MDR.de , 02.03.2021

»So macht die Verbindung aus mitreißender Familiensaga und historischem Zeugnis für eine vergessene Stadt ›Wo wir Kinder waren ‹  zu einem unbedingt empfehlenswerten Lesevergnügen.«  Galore.de , 10.02.2021

»Das ist süffiger, teilweise spannender Lesestoff, bei dem man eine ganze Menge lernen kann.« Dirk Kruse,  BR , 08.06.2021

»Eine tolle Familienchronik voller Geheimnisse und Missverständnisse, die zum Schmökern einlädt.«  Neue Pause , 03.06.2021

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2023

schöne Familiengeschichte

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"Wo wir Kinder waren " von Kati Naumann ist das zweite Buch der Autorin und sie beschriebt in diesem Buch auf zwei Zeitebenen die Geschichte einer Familie und deren Spielzeugfabrik im Wandel der Zeit.

Beginnen ...

"Wo wir Kinder waren " von Kati Naumann ist das zweite Buch der Autorin und sie beschriebt in diesem Buch auf zwei Zeitebenen die Geschichte einer Familie und deren Spielzeugfabrik im Wandel der Zeit.

Beginnen tut dieses Buch damit , dass Eva , Iris und Jan in das Haus ihrer Großeltern in der ehemaligen DDR gehen und dort das Haus ausräumen. Immer wieder werden Rückblenden in die damlige Zeit ins Geschehen gebraucht, die dem Leser das Entstehen der Spielzeugfabirk von der Kaiserzeit, über die Weimarer Republik bis hin zur DDR und der Wiedervereinigung aufzeigen.

Diese Wanderung durch die Jahrhunderte, die Erlebnisse und das teilweise sehr harte Leben der Familie Langbein, die sich lange gegen eine Verstaatlichung wehrte, ist sehr spannend und interessant zu lesen. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht so ganz gefangen nehmen. Die Teile, die in der Vergangenheit spielten fand ich sehr spannend, doch die Gegenwart hat mich manchmal einige Seiten umblättern lassen, weil sie mich nicht so gefesselt haben. Ich fand auch die Protagonisten in der Vergangenheit spannender , als die in der Gegenwart.

Alles in allem ist es aber ein Buch das ich gerne weiterempfehle, gerade für Leser, die die jüngste Vergangenheit interessiert.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Eine spannende Familiengeschichte vor Deutsch Deutscher Kulisse

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Über mehrere Generationen hinweg wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die jedes Kinderherz eines Erwachsenen höher schlagen lässt. Man merkt beim lesen, dass die Autorin einen Bezug zu dem Ort Sonneberg ...

Über mehrere Generationen hinweg wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die jedes Kinderherz eines Erwachsenen höher schlagen lässt. Man merkt beim lesen, dass die Autorin einen Bezug zu dem Ort Sonneberg und der Region Thüringen hat, das ihr Herz daran hängt. Und so überraschte es mich nicht als ich las, dass Kati Naumann selbst einen großen Teil Ihrer Kindheit im Thüringer Wald verbrachte und Ihre Großeltern (ganz ähnlich wie die Familie Langbein) mit der Spielzeugherstellung Ihren Lebensunterhalt verdiente.

Die Familiensaga umfasst einen relativ großen Zeitraum, was dazu führt, dass man beim Lesen sehr aufmerksam sein muss um nicht den Überblick über die Handllung und die einzelnen Handlungsstränge zu verlieren. Die polititschen Entwicklungen zwischen 1910 und 1978 wirken sich nicht nur auf die Spielzeugherstellung und die geschäftlichen Geschicke der Familie Langbein aus , sondern auch auf die einzelnen Familienmitglieder, sowohl beruflich wie auch privat, was für mich einen ganz besonderen Reiz ausmachte.

Der Schreibstil ist klar und verständlich, und dennoch hatte ich beim Lesen der ersten Seiten Probleme richtig in das Buch hinein zu finden. Immer wieder musste ich die Übersicht der Familienkonstellation zur Hand nehmen, um mich nicht in der Geschichte zu verlieren. Aber irgendwie passt das auch zu der langen und tradionsreichen Geschichte des kleinen Örtchens Sonnenberg im Thüringer Wald. Über Jahrzehnte hinweg wandelte sich das Gesicht dieses beschaulichen Örtchens durch die polititschen und gesellschaftlichen Ereignisse und machte es den Bewohnern nicht immer leicht. Den sich immer wieder wandelnden Zeitgeist hat Kati Naumann wunderbar eingefangen und man fühlt sich schon sehr schnell mitten drinnen im Geschehen. Irgendwie wachsen einen die Puppen und auch die Familie Langbein ans Herz und am Ende war ich schon beinahe wehmütig, als das Buch sein Ende fand.

Mich hat vor allem die Vergangeheit mitgerissen. Zwar wird bei der Erzählperspektive immer abwechselnd zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und hergewechselt aber die Cousinen Eva, Iris und Jan bleiben für mich teilweise nur sehr schemenhaft in Ihrer Darstellung, was mich aber nicht wirklich störte. Durch Ihre Recherchen und Aufräumarbeiten in der Gegenwart geben die Drei quasi immer wieder den Anstoß für die Sprünge in die Vergangenheit. Erst allmählich wird klar, dass sich die Entwicklungen in der Vergangenheit (manchmal bewusst und manchmal unbewusst) auf die folgenden Generationen und deren Leben ausgewirkt haben. Mißverständnisse und falsche Annahmen können langsam aus dem Weg geräumt werden und führen dazu, dass sich die Nachkommen wieder einander annähern.

Kati Naumann ist hier ein authentischer und spannender Familienroman gelungen der eine ganz entscheidenen Zeitspanne Deutsch-Deutscher Geschichte eingefangen und wiedergegeben hat. Der Geist der Zeit zieht den Leser mit einer klaren Sprache und interessanten Figurenkonstellationen in den Bann.

Nach dem Lesen des Romanes habe ich erst mal mein eigenes Spielzeug aus Kindheitstagen unter die Lupe genommen und nach dem Vermerk „Sonni“ gesucht. Erst einmal in eigenen Kindheitserinnerungen geschwelgt….

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