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Veröffentlicht am 31.12.2019

Geschichte zum Mitfühlen

Der Attentäter
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Rezension zu Der Attentäter vonUlf ...

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Rezension zu Der Attentäter vonUlf SchieweGeschichte zum Mitfühlen

 vonFreydisNeheleniaRainersdottir vor 30 Minuten

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FreydisNeheleniaRainersdottirvor 30 Minuten

Seit bekannt wurde, dass Ulf Schiewe ein Buch über den genauen Hergang des Attentats auf Franz Ferdinand und seine Frau Sophie herausbringt, habe ich mich auf die Geschichte gefreut. Ich bin sehr an Geschichte interessiert, gerade an der des 20. Jahrhunderts und habe bereits viele Bücher über den ersten Weltkrieg gelesen aber der sogenannte Auslöser, das Attentat in Sarajevo wurde in diesen Bücher stets nur angeschnitten. Deshalb war ich froh zu hören, dass endlich ein Roman darüber erscheinen soll.

Als es dann auch noch auf Lovelybooks eine Leserunde zum Buch gab, wusste ich, dass ich da unbedingt dabei sein wollte, zumal Ulf Schiewe selbst die Leserunde moderiert und auf Fragen und Anmerkungen antwortet. Und ich hatte Glück, denn ich wurde tatsächlich als Gewinner für die Leserunde ausgewählt.

Zum Roman selbst:
Ein Buch, dass jeden Geschichtsfan des Herz höher schlagen lässt. Die Geschichte wird aus der Perspektive des (Erz-)Herzogenpaares Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie, aus der Sicht der Attentäter um Gavrilo Princip und aus jener eines fiktiven Majors, der von den Attentatsplänen Wind bekommt und eine Katastrophe um jeden Preis verhindern will. Dabei ist es mal erfrischend, das Herzogenpaar nicht als steife Adlige, sonder als durchaus liebenswürdige Familienmenschen, die Attentäter nicht als die Bösen sondern als fehlgeleitete Jugendliche, die ohnehin nichts zu verlieren hatten und, zu guter Letzt, einen Major (des Geheimdienstes) zu sehen, der nicht steif durch die Geschichte marschiert. Nein, Ulf Schiewe hat seinen Protagonisten ein paar überaus sympathische Züge verliehen. Das lässt zu, dass man sich in alle hineinversetzen kann. Das Herzogenpaar hat mir sogar richtig leid getan. Ich weiß ja, wie die Geschichte ausging, aber irgendwie habe ich mir trotzdem gewünscht, dass die beiden zu ihren Kindern nach Böhmen zurückkehren könnten. Und wenn ich Major Markovic gewesen wäre, hätte ich diesen bornierten Antisemiten Potiorek wohl mehrmals angehupft...
Anschließend würde ich ganz gern noch sagen, dass "Der Attentäter" Geschichte zum Mitfühlen ist. Unbedingt lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2019

Eine furchtbar depressiv-beklemmende Geschichte

Die Farbe von Glas
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Ich muss ehrlich sein: Ich bin heilfroh, die letzten Seiten dieses Buches gelesen zu haben und auch, dass ich es nicht mehr lesen muss. Und das schreibe ich wirklich selten über ein Buch.
Angefangen bei ...

Ich muss ehrlich sein: Ich bin heilfroh, die letzten Seiten dieses Buches gelesen zu haben und auch, dass ich es nicht mehr lesen muss. Und das schreibe ich wirklich selten über ein Buch.
Angefangen bei Rósa, dem Pfarrerskind, die sich vor ihrem Ehemann bald in die Hosen macht und sich unterwirft, bis sie daran bald dem Wahnsinn anheim fällt über Jón, der seine wahren Gefühle bis zum Selbsthass unterdrückt und sich und seine Frau vor allem und jedem isoliert, außer vor seinem zur Gewalt neigenden Busenfreund Pétur. Und Rósa droht und droht und droht und sie ständig daran erinnert, dass sie unterwürfig zu sein und keine Fragen zu stellen und erst recht nicht seine Entscheidungen in Frage zu stellen hat. Und dann die Dorfbewohner von Stykkishólmur, ein einziger missgünstiger, bis zum Abwinken abergläubiger Misthaufen und faschistischer Mob. Bis auf Kátrin und Gudrun. Das waren neben Páll die einzigen beiden Protagonisten, die ich in diesem Buch überhaupt leiden konnte. Dann noch der Pfaffe Egill, der Kinder prügelt, weil er denkt, dass sie dann zu normalen, gottesfürchtigen Kindern heranwachsen, sich wundert, dass sein Sohn wegläuft und mit ihm nichts mehr zutun haben will und die Schuld dafür bei jemand anderen sucht.
Diese Geschichte hat einfach nur ein widerlich beklemmendes Gefühl in mir zurückgelassen. Hoffentlich geht es anderen Lesern nicht so wie mir.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Ein Roman wie ein Shōjo-Anime

Im Schatten des Fuchses
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Das nenne ich mal einen gelungenen Trilogie-Auftakt. Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und euer Kopf spielt einen Film ab? So ging es mir bei Im Schatten des Fuchses. Mir war, als schaue ich einen ...

Das nenne ich mal einen gelungenen Trilogie-Auftakt. Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und euer Kopf spielt einen Film ab? So ging es mir bei Im Schatten des Fuchses. Mir war, als schaue ich einen sehr schönen Shōjo-Anime nach einem Manga von Rumiko Takahashi (der Mangaka, der wir Ranma 1/2 und Inuyasha zu verdanken haben).
Yumeko wird als Baby vor einem  Kloster ausgesetzt und von den hiesigen Mönchen großgezogen. Sie ist zur Hälfte Mensch, zur Hälfte Kitsune (also ein Fuchswesen) und während sie aufwächst, kommt bei ihr mehrmals die "füchsische Verschlagenheit" zum Vorschein, sodass sie es nicht lassen kann, den Mönchen Streiche zu spielen. Eines Tages übertreibt sie etwas und flüchtet vor dem Zorn eines besonders strengen Mönches in den Wald. Bei ihrer Rückkehr muss sie mit ansehen, wie ihr Zuhause von Dämonen zerstört wird und ein Mönch nach dem anderen bei der Verteidigung einer geheimnisvollen Schriftrolle ums Leben kommt. Jetzt ist es an Yumeko, die Schriftrolle in Sicherheit zu bringen, weshalb sie sich auf eine lange Reise begeben muss. Zusammen mit dem Ninja des Schattenclans der Kage, Tatsumi, tritt sie ihre Reise an, erlebt so manches Abenteuer. Unterwegs schließt sich den beiden, sehr zu Tatsumis Ärger, so manch seltsamer Reisegefährte an, was die Geschichte stellenweise komisch macht, denn eigentlich soll der Ninja ja allein arbeiten.
Bei Im Schatten des Fuchses wird es einfach niemals langweilig. Es passiert einfach so viel, dass man glaubt, es kann unmöglich noch spannender bzw. noch besser werden, doch dann kommt Julie Kagawa mit dem nächsten Kapitel um die Ecke und setzt noch einen drauf.
Ich bin ehrlich schon sehr gespannt darauf, ob sich Julie Kagawa bei Im Schatten des Schwertes nochmal überbietet und wie es mit den ungleichen Reisegefährten weitergeht. 

Veröffentlicht am 20.11.2019

So ein Bisschen Medizingeschichte hätte ich auch gern in der Ausbildung gehabt

Die Charité
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Es ist etwas mehr als 10 Jahre her, dass ich meine Ausbildung zur Medizinischen Dokumentationsassistentin erfolgreich abschloss. Ich war vollgepumpt mit anatomischen Wissen, fähig, sowohl eine Krankenhausabrechnung ...

Es ist etwas mehr als 10 Jahre her, dass ich meine Ausbildung zur Medizinischen Dokumentationsassistentin erfolgreich abschloss. Ich war vollgepumpt mit anatomischen Wissen, fähig, sowohl eine Krankenhausabrechnung fehlerfrei durchzuführen als auch einen Arztbrief nach den von den Ärzten dokumentierten ICD 10 und Prozeduren-Schlüssel aufzusetzen und ich war weniger fähig als Study-Nurse bei einer medizinischen Studie zu assistieren, weil ich schlicht und ergreifend diesen ganzen auf mathematisch-komplizierten Statistikkram nicht verstand. Was mich die ganzen Jahre an meiner Ausbildung genervt hat, war, dass wir, mal abgesehen von ein paar Praktika in medizinischen Einrichtungen und Krankenhausarchiven sowie einer Exkursion zu einer Sezierung in der hiesigen Pathologie nichts als grauen, trockenen Theorieunterricht hatten, bei dem meine Gedanken mehr als einmal auf Weltreise gegangen sind. Meine besten Gedichte sind während dieser Zeit im Unterricht entstanden. 🤣
Hätten wir allerdings ein Unterrichtsfach gehabt, dass Medizingeschichte geheißen hätte, wäre ich wohl die beste Schülerin auf diesem Gebiet gewesen. Zumindest, wenn wir einen Dozenten gehabt hätten, der nur annähernd so spannend unterrichtet hätte, wie Ulrike Schweikert schreibt.
Wenn man bedenkt, dass es gerade mal 180-190 Jahre her ist, dass die Patienten an Cholera, Diphterie, Sepsis und Wundbrand, sowie Kindbettfieber gestorben sind, weil die hygienischen Bedingungen zu dieser Zeit unter aller Kanone waren und das Impfen in der heutigen Form leider noch nicht erfunden und welche medizinischen Fortschritte allein die Ärzte in der Charité bis zum heutigen Tag errungen haben, schätzt man sich froh und glücklich, dass man im 21. Jahrhundert lebt. Die Frauen haben sich emanzipiert, sich die Möglichkeit erkämpft zu studieren, es gibt Verhütung, man muss keine 12 Kinder mehr austragen, kann Kind und Beruf unter einen Hut bringen, es gibt Impfungen und sterile Operationsräume und man muss sich nicht bei jedem Eingriff den Kopf zerbrechen, dass man vor Schmerzen oder vor der Angst vor Schmerzen und schon gar nicht wegen einem Arzt, der zu stolz ist, den OP-Kittel an den Nagel zu hängen, ums Leben kommt.
Es ist bewundernswert, was mutige Ärzte bis heute, unter teilweise lebensgefährlichen Umständen, erforscht, erprobt und erfolgreich umgesetzt haben. Und es wäre toll, wenn über diese Pioniere der Medizin und ihre Methoden mehr gelehrt werden würde. Sonst muss (zumindest) das administrative medizinische Personal, zu dem ich gehöre, wieder bis zu 10 Jahre warten, bis eine Autorin wie Ulrike Schweikert sehr interessante Romane über die Sternstunden der Medizin schreibt und bis dahin mit gefährlichem Halbwissen draußen rumspazieren.
Naja, die Medizin hab ich mittlerweile endgültig an den Nagel gehängt, das Interesse an Anatomie, Biochemie, Pathologie und Medizingeschichte ist jedoch geblieben. Dementsprechend bin ich auch schon auf den zweiten Band über die Charité sehr gespannt.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Die Geschichte hat mich irgendwie noch nicht vom Hocker gerissen

Die Spiegelreisende
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Ich weiß noch nicht so recht, was ich von diesem ersten Band der Spiegelreisenden-Reihe halten soll. Der Hype um die Reihe, die mit den Harry Potter - Büchern von J.K. Rowling verglichen, erschließt sich ...

Ich weiß noch nicht so recht, was ich von diesem ersten Band der Spiegelreisenden-Reihe halten soll. Der Hype um die Reihe, die mit den Harry Potter - Büchern von J.K. Rowling verglichen, erschließt sich mir noch nicht so ganz, aber vielleicht ergibt sich das ja in den nächsten Bänden (was ich stark hoffe).
Einerseits hat sich die Geschichte stellenweise stark gezogen und man wartete darauf, dass endlich etwas Spannendes passiert. An anderen Stellen hat die Geschichte dann wieder Fahrt aufgenommen und es wurde Spannung aufgebaut aber die ersehnte Handlung, die einen von Hocker hauen sollte, blieb dann irgendwie aus oder ist seicht ausgeklungen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob da jetzt noch was kommt...
Nichtsdestotrotz fand ich es nicht schlecht. Man fühlt sich von den ganzen Intrigen auf dem Pol selbst ziemlich erdrückt und von allen Familienmitgliedern der Drachenfamilie ziemlich herumgestoßen. Um nichts in der Welt würde ich mit Orphelia tauschen wollen. Das war fast wie ein Arbeitstag bei einem meiner alten Arbeitgeber. Da haben sich die Weiber auch gegenseitig zerfleischt wie die Hyänen und wenn man da mal versehentlich dazwischen geriet, konnte man sich warm anziehen.
Wie gesagt, ich hoffe, dass in den nächsten Bänden der Spiegelreisenden-Reihe ein bisschen mehr passiert. Die Geschichte ist mir noch ein wenig zu... unscheinbar, um mit Bestsellerwerken namenhafter Autoren verglichen zu werden.