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Veröffentlicht am 04.06.2026

Ein Stück Zeitgeschichte zum anfassen

Die geheime Mission
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Die geheime Mission ist ein durchweg gelungener Auftakt zu einer neuen Serie aus Titus` Müllers Feder. Schon das Cover konnte mich begeistern, zeigt es doch, dass die Deutsch Deutsche Geschichte mehr ist ...

Die geheime Mission ist ein durchweg gelungener Auftakt zu einer neuen Serie aus Titus` Müllers Feder. Schon das Cover konnte mich begeistern, zeigt es doch, dass die Deutsch Deutsche Geschichte mehr ist als schwarz oder weiß.

Im Mittelpunkt steht die junge Nela, die mit Ihrer vom Kommunismus begeisterten Mutter in der sowjetischen Besatzungszone Berlins lebt. Nachdem sie Kontakt zu Ihrem leiblichen Vater sucht und findet ,wird ihr bewusst, dass es mehr gibt als den strahlenden Kommunismus. Sie muss nicht nur die eigenen Ideale hinterfragen, sondern auch die Vergangenheit der eigenen Familie.

Das Buch atmet auf nahezu jeder Zeit pure Zeitgeschichte. Ich fühlte mich von Anfang an hineinversetzt in die Zeit der Berliner Blockade, und begann mit der jungen Protagonisten Nela durch die Straßen Berlins zu streifen. Die Zerrissenheit Nelas wurde durch historisch belegbare Ereignisse und Geschehnisse glaubwürdig und nachvollziehbar dargelegt. Zeitgeschichte wird durch diesen Roman für die Leser spürbar und nachvollziehbar. Und ganz nebenbei bekommt man Lust sich selber auf die Spurensuche in unserer Hauptstadt zu begeben.

Die Handlung ist in sich stimmig und das Buch kann mit einer gut recherchierten und historisch fundierten Atmosphäre punkten. Sprachlich fand ich es sehr verständlich, so dass man sich gut auf die gesamtpolitischen Zusammenhänge konzentrieren konnte. Man beginnt , sich mit der Geschichte des eigenen Landes auseinanderzusetzen. Somit trägt das Buch nicht nur ein unterhalterisches Potential in sich, sondern darüber hinaus , und das finde ich noch viel wichtiger, bietet es eine tolle Möglichkeit sich mit den Geschehnissen im Nachkriegsdeutschland auseinander zu setzen. Man beginnt langsam zu verstehen wie unglaublich komplex der ganze politische Prozess nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen ist. Dabei wird weder die eine, noch die andere Seite verteufelt oder ins himmlische gelobt. Nein, vielmehr wird dem Leser klar, dass es manchmal einfach nur Zufall gewesen ist oder Schicksal, der die Menschen zu der einen bzw. zu der anderen Seite hinzog.

Ich kann es kaum erwarten wie es mit Nela und Ihrem Leben zwischen zwei Systemen weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Enttäuschend auf ganzer Linie

Finsterau
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1944 kehrt die junge Afra , schwanger und ohne Kindesvater in Ihr Heimatdorf Finsterau zurück. Die Schande die sie damit über Ihre Familie bringt spricht sich nicht nur zugleich im ganzen Dorf herum, sondern ...

1944 kehrt die junge Afra , schwanger und ohne Kindesvater in Ihr Heimatdorf Finsterau zurück. Die Schande die sie damit über Ihre Familie bringt spricht sich nicht nur zugleich im ganzen Dorf herum, sondern steht von Anfang an zwischen Ihr und Ihrem Vater, der nun noch 2 Mäuler mehr zu stopfen hat. Eines Tages scheint der Streit zwischen Vater und Tochter zu eskalieren, Afra und Ihr Sohn werden erschlagen auf dem Hof vorgefunden, der Vater gesteht die Tat und wird verurteilt. 18 Jahre später wird der Fall neu aufgerollt.
Mit großer Neugierde habe ich mir den 4. Roman von Andrea Maria Schenkel in der Stadtbibliothek ausgeliehen, nachdem ich über Ihre ersten erfolgreichen Romane schon viel gehört, sie aber nie gelesen hatte. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.Sprachlich gesehen ist ihr Stil direkt und schnörkelos, beim Schreiben wird, zu Gunsten der Handlung (so dachte ich) auf überflüssiges verzichtet. Die Handlung beschränkt sich gleichfalls auf das Wesentliche, wodurch dem Kriminalroman nicht nur die notwendige Spannung fehlt, sondern auch Motive und Beweggründe völlig unzureichend dargestellt werden. Da hilft auch der stetige Wechsel zwischen den Protagonisten und den Zeitebenen nicht, sondern führte bei mir dazu, dass ich mir nach dem lesen tatsächlich die Frage stellte "War das Buch welches ich gerade gelesen habe überhaupt ein Werk was diesen Namen verdient hat, und wie um Gottes Willen kommt der lauf die Idee für eben jenen fast 17 Euro in Rechnung zu stellen. Mein Fazit: Enttäuschung auf ganzer Linie.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Überraschend und spannend

Das Kanzler-Komplott
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Ein Politthriller wie er im Buche steht um die fiktive Bundeskanzlerin Marie Eisenhut.

Auch ohne eines der Vorgängerbücher gelesen zu haben konnte mich dieses Buch vollauf begeistern. Es wird ein spannender ...

Ein Politthriller wie er im Buche steht um die fiktive Bundeskanzlerin Marie Eisenhut.

Auch ohne eines der Vorgängerbücher gelesen zu haben konnte mich dieses Buch vollauf begeistern. Es wird ein spannender handlugnsbogen bis zu den Ereignissen 1945 und den darauffolgenden Monaten und Jahren um Hitlers Führungsriege geschlagen. Der stetige Schauplatzwechsel tat sein übriges und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite tun. Die Bundeskanzlerin Deutschlands sieht ihre Fälle davon schwimmen und nimmt die Hilfe des ehemaligen US-Geheimagenten Cotton Malone in Anspruch.

Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch ganz aktuelle Töne anschlägt, und die ein oder andere Parallele zur deutschen politischen Situation zu erkennen ist. Neben dem spannenden Plot fügt sich das Buch also ganz nebenbei auch noch in die politische Weltlage hinein. Wirklich amüsant und lesenswert.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Gewohnt spannend

Grave - Verse der Toten
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Da ich bereits begeisterter Leser der ersten Stunde bin und alle 17 Vorgänger aus der Pendergast-Reihe in meinem Bücherregal stehen, stand für mich von Anfang an fest, dass ich auch den neuesten Fall ...

Da ich bereits begeisterter Leser der ersten Stunde bin und alle 17 Vorgänger aus der Pendergast-Reihe in meinem Bücherregal stehen, stand für mich von Anfang an fest, dass ich auch den neuesten Fall des eigenwilligen und extrem sympathischen Special Agent Pendergast lesen würde.


Eine echte Überraschung war die Idee eines Partners an Pendergasts Seite, der sonst vor allem dadurch bekannt ist , das er seine Ermittlungen in Alleingängen und mit völlig unorthodoxen Ermittlungsmethoden durchführt. Genau diese Ermittlungsmethoden sorgen nun dafür, dass er einen Partner an die Seite gestellt bekommt. Was einem als Pendergast-Kenner zunächst als ziemlich schlechte Idee vorkommt entpuppt sich dann doch als einen ausgezeichneten Aufhänger für den Plot. Es kommt frischer Wind in die Serie und auch der Schauplatz der Verbrechen , das sonnige Miami, fanden bei mir Anklang. Miami bietet meiner Meinung nach einen tollen Kontrast zu der perfiden Mordserie um den sich dieses Buch dreht. Ein realer Fall, der diesmal ganz ohne exotische Schauplätze oder mysteriöse Charaktere auskommt und dennoch sehr spannend geschrieben ist.


Schnell zieht einen die Handlung in Ihren Bann, Ermittlungsansätze in verschiedene Richtungen lassen keine lange Weile aufkommen und auch der Showdown am Ende des Buches fand mir Anklang. Sprachlich bewegt sich das Buch wie gewohnt auf einem hohen Niveau und für Leser die gerne einmal Thriller Abseits des Mainstreams lesen möchten ist auch dieser Pendergast wieder eine tolle Empfehlung. Lediglich das abrupte Ende , bzw. der etwas für meinen Geschmack zur kurze Showdown lassen mich diesmal keine 5 Sterne vergeben. Hier hätte ich mir tatsächlich einige Seiten mehr gewünscht, die den lesegenuss dann sicherlich abgerundet hätten.

Dadurch, dass diesmal kaum auf Pendergasts Privatleben oder seine Verganenheit eingegangen wird eignet sich dieses Buch auch sehr gut für Einsteiger in die Serie. Es ist nicht nötig die Vorgänger gelesen zu haben und wer Gefallen an dem Sagenumwobenen Pendergast findet dem empfehle ich die komplette Reihe von Anfang an.





Mein Fazit
Ein neuer Pendergast Roman, der wie gewohnt spannend geschrieben ist aber dennoch mit neuen Facetten und Charakteren begeistern kann.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Zu viel Melancholie, zu viel Suchen und zu wenig Finden für meinen Geschmack

Die Hüterin der verlorenen Dinge
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Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Klang der Klappentext doch nach einer spannenden und irgendwie magischen Geschichte. Vor allem die Idee mit den verlorenen Dingen gefiel mir so gut, dass ich ...

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Klang der Klappentext doch nach einer spannenden und irgendwie magischen Geschichte. Vor allem die Idee mit den verlorenen Dingen gefiel mir so gut, dass ich es kaum abwarten konnte das Buch endlich in den Händen zu halten.

Ivy, die junge Protagonistin ist eine sympathische junge Frau, die nach dem verschwinden Ihrer Mutter lediglich halt in der „Poesie der verlorenen Dinge“ findet. Während ihr Vater in der eigenen Trauer schwelgt muss Ivy mit knapp 10 Jahren alleine mit der Tatsache fertig werden, dass ihre Mutter sie verlassen hat. Allein die Vorstellung bricht mir als Mutter das Herz.

Jahre später begleitet der Leser Ivy dabei wie sie durch die Stadt New York streift , der ersten Liebe begegnet und auf die Frage zurück kommt, was mit Ihrer Mutter tatsächlich passiert ist. Die Grundidee des Buches gefällt mir auch nach dem Lesen immer noch gut. Leider gefiel mir die sprachliche Umsetzung so gar nicht.

Die Sprache ist oft zu detailliert, zu ausgefeilt und poetisch und nimmt so dem Buch meiner Meinung nach die erzählerische Spannung. Das Suchen und Finden der Dinge gerät somit in den Hintergrund und Ivy scheint sich in der Suche nach Ihrer eigenen Identität und in der Suche nach Ihrer Mutter zu verlieren. Für ein Buch von diesem Format meiner Meinung nach zu viel. Vielleicht ist es aber auch gewollt, dass der Leser sich selbst verloren vorkommt in dem Wirrwarr des Lebens, in dem sich Ivy bewegt. Mir persönlich hat diese Atmosphäre gar nicht gefallen.

Ob die junge Protagonistin es schafft Ihre Mutter tatsächlich zu finden möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten.

Mein Fazit
Zu viel Melancholie, zu viel Suchen und zu wenig Finden für meinen Geschmack. Ein Buch von dem ich mir mehr versprochen hätte. Wer melancholische und ruhige Geschichten mag , für den könnte dieses Buch jedoch ein Lesetipp sein.

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