Cover-Bild Der Einzelgänger
20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Hard Boiled, Roman Noir
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 19.11.2018
  • ISBN: 9783764506520
Lee Child

Der Einzelgänger

12 Jack-Reacher-Storys - erstmals auf Deutsch
Wulf Bergner (Übersetzer)

»Dieser Story-Band zeigt, was Fans an Lee Child so schätzen: Er ist ein geborener Erzähler und ein scharfsinniger Beobachter.« Publishers Weekly

Jack Reacher ist der wahrscheinliche härteste Actionheld der Thrillerliteratur, und das bereits seit 20 Jahren. Am liebsten ist er allein. Er macht sich nicht viel aus der Gesellschaft anderer Menschen. Aber wenn er Ungerechtigkeit bemerkt, dann kann er gar nicht anders als einzugreifen. In zwölf Storys ermöglicht SPIEGEL-Bestsellerautor Lee Child seinen Fans einen tieferen Einblick in einen der faszinierendsten und erfolgreichsten Serienhelden des modernen Thrillers. Ob in New York, dem ländlichen Maine oder in Japan, ob im Alter von 17 oder 57 Jahren: Jack Reacher begeistert Leser und Kritiker – und das seit zwanzig Jahren!

Dieses Buch enthält folgende Storys:
Zu viel Zeit
Der zweite Sohn
Hitzewelle
Tief drinnen
Kleinkriege
James Penneys neue Identität
Das Verhör
Dies ist keine Übung
Vielleicht haben sie eine Tradition
Ein Kerl kommt in eine Bar
Kein Raum in der Herberge
Der einsame Diner

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2026

Die Kurzgeschichten können leider nciht ganz mithalten

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Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach längeres gewohnt bin, oder dass mich die Kurzgeschichten unterschiedlich stark angesprochen haben und manche gar nichts für mich waren, aber irgendwie habe ich ...

Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach längeres gewohnt bin, oder dass mich die Kurzgeschichten unterschiedlich stark angesprochen haben und manche gar nichts für mich waren, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses Buch hier nicht ganz mit den restlichen Mithalten kann.
Dabei fand ich die Ideen ganz spannend, gut zu lesen (oder zu hören) waren die Geschichten auch, und es war auch mal nett, so was kurzes zwischendurch zu lesen, aber gleichzeitig fehlte dadurch natürlich viel Aufbau, Spannung war auch nicht immer vorhanden, und insgesamt war es eher okay.
Gar nicht gefallen zum Beispiel hat mir die Ich-Perspektive von wem anders als Reacher, die fand ich irgendwie nicht gut geschrieben, ganz gut fand ich dagegen die Story im Wald, war schon irgendwie nett, beim neuen Namen hatte ich glaube ich am meisten Spaß (wenn auch nur wegen des Missverständnisses, was den Ausweis im Kofferraum anging), und die Weihnachtsstories ... doch, die fand ich glaube ich auch ganz nett. Nichts, was ich zwingend mit Reacher verbunden hätte, aber ich glaube, die könnten mir als kurze Momente sogar besser gefallen haben, weil sie nicht so sehr damit beschäftigt waren, die üblichen Buch-Storylines in weniger Worten aufzugreifen, sondern sie mal ganz anders waren. Vielleicht hätte ich mir sogar mehr davon gewünscht, einfach um Reacher auch mal in etwas anderen Situationen zu erleben.
Leider waren es aber nicht mehr davon, und während ich insgesamt doch meine Freude hatte, finde ich es gerade nach den letzten beiden gelesenen Büchern (22&23) irgendwie doch eher eine Verschlechterung.

Veröffentlicht am 04.12.2018

Mehr oder weniger spannende Appetithäppchen für zwischendurch

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Um es in Abwandlung eines Zitates von Forrest Gump zu sagen: Eine Sammlung von Short Storys ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man bekommt. Diese Aussage trifft auch bei der neuesten Veröffentlichung ...

Um es in Abwandlung eines Zitates von Forrest Gump zu sagen: Eine Sammlung von Short Storys ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man bekommt. Diese Aussage trifft auch bei der neuesten Veröffentlichung aus dem Jack Reacher Universum den Nagel auf den Kopf.

„Der Einzelgänger“, unter dem Titel „No middle name“ im Original 2017 erschienen, ist eine Sammlung von zwölf kürzeren und längeren Erzählungen, die Lee Child im Lauf der Jahre geschrieben hat. Wer die Reacher-Reihe kennt, weiß was ihn erwartet, allerdings gibt es auch eine Überraschung. „Der zweite Sohn“ führt zurück in Reachers Kindheit auf einem Stützpunkt in Okinawa, wohin die Familie versetzt wurde und man in Grundzügen bereits erkennen kann, wie und warum sich der Teenager entwickeln wird. Für mich eine der stärksten Storys der Sammlung.

Ansonsten gibt es wenig neue Aspekte, aber das ist ja auch das Schöne daran. Der einsame Wolf stromert ziellos durch die amerikanischen Bundesstaaten, wird mehr oder weniger zufällig in mehr oder weniger kriminelle Ereignisse hineingezogen und hilft diese, mit mehr oder weniger Köpfchen und /oder brachialer Gewalt aufzuklären.

Was das Niveau der einzelnen Erzählungen angeht, habe ich mir deutlich mehr erwartet. Höchstens die Hälfte ist qualitativ den Romanen ebenbürtig. Vieles wirkt unrund, extrem konstruiert, ist langatmig, noch nicht auf den Punkt gebracht. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass diese Storys die Ideen des Autors sammeln, Grundgerüste und/oder Exposés für künftige Reacher Geschichten sind. Das wird besonders bei „Zu viel Zeit“ deutlich, von Child in „The midnight line“ (der 22. Reacher, 2017, noch nicht übersetzt) fortgeführt und ausgearbeitet.

Dennoch ist „Der Einzelgänger“ gerade wegen seiner Themenvielfalt die perfekte Wahl für Neueinsteiger ins Reacher-Universum, kann aber auch den Fans empfohlen werden, die sich die Wartezeit auf den zwanzigsten Band der Reihe „Keine Kompromisse“ verkürzen möchten. Erscheint im Juni 2019 bei Blanvalet.