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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2021

Erst zäh, dann spannend

In ewiger Freundschaft
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Die Kommissare Pia Sander und Oliver von bodenstein finden sich in der Welt der Bücher wieder. Eine gefragte Buchkritikerin und ehemalige Programmleiterin des Winterscheid-Verlags wird von ihrer Freundin ...

Die Kommissare Pia Sander und Oliver von bodenstein finden sich in der Welt der Bücher wieder. Eine gefragte Buchkritikerin und ehemalige Programmleiterin des Winterscheid-Verlags wird von ihrer Freundin und Literaturagentin Maria vermisst. Bei ihr handelt es sich ausgerechnet um die Agentin von Henning Kirchhoff, Pias Ex-Mann, der nun unter die Autoren gegangen ist. Für Pia und Bodenstein eröffnet sich eine mit Leichengepflasterte Straße.

Wie in den meisten Krimis von Nele Neuhaus gibt es unheimlich viele Protagonisten, sodass man diese erst einmal sortieren muss. Das dauert meist einige Seiten und deshalb zieht sich der Anfang für mich gern mal. In diesem Fall hat der Roman für mich ab der Hälfte an Fahrt aufgenommen und ich wollte ihn nicht mehrt aus der Hand legen. Bei der Masse an Personen war jeder irgendwann mal verdächtig. Doch den wahren Täter habe ich erst ganz am Schluss erkannt. So soll es sein. Nele Neuhaus gibt es bei ihren Charakteren viel Mühe, obwohl es sehr viele – über 20 Stück – sind, ist jeder individuell und hat einen Widererkennungswert. Schön fand ich auch, wieder mit dem Team rund um Pia und Bodenstein in Kontakt zu sein. Auch wenn deren Privatleben dieses Mal recht im Hintergrund blieb.

Ich vergebe für diesen Taunuskrimi drei von fünf Sterne, da er mich leider erst in der zweiten Hälfte gepackt hat und ich anfangs doch sehr verwirrt von den ganzen Personen war. Ich glaube auch nicht, dass ein Krimi wirklich immer so viele Menschen benötigt. Toll fand ich aber, dass ich so schön miträtseln konnte und es mehrere Rätselstellen gab.

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Erschreckend

Deutschland 2050
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Wie wird es klimamäßig in dreißig Jahren in Deutschland aussehen? Das haben sich Toralf Staud und Nick Reimer überlegt, in dem sie mit sehr vielen Experten gesprochen haben. In 14 Kapiteln widmen sie sich ...

Wie wird es klimamäßig in dreißig Jahren in Deutschland aussehen? Das haben sich Toralf Staud und Nick Reimer überlegt, in dem sie mit sehr vielen Experten gesprochen haben. In 14 Kapiteln widmen sie sich verstärkt einem Thema, zum Beispiel die Auswirkungen und Veränderungen durch den Klimawandel für den Menschen, die Tiere, die Landwirtschaft, die Küstenregionen oder auch die Städte. Die beiden haben ihre Informationen in einer sehr gut lesbaren Form niedergeschrieben und es fällt einem leicht, alles zu verstehen und nachzuvollziehen. Allerdings sind es so viele Informationen, dass man sich das alles gar nicht sofort merken kann. Ich fand die Welt beziehungsweise das Deutschland, dass die beiden Autoren aufzeichnen, sehr erschreckend. Man kann sich gar nicht vorstellen, was eine Erwärmung um ein bis zwei Grad alles auslösen kann, beziehungsweise mit sich bringt. Also in diesem Deutschland 2050 möchte ich nicht leben.

Am Ende des Buchs sind alle Quellenvermerke aufgelistet, sodass man die Möglichkeit hat sich die Ursprungsveröffentlichung durchzulesen. Dieses Sachbuch ist sehr anschaulich, da es sich eben auf die Auswirkungen auf Deutschland bezieht und in einem zwar auf den ersten Blick weiter entfernten Zeitraum, 2050, spielt. Allerdings ist 2050 nur noch 29 Jahre weit entfernt.

Das Buch liest sich wie ein Thriller, doch leider können wir am Ende nicht das Buch zuschlagen und sagen: Ui, war das spannend, aber jetzt ist es vorbei. Dieser Thriller könnte wahr werden. Ich vergebe vier von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Ein Grandhotel am Bodensee

Töchter der Hoffnung
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Helena träumt davon einmal ein Grandhotel am Bodensee zu betreiben. Momentan ist ihr Lindenhof aber eher heruntergekommen und auch die Gäste bleiben aus. Das liegt auch größtenteils am ersten Weltkrieg, ...

Helena träumt davon einmal ein Grandhotel am Bodensee zu betreiben. Momentan ist ihr Lindenhof aber eher heruntergekommen und auch die Gäste bleiben aus. Das liegt auch größtenteils am ersten Weltkrieg, der gerade herrscht. Neben dem Bestreben das Hotel auszubauen, möchte Helena mehr über ihre Familie erfahren. Ihre Mutter kennt sie nämlich nicht. Sie besitzt lediglich ein Medaillon von ihr.

Nachdem ich die Schokoladen-Saga von Maria Nikolai verschlungen und geliebt habe, war ich sehr gespannt auf den Auftakt der neuen Trilogie, die am Bodensee, in Meersburg spielt. Der Schreibstil ist wie erwartet sehr angenehm und flüssig zu lesen. Maria Nikolai bringt sehr viele Bilder in ihre Sprache, sodass man beim Lesen direkt alles wie einen Film vor sich sieht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr individuell. Gerade die drei Schwestern sind grundverschieden.

Die Geschichte ist interessant und immer wieder spannend. Helenas Familiengeheimnis zieht sich durch den gesamten Band und wird wohl auch in den beiden anderen Bänden eine Rolle spielen. Die Geschichte hat mich gefangen genommen und ich hätte das Buch am liebsten am Stück durchgelesen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht, und ob Helenas Geheimnis aufgedeckt wird.

Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich bin durch den Auftakt in die neue Saga nun gefesselt und möchte die beiden anderen Bände auch lesen! Umgehauen hat mich der Roman zwar nicht, aber dennoch war es mir ein Vergnügen ihn zu lesen, deshalb vergebe ich dreieinhalb von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Stärker als die Letzten

Playlist
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In diesem Thriller trafen wir auf alte Bekannte: Alexander Zorbach und Alina Gregoriev sowie einem weiteren Bekannten. Das junge Mädchen Feline Jagow wird entführt. Ihre Mutter bittet Zorbach um Hilfe. ...

In diesem Thriller trafen wir auf alte Bekannte: Alexander Zorbach und Alina Gregoriev sowie einem weiteren Bekannten. Das junge Mädchen Feline Jagow wird entführt. Ihre Mutter bittet Zorbach um Hilfe. Dieser wird mithilfe einer Playlist auf eine Schnitzeljagd nach Feline geschickt.

Dieser Thriller von Sebastian Fitzek hat mir wieder sehr gut gefallen. Die letzten Bücher waren etwas schwächer. Doch dieser hier ist in alter, gewohnter Spannung geschrieben. Toll fand ich auch, dass wieder alte Bekannte aufgetaucht sind. So fühlte man sich schnell in die alten Bände zurückversetzt. Die Idee mit der Playlist, um so Felines Versteck zu finden, ist gut. Zwischendurch dachte ich, dass es etwas unwahrscheinlich ist und schon sehr viele Zufälle enthalten sind. Die Auflösung nahm mir aber diesen Eindruck. Die Charaktere waren gut und abwechslungsreich. Die meisten waren mir schon aus den Augensammler-Thrillern bekannt. Für mich war es ein Thriller, wie er sein muss: Spannung von Anfang an. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil einfach ein Cliffhanger nach dem anderen kam. Der Schreibstil ist in gewohnter Fitzek-Art: sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Seiten fliegen einfach nur so an einem vorbei.

Für den neusten Fitzek Thriller kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen. Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur und ich vergebe sehr gern volle fünf von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

Super spannend und undurchsichtig

Sharing – Willst du wirklich alles teilen?
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Markus Kern betreibt zusammen mit seiner Frau ein Car- und Wohnungssharing-Unternehmen. Doch eines Tages ist seine Frau spurlos verschwunden. Und für Markus Kern beginnt eine Schnitzeljagd, um sein Leben ...

Markus Kern betreibt zusammen mit seiner Frau ein Car- und Wohnungssharing-Unternehmen. Doch eines Tages ist seine Frau spurlos verschwunden. Und für Markus Kern beginnt eine Schnitzeljagd, um sein Leben wieder in normale Fugen zu bringen. Gönnt ihm jemand den Erfolg nicht oder hat Markus wirklich Dreck am Stecken?

Dieser Thriller war wirklich sehr spannend. Ich hatte immer wieder eine Theorie, wie es ausgehen könnte und was hinter allem steckt, doch dann wurde ich auf den letzten Seiten mal wieder total überrascht und hätte niemals mit dieser Auflösung gerechnet. Ich finde es super, wenn man als Leser genauso im Dunkeln tappt, wie der Protagonist. Die Idee der Handlung war super. Um nicht zu spoilern kann ich leider nicht genauer darauf eingehen, was genau ich super fand. Das Buch liest sich sehr angenehm und flüssig. Die Charaktere sind unterschiedlich und halten viele Überraschungen bereit. So richtig durchschauen kann man keinen und irgendwann hat man jeden unter Verdacht. Zwischenzeitlich wirkte die Handlung etwas abgedreht und unrealistisch, das hat mich am Ende aber nicht weiter gestört. Es hatte irgendwann alles seinen Sinn.

Ich bin nur so über die Seiten geflogen und wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist schon richtig, dass man bei einem Strobel kein Lesezeichen braucht – es ist einfach so spannend. Da ich von diesem Thriller sehr begeistern bin und das Buch definitiv weiterempfehlen kann, vergebe ich sehr gern volle fünf von fünf Sterne.

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