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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2020

Ganz netter Reiseratgeber

HOLIDAY Reisebuch: Wo Deutschland am schönsten ist
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Das Buch ist in 16 Kapitel geteilt. Und somit nach Bundesländern sortiert. Das ist sehr hilfreich! Jedes Kapitel gliedert sich anschließend nach Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. ...

Das Buch ist in 16 Kapitel geteilt. Und somit nach Bundesländern sortiert. Das ist sehr hilfreich! Jedes Kapitel gliedert sich anschließend nach Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Viele der Stationen sind die gängigen Touristenzeile, doch manch ein Schmuckstück, in den Gegenden in denen ich schon unterwegs war kannte ich noch nicht. Zu jeder Station gibt es einen kleinen Text, der die allerwichtigsten Informationen enthält. Ich würde dieses Buch aber eher als Ratgeber, statt als Reiseführer sehen. Nur mit diesen Informationen kommt man nicht weit. Um sich eine Idee zu machen, wo man hinfahren könnte und was man ansehen könnte ist es geeignet. Für mehr muss man dann weiterrecherchieren.

Als eBook leidet die Optik des gedruckten Seitenaufrisses etwas. Gedruckt sind die Seiten schön aufgemacht und übersichtlich. Im eBook, weiß man bei manch einem Bild nicht, wohin es gehört. Dafür ist das eBook sehr praktisch für unterwegs, da es keinen Platz wegnimmt, da man es auf dem Smartphone speichern kann.
Ich finde diesen Reiseratgeber ganz nett, um mal einen Überblick zu bekommen, was man sich in unserem schönen Land mal ansehen könnte, aber so richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht, deshalb vergebe ich zwei von fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 04.07.2020

Spannend bis zum Schluss

Ich bin dein Tod
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Über ganz Bayern verteilt erhalten scheinbar x-beliebige Menschen eine Botschaft: „Ich bin dein Tod. Mich hast du verdient.“ Kurze Zeit später sind sie tatsächlich tot. Die einzelnen Sokos gehen von einem ...

Über ganz Bayern verteilt erhalten scheinbar x-beliebige Menschen eine Botschaft: „Ich bin dein Tod. Mich hast du verdient.“ Kurze Zeit später sind sie tatsächlich tot. Die einzelnen Sokos gehen von einem normalen Raubmord aus. Keiner sieht einen Zusammenhang. Bis ein Kommissar die Kollegen der OFA dazu ruft. Dühnforts Kombinationsgeschick läuft auf Hochtouren – gibt es vielleicht doch eine Verbindung??

Ein neuer Fall für Dühnfort. Doch mittlerweile arbeitet er für das OFA, die Operative Fallanalyse, und ist somit nur noch beratend tätig, nicht mehr vorne an der Front unterwegs. Wir er das schaffen? Dühnfort sagt selbst, dass er es liebt die einzelnen ergebnsise miteinander zu verbinden. Doch bei einer Idee nicht selbst losziehen zu können ist ihm auch nicht so recht. An seiner neuen Position scheint er aber sehr gut aufgehoben zu sein!

Der Krimi ist sehr spannend, zunächst sind auch dem Leser mögliche Zusammenhänge nicht klar. Auch das Motiv des Täters bleibt lange im Dunkeln. Der Leser begleitete ihn die gesamte Zeit über, doch meist hat der Leser nicht mehr Wissen, als die Polizei selbst. An diesem Fall sind sehr viele Sokos beteiligt. Ich stelle mir so etwas auch im wahren Leben sehr kompliziert vor. Hier tatsächlich Zusammenhänge zu sehen, da ja eigentlich nicht miteinander geredet wird. Wie viele wahre Serienmorde so wohl übersehen werden?

Zu den Charakteren an sich kann man eigentlich kaum etwas sagen, da niemand so wirklich beschrieben wurde. Dühnfort ist wie wir ihn kennen. Die anderen Polizisten blieben recht im Hintergrund. Auch die Opfer blieben eher Namen.

Das Einzige, was ich merkwürdig fand war die Dauer der Handlung. Mir kam es vor, als würde jeden Tag jemand sterben und nicht, dass sich das ganze scheinbar über ein Jahr hinweg zieht?? Mir fehlten dazu Datumsangaben an den Kapiteln, auch Dühnforts Privatleben gab keinen Hinweis darauf, dass schon so viel Zeit vergangen ist.

Mir hat dieser Krimi wieder einmal super gefallen und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung. Deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Spannender Krimi

Heißes Pflaster
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Das Ermittlerduo Hanna Seiler und Milo Novic der Kripo Leipzig haben einen neuen Fall. Ein Politiker wird tot an einem See gefunden. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch die Ermittler wollen wirklich ...

Das Ermittlerduo Hanna Seiler und Milo Novic der Kripo Leipzig haben einen neuen Fall. Ein Politiker wird tot an einem See gefunden. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch die Ermittler wollen wirklich sicher gehen, ob nicht doch jemand dahintersteckt. Und schon finden sie sich in einem wilden Krieg um Immobilien wieder. Und im Kampf Links gegen Rechts.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht wieder zusammen mit Hanna Seiler und Milo Novic zu ermitteln. Sehr gefallen hat mir, dass der Leser meist selbst nicht mehr weiß, als die Ermittler selbst, so konnte man wunderbar selbst miträtseln und ermitteln. Die Ermittler haben beide ihr Päckchen zu tragen, was dem Leser nicht entgeht. Ich finde es war in einem angemessenen Maß, mehr Privatleben und eigene Probleme der Ermittler wären zu viel für einen Krimi – es geht schließlich um den Fall. Hanna Seiler hat immer noch am Tod ihres Mannes zu knabbern und Milo Novic hat ein Kriegstrauma – er flüchtete gemeinsam mit seiner Schwester aus Jugoslawien.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut – er ist flüssig zu lesen. Spannung ist die gesamte Zeit hindurch vorhanden. Immer wieder gibt es auch einen Spannungsanstieg. Eigentlich möchte man den Krimi gar nicht aus der Hand legen, sondern ihn am Liebsten am Stück lesen. Sehr gefallen hat mir, dass ich bis zum Schluss im Dunkeln getappt habe. Immer wieder wird der Leser auf eine Fährte gelockt und dann heißt es: Abschätzen, ob es wirklich so sein kann oder nicht.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, deshalb vergebe ich volle fünf von fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2020

Interessant, aber nicht überzeugend

Nebelkinder
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Käthe flieht mit ihren beiden Töchtern Ana und Leni aus Breslau nach Bayern. Auf der Flucht begleitet sie ihre Schwester und deren Sohn. Die fünf haben Glück und können mit dem Zug fliehen, viele andere ...

Käthe flieht mit ihren beiden Töchtern Ana und Leni aus Breslau nach Bayern. Auf der Flucht begleitet sie ihre Schwester und deren Sohn. Die fünf haben Glück und können mit dem Zug fliehen, viele andere müssen den langen Weg zu Fuß bestreiten. Eindringlich beschreibt dieser Roman die Strapazen der Flucht aus Schlesien nach Süddeutschland. Parallel gibt eine aktuelle Reise einer Mutter und Tochter nach Polen eine Rahmenhandlung.

Die Idee zu dieser Geschichte kam Stefanie Gregg durch ihre eigene Familiengeschichte, in der es ebenfalls eine Flucht aus Schlesien gibt, wenn auch auf andere Weise. Stefanie Gregg ist es gelungen die Strapazen der Flucht authentisch wiederzugeben. Die Handlung rund um Käthe und Ana konnte mich allerdings nicht so richtig fesseln. Teilweise war auch während der Erzählung nicht so ganz klar, in welcher Zeit wir uns befinden, beziehungsweise aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Das gilt vor allem für Passagen mit Käthe und Ana, da Ana im Kindesalter die Mutterrolle übernommen hat und sich dementsprechend auch erwachsen verhält und ausdrückt.

Die Charaktere sind Stefanie Gregg gut gelungen. Es werden die unterschiedlichen Typen, wie mit dem Krieg umgegangen wird, dargestellt. Zum Beispiel Käthe, die depressiv wird und zu nichts mehr zu gebrauchen ist. Ana, die viel zu schnell erwachsen wurde und auch in späteren Jahren noch immer aufpasst, Ordnung hält, haushaltet. Oder Leni, die ihre Angst in Wut und Widerspenstigkeit umwandelt.

Die Thematik des Romans fand ich super, die Charaktere ans ich haben mir gut gefallen, nur die Handlung war etwas zäh und teilweise aussagelos, deshalb vergebe ich nur drei von fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2020

Hebammen zwischen den Kriegen

Jahre der Veränderung
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Berlin, 1929. Die Kriegszeit ist gut überwunden und die Menschen setzen wieder viele Kinder in die Welt, auch wenn nun die Wirtschaftskrise droht. Luise, Margot und Edith haben wortwörtlich alle Hände ...

Berlin, 1929. Die Kriegszeit ist gut überwunden und die Menschen setzen wieder viele Kinder in die Welt, auch wenn nun die Wirtschaftskrise droht. Luise, Margot und Edith haben wortwörtlich alle Hände voll zu tun. Trotz der vielen Arbeit in der Klinik und mittlerweile diversen anderen Stationen bleibt den Dreien noch genügend Zeit für ein Privatleben, wenn auch selten zu dritt.

Die Hebammensaga geht weiter. Der Leser begleitet wieder Edith, Margot und Luise durch ihr Leben als Hebamme. Dieser zweite Teil spielt um die Wende der zwanziger zu den dreißiger Jahren. Es empfiehlt sich den Vorgänger Roman zu lesen, da immer wieder auf Ereignisse aus diesem hingewiesen wird. Waren die drei Protagonisten im ersten Band noch junge Mädchen, die gerade in ihre Ausbildung starteten, so stehen in diesem Band nun drei erwachsenen und starke Frauen im Mittelpunkt. Alle drei sind nun Mitte dreißig und überraschender Weise sind alle drei von dem normalen Frauenbild dieser Zeit entfernt – unverheiratet und kinderlos. Es war interessant und spannend die Freundinnen durch drei weitere Jahre ihres Lebens zu begleiten und die allgemeine Stimmung zu dieser Zeit aufzunehmen. Allerdings fehlte mir ein bisschen die Dynamik in diesem Roman, die Handlung stockte teilweise ein bisschen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, die Dialoge sind gut gesetzt und informativ. Was mir allerdings am Schreibstil nicht gefällt, ist, dass ich beim Lesen nicht merkte, ob nun Edith, Margot oder Luise redet. Es liest sich einfach gleich. Vor allem in diesem zweiten Band, da die Charaktere nun gesellschaftlich auf einem Niveau stehen. Was das angeht sehe ich noch Verbesserungspotenzial. Ansonsten hat mir die Handlung und die gut ausgearbeiteten Charaktere gut gefallen und ich freue mich schon auf das Finale im dritten Band. Ich vergebe vier von fünf Sterne.  

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere