Enttäuschend auf ganzer Linie
Finsterau1944 kehrt die junge Afra , schwanger und ohne Kindesvater in Ihr Heimatdorf Finsterau zurück. Die Schande die sie damit über Ihre Familie bringt spricht sich nicht nur zugleich im ganzen Dorf herum, sondern ...
1944 kehrt die junge Afra , schwanger und ohne Kindesvater in Ihr Heimatdorf Finsterau zurück. Die Schande die sie damit über Ihre Familie bringt spricht sich nicht nur zugleich im ganzen Dorf herum, sondern steht von Anfang an zwischen Ihr und Ihrem Vater, der nun noch 2 Mäuler mehr zu stopfen hat. Eines Tages scheint der Streit zwischen Vater und Tochter zu eskalieren, Afra und Ihr Sohn werden erschlagen auf dem Hof vorgefunden, der Vater gesteht die Tat und wird verurteilt. 18 Jahre später wird der Fall neu aufgerollt.
Mit großer Neugierde habe ich mir den 4. Roman von Andrea Maria Schenkel in der Stadtbibliothek ausgeliehen, nachdem ich über Ihre ersten erfolgreichen Romane schon viel gehört, sie aber nie gelesen hatte. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.Sprachlich gesehen ist ihr Stil direkt und schnörkelos, beim Schreiben wird, zu Gunsten der Handlung (so dachte ich) auf überflüssiges verzichtet. Die Handlung beschränkt sich gleichfalls auf das Wesentliche, wodurch dem Kriminalroman nicht nur die notwendige Spannung fehlt, sondern auch Motive und Beweggründe völlig unzureichend dargestellt werden. Da hilft auch der stetige Wechsel zwischen den Protagonisten und den Zeitebenen nicht, sondern führte bei mir dazu, dass ich mir nach dem lesen tatsächlich die Frage stellte "War das Buch welches ich gerade gelesen habe überhaupt ein Werk was diesen Namen verdient hat, und wie um Gottes Willen kommt der lauf die Idee für eben jenen fast 17 Euro in Rechnung zu stellen. Mein Fazit: Enttäuschung auf ganzer Linie.