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Veröffentlicht am 22.02.2026

Musik und Freiheit

Die Sterne von St. Pauli – Zwei Frauen, die Musik und der Beat der Freiheit
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Abby ist Fotografin und trauert gerade noch ihrer verstorbenen Liebe hinterher. Sofia ist frisch aus Ostberlin nach Hamburg geflüchtet. Beide jungen Frauen leben nun zusammen und näher sich langsam an. ...

Abby ist Fotografin und trauert gerade noch ihrer verstorbenen Liebe hinterher. Sofia ist frisch aus Ostberlin nach Hamburg geflüchtet. Beide jungen Frauen leben nun zusammen und näher sich langsam an. Sie sind an sich grundverschieden, doch durch ihre gemeinsame Leidenschaft die Musik finden sie immer mehr zusammen.

Die Charaktere waren mir sympathisch und ich fand sie gut ausgearbeitet. Ihr Handeln war nachvollziehbar. Aber irgendwie passierte mir zu wenig. Es hätte gern noch mehr Handlung sein können. Und irgendwie fehlte mir aber das Flair der 60er. Immer wieder dachte ich, ich befinde mich in der Gegenwart. Dann kam wieder etwas und ach ja stimmt, wir sind ja in den 60ern. Und es hätte etwas mehr Kiez sein können.

Was mich tatsächlich stark gestört hat, waren die vielen Schreibfehler im Text. Und ich hätte am Ende gern noch eine ausführlichere Erklärung für die Hintergründe bzw. die Vorlage gehabt. Denn so komplett erfunden scheint Abby ja nicht zu sein.

Mich konnte dieser Roman nicht mitziehen und auch nicht so ganz überzeugen. Es gab noch viel Potential das nicht genutzt wurde. Deshalb vergebe ich zweieinhalb von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Was geschah vor 30 Jahren?

Fünf Fremde
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Neuwerk, 1995. Eine Hamburger Klasse ist im Schullandheim auf der Insel. Alles wie so oft. Doch in der letzten Nacht verschwinden zwei der Kinder. Was ist passiert? Wo sind Isa und Janosch? 30 Jahre später ...

Neuwerk, 1995. Eine Hamburger Klasse ist im Schullandheim auf der Insel. Alles wie so oft. Doch in der letzten Nacht verschwinden zwei der Kinder. Was ist passiert? Wo sind Isa und Janosch? 30 Jahre später vergeben such zufällig oder nicht einige der damals anwesenden wieder auf die Insel. Und die Erinnerungen kommen zurück. Wird nun die ganze Wahrheit ans Licht kommen?

Mir hat dieser Krimi gut gefallen. Es war spannend. Die Haupthandlung spielt in der Gegenwart, doch immer wieder kehren wir in die Vergangenheit zurück. Am Ende fügt sich alles wunderbar zusammen. Ich wurde komplett überrascht. Mit dieser Auflösung hatte ich nicht gerechnet. Ich tappte die gesamte Zeit über im Dunkeln.
Die Charaktere waren mir sympathisch und eingängig. Auch ihre Handlungen waren nachvollziehbar. Die Stimmung und Umgebung hat Romy Fölck wieder einmal sehr gut eingefangen, sodass ich das Gefühl hatte auf der Insel zu sein. Tatsächlich habe ich jetzt richtig Lust auch mal auf Neuwerk zu fahren. Klingt herrlich ruhig!

Mir hat das Buch richtig gut gefallen und habe es beinahe in einem Rutsch weggelassen. Ich vergebe vier von fünf Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Konnte mich leider nicht packen

Herrliche Zeiten - Dem Himmel so nah
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Es geht weiter mit den drei Familien Biermann, Paxton und Escoffier. In diesem Band steht nun die nächste Generation im Vordergrund, die wir im ersten Band als Kinder kennen lernen durften. Interessant ...

Es geht weiter mit den drei Familien Biermann, Paxton und Escoffier. In diesem Band steht nun die nächste Generation im Vordergrund, die wir im ersten Band als Kinder kennen lernen durften. Interessant wie sie mittlerweile miteinander verwoben/verheiratet sind. Teilweise fragt man sich, ob das noch richtig ist oder zu weit geht.

Mir hat der erste Band besser gefallen. Im zweiten Teil hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung und die Protagonisten im Kreis drehen. Man hätte es auch deutlich kürzer fassen können. Wirklich was passiert ist eigentlich nicht.

Was mich etwas gestört hat war, dass reinweiß die Namen verwechselt wurden. Es war eh schon schwierig sich alle Namen zu merken, da auch viele ähnlich sind. Aber stellenweise war klar, dass da gerade der falsche Name steht.

Da ich gar nicht in das Buch gefunden habe, vergebe ich nur zwei von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Wie heimkommen

Die Berghebamme – Zeit der Kinder
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Wir sind zurück in Brannenburg. Maria und Georg sind glücklich verheiratet. Um ihr Glück zu vervollständigen fehlt nur noch ein gemeinsames Kind. Doch bei Maria will sich einfach keine Schwangerschaft ...

Wir sind zurück in Brannenburg. Maria und Georg sind glücklich verheiratet. Um ihr Glück zu vervollständigen fehlt nur noch ein gemeinsames Kind. Doch bei Maria will sich einfach keine Schwangerschaft einstellen.

Wenn Maria ihre Liebe und Fürsorge nicht für ein eigenes Kind aufbringen kann, dann doch gut investieren. Maria hat ja bekanntlich ein Herz für ledige Mütter. Drum eröffnen sie ein Heim für ledige Mütter. Doch die Brannenburger sind für diese Neuerung zu konservativ und es gibt ordentlich Gegenwind! Werden Maria und Georg sich dem Widerstand entgegensetzen können? Die Jahrhundertwende steht bevor – werden sich so auch alte Zöpfe abschneiden lassen?

Mir gefällt der Schreibstil von Linda Winterberg sehr gut. Ich fliege nur so über die Seiten und habe richtiges Kopfkino. Ich sehe Brannenburg und die umliegenden Berge vor mir und rieche die Wiesen, den Schnee oder auch die frischen Rosinensemmel. Die Charaktere sind immer wunderbar ausgearbeitet, so dass man sich den Menschen richtig vorstellen kann. Selbst mit einem Jahr Abstand, weiß man sofort wieder, wer wer ist.

Schade, dass er der Abschluss der Saga ist, denn ich habe Maria und all die anderen wirklich sehr ins Herz geschlossen und mich Jahr für Jahr gefreut, wieder ein paar Tage mit ihnen unterwegs sein zu können. Andererseits ist es nun halt auch irgendwie auserzählt. Finde ja eh schon, dass erstaunlich viele Kindchen immer in diesen Bänden auf die Welt kommen. Ich vergebe sehr gern volle fünf von fünf Sterne. Und bin gespannt, was uns als nächstes bei Linda Winterberg erwartet.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Interessanter Einblick in das Europa vor 150 Jahren

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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Vicky, Paul und Auguste. Drei junge Menschen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie stammen aus drei unterschiedlichen Ländern und dennoch verbindet sie nach einem zufälligen Treffen in Karlsbad eine jahrzehntelange ...

Vicky, Paul und Auguste. Drei junge Menschen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie stammen aus drei unterschiedlichen Ländern und dennoch verbindet sie nach einem zufälligen Treffen in Karlsbad eine jahrzehntelange Freundschaft.

Vicky lebt in England und soll standesgemäß heiraten, doch verliebt sie sich in den französischen Koch Auguste. Kann sie ihre große Liebe heiraten oder muss sie einen Mann nehmen, den ihre Mutter auswählt?
Paul ist deutscher Ingenieur und träumt davon etwas Bedeutendes zu bauen. Wird ihm das gelingen? Wird seine Baufirma bestehen? Wird er gar am Kurfürstendamm mitbauen?
Und Auguste. Wir er sich seinen Traum eines eigenen Restaurants ermöglichen können?

Ich fand es sehr interessant Einblicke in die Zeiten des Neunzehntenjahrhunderts zu bekommen. Und nicht nur in Deutschland, sondern auch England und Frankreich. Hier stellt man doch Unterschiede fest.
Mir haben die Charaktere gut gefallen und ich habe sie schnell sympathisch gefunden und fühlte mich ihnen verbunden. Ich war sehr gespannt, wie es für sie weitergeht. Schön fand ich, dass man jeden von ihnen einzeln kennenlernt und begleitet. Immer wieder treffen sie sich aber.
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und ich habe die Geschichte aufgebaut. Gern vergebe ich vier von fünf Sterne.

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