Subtitle Paranoia und meisterhafte Manipulation
Das SignalWorum geht es?
Der Traum vom Neuanfang wird für Viola Decker zum absoluten Albtraum. Denn sie erwacht im Krankenhaus mit einer schockierenden Nachricht.
Wieder zurück im Haus kann sie sich nur im Erdgeschoss ...
Worum geht es?
Der Traum vom Neuanfang wird für Viola Decker zum absoluten Albtraum. Denn sie erwacht im Krankenhaus mit einer schockierenden Nachricht.
Wieder zurück im Haus kann sie sich nur im Erdgeschoss bewegen. Ihr Mann Adam pflegt sie zwar liebevoll, aber treibt den versprochenen Hausumbau kaum voran.
Viola fühlt sich zunehmend isoliert. Vorübergehend angewiesen auf Krücken oder Rollstuhl, verschwinden ausgerechnet immer wieder diese Hilfsmittel, woraufhin sie zu GPS-Trackern greift. Was als Versuch beginnt, die Kontrolle über ihren Alltag zurückzugewinnen, wandelt sich schnell in gefährliches Misstrauen und ein beklemmendes Katz-und-Maus-Spiel im eigenen Zuhause beginnt.
Meine Meinung
Ursula Poznanski schafft es meisterhaft, eine klaustrophobische Atmosphäre zu erzeugen, obwohl sich die Handlung über weite Strecken fast wie ein Kammerspiel anfühlt. Die unterschwellige Bedrohung ist auf jeder Seite spürbar. Besonders stark fand ich die drei hauptsächlichen Charaktere.
Viola ist eine nahbare und intelligente Protagonistin. Ihr Kampf mit der körperlichen Einschränkung und der plötzlichen Abhängigkeit wird sehr realitätsnah und gefühlvoll dargestellt.
Adam ist als Charakter schwer greifbar und gerade deshalb so beängstigend – man schwankt ständig zwischen „besorgt“ und „berechnend“.
Ein Highlight für mich ist der Nachbarsjunge Benno, der der Geschichte eine ganz besondere Note verleiht.
Ein kleiner Bonus on top ist der Stadtplan von Wien im Innencover. Und auch das Cover ist gut gelungen und passt hervorragend zur Story.
Fazit
Die Autorin hat mich mit diesem Werk komplett abgeholt. Die Verwebung von technischem Aspekt, den Trackern, und psychologischer Manipulation ist absolut fesselnd. Es ist ein eher leiser, aber unglaublich spannender Thriller, der fast ohne explizite Gewalt auskommt und stattdessen mit subtiler Paranoia spielt. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite – eine klare Leseempfehlung!