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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 26.01.2021
  • ISBN: 9783749900008
Kati Naumann

Wo wir Kinder waren

Vom Rückblick auf eine glückliche Kindheit

Eva, Iris und Jan sind Erben der ehemals prächtigen Spielzeugfabrik Langbein in Sonneberg. In der Kaiserzeit gegründet, befand sie sich in der Weimarer Republik auf ihrem Höhepunkt, überstand zwei Kriege, deutsche Teilung und Verstaatlichung, nur um nach der Wiedervereinigung kläglich unterzugehen. Nun ist von der ehrbaren Langbein-Tradition nichts mehr übrig. Streit und Verbitterung haben sich auf die Hinterbliebenen übertragen. Doch als bei einer Internetauktion eine der seltenen Langbein-Puppen auftaucht – sorgfältig genäht und von ihrem Großvater persönlich bemalt –, rückt die verblasste Vergangenheit wieder heran und wirft unzählige Fragen auf: nach Schuld und Verlust, aber auch nach Hoffnung und Neubeginn.

Eine mitreißende Familiengeschichte über ein fast vergessenes Handwerk

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2021

100 Jahre Spielzeugherstellung

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Eine Familiengeschichte, die kurz nach der Jahrhundertwende beginnt und in der heutigen Zeit endet. Ganz besonders die Rückblicke in vergangene Zeiten habe ich mit großem Interesse verfolgt. Auch wenn ...

Eine Familiengeschichte, die kurz nach der Jahrhundertwende beginnt und in der heutigen Zeit endet. Ganz besonders die Rückblicke in vergangene Zeiten habe ich mit großem Interesse verfolgt. Auch wenn der Familie Langbein in so gut wie jedem Kapitel was negatives widerfährt. Selbst wenn sie mal einen Glückstag erleben, wie mit der witzigen Aktion auf der Messe, kommt dann am nächsten Tag wieder der Dämpfer. Doch die Langbeins geben nie auf, blicken immer nach vorn. "Lieber die Zuckerdose als das Leben" ist ihr Motto.

Da die Familie Spielzeugfabrikanten sind, erfährt man auch über dieses Handwerk ziemlich viel. Die Autorin hat intensiv Recherche betrieben, und konnte vor allem auch auf die Erfahrungen ihrer eigenen Vorfahren zurück greifen. Mir war Sonneberg als 'Spielzeugstadt' auch ein Begriff. Als Otto dann so viel über Plüschtiere spricht und herstellt, musste ich aber mal googeln wie die denn ausgesehen haben könnten. Zu Hause hatten wir nämlich nur wenige Kuscheltiere, zumindest bis 1989. Ich habe zu meinem 1. Geburtstag eine Stoffpuppe mit Kunststoffgesicht (und zwar nur das Gesicht, nicht der gesamte Kopf, waren aus einem weichen Plastik) bekommen und zum 4. Geburtstag einen Teddybären. So mit 6 kam noch eine Plastikpuppe hinzu - aber das war's. Alle drei 'leben' auch heute noch bei mir. Warum ich aber kein Sammelsurium an Plüschtieren besaß, ist mir jetzt auch klar: die gingen alle ins Ausland, entweder in die Sowjetunion oder in den Westen. Die DDR musste sich mit den Resten begnügen.

Die einzelnen historischen Abschnitte, die hier beleuchtet werden, sind einem geläufig. Die Weltkriege, die goldenen Zwanziger, die Verstaatlichung zu DDR-Zeiten... Aber was das konkret für so eine Unternehmerfamilie bedeutet hat, welche Bedingungen zu den jeweiligen Zeiten herrschten und was sie produzieren konnten, das war alles Neuland für mich - das ich sehr gespannt gelesen habe. Kati Naumann hat das alles aber auch wunderbar beschrieben, und ihren Protagonisten wahrlich Leben eingehaucht. Ich konnte mir tatsächlich vorstellen, wie ich mit den Langbeins auf dem Sofa in der Küche sitze, und beim Hören einer "Herricht & Preil" Platte Plüschtiere stopfe, mit Augen versehe oder Gesichter aufmale.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Die alte Spielzeugfabrik

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Ein zauberhafter Roman, der mich in die Vergangenheit entführt und Kindheitserinnerungen geweckt hat.

Die alten Spielzeugfabriken in Sonneberg, wo Kinderträume produziert wurden, die Generationen begeistert ...

Ein zauberhafter Roman, der mich in die Vergangenheit entführt und Kindheitserinnerungen geweckt hat.

Die alten Spielzeugfabriken in Sonneberg, wo Kinderträume produziert wurden, die Generationen begeistert haben. Auch ich bin mit mit Bären, Modellbahnen und anderem aus Sonneberg großgeworden. Zwar handelt es sich bei der Familie Langenbein um eine erfundene Familie. Aber ihre Geschichte steht für viele andere Spielzeughersteller.

Die Autorin hat einen wundrbaren Roman geschrieben, der sehr umfangreich ist und mich hat mitfiebern lassen. Die Familiengeschichte wird auf wechselnden Zeitebenen erzählt. Dabei bekommt man einen Einblick ins aktuelle Zeitgeschehen, den ersten Weltkrieg und die Inflation, den zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit, die DDR und die Wende.

Nachdem Fred Langenbein aufgrund seiner Demenz ins Altersheim ziehen muss, streiten sich seine Erben um den Besitz. Eva, Iris und Jan, die noch am Familienbesitz hängen, führen den Leser Schicht für Schicht durch die Zeiten, während sie entrümpeln. Erinnerungen werden wach, an die alten glanzvollen Zeiten bis hin zum Untergang der Fabrik....

Familiensaga, Zeitgeschehen und Lokalgeschichte werden geschickt miteinander verwoben und herausgekommen ist ein wahrer Lesegenuß!!! Wunderbar erzählt, mit vielen Emotionen und Sehnsüchten hat die Autorin ein Stück Thüringer Geschichte festgehalten.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

Eine spannende Familiengeschichte vor Deutsch Deutscher Kulisse

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Über mehrere Generationen hinweg wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die jedes Kinderherz eines Erwachsenen höher schlagen lässt. Man merkt beim lesen, dass die Autorin einen Bezug zu dem Ort Sonneberg ...

Über mehrere Generationen hinweg wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die jedes Kinderherz eines Erwachsenen höher schlagen lässt. Man merkt beim lesen, dass die Autorin einen Bezug zu dem Ort Sonneberg und der Region Thüringen hat, das ihr Herz daran hängt. Und so überraschte es mich nicht als ich las, dass Kati Naumann selbst einen großen Teil Ihrer Kindheit im Thüringer Wald verbrachte und Ihre Großeltern (ganz ähnlich wie die Familie Langbein) mit der Spielzeugherstellung Ihren Lebensunterhalt verdiente.

Die Familiensaga umfasst einen relativ großen Zeitraum, was dazu führt, dass man beim Lesen sehr aufmerksam sein muss um nicht den Überblick über die Handllung und die einzelnen Handlungsstränge zu verlieren. Die polititschen Entwicklungen zwischen 1910 und 1978 wirken sich nicht nur auf die Spielzeugherstellung und die geschäftlichen Geschicke der Familie Langbein aus , sondern auch auf die einzelnen Familienmitglieder, sowohl beruflich wie auch privat, was für mich einen ganz besonderen Reiz ausmachte.

Der Schreibstil ist klar und verständlich, und dennoch hatte ich beim Lesen der ersten Seiten Probleme richtig in das Buch hinein zu finden. Immer wieder musste ich die Übersicht der Familienkonstellation zur Hand nehmen, um mich nicht in der Geschichte zu verlieren. Aber irgendwie passt das auch zu der langen und tradionsreichen Geschichte des kleinen Örtchens Sonnenberg im Thüringer Wald. Über Jahrzehnte hinweg wandelte sich das Gesicht dieses beschaulichen Örtchens durch die polititschen und gesellschaftlichen Ereignisse und machte es den Bewohnern nicht immer leicht. Den sich immer wieder wandelnden Zeitgeist hat Kati Naumann wunderbar eingefangen und man fühlt sich schon sehr schnell mitten drinnen im Geschehen. Irgendwie wachsen einen die Puppen und auch die Familie Langbein ans Herz und am Ende war ich schon beinahe wehmütig, als das Buch sein Ende fand.

Mich hat vor allem die Vergangeheit mitgerissen. Zwar wird bei der Erzählperspektive immer abwechselnd zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und hergewechselt aber die Cousinen Eva, Iris und Jan bleiben für mich teilweise nur sehr schemenhaft in Ihrer Darstellung, was mich aber nicht wirklich störte. Durch Ihre Recherchen und Aufräumarbeiten in der Gegenwart geben die Drei quasi immer wieder den Anstoß für die Sprünge in die Vergangenheit. Erst allmählich wird klar, dass sich die Entwicklungen in der Vergangenheit (manchmal bewusst und manchmal unbewusst) auf die folgenden Generationen und deren Leben ausgewirkt haben. Mißverständnisse und falsche Annahmen können langsam aus dem Weg geräumt werden und führen dazu, dass sich die Nachkommen wieder einander annähern.

Kati Naumann ist hier ein authentischer und spannender Familienroman gelungen der eine ganz entscheidenen Zeitspanne Deutsch-Deutscher Geschichte eingefangen und wiedergegeben hat. Der Geist der Zeit zieht den Leser mit einer klaren Sprache und interessanten Figurenkonstellationen in den Bann.

Nach dem Lesen des Romanes habe ich erst mal mein eigenes Spielzeug aus Kindheitstagen unter die Lupe genommen und nach dem Vermerk „Sonni“ gesucht. Erst einmal in eigenen Kindheitserinnerungen geschwelgt….

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Veröffentlicht am 24.03.2021

Die Spielzeugfamilie

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Eine Spielzeugfabrik im thüringischen Sonneberg, seit Jahrzehnten in Familienhand.
Nach der Wiedervereinigung ist nicht mehr viel von der Firma übrig. Die Erben Jan, Iris und Eva versuchen die ...

Eine Spielzeugfabrik im thüringischen Sonneberg, seit Jahrzehnten in Familienhand.
Nach der Wiedervereinigung ist nicht mehr viel von der Firma übrig. Die Erben Jan, Iris und Eva versuchen die Fabrik zu retten und die Jahrzehntealte Tradition zu wahren. Aber wird ihnen das gelingen?

Eine Familiengeschichte die es echt in sich hat.
Die Gegenwart, die frühe Vergangenheit, 1978, und die lange zurückliegende Zeit von 1910 erzählen eine unglaublich berührende Familiengeschichte.
Der Autorin ist es sehr gut gelungen in allen drei Zeitepochen eine authentische Atmosphäre zu schaffen.
Ich mag Familiengeschichten immer sehr gerne lesen, wenn sie, wie in diesem Fall, auch noch über verschiedene Zeitebenen gehen, umso besser.
Eine Story voller Missverständnisse, Geheimnisse und Detaillierte zu der ehemaligen DDR. Absolut lesenswert und empfehlenswert. Auch für alle, die im Westen oder nach der Wende geboren sind.

Veröffentlicht am 24.03.2021

Wunderbare und interessante Faniliengeschichte

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INHALT:
Die Puppenfabrik Langbein wurde in der Kaiserzeit gegründet, erlebte in der Weimarer Republik ihren Höhepunkt, hat zwei Weltkriege überstanden. Dann kam die deutsche Teilung und die Verstaatlichung ...


INHALT:
Die Puppenfabrik Langbein wurde in der Kaiserzeit gegründet, erlebte in der Weimarer Republik ihren Höhepunkt, hat zwei Weltkriege überstanden. Dann kam die deutsche Teilung und die Verstaatlichung und nach der Wiedervereinigung ging die Fabrik dann kläglich unter. Eva, Iris und Jan sind die Erben dieser ehemals prachtigen Fabrik. Von der Tradition von damals ist nichts mehr übrig. Es gab Streit und Verbitterung. Doch nun rückt die Vergangenheit wieder heran, denn auf einer Auktion tauchte eine Langbein Puppe auf. Sie wurde von ihrem Urgroßvater genäht und persönlich bemalt und wirft nun Frage nach Schuld und Verlust auf.
MEINE MEINUNG:
Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, wobei dem Verfangengeitsstrang mehr Raum gelassen wird, was mir sehr gefiel. Erzählt wird die Geschichte der Puppenfabrik Langbein, angefangen im Jahre 1910. Ich kenne schon ein Buch der Autorin und wusste, dass ihr Schreibstil sich fantastisch lesen lässt. So war es dann auch hier. Sie entführt uns mit Worten in die Vergangengeit und lasst uns an der Geschichte der Fabik teilhaben. Am Anfang des Buches gibt es einen Stammbaum, der mir sehr geholfen hat. Alles wurde hier sehr bildhaft und facettereich erzählt und ich fand die Geschichte in der Vergangenheit so unheimlich interessant und je weiter wir in den Jahren vorgedrungen sind, wurde ich auch zunehmend wütend und schockiert. Besonders natürlich in der DDR war man einfach nur hilflos und ausgeliefert und musste alles über sich ergehen lassen. Das wurde mir hier deutlich vor Augen geführt. Ich fand es sehr interessant, dass man hier die Geschichte der Fabrik von Anfang bis zum Ende verfolgen konnre und alle Höhen und Tiefen hautnah miterlebt hat.
FAZIT:
Eine interessante und schöne Familiengeschichte. Der Zeitgeist wurde hier perfekt weitergegeben.

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