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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2020

Tolle Fortsetzung, die einen wunderbar unterhält

Hin und nicht weg
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Kaya und Lasse heiraten endlich. Doch dieses Buch stellt Rob und Lasses Cousine Anabel in den Vordergrund. Anabel kam extra aus Berlin nach Neuberg und eigentlich will sie auch weg aus Berlin, soll sie ...


Kaya und Lasse heiraten endlich. Doch dieses Buch stellt Rob und Lasses Cousine Anabel in den Vordergrund. Anabel kam extra aus Berlin nach Neuberg und eigentlich will sie auch weg aus Berlin, soll sie nun in Neuberg bleiben? Durch eine Notsituation heraus schafft sie sich selbst einen Job in Robs Praxis.

Wieder fand ich es klasse, dass die Geschichte abwechselnd aus Anabels und Robs Sicht erzählt wird. So entgeht einem auf der Gefühlsebene nichts und als Leser nimmt man die Position ein, dass man dasitzt und sich an den Kopf langt und nur denkt: Oh man, redet doch miteinander. Aber dann hätten wir wiederum nicht so einen Spaß, die beiden auf ihren Irrwegen zu begleiten.
Lisa Keils Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, Sie versteht es immer wieder Spannung in die Kapitel einzubringen, so dass man eigentlich immer weiterlesen will und am Ende traurig ist, dass es schon vorbei ist.
Die Charaktere, bis auf Anabel, sind dem Leser aus dem ersten Band bekannt. Nach nur drei bis vier Kapiteln waren mir alle wieder präsent. Auch in der Fortsetzung sind sie noch super. Auch Anabel als Charakter ist Lisa eil gut gelungen. Sie bringt wortwörtlich etwas Farbe nach Neuberg und lockert durch ihre Art die, doch ein bisschen existierende Spießigkeit, auf.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich wurde wunderbar unterhalten. Da ich nichts auszusetzen habe, vergebe ich volle fünf von fünf Sterne.  

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2020

Hat mich sehr enttäuscht

Aufgetaut
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Urga lebt in der Steinzeit, doch eines Tages passiert etwas Außergewöhnliches und sie findet sich über 33.000 Jahre in der Zukunft wieder. Der Klimawandel scheint auch seine guten Seiten zu haben. Nun ...

Urga lebt in der Steinzeit, doch eines Tages passiert etwas Außergewöhnliches und sie findet sich über 33.000 Jahre in der Zukunft wieder. Der Klimawandel scheint auch seine guten Seiten zu haben. Nun hat Urga die Möglichkeit in unserer heutigen Zeit das Glück zu finden.

Endlich ein neues Buch von David Safier, noch dazu endlich wieder ein Lustiges. Das dachte ich zumindest als ich von „Aufgetaut“ erfahren habe. Gleich habe ich mir das Buch besorgt, doch leider wurde ich sehr enttäuscht. Bin ich doch ein riesiger Fan seiner bisherigen Bücher und auch seiner Serien, wie beispielsweise „Berlin, Berlin“ oder „Nikola“. Die Idee an sich ist ja wieder super. Aber leider hat mich die Umsetzung nicht umgehauen. Felix sucht verzweifelt nach Inhalten für seine App und die anderen Charaktere bewegen sich einfach auch irgendwo in dieser Geschichte. Aber so richtig Fahrt nimmt die Geschichte nicht auf und ein Zusammenspiel der Charaktere bleibt für mich ebenfalls aus. So wirklich rund war die Geschichte für mich nicht.

Die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Immerhin machen alle Charaktere, wie es bei Safier üblich ist, eine Wandlung durch. Felix wurde mir allerdings auch nach seiner Wandlung nicht sympathisch. Seine Tochter Maya war ganz schlimm. Ihr Charakter scheint eine Abbildung von Greta zu sein. Das war mir definitiv zu viel und hat überhaupt nicht gepasst! Da wollte David Safier wohl auf einen unpassenden Zug aufspringen.

Der Schreibstil war wie gewohnt sehr angenehm und wunderbar flüssig zu lesen. Man kann David Safiers Bücher einfach in einem Rutsch weglesen.

Leider, leider hat mich dieses Buch gar nicht mitgerissen und kaum unterhalten. Da ich von David Saier viel mehr erwartet habe, kann ich leider nur zwei von fünf Sterne vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2020

Ein Schmankerl für Fans

Hier und Jetzt
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Peter Maffay ist nicht nur Vollblutmusiker, sondern mittlerweile auch Landwirt auf seinem Biohof Diethofen in Bayern. Hier werden nicht nur Nahrungsmittel durch biologischen Anbau hergestellt, sondern ...

Peter Maffay ist nicht nur Vollblutmusiker, sondern mittlerweile auch Landwirt auf seinem Biohof Diethofen in Bayern. Hier werden nicht nur Nahrungsmittel durch biologischen Anbau hergestellt, sondern der Hof dient auch als Urlaubsort. Zusätzlich gibt es hier auch einen abgeschirmten Bereich, in dem Peter Maffay eins seiner Kinderhäuser errichtet hat. Kindern denen es nicht so gut geht, können hier zwei Wochen verbringen und mal „einfach nur Kind sein“ und in einem geordneten und behüteten Umfeld leben.

Peter Maffays Buch liest sich ein bisschen wie ein Werbefilm für seinen Hof. Dennoch ist es interessant ihm bei seinen Gedanken zu folgen. Er beleuchtet eigentlich alle Bereiche der Gesellschaft und nennt seine Meinung. Diese argumentiert er auch, wodurch es einen selbst auch zum Nachdenken anregt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch liest sich sehr flüssig. Ich habe es während einer vier stündigen Bahnfahrt gelesen. Sehr gefallen hat mit, dass Peter Maffay auch viel aus seinem Leben erzählt. Dadurch liest sich das Buch wie eine Biografie und als Leser lernt man den Bekannten Musiker besser kennen.

Ich vergebe vier von fünf Sterne.  

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2020

Bis zum Ende spannend

Nebeljagd
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Auf der schwäbischen Alb kommt es zu einem ungeklärten Todesfall. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden und wird in Untersuchungshaft gesteckt. Der Verdächtige, Jo Haug, meldet sich bei der Stuttgarter ...

Auf der schwäbischen Alb kommt es zu einem ungeklärten Todesfall. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden und wird in Untersuchungshaft gesteckt. Der Verdächtige, Jo Haug, meldet sich bei der Stuttgarter Anwältin Linn Geller und besteht auf seiner Unschuld. Linn Geller begibt sich selbst auf Recherche, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Dies war nun der zweite Fall für Linn Geller. Mir hat er ausgesprochen gut gefallen, da es einfach sehr spannend war. Als Leser war man selbst mit auf Recherche und hat sich seine Meinung zu den unterschiedlichen Personen und Handlungen gemacht. Ich hatte beim Lesen so viele Theorien wie selten. Ich habe diese immer wieder verworfen und teilweise auch wiederbelebt. Bis zum Ende war ich unschlüssig, was nun tatsächlich passiert ist. Sehr gefallen hat mir, dass es erst auf den letzten Seiten wirklich aufgeklärt wird. Dieses Hin und Her wirkt sich natürlich auch auf die Charaktere und deren Sympathie aus, in der einen Situation sind sie sympathisch, in der nächsten unsympathisch. Linn Geller nimmt ihren Job sehr ernst – ansonsten würde sie sicherlich nicht ihre Freizeit und vor allem ihr Leben für die Recherche opfern beziehungsweise gefährden. Linns Kollege Götz ist mir allerdings recht unsympathisch. Das war auch schon im ersten Teil so.
Der Schreibstil von Julia Hofelich gefällt mir gut. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Sie versteht es Erzählungen und Dialoge gut miteinander zu kombinieren. Es ist ihr wunderbar gelungen die Spannung die gesamte Zeit über zuhalten und immer wieder falsche Fährten zu legen.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, deshalb vergebe ich sehr gerne volle fünf von fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2020

Etwas zu ausgeschmückt und langatmig

Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit
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Charlotte Roth hat einen Roman über Michael Ende geschrieben, keine Biografie. Das macht einen entscheidenden Unterschied. Denn die Form des Romans ermöglichte es Roth einzelne Stationen oder Geschehnisse ...

Charlotte Roth hat einen Roman über Michael Ende geschrieben, keine Biografie. Das macht einen entscheidenden Unterschied. Denn die Form des Romans ermöglichte es Roth einzelne Stationen oder Geschehnisse besser miteinander zu verknüpfen und es für den Leser interessanter und flüssiger zu machen. Wir reisen mit diesem Roman durch ein ganzes Jahrhundert. Leider kam es mir so vor, als würde ich auch hundert Jahre lesen. Ich kam recht schleppend voran und irgendwie plätscherte es mehr vor sich hin, als dass es wirklich begeisterte und fesselte. Gefallen hat mir, dass ich nun etwas mehr über Michael Ende weiß und ein Bild zu Momo und der unendlichen Geschichte habe. Vor allem auch Hintergründe zu seinen Werken.
Der Schreibstil ist angenehm, wie ich es aus anderen Romanen von Charlotte Roth kenne. In diesem Fall war es mir allerdings zu ausgeschmückt. Irgendwie war mir zu viel um die eigentliche Handlung herum.

Die Idee nicht eine normale Biografie, sondern einen Roman über das Leben von Michael Ende zu schreiben, gefällt mir. Die Umsetzung war nicht so mein Fall, deshalb vergebe ich nur zwei von fünf Sterne.  

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere